Ich stehe dem christlichen Glauben nahe
1. Johannes 1,9; Johannes 3,36

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© SoundWords, online seit: 02.12.2004, aktualisiert: 09.10.2016

Leitverse: Johannes 3,36; 1. Johannes 1,9

Einleitung

Dieses Bekenntnis („Ich stehe dem christlichen Glauben nahe“) finden wir in vielen Lesermeinungen immer wieder. Auf der einen Seite freuen wir uns sehr darüber, dass wir mit dieser Internetseite auch solche Leute erreichen können, doch trifft es uns auf der anderen Seite auch sehr, dass es so viele gibt, die entweder noch nicht zum lebendigen Glauben an Christus durchgedrungen sind oder vielleicht bereits Christen sind, aber noch keinen gesicherten Frieden mit Gott genießen, der sie zu der Überzeugung bringt: Ich bin ein Kind Gottes, Christus starb für mich, Er hat alles gut gemacht.

Heilsungewissheit?

Für solche, die unter dieser Heilsungewissheit leiden, haben wir einen Artikel zu diesem Thema eingestellt: „Können Gläubige verlorengehen?“ von J.G. Fijnvandraat. Wir weisen auch auf die bereits vorhandenen Artikel hier noch einmal hin:
www.soundwords.de/t87143.html

Noch nicht bekehrt?

Die andere Gruppe sind solche Leser, die ganz bewusst noch (?) auf etwas Distanz gegangen sind. Um diese Gruppe soll es in diesem Artikel gehen. Es sind solche, die in Christus sicherlich mindestens einen interessanten Religionsstifter sehen, die vielleicht von der Bergpredigt begeistert sind, die christliche Moral für im Großen und Ganzen positiv ansehen, die auch mit Interesse verschiedene Artikel von SoundWords lesen. Dennoch haben sie keine wahre Lebensverbindung zu Christus und – das ist für uns mit das Traurigste – keine Gewissheit für ihre Zukunft in der Ewigkeit. Und was noch viel schlimmer ist: Wenn sie in diesem Zustand bleiben, dann werden sie die Ewigkeit getrennt von Gott verbringen, und das nennt die Bibel „Feuersee“ oder den Ort, „wo der Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt“. An einer anderen Stelle heißt es, dass es schrecklich ist, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen. Dies ist allerdings nur dann schrecklich, wenn man sein Sündenproblem nicht gelöst hat. Ansonsten kann es eigentlich nichts Schöneres geben, wenn wir Frieden mit Gott haben; dann wartet ein Gott, der unser Vater ist, mit offenen Armen auf uns, und Er wird uns mit Freude in Empfang nehmen und sagen: Nun bist du endlich zu Haus – komm herein und fühle dich wohl in meiner Nähe!

Wenn man aber noch sagen muss: „Ich stehe dem christlichen Glauben nahe“, dann mag man dem Reich Gottes, der Herrlichkeit und dem ewigen Leben so nahe sein und geht doch für ewig verloren. Denn die Bibel sagt in Johannes 3,36:

Joh 3,36: Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.

Gründe, warum man lediglich dem christlichen Glauben nahesteht

Was sind die Gründe, dass es so viele gibt, die dem christlichen Glauben nur nahestehen, aber doch nicht errettet sind? An einigen Beispielen aus dem Neuen Testament wollen wir einige Gründe beleuchten.

Christen sind überspannt?

Da gibt es solche, die finden vielleicht die Christen doch etwas überspannt wie Festus, der, als Paulus von der Totenauferstehung sprach, ausbrach mit den Worten: „Du bist verrückt, Paulus; das viele Studieren versetzt dich in Wahnsinn“ (Apg 26,24).

Wegen der christlichen Moral?

Dann gibt es solche, denen die Moral der Christen vielleicht doch etwas zu streng ist wie Felix, von dem wir lesen: „Als aber Paulus von Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit und von dem zukünftigen Gericht redete, erschrak Felix und antwortete: Für diesmal geh! Zu gelegener Zeit will ich dich wieder rufen lassen“ (Apg 24,25). Diese gelegene Zeit ist für Felix wohl nie mehr gekommen, und wie viele werden wohl auch heute gehindert, durch ungeordnete Beziehungsprobleme und vielleicht einige „Kavaliersdelikte“, die „ja jeder tut“, einmal ernst zu machen mit der Beziehung zu Gott.

Angst vor Menschen?

Andere wieder mögen, wie Pilatus, Angst haben, ihr Gesicht vor den Mitmenschen zu „verlieren“, wenn sie sich auf die Seite des verachteten Jesus stellen. Pilatus versuchte alles, um eine Möglichkeit zu schaffen Christus freizusprechen, aber er ließ sich schließlich durch die Angst vor Ansehensverlust beim Kaiser umstimmen.

Wohlstand?

Oder ist es der Wohlstand, der Sie hindert, wie jenen jungen (reichen!) Mann in Markus 10, den „Jesus liebte“ und der so gerne Ihm nachgefolgt wäre, wenn nicht sein Wohlstand ihm eine unüberwindliche Sperre geworden wäre?

Bitte denken Sie darüber nach!

Wenn Sie dem christlichen Glauben nahestehen, dann möchten wir Sie jetzt „überreden“, darüber nachzudenken, wie Sie in eine Beziehung mit Gott eintreten und sicher sein können, nicht nur diesem Glauben nahezustehen, sondern ein wiedergeborener Christ zu sein. Christen dürfen wissen, dass sie von neuem geboren sind und nun das ewige Leben besitzen. Wie können sie das wissen? Weil sie getan haben, was die Bibel Buße nennt, d.h., sie haben ihren Sinn verändert, sie haben Christus im Glauben angenommen und Ihm die Schuld und das ganze Versagen, das ganze Dilemma bekannt, in das sie die Sünde und das Leben ohne Gott gebracht hat. Alles Nichtfragen nach Gottes Willen hat sie zu Christus gebracht, und sie haben für sich in Anspruch genommen, dass Christus für sie stellvertretend am Kreuz gestorben ist. Alle Sünden, die ihnen ins Gedächtnis kamen, haben sie vor Gott bekannt und dann erfahren, was es heißt, dass Gott dann vergibt und alle (auch die vergessene) Ungerechtigkeit reinigt (1Joh 1,9):

1Joh 1,9: Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.

Menschen, die im Gebet ihr Leben dem Herrn Jesus übergeben haben und die Schuld des Lebens Gott bekannt haben, sind Kinder Gottes und sie dürfen das auch wissen: „Dies habe ich euch geschrieben, auf dass ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes“ (1Joh 5,13).

Kinder Gottes werden daran erkannt, dass sie die Bibel lesen und den Herrn Jesus darin finden und Ihn immer besser kennenlernen. Das verändert gleichzeitig das Leben auf eine Art und Weise, dass wir Christus ähnlicher werden (lies Römer 8).

Jeder, der „dem christlichen Glauben nahesteht“ und jetzt doch gerne „wiedergeboren“ ankreuzen möchte, aber noch Fragen hat bezüglich des christlichen Glaubens, kann uns gerne schreiben. Aber bitte gönnen Sie sich keine Ruhe, ehe Sie nicht von Herzen sagen können: Ich bin ein Christ, ich weiß, dass mein Erlöser lebt, ich werde nicht mehr verlorengehen, der Himmel wartet schon auf mich.

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