Vier Wahrheiten über die Errettung ...
... die jeder Christ kennen sollte

Elmo Clair Hadley

© SoundWords, online seit: 19.02.2007, aktualisiert: 11.09.2018

Leitverse: Römer 3,23-26, 2. Petrus 1,4; Galater 4,6; 1. Johannes 1,7

Viele Gläubige sind entmutigt und beunruhigt über ihr praktisches Christenleben; manchmal bezweifeln sie ihre Errettung, weil sie so oft versagen. Die Wahrheiten über die Errettung, die ich im Folgenden vorstellen möchte, sollen ihnen eine Hilfe sein.

1. Wahrheit: Vergebung

Röm 3,23-26: Alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist; den Gott dargestellt hat als ein Sühnmittel durch den Glauben an sein Blut, zu Erweisung seiner Gerechtigkeit wegen des Hingehenlassens der vorher geschehenen Sünden unter der Nachsicht Gottes; zur Erweisung seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, dass er gerecht sei und den rechtfertige, der des Glaubens an Jesus ist.

Wenn du als Sünder zu dem Herrn Jesus kommst und Ihn als deinen Erretter annimmst, vergibt Gott deine Sünden und rechtfertigt dich aufgrund des vergossenen Blutes Christi (Röm 3,23-26). Als der Herr Jesus am Kreuz hing, wurden alle deine Sünden auf Ihn gelegt, und Er nahm die Strafe für die Sünden auf sich. Nun gibt es kein Gericht mehr für die, die Christus als ihren Erretter annehmen. Jede Sünde, die in dein Leben kommt, ist bereits gerichtet und bestraft worden, als Christus für dich am Kreuz starb (Jes 53,5.6; Heb 9,28; 10,12-14).

Vielleicht sagst du: Wenn das wahr ist, dann macht es ja nichts aus, ob ich weiter sündige oder nicht.

Doch, es macht enorm viel aus, denn es gibt noch drei andere Wahrheiten, die wir im Hinblick auf die Errettung beachten sollten.

2. Wahrheit: Eine neue Natur

2Pet 1,4: Durch seine göttliche Kraft hat er uns die kostbaren und größten Verheißungen geschenkt, damit ihr durch diese Teilhaber der göttlichen Natur werdet, die ihr dem Verderben entflohen seid.

Wenn du Christus als deinen Erretter annimmst, schenkt Gott dir nicht nur Vergebung und Rechtfertigung, sondern auch eine neue (göttliche) Natur. Du bist von neuem geboren und bist ein Kind Gottes geworden (1Pet 1,23; Jak 1,18; 2Pet 1,4). Die neue Natur, die du erhalten hast, liebt Gott und hasst die Sünde; sie weckt in dir den Wunsch, dass du lebst, ohne zu sündigen, und sie bewirkt, dass du dich elend fühlst, wenn du sündigst. Kein Christ, der von neuem geboren ist, kann in der Sünde wirklich glücklich sein.

Vielleicht fragst du auch: Warum sündige ich, wenn ich eine neue Natur habe? Ich möchte wirklich nicht sündigen, aber sogar trotz all meiner guten Vorsätze gebe ich schließlich nach und sündige wieder.

Du hast nicht nur eine Natur, die Sünde hasst, sondern du hast immer noch die alte (sündige) Natur in dir, die die Sünde liebt. Es gibt also fortwährend einen Kampf in dir: Die alte Natur will sündigen, aber die neue Natur möchte Gott gefallen. Außerdem hast du ein Gewissen, das dir sagt: Das, was die neue Natur möchte, ist richtig, und das, was die alte Natur möchte, ist immer verkehrt. Wenn du in Versuchung gerätst, macht du allzu oft die Erfahrung, dass die alte Natur mit ihrem Verlangen und ihrer Gier nach sündigen Dingen stärker ist als die neue Natur. Die alte Natur reißt dich fort und versklavt dich, und dann tust du genau die Dinge, die deine neue Natur hasst und dein Gewissen verurteilt.

Wenn du gesündigt hast, tut es dir leid. Du bereust es und nimmst dir vor, dass du es nie wieder tun willst. Aber es sieht so aus, als hättest du nicht die geringste Kraft, der Versuchung zu widerstehen. Was sollst du tun? Hier kommt nun die dritte Wahrheit über die Errettung zum Tragen.

3. Wahrheit: Der Heilige Geist

Gal 4,6: Weil ihr aber Söhne seid, so hat Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen gesandt, der da ruft: Abba, Vater!

Als du Christus als deinen Erretter angenommen hast und von neuem geboren worden bist, hat Gott dir seinen Heiligen Geist gegeben, damit Er in deinem Herzen wohne (Eph 1,13; Gal 4,6). Der Heilige Geist gießt die Liebe Gottes in dein Herz aus und bewirkt, dass du den Frieden Christi in deiner Seele fühlst. Dann bist du glücklich (Röm 5,1-15).

Aber sobald du der Sünde Raum gibst, ist der Heilige Geist betrübt. Er kann dir keine Freude schenken, denn das würde dich in den sündigen Dingen, die Er hasst, bestärken. Er ist eins mit Gott, dem Vater, und Gott, dem Sohn, in seinem Hass auf die Sünde und in seiner Liebe zur Gerechtigkeit und Heiligkeit (Eph 4,30). Der Heilige Geist ist dir nicht nur gegeben, damit Er die Liebe Gottes in dein Herz ausgießt; Er gibt dir ebenso die Kraft, dass du zu den Begierden deiner alten Natur Nein und zum Willen Gottes Ja sagen kannst, damit du jene Dinge tust, die Ihm gefallen (Gal 5,16).

Das können wir mit Petrus vergleichen, als er auf dem Wasser ging: Solange er auf den Herrn vertraute, dass Er ihn hielt, ging alles gut; aber als Petrus bemerkte, dass der Wind stürmisch und die See rau war, wurde er ängstlich und begann zu sinken. In deinem Christenleben musst du darauf vertrauen, dass der Herr dich durch die Kraft des Heiligen Geistes, der in dir wohnt, bei jedem Schritt auf dem Weg festhält (Mt 14,24-31; Joh 15,4.5).

4. Wahrheit: Gemeinschaft

1Joh 1,7.9: Wenn wir aber in dem Licht wandeln, wie er in dem Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu (Christi), seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. … Wenn wir unsere Sonden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.

Die Errettung bringt dich in die Gemeinschaft mit Gott. Zwischen Gott, dem Vater, und dir als seinem Kind gibt es ein glückliches Miteinander. Du freust dich, wenn du hörst, was Er dir durch seinen Geist in seinem Wort zu sagen hat. Du fühlst dich frei, mit Ihm über all deine Sorgen zu reden, genauso wie ein Kind sich bei seinem irdischen Vater frei fühlt, wenn es weiß, dass es geliebt wird. Er macht dich glücklich durch sein Lächeln.

Wenn ein Kind jedoch ungehorsam ist, weiß es, dass dies seinem Vater nicht gefällt. Anstelle eines Lächelns muss es Züchtigung erfahren. Die Beziehung zwischen Vater und Kind hat sich nicht verändert, aber die Gemeinschaft zwischen beiden ist unterbrochen, und sie sind beide nicht mehr glücklich.

Ebenso ist es mit unserem himmlischen Vater. Wenn du sündigst, bist du immer noch sein Kind. Es bleibt auch immer noch wahr, dass Christus das Gericht über diese Sünde bereits getragen hat; sie ist aufgrund seines Opfers am Kreuz hinweggetan. Aber die Gemeinschaft mit deinem Vater und mit deinem Retter ist unterbrochen, und der Heilige Geist ist betrübt. Der Vater muss dich für deinen Ungehorsam zurechtweisen und dich vielleicht züchtigen, besonders dann, wenn du weitersündigst.

Wenn du demütig zu Ihm kommst und Ihm deine Schuld und deinen Ungehorsams bekennst, dann wirst du seine Vergebung erfahren, so wie ein Vater seinem Kind vergibt. Die Gemeinschaft ist wiederhergestellt, und du fühlst dich in Gottes Gegenwart wieder frei und glücklich (1Joh 1,9).

Ein Kind Gottes ist also nicht verloren, wenn es sündigt, denn Gott hat es auf der Grundlage des Opfers Christi für seine Sünden angenommen. Auch seine Beziehung zu Gott ist nicht zerbrochen: Es ist immer noch ein Kind Gottes, und Gott ist immer noch sein Vater. Aber seine Gemeinschaft mit dem Vater ist unterbrochen, der Heilige Geist ist betrübt, und es muss vom Vater gezüchtigt werden. Wenn es sich aber demütigt und dem Vater seine Sünde bekennt, wird die Gemeinschaft wiederhergestellt.

Wenn du sündigst, verlierst du allerdings etwas, was nicht wiederhergestellt werden kann. Der Herr Jesus sagt, dass ein Becher Wasser, der in seinem Namen gegeben wird, niemals vergessen werden wird (Mk 9,41).

Alles, was du tust, um Ihm zu gefallen, wird Er einmal belohnen. Du würdest also eine Belohnung im Himmel bekommen haben, wenn du, statt zu sündigen, gehorsam gewesen wärst und etwas getan hättest, was Ihm gefallen hätte. Doch nun ist die Belohnung verloren, weil du die Gelegenheit verpasst hast, sie zu erlangen. Das ist ein ewiger Verlust, denn jede Belohnung, die der Herr Jesus im Himmel gibt, ist eine ewige Belohnung. Achte deshalb darauf, dass du die Gelegenheiten nicht verpasst, die du jeden Tag hast, um dem Herrn treu zu sein und etwas für Ihn zu tun. Wenn du diese Gelegenheiten vorbeigehen lässt, sind sie und die Belohnung für immer verloren.

Du wirst dich die ganze Ewigkeit hindurch am Lohn für deine Siege freuen, aber du hast nur diesen einen Augenblick, um sie zu gewinnen. Im Himmel wirst du keine Siege mehr erringen – du musst sie jetzt gewinnen oder du wirst sie nie erringen.


Originaltitel: „Four Truths every Christian should know about Salvation“

Übersetzung: Gabriele Naujoks

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