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Leitverse: 1. Mose 13,12; 1. Mose 14,12; 19,1
1.
Mo. 13,12: Abram
wohnte im Lande Kanaan, und Lot wohnte in den Städten der Ebene und
schlug Zelte auf bis nach Sodom.
1Mo 14,12: Und sie
nahmen Lot, Abrams Bruders Sohn, und seine Habe und zogen davon; denn er
wohnte in Sodom.
1Mo 19,1: Und die
beiden Engel kamen am Abend nach Sodom; und Lot saß im Tore Sodoms. Und
als Lot sie sah, stand er auf, ihnen entgegen, und beugte sich nieder,
mit dem Angesicht zur Erde.
Inhalt
Einleitung Die falsche Perspektive - Lot Die richtige Perspektive - Abraham Lot flirtete mit der Welt ... und Abraham? Die Verstrickungen in Sodom Endstation: Welt (in den Toren Sodoms)
Hochschulabsolventen und Studenten versagen aus einer
Vielzahl von Gründen. Aber eins ist bei allen Fällen dasselbe: Das Versagen
geschieht nicht spontan, es ist immer ein Prozess damit verbunden. Das gilt
genauso für das Versagen im christlichen Leben. Wachsende Christen fallen nicht
plötzlich zusammen, es gibt immer einen Schritt-für-Schritt-Trip auf der Straße
zum Versagen.
Die Geschichte Lots in 1. Mose ist der traurige Fall eines Gläubigen,
der versagt hat. Lot war ganz klar ein Gläubiger. In 2. Petrus 2,7-8 wird Lot
dreimal als gerecht erwähnt. Aber der gerechte Lot versagte, sein Leben für
Gott zu gebrauchen. Er reiste auf der Straße des Versagens. Es ist für jeden
Christen möglich, heute genau dasselbe zu tun. Ein Christ mag entweder ein Leben
bauen, dass für Gott zählt oder er leidet Schiffbruch für sein Leben in Bezug
auf ewige Werte (s. 1Kor 3,11-15). Wie tragisch und beschämend wird es für
einen Christen sein, vor dem Herrn zu stehen und Rechenschaft abzulegen für ein
leeres und vergeudetes Leben (s. 2Kor 5,10). Obwohl diese Art des Versagens
bei einem wahren Christen die Bestimmung für Himmel und Hölle nicht berührt,
gibt es eine Anzahl von warnenden Abschnitten der Schrift, die den ungehorsamen
Gläubigen sehr ernst dazu bringen sollten, seine Übergabe an Christus infrage
zu stellen und sich seiner Errettung sicher zu machen (s. Joh 15,4-6 u. Kol
1,23 z.B.). Lasst uns als wachsende Christen Anstrengungen machen, die Straße
zum Versagen zu vermeiden.
Der erste Schritt in Richtung Versagen kam, als er die Dinge
aus einer falschen Perspektive ansah. Er machte eine selbstsüchtige Wahl. Er wählte
für sich selbst (1Mo 13,11). Seine Wahl basierte nur auf dem, was als das
Beste aussah. Er sah die wohlbewässerte Ebene des Jordan (1Mo 13,10). Sein
Blickpunkt berücksichtigte nicht die Tatsache, dass die bösen Städte des
Tales programmiert waren für die Zerstörung. Es heißt in 1. Mose 13,10:
"Das
war, bevor der Herr Sodom und Gomorra zerstörte". Lot hatte die falsche
Perspektive, weil er nicht in Gemeinschaft mit Gott war. Der Blickpunkt eines
Christen, der außerhalb der Gemeinschaft mit dem Herrn ist, ist derselbe:
selbstsüchtig, weltlich und kurzsichtig.
Wie Lot beginnen viele Christen die Straße des Versagens,
wenn sie ihre Augen aufheben und all die Möglichkeiten und Gelegenheiten sehen,
die die Welt ihnen anbietet. Es ist nur ganz natürlich, wenn man das wählt,
was mir das meiste Vergnügen und die meisten Besitztümer und die meiste Macht
bietet. Aber das ist die falsche Perspektive. Gottes Wort sagt ganz klar, dass
diese Welt und alles was sie anbietet, für das Verderben bestimmt ist (s. 1Kor 7,31; 1Joh 2,17). Wie Sodom und Gomorra ist diese Welt programmiert für
das Gericht Gottes. Es ist nur eine Sache der Zeit, bevor die Erde selbst zerstört
und ersetzt wird durch einen neuen Himmel und eine neue Erde, in welchem
Gerechtigkeit wohnt (s. 2Pet 3,10-13). Kein Christ, der ein bisschen vernünftig
ist, würde Aktien in diesem gegenwärtigen Weltsystem anlegen. Würdest du Geld
auf eine Bank bringen, von der du ganz klar weißt, dass sie morgen
zusammenbricht? Würdest du ein Haus kaufen auf einem Damm, von dem die Experten
gesagt haben, dass er zusammenbricht? Natürlich nicht! Aber das illustriert
wesensmäßig, was einige Christen tun mit ihrem Leben, aufgrund einer
weltlichen und natürlichen Perspektive. Sie investieren ihre Zeit und Energien
in etwas, das völlig ausgewischt werden wird und keinen ewigen Wert hat. Ein
Christ mit einer falschen Perspektive hat begonnen, mit seinem Leben auf einem
Weg des Versagens zu gehen.
Welch ein Kontrast sehen wir zwischen Lot und Abraham?
Abraham war ein treuer Gläubiger, der eine richtige Perspektive hatte. Abraham
war in Gemeinschaft mit Gott. Obwohl Abraham und Lot dasselbe biologische Erbe
hatten, denselben sozialen Hintergrund, dieselbe kulturelle Umgebung (s. 1Mo 11-12), hatte Abraham einen ganz anderen Ausblick auf die Dinge, weil
er mit dem Herrn wandelte. Siehe 1. Mose 13,4-5, wo Abram (Gott änderte später
seinen Namen zu Abraham), den Herrn anbetete, als sie zu dem Altar nach Bethel
kamen. Lot war auch ein Gläubiger, aber wir lesen nicht, dass Lot den Herrn
anbetete oder anrief. Wir lesen nur, dass Lot auch Herden hatte und Zelte.
Wie
ist es mit uns? Begegnen wir dem Leben mit der Perspektive eines Abrahams oder
mit der Perspektive eines Lot? In Hebräer 11,10 wird uns gesagt, dass Abraham
die Stadt suchte, die Grundlagen hat, deren Baumeister und Gründer Gott ist.
Abraham hatte die richtige Perspektive, er ruhte durch Glauben auf den Verheißungen
des Wortes Gottes an ihn (1Mo 12,1-3). Abraham war nicht interessiert an den
irdischen Städten, wie Sodom und Gomorra, er war interessiert an
solideren Grundlagen, den ewigen Werten Gottes. Nach was für einer Stadt
schaust du aus?
Lots zweiten Schritt auf der Straße des Versagens finden wir
in 1. Mose 13,12. Lot lagerte seine Zelte bis hin nach Sodom. Er ging nicht nach
Sodom – pass auf! –, er flirtete nur mit der Welt.
Das ist gewöhnlich der nächste
Schritt bei dem Versagen eines Christen. An diesem Punkt ist überhaupt nicht
die Rede davon, in offener Sünde zu leben. Es ist nur eine Bewegung in die
falsche Richtung. Man nimmt einen gut bezahlten Job an, der zwar einige
unethische Praktiken involviert, man wird involviert in einige aufregende
besondere Aktivitäten, die unsere Zeit und unser Talent von den
offensichtlichen Nöten und Notwendigkeiten auf christlichem Boden wegnehmen, man verliebt
sich in einen "unwiderstehlichen" Ungläubigen - all das können
"unschuldige" Bewegungen in die falsche Richtung sein. Wie in dem Fall von
Lot ist es nur eine Sache der Zeit, bevor der versagende Christ sich nach Sodom
hineinbewegt. In 1. Mose 14,12 lebt Lot in Sodom.
Was einen Kontrast sehen wir bei Abraham; in Vers
18 sehen wir auch bei ihm, dass er sein Zelt bewegt, aber nicht in die Richtung
Sodoms. Er bewegte es nach Hebron in das Bergland und baute dort dem Herrn einen Altar. Es gab keinen Altar nahe bei Sodom und wir lesen auch, dass der Herr dem
Abraham das ganze Land verhieß (Kap. 13,14-17).
Was für eine Lektion! Gottes
Wort sagt ganz klar, dass der Herr Jesus eines Tages wiederkehrt und Sein Reich
auf dieser Erde aufrichtet (2Tim 4,1). Treue und ausharrende Christen in diesem
Leben wird eine großartige Teilnahme in diesem Reich verheißen (Jak.
2,5; 2Pet 1,11; 2Tim 2,12) Lasst uns nicht unsere Belohnung verlieren!
In 1. Mose 14 sehen wir, dass bei Lots Verbindung mit Sodom
die Probleme dieser bösen Stadt auch die Probleme Lots wurden. Abraham auf der
anderen Seite war frei von all der Unruhe und dem Streit und den Problemen von
Sodom. Nicht frei natürlich, um unbetroffen zu sein. Abraham war sehr stark
betroffen von den Dingen des Volkes
von Sodom und ganz besonders über den Zustand seines Mitgläubigen und engen
Verwandten Lots. Und er tat etwas für sie.
Hier haben wir wieder eine Lektion
in Bezug auf die richtige Verbindung des Christen zu dieser Welt. Ein gottesfürchtiger
Wandel wird uns befreien von viel Unruhe und Chaos dieses Weltsystems. Gepriesen
sei der Herr dafür! Aber wir haben eine Verantwortung, den Menschen zu helfen, die
in ihren Fängen gefangen sind, und wir sollten alles das tun, was in unserer
Kraft steht (Seine Kraft!), um unsere versagenden Brüdern und Schwestern in
Christus zu "retten". Wie Abraham sollten wir nicht Teil des
Sodom-Systems werden, um dem Volk dort zu helfen. Wir sind frei, um genau
darum zu helfen, weil wir nicht Teil dieses Systems sind. Unser Herr Jesus sagte, dass
wir wohl in Kontakt mit der Welt, aber nicht Teil dieses bösen
Weltsystem sein würden (Joh 17,9-23). Bemerke auch, dass Abraham sich durch den König von Sodom und die Siegesbeute
nicht einwickeln ließ (Kap. 14,21-24).
Es war nicht Zufall, dass der gottesfürchtige Melchisedek daherkam, um Abraham
zu segnen und zu ermuntern. Gott hat immer Seine Wege, um in Zeiten
der Entscheidungen zu stärken.
In 1. Mose 19 sehen wir, dass Lot vollkommen in
die Geschäfte Sodoms verwickelt ist. Dies ist nur ein weiterer logischer Schritt
auf der Straße des Versagens. Wir würden denken, dass Lot aus der knappen Flucht in Kapitel 14
seine Lektion
gelernt hat oder wenigstens aus der Liebe,
die Abraham ihm gegenüber gezeigt hatte. Aber versagende Gläubige werden oft hart
der Liebe und dem allgemeinen Menschenverstand gegenüber. Stell dir Abrahams
Enttäuschung vor.
Viele können sich darin mit Abraham identifizieren. Manchmal bedeutet es fast
ein erdbewegendes und traumatisches Erlebnis,
um einen Gläubigen aus Sodom herauszubekommen. Der Besuch eines Engels und
Feuer vom Himmel zwangen Lot endlich aus Sodom heraus. Aber selbst dann ging es
nicht ohne großen Kampf, Verzögerung und Verlust (Kap. 19,15-29). Dass Lot so
langsam war, Sodom zu verlassen, ist nicht das einzige Anzeichen, dass er in
Sodom verwickelt war. Schauen wir die Kapitel näher an, können wir daraus
schließen, dass Lot wahrscheinlich mit einer Frau aus Sodom verheiratet war. Er verließ
sein Zelt und kaufte sich ein dauerhaftes Haus in Sodom. Er zog seine Familie in
Sodom auf und Familienwurzeln sind schwer zu trennen. Darüber hinaus scheint
es, dass Lot in das politische Verderben von Sodom verwickelt war. Der
Ausdruck "sitzen im Tore Sodoms" (19,1) kann bedeuten, dass er in die Geschäfte von
Sodom involviert
war. Nun kann es sein, dass Lot versucht hatte, eine
Stadtreform herbeizuführen, aber es ist sehr interessant, dass Abraham von außerhalb
der Stadt ein größeres Zeugnis für den König von Sodom an einem einzigen Tag
war
als Lot während seiner ganzen Lebenszeit in der Stadt.
Wie Lot sind viele
Christen nicht gerade verwickelt in die groben Sünden dieser Welt, wie
Homosexualität und Gewalttat (Kap. 19,2-9), aber ihr Denken wird verbogen und
verdreht (s. Kap. 19,8), weil es außerhalb der Gemeinschaft mit Gott ist.
Wenn man dann ein wenig versucht, Zeuge zu sein, dann wird das
ignoriert und verspottet (Kap. 19,14). Ein versagender Christ ist in diesem
Stadium ein wirklich trauriger Anblick.
Die Schlussszene, die wir von Lot haben, ist eine tragische
Szene. Durch die Barmherzigkeit Gottes wurde sein Leben bewahrt, aber er verlor
alles – Job, Haus, Besitztümer, Frau. Es ist wahr, dass Lot seine zwei
Töchter aus der Stadt mit herausnehmen konnte, aber er war nicht fähig, Sodom aus seinen Töchtern
herauszubekommen (Kap. 19,30-38). Aus dieser Inzestverbindung kamen Moab und Amon
hervor - Nationen, die in den kommenden Jahren eine Plage für das Volk Gottes
sein würde.
Lots Versagen, welches mit einer Wahl begann, hatte schlimme Folgen
für sich selbst, seine Familie und schließlich für ganz Israel. Die
Geschichte Lots ist eine klare und ernste Warnung für jeden wachsenden
Christen. Reise nicht auf der Straße des Versagens!
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