Positive Kennzeichen der Leitung des Geistes
1. Korinther 12

William Trotter

© SoundWords, online seit: 24.04.2004, aktualisiert: 17.12.2017

Anmerkung der Redaktion
Dies ist der vierte Brief einer Reihe von insgesamt fünf Briefen von W. Trotter, die man als die literarische Grundlage für den Ablauf der Brüderversammlungen im Allgemeinen betrachten kann. Wir als SoundWords-Redaktion halten sie nach wie vor für sehr wertvoll und beachtenswert, obwohl manche Aussagen eher auf geistlicher „Intuition“ – die immer ihren Wert hat – als auf klaren Anweisungen des Wortes Gottes beruht. Wir haben an einigen wenigen Stellen Kommentare eingeführt, nicht etwa deswegen, weil wir uns für geistlicher halten als der von uns sehr geschätzte Bruder des 19. Jahrhunderts. Es ging uns allein darum, auf bestimmte Missverständnisse und Probleme hinzuweisen, die sich im Laufe der Zeit aus manchen seiner Aussagen entwickelt haben.

Brief 4

Im Blick auf die Wirkungen des Heiligen Geistes bei der Erweckung oder Bekehrung einer Seele sagt der Herr: „Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht“ (Joh 3,8).

Nichtsdestoweniger ist die Heilige Schrift reich an Beispielen, die uns in den Stand setzen, wiedergeborene Seelen von solchen zu unterscheiden, die noch nicht aus dem Geist geboren sind.

Geradeso ist es hinsichtlich des Wirkens des Geistes in der Versammlung. Wer vermöchte genau die Art und Weise seines Wirkens in den Seelen derer festzustellen, die Er antreibt, in Tätigkeit zu treten, sei es beim eigentlichen Gottesdienst oder bei der Ausübung irgendeines Dienstes. Dennoch lässt uns die Schrift nicht ohne hinreichende Belehrung über die Merkmale eines wahren, von Ihm gewirkten Dienstes. Einige dieser Merkmale beziehen sich auf den Inhalt oder Stoff des Dienstes, andere auf die Beweggründe, die zum Dienst oder zu irgendeiner tätigen Beteiligung in den Zusammenkünften der Gläubigen anleiten. Einige geben denen, die den Dienst üben, einen Prüfstein in die Hand, woran sie sich selbst beurteilen können. Andere wieder setzen die Versammlung instand, das, was aus dem Geist ist, von dem, was nicht dieser Quelle entstammt, zu unterscheiden. Einige sind denen, die Gaben besitzen, behilflich, die wichtige Frage zu entscheiden, wann sie reden und wann sie nicht reden sollen; andere helfen uns, diejenigen zu erkennen, welche Christus seinem Leib für die Bedienung des Wortes gegeben hat.

Der Heilige Geist leitet nicht durch ein blindes Antreiben oder vermittels verständnisloser Eindrücke, sondern indem Er das geistliche Verständnis mit dem Gedanken Gottes erfüllt, wie sie in seinem geschriebenen Worte enthüllt sind, und indem Er auf die Gefühle, Neigungen und Triebe des erneuerten Menschen wirkt. In den ersten Zeiten der Kirchengeschichte gab es freilich Gaben, deren Ausübung nicht unmittelbar mit geistlichem Verständnis verbunden war. Ich will nur an die Gabe, in fremden Sprachen zu reden, erinnern, wenn es dem Besitzer derselben nicht gegeben war, das Geredete auch auszulegen. Die Korinther scheinen diese Gabe sehr gern ausgeübt und damit geprunkt zu haben; sie war ja auch in den Augen der Menschen auffallender und bewunderungswürdiger, als jede andere. Der Apostel tadelt sie dieserhalb mit den Worten: „Ich danke Gott, ich rede mehr in einer Sprache, als ihr alle. Aber in der Versammlung will ich lieber fünf Worte reden mit meinem Verstand, auf dass ich auch andere unterweise, als zehntausend Worte in einer Sprache“ (1Kor 14,18.19).

Das Geringste also, was man von denen erwarten muss, die sich am Dienst beteiligen, ist, dass sie die Schrift kennen und, wenigstens in einem gewissen Maße, ein Verständnis über die darin offenbarten Gedanken Gottes haben. (Allerdings kann ein solches Verständnis bei einem Bruder vorhanden sein, ohne dass er die Gabe besitzt, öffentlich zu reden, oder auch nur die Fähigkeit, seine Gedanken anderen in klarer, fasslicher Form mitteilen zu können). Wenn der Herr die seinigen um sein Wort schart, so geschieht es nicht, damit sie menschliche, unverdaute Gedanken anhören oder eine Wiederholung dessen, was andere geredet oder geschrieben haben. Persönliche Vertrautheit mit der Schrift und Verständnis ihres Inhalts sind unentbehrliche Erfordernisse für den Dienst am Wort. In Matthäus 13,51 fragt der Herr seine Jünger: „Habt ihr dies alles verstanden?“, und wenn sie seine Frage mit einem „Ja, Herr“ beantworteten, so fügt Er hinzu: „Darum ist jeder Schriftgelehrte, der im Reich der Himmel unterrichtet ist, gleich einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorbringt.“ Er hat einen Schatz erworben, aus dem er schöpfen kann.

Als der Herr Jesus seine Jünger aussandte, damit sie seine Zeugen seien an alle Nationen, „öffnete Er ihnen das Verständnis, um die Schriften zu verstehen“, und wie oft lesen wir, dass Paulus, wenn er den Juden predigte, sich mit ihnen über die Schriften unterhielt und ihnen aus denselben bewies, dass Jesus der Christus ist. Wie hätte er das gekonnt, wenn er nicht den eben genannten Schatz besessen hätte? Und wenn wir fragen, warum die Gläubigen in Rom fähig waren, einander zu ermahnen, so lautet die Antwort: Weil sie „erfüllt waren mit aller Erkenntnis“ (Röm 15,14). Ferner lesen wir in 1. Korinther 12,8: „Einem wird durch den Geist das Wort der Weisheit gegeben, einem anderen aber das Wort der Erkenntnis nach demselben Geist“; und wenn der Apostel die Dinge aufzählt, durch welche er und andere sich als Diener Gottes erwiesen, so sagt er: „in Erkenntnis … im Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes“ (2Kor 6,6.7), und nennt als Stücke der ganzen Waffenrüstung Gottes in Epheser 6 den Gurt der „Wahrheit“ und „das Schwert des Geistes, welches Gottes Wort ist“. Auch sagt er bezüglich dessen, was er den Ephesern geschrieben hatte: „woran ihr im Lesen merken könnt mein Verständnis in dem Geheimnis des Christus“.

Weiter: Wenn Paulus die Heiligen auffordert, sich gegenseitig zu ermahnen, so spricht er zuerst vom Wort: „Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen, indem ihr in aller Weisheit euch gegenseitig lehrt und ermahnt mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern“ (Kol 3,16). So sagt er auch in dem ersten Brief an Timotheus: „Wenn du dieses den Brüdern vorstellst, so wirst du ein guter Diener Christi Jesu sein, auferzogen durch die Worte des Glaubens und der guten Lehre, welcher du genau gefolgt bist“, und fügt dann die Ermahnung hinzu: „bis ich komme, halte an mit dem Vorlesen, mit dem Ermahnen, mit dem Lehren. Vernachlässige nicht die Gnadengabe in dir … Bedenke dieses sorgfältig; lebe darin, auf dass deine Fortschritte allen offenbar seien. Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Dingen, denn wenn du dieses tust, so wirst du sowohl dich selbst erretten als auch die, welche dich hören“ (1Tim 4,6.13.15.16). In seinem zweiten Brief ermahnt Paulus sein Kind im Glauben: „Was du von mir in Gegenwart vieler Zeugen gehört hast, das vertraue treuen Leuten an, welche tüchtig sein werden, auch andere zu lehren“ (2Tim 2,2). Und weiter: „Befleißige dich, dich selbst Gott bewährt darzustellen als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen hat, der das Wort der Wahrheit recht teilt“ (2Tim 2,15). Schließlich werden unter den Eigenschaften, die ein Bischof oder Aufseher haben sollte, folgende genannt: „… anhangend dem zuverlässigen Wort nach der Lehre, auf dass er fähig sei, sowohl mit der gesunden Lehre zu ermahnen, als auch die Widersprechenden zu überführen“ (Tit 1,9).

Aus all dem Gesagten geht hervor, dass der Geist Gottes bei dem Weiden, Nähren und Leiten der Herde Gottes sich solcher Brüder bedienen will, deren Seelen geübt sind durch fleißige Betrachtung des Wortes, und die „vermöge der Gewohnheit geübte Sinne haben zur Unterscheidung des Guten sowohl als auch des Bösen“ (Heb 5,14). Das Nächste und, wir dürfen wohl auch hinzufügen, das Geringste, das man von jemand, der in der Versammlung dienen will, erwarten muss, ist also eine Bekanntschaft mit dem Wort Gottes, wie wir sie oben beschrieben haben. Dass diese Bekanntschaft, je nach Personen und Umständen, verschieden sein wird und auch sein kann, ist selbstverständlich. (Es liegt mir völlig fern, irgendeinen Bruder zu entmutigen, ein Wort, und wäre es noch so kurz, vorzubringen, das zur Erbauung der Übrigen dienen könnte. Aber die Brüder, welche wirklich von Herzen benutzt werden, sind gewöhnlich die Letzten, zu denken, dass ihnen der Dienst allein zukomme oder dass den Bedürfnissen der Heiligen vornehmlich durch sie gedient werde.)

Indes genügt eine solche Erkenntnis des Wortes, wie groß oder klein sie sein mag, an und für sich noch nicht. Das Wort muss auch den Herzen und Gewissen der Gläubigen in einer Weise nahe gebracht werden, die ihren jeweiligen Bedürfnissen entspricht. Es ist daher nötig, entweder die Zustände, der den Dienst Empfangenden zu kennen, oder aber, da dies in den meisten Fällen nicht so genau und vollständig möglich sein wird, sich von oben leiten zu lassen. Ganz besonders trifft das bei solchen Brüdern zu, die als Evangelisten, Hirten oder Lehrer eine bestimmte, augenscheinliche Gabe empfangen haben, um damit der Versammlung oder Gemeinde Christi zu dienen. Gott allein kann sie auf diejenigen Teile der Wahrheit aufmerksam machen, die im gegebenen Augenblick den Bedürfnissen der Seelen entsprechen und ihre Gewissen erreichen, und Er allein kann sie befähigen, die Wahrheit so darzustellen, dass die nötige Wirkung nicht verfehlt wird. Nicht umsonst fragt daher der Herr: „Wer ist nun der treue und kluge Verwalter, welchen der Herr über sein Gesinde setzen wird, um ihm die zugemessene Speise zu geben zur rechten Zeit?“ (Lk 12,42).

Gott, der Heilige Geist, kennt die Bedürfnisse einer Versammlung im Allgemeinen, wie auch die jedes einzelnen Gliedes, und Er kann die Redenden anleiten, gerade über die Wahrheit zu sprechen, welche die Zuhörer – mag deren Zustand jenen bekannt oder nicht bekannt sein – passend und nötig ist. Wie ernstlich sollten wir daher begehren, uns allezeit aufrichtig und bedingungslos der Leitung dieses Geistes zu unterwerfen!

Ein besonderes Kennzeichen jedes wahren, gesegneten Dienstes ist die persönliche, herzliche Liebe zu Christus und die Ehrfurcht vor seiner anbetungswürdigen Person. Hat ein Dienst nicht diese Quellen zu seinem Ausgangspunkt, so ist er dürr und unfruchtbar. „Simon, Sohn Jonas, liebst du mich?“ So lautet dreimal die erforschende Frage des Herrn an Petrus, als Er ihm die Weide und Hut seiner Herde anvertraute; und Paulus schreibt an die Korinther: „Die Liebe des Christus drängt uns“ (2Kor 5,14). Ach, dass wir uns so oft von manchen anderen Beweggründen leiten lassen! Von Beweggründen, die in unserer alten Natur ihren Ursprung haben! Wie wichtig ist es doch, bei Ausübung irgendeines Dienstes mit gutem Gewissen sagen zu können: „Nicht Eitelkeit oder Gefallsucht, nicht Brauch und Gewohnheit oder jene Ungeduld, die nicht schweigen kann, sondern irgendetwas tun muss, haben mich geleitet; nein, die Liebe (so schwach sie sein mag) für Christus und seine bluterkaufte Herde war die Triebfeder meines Handelns“! Bei dem bösen Knecht, der das Talent seines Herrn in die Erde vergrub, war diese Liebe nicht vorhanden.

Ein durch den Geist gewirkter Dienst, ja, jede durch Ihn hervorgerufene Tätigkeit in der Versammlung wird sich auch stets durch ein tiefes Gefühl der Verantwortlichkeit gegen Christus kennzeichnen. Nehmen wir den Fall an, jemand würde nach einer Zusammenkunft die Fragen an uns richten: „Warum hast du gerade dieses Lied vorgeschlagen, warum dieses Kapitel gelesen und darüber gesprochen, warum gerade in der Weise gebetet, wie du es getan hast?“ – würden wir dann wohl antworten können: „Ich habe das Lied vorgeschlagen, weil ich mich innerlich dazu gedrängt fühlte“, oder: „Ich habe über das Kapitel gesprochen, weil ich die Überzeugung hatte, der Herr wolle es so“, oder: „Ich habe so gebetet, weil das tiefe Gefühl in mir war, der Geist Gottes leite mich, gerade diese Anliegen vor Gott zu bringen, oder in dieser Weise Ihm zu danken“?

Geliebte Brüder! Handeln wir nicht manchmal, ohne dieses Gefühl unserer Verantwortlichkeit gegen Christus und unsere Geschwister zu haben? Petrus sagt: „Wenn jemand redet, so rede er als Aussprüche Gottes; wenn jemand dient, so sei es als aus der Kraft, die Gott darreicht“ (1Pet 4,11). Das will nicht nur sagen, dass meine Worte der Wahrheit entsprechen müssen, sondern dass sie sich als Aussprüche Gottes, als in seinem Auftrag und in seiner Kraft geredet erweisen. Wenn ich nicht in meinem Innern die Überzeugung habe: „Gott will, dass ich jetzt rede und das, worin Er mich unterwiesen hat, der Versammlung mitteile“, so schweige ich besser. Dass wir uns in dieser Beziehung leicht täuschen, zu eilig oder zu langsam sein können, bedarf kaum einer Erwähnung; aber der Grundsatz besteht und muss aufrechtgehalten werden, wenn anders die Versammlung Erbauung empfangen und Gottes Absichten im Blick auf sie in Erfüllung gehen sollen.

Vergessen wir dabei auch nicht, dass es Sache der Versammlung ist, das Geredete an dem Wort Gottes zu prüfen und zu „urteilen“ (1Kor 14,29). Andererseits mag auch manchmal eine Ermunterung am Platz sein, die empfangene Gabe nicht zu „vernachlässigen“. Es gibt Gefahren für uns nach jeder Seite hin. Jedenfalls aber sollte den, der da redet oder in irgendeiner Weise tätig an den Versammlungen teilnimmt, die Überzeugung vor Gott leiten, dass Gott ihm etwas zu reden oder zu tun gegeben hat. Würden unsere Gewissen stets unter dem ernsten Gefühl dieser Verantwortlichkeit stehen, so würde gewiss mancher Fehler verhütet werden, manche Tätigkeit unterbleiben; und andererseits würde Gott Raum gelassen werden, seine Gegenwart in einer Weise zu offenbaren, die über das gewöhnliche Maß weit hinausgeht.

Wie bestimmt und eindrucksvoll tritt dieses unmittelbare Verantwortlichkeitsgefühl bei dem Apostel Paulus hervor! „Denn wenn ich das Evangelium verkündige“, schreibt er an die Korinther, „so habe ich keinen Ruhm, denn eine Notwendigkeit liegt mir auf; denn wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht verkündigte! Denn wenn ich dies freiwillig tue, so habe ich Lohn, wenn aber unfreiwillig, so bin ich mit einer Verwaltung betraut“ (1Kor 9,16.17). Und wie rührend sind seine Worte an dieselben Leute: „Ich war bei euch in Schwachheit und in Furcht und in vielem Zittern“! (1Kor 2,3). Welch ein Vorwurf gegenüber der Leichtfertigkeit des Herzens und einer gewissen Selbstgenügsamkeit, womit wir leider nur zu oft das heilige Wort Gottes behandeln! „Denn wir verfälschen nicht“, sagt er an einer anderen Stelle, „wie die vielen, das Wort Gottes, sondern als aus Lauterkeit, sondern als aus Gott, vor Gott, reden wir in Christus“ (2Kor 2,17).

Zum Schluss möchte ich noch einen anderen Punkt berühren. Paulus schreibt an Timotheus: „Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ (2Tim 1,7). Einen Geist der Besonnenheit! Es ist möglich, dass jemand wenig oder gar keine menschliche Gelehrsamkeit besitzt; vielleicht vermag er weder einen fließenden Vortrag zu halten noch sich selbst grammatisch richtig auszudrücken. Aber obwohl das alles fehlt, kann er doch „ein guter Diener Jesu Christi“ sein. Der Geist der Besonnenheit aber darf ihm nicht fehlen.

Es sei mir erlaubt, bei dieser Gelegenheit an eine Sache zu erinnern, die mich oft in der eigenen Versammlung wie auch an anderen Orten betrübt hat. Ich meine die Verworrenheit, die sich immer wieder in den Gebeten einzelner Brüder bezüglich der Personen in der Gottheit kundgibt. Wenn ein Bruder sich im Anfang seines Gebets an Gott den Vater wendet und Ihn dann im weiteren Verlauf desselben als den anredet, der für uns gestorben und auferstanden ist; oder wenn er sein Gebet an Jesus richtet und Ihm dafür dankt, dass Er seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt habe, so muss ich bekennen, dass ich mich oft gefragt habe: „Kann es der Geist Gottes sein, der zu solchen Gebeten anleitet?“ Oh, wie sehr bedürfen alle, die in den Zusammenkünften der Gläubigen irgendwie tätig auftreten, jenes Geistes der Besonnenheit, um solche und ähnliche Verwirrungen zu vermeiden! Keiner von uns denkt daran, dass der Vater auf Golgatha gestorben sei oder dass Christus seinen Sohn in die Welt gesandt habe. Fehlt es aber nicht an wahrer Sammlung und Besonnenheit des Geistes, wenn solche, die als Kanäle der Anbetung und des Dienstes der Heiligen dienen möchten, Dinge sagen, die sie selbst nicht glauben, ja, die zu glauben geradezu widersinnig wäre?

Lasst uns deshalb den Herrn viel bitten, dass der Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit, den Er uns geschenkt hat, uns bei unseren Zusammenkünften mehr als bisher beseelen und regieren möge!

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Aus Five Letters on Worship and Ministry in the Spirit, 1857

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