Ein letztes Wort des Herrn an seine Diener
Matthäus 28,18-20 – Die Ermunterung, die alle seine Knechte brauchen ...

Frank Binford Hole

© Beröa-Verlag, online seit: 17.10.2001, aktualisiert: 24.05.2019

Leitverse: Matthäus 28,18-20

Mt 28,18-20: Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen und sprach: Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf der Erde. Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu bewahren, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.

Am Ende des Matthäusevangeliums lesen wir, wie der auferstandene Herr seine elf Jünger nach Galiläa bestellte. Dort, an dem Berg, wohin Er sie beschieden hatte, gab Er ihnen einen wichtigen Sendungsauftrag. In seinen Worten hören wir nicht weniger als viermal das Wörtchen alle: alle Gewalt, alle Nationen, alles bewahren, alle Tage.

Unser erhöhter Herr übt alle Gewalt aus, sowohl im Himmel als auch auf der Erde. Wenn einem seiner Diener etwas Widriges geschieht, steht Er selbst hinter diesen Umständen. Er hat es zugelassen.

Der Ausdruck „alle Nationen“ umschreibt das ganze Arbeitsfeld, auf dem die Jünger des Herrn Jesus ihren Dienst ausüben. Für die elf Apostel, zu denen der Herr diese letzten Worte sprach, bedeutete dies, dass sie nicht mehr, wie bis dahin, allein in der Mitte Israels zu wirken hatten.

Wer aus den Nationen das Evangelium annehmen und als Nachfolger des Herrn Jesus getauft werden würde, sollte belehrt werden, alle Gebote des Herrn zu bewahren. Ein Knecht des Herrn muss sich durch Gehorsam gegenüber seinem himmlischen Meister auszeichnen. Aber es ist auch seine Aufgabe, diejenigen, die er erreicht, zum Gehorsam gegenüber Christus zu führen.

Alle Tage, d.h. während der ganzen Zeit ihres Dienstes bis zur Vollendung des Zeitalters, dürfen die Knechte des Herrn mit der Unterstützung ihres Meisters und mit seiner Anwesenheit durch den Heiligen Geist rechnen.

Mit diesem Auftrag endet das Evangelium. Wenn wir nun weitergehen und die Apostelgeschichte lesen, dann auch die Briefe, so wird uns der volle Auftrag, den wir heute am Evangelium haben, immer mehr entfaltet. Trotzdem verlieren wir weder das Licht noch den Nutzen dessen, was der Herr hier sagt. Wir gehen immer noch aus zu allen Völkern und taufen diejenigen, die zu Jüngern werden, im Namen Gottes, wie Er sich völlig geoffenbart hat. Wir haben immer noch das ganze Wort des Herrn zu lehren. Alle Gewalt liegt immer noch in seinen Händen. Und die Verheißung seiner Gegenwart hat Gültigkeit bis zum Ende des Zeitalters, egal, was geschehen mag.


Originaltitel: „Ein Wort des Herrn an seine Knechte“
aus Halte fest, 1989, S. 45–47
mit freundlicher Genehmigung des Beröa-Verlages, Zürich

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