Korrektur zu einer Frage bezüglich Verunreinigung
... über die Aufnahme eines Gläubigen zum Brotbrechen

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© SoundWords, online seit: 12.09.2001, aktualisiert: 18.11.2017

Liebe SoundWords-Leser,

vor einiger Zeit hatten wir eine Fragenbeantwortung zum Thema „Verunreinigung“ auf SoundWords veröffentlicht: www.soundwords.de/a323.html

Wir wurden vor kurzem von einem lieben Bruder auf einen Sachverhalt hingewiesen, den wir noch einmal neu überdacht haben, und wir sind jetzt auch tatsächlich zu einem anderen Ergebnis gekommen.

Hier ein kurzer Auszug aus unserer damaligen Fragenbeantwortung:

Nun zu deinem Beispiel mit dem Prediger aus der landeskirchlichen Gemeinschaft. Du führst unsere Anmerkungen zum Lake Geneva Conference Report an, indem du sagst, dass es ja eine „mystische“ Verunreinigung nicht gibt, und dazu stehen wir auch nach wie vor, ob aber nun deine Schlussfolgerung richtig ist, wollen wir nun sehen. Der angesprochene Prediger ist selbst ein treues Kind Gottes und wandelt nach dem Maß an Licht, welches der Herr ihm gegeben hat. Angenommen der Prediger weiß nicht, was in seiner sogenannten Kirche alles geduldet wird – in unserer Zeit in Deutschland bei der erforderlichen Ausbildung eigentlich gar nicht möglich –, oder er ist völlig unwissend über die Belehrungen aus 2. Timotheus 2, wo wir aufgefordert werden, uns von der Ungerechtigkeit zu reinigen. In diesem Fall wollen wir diesen Bruder (Prediger) aufnehmen; würden wir es nicht tun, würden wir uns nicht nur sektiererisch verhalten, sondern auch das Maß an Licht, das jemand hat, zum Maßstab für die Aufnahme beim Brotbrechen machen.

Dieses „Oder“ würde in der Praxis bedeuten, dass wir durchaus mit jemandem Gemeinschaft am Tisch des Herrn haben könnten, der zu einer Gruppe gehört, wo z.B. die Gottheit des Herrn Jesus geleugnet wird, der aber selbst diese Lehre nicht vertritt und sogar selber diese Lehre als Irrlehre erkannt hat. Er hat eben nur die Gedanken über die Absonderung nicht verstanden. Das Wort Gottes sagt jedoch zu so jemanden, dass er ein „Teilhaber an bösen Werken ist“, und das disqualifiziert ihn für die Gemeinschaft am Tisch des Herrn. Sicherlich geht es im zweiten Johannesbrief nicht primär um das Mahl des Herrn, aber die Vorstellung, dass wir jemanden am Brotbrechen teilnehmen lassen, der als „Teilhaber an bösen Werken“ bezeichnet wird, kann u.E. nur schwer mit der Heiligkeit des Hauses Gottes in Übereinstimmung gebracht werden. Dieser Punkt ist uns in der erneuten Beschäftigung mit diesem Thema klargeworden. Zunächst ist es so, dass in 2. Johannes diese Teilhaberschaft auch nicht von Erkenntnis über die Notwendigkeit der Absonderung abhängig gemacht wird. Dann müssten wir auch solche, die in „wilder Ehe“ leben und meinen, dass dagegen nichts einzuwenden wäre, zulassen – sie haben es halt noch nicht verstanden. Ja, sogar den Irrlehrer müssten wir mit diesem Argument zulassen; auch er hat die Wahrheit nämlich nicht verstanden.

Wir sehen also, wie das Argument „Es gibt nur bewusste Verunreinigung“ vorsichtig zu handhaben ist. Gott macht uns zwar nicht verantwortlich für einen Sachverhalt, den wir – von Gleichgültigkeit einmal abgesehen – nicht kennen, wohl aber dafür, wenn wir den klaren Anweisung seines Wortes zuwiderhandeln, ob wir diese nun „erkannt“ haben oder nicht. Wenn ich jemanden grüße, von dem ich erst später feststelle, dass er ein böser Lehrer ist, so bin ich selbstverständlich nicht „Teilhaber seiner Sünden geworden“. Wenn ich ihn aber grüße und ich weiß, dass er das ist, so bin ich „Teilhaber seiner Sünden“ geworden, ob ich nun das „Trennungsgebot“ „verstanden“ habe oder nicht.

Dies heißt jedoch nicht, dass wir einen „Teilhaber an bösen Werken“ auf die gleiche Stufe stellen dürfen wie den, der „die Lehre des Christus“ nicht bringt. Bitte lest euch diese Fragenbeantwortung noch einmal in Ruhe durch, da wir dieses Thema in unserer Zeit wirklich als sehr wichtig ansehen. Alle die, die sich die erste Version als Druckversion abgespeichert haben, möchten wir bitten, diese zu ergänzen.

Wir möchten dies zum Anlass nehmen, alle Leser zu bitten, grundsätzlich alles – wie die Beröer es damals getan haben (Apg 17,11) – anhand des Wortes Gottes zu überprüfen. Wenn wir auch selbst anderen mit dem Wort helfen möchten, so sind doch auch wir noch immer Lernende und haben manchmal Korrektur nötig bei dem, was wir geschrieben haben. Menschenwort kann helfen, aber maßgebend ist allein das Wort Gottes.

Wir sind daher auch weiterhin sehr interessiert, die Meinung unserer Leser zu erfahren, wenn ihr glaubt, dass etwas nicht mit dem Wort Gottes übereinstimmt.

Mit herzlichen Grüßen
die SoundWords-Redaktion

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