„Ein Kreis von Versammlungen“ oder Unabhängigkeit?
aus: A Divine Movement and our Path with God today

Frederick William Grant

© EPV/SoundWords, online seit: 07.05.2001, aktualisiert: 02.05.2019

Einleitung

[„Unabhängigkeit“] ist eines der erfolgreichsten Mittel, das man sich denken kann, um sich schriftgemäßer Gemeindezucht zu entziehen, einer der wirksamsten Fallstricke, durch die Kinder Gottes zum Widerstand gegen den Willen Gottes verführt werden können, während sie selbst glauben, nur für die Grundsätze Gottes einzustehen, nämlich gegen Gruppenbildung, für Reinheit und für ein Bewahren des Leibes Christi, frei von Sektiererei.

Unabhängigkeit zeigt sich am deutlichsten in der Leugnung jeder schriftgemäßen Autorität für einen Kreis der Gemeinschaft außerhalb der eigenen Gemeinde, wo immer er sein mag. Die Bildung und das Festhalten an einem solchen Kreis von Gemeinden, die miteinander in Gemeinschaft sind, ist ihrer Ansicht nach sektiererisch. Wenn ein solcher Kreis dann auch noch eine gemeinsame Gemeindezucht gutheißt, sei das Sektiererei im höchsten Grade, weil es das Ganze zu einer „Partei“ mache, die den Namen Christi für sich in Anspruch nimmt, wie einige in Korinth es taten. Diese „Partei“ müsse man um so mehr meiden, da sie diesen kostbaren Namen zu einem Instrument der Trennung mache.

[Man will zwar nicht behaupten, dass solch eine „Partei“ den Namen Christi verleugne, aber es reiche doch schon sehr nahe daran heran. Solche, die an einem Kreis der Gemeinschaft festhalten und sich weigern, einen sektiererischen Namen anzunehmen mit allem, was darin eingeschlossen ist, können es sich niemals leisten, den Anspruch aufzugeben, einfach zum Namen Christi hin versammelt zu sein. Und die Anklage ist natürlich völlig falsch. Lasst uns nun untersuchen, was diese Anschuldigungen bedeuten, indem wir uns weder durch die Schlagkraft dieser Behauptungen von unseren Überzeugungen abbewegen lassen noch uns weigern, alle diese Behauptungen dem Test der Schrift zu unterwerfen. Das, was wahr ist, werden wir nur besser verstehen durch jede neue Untersuchung. Die einzige Gefahr hierbei ist die, dass wir die Untersuchung nicht sorgfältig durchführen. Wir sollten dankbar sein für jede Anregung, die eine neue Untersuchung bewirkt.]

Was ist ein Kreis von Versammlungen?

Was ist denn nun ein Kreis von Versammlungen, die miteinander in Gemeinschaft sind? Dass nicht alles daran falsch sein kann, muss selbst der akzeptieren, der diese Sache ablehnt, wenn er sich selbst mit „zweien oder dreien“ in irgendeiner örtlichen Gemeinde zusammenfindet, denn diese ist sicherlich nicht die ganze Gemeinde an dem betreffenden Ort, sondern irgendetwas Geringeres als sie.

Jedenfalls muss es ein „Drinnen“ und ein „Draußen“ geben, jemand ist in einem gewissen Sinn „von uns“ oder „nicht von uns“, es muss etwas geben, was keine Parteiung ist – nicht weil es dort keine Mauern oder Tore gäbe, sondern weil man dort keine willkürlichen, keine bloß menschlichen Kriterien für die Zulassung hat. Wenn es überhaupt keine Zulassungskriterien gibt, dann ist das Ganze eine Schar gesetzloser Menschen und daher von jedem Christen abzulehnen.

[Wenn jemand nun sagt: Nein, es ist die Schrift, der wir unterworfen sein müssen, dann beinhaltet das sofort, dass es die Schrift ist, so wie er sie sieht und nicht wie sein Mitchrist sie sieht. Und jeder von uns nimmt seinen Platz ein vor dem Herrn, um von Ihm in Bezug auf diese Sache beurteilt zu werden. Wenn man sich absondert, einen Kreis der Gemeinschaft (circle of fellowship) darstellt, bildet man dadurch nicht notwendigerweise eine Sekte. Man erkennt alle Christen, egal, wo sie sich befinden, als Glieder des Leibes Christi an und nimmt sie auf, wo immer kein schriftgemäßes Hindernis gegen ihre Aufnahme existiert. Man sagt, dass man sich einfach versammelt zum Namen Christi ohne den Gedanken, den Namen Christi zu einem Parteikennzeichen oder einem sonstigen Zeichen oder Instrument der Trennung zu machen.

Dann existiert also wenigstens an diesem Ort eine Gemeinde von Christen, die ich anerkennen kann – ich meine, anerkennen sollte – neben dem ganzen Leib der Christen an jenem Ort. Ich sage „sollte“, weil ich Verpflichtungen habe in Bezug auf unser Zusammenkommen, und hier allein finde ich solche, mit denen ich mich versammeln kann. Kein unschriftgemäßer Zustand wird mir hier aufgezwungen. Wenn es an demselben Ort eine andere Gemeinde gäbe von demselben Charakter, dann müsste ich fragen, warum sie nicht zusammen sind. Denn die Sünde der Spaltung wiegt sehr schwer in der Schrift, und notwendigerweise müsste ich das ablehnen.

Wenn nun an diesem Ort eine Gemeinde ist, die ich anerkennen kann und muss – nehmen wir nun an, ich gehe anderswo hin und lebe dort –, so finde ich vielleicht dort auch solche, die ich in gleicher Weise als zum Namen Christi versammelt anerkennen kann. Würde es dann richtig für mich sein, jetzt die Gruppe von dem Ort, wo ich hergekommen bin, als Sekte zurückzuweisen, die ich, als ich dort anerkannt war, hatte und die ich, wenn ich wieder dort wäre, anerkennen müsste? Wäre es möglich, dass, wenn ich z.B. von Hamburg nach München ginge, für mich in München falsch werden würde, was vorher in Hamburg ganz richtig war, und wenn ich wieder nach Hamburg zurückkäme, auch wieder richtig sein würde? Wenn das so wäre, wäre das völlige Unabhängigkeit. Oder es wäre die verrückteste Verschiebung von Richtig und Falsch, die man sich nur denken kann. So würde ich alle paar Meilen der Straße meinen moralischen Standpunkt verändern, wohin immer ich auch reise. Wenn das aber nicht so ist, dann sind wir dem Grundsatz nach verbunden mit einem „circle of fellowship“ – einem Kreis von Gemeinden!

Dass sich solche Gemeinden über die ganze Welt hinaus gegenseitig anerkennen, ist daher richtig, und alles, was dem widerstrebt, ist falsch und sogar unmöglich, wenn Prinzipien überhaupt einen Wert für uns haben sollen. Denn wenn ich die Reise mache, von der ich gesprochen habe, muss ich mich nicht dann informieren bezüglich derer, die eines Sinnes mit mir sind in München, und würden jene in München etwas anderes von mir erwarten?

Einen „circle of fellowship“ abzulehnen, mag man als Theorie halten. Die Fakten aber würden nie mit der Theorie in Übereinstimmung sein. Wenn man ordentlich darüber nachdenkt, kann man selbst diese Theorie nicht halten. Die Alternative wäre gröbste Unabhängigkeit – man kann überall dort praktische Gemeinschaft pflegen, wo man will, und Verpflichtungen erkennt man nur dort an, wo man selbst will. Und das würde in der Tat das vollkommenste Sektierertum sein, das überhaupt existieren kann.

Aber wir sollen doch den ganzen Leib Christi anerkennen? Sicherlich, aber nicht ihre unschriftgemäßen Verbindungen. Im Interesse des Leibes Christi lehne ich Benennungen ab, aber in demselben Interesse bin ich gebunden, einen Kreis der unsektiererischen Gemeinschaft zu akzeptieren. Die gnädigen Worte (Mt 18,20), die in Vorsorge für den Tag des Versagens und der Verwirrung die zwei oder drei bestätigen, die zu dem Namen des Herrn hin versammelt sind, bestätigen solche Gemeinden an jedem Ort. Und wenn an jedem Ort, dann auch einen Kreis (eine Gruppe) solcher Gemeinden. Es würde genauso – ja bald noch mehr – sektiererisch sein, wenn wir uns weigern, uns mit diesem zu identifizieren, wie wenn wir unseren Platz suchen beden verschiedenen Benennungen. Es würde uns hierbei auch nicht helfen, wenn wir sagen würden, dass wir zum Guten der ganzen Kirche Gottes handeln, wenn aus der Schrift her der Gegenbeweis so einfach ist.

Das Anerkennen von Gemeindezucht

Diese Versammlungen zu akzeptieren, bedeutet, auch ihre Zucht zu akzeptieren. Denn die Anerkennung des Herrn, was diese Gemeinde angeht, ist die ausdrückliche Anerkennung ihrer Zucht. Natürlich meine ich nicht, dass sie etwas zur Schrift hinzufügen können oder einen Charakter von Gemeindezucht erfinden können, der dort nicht gefunden wird, oder auch dass der Herr anerkennen könnte, was ein Fehlurteil sein mag. Er ist immer der Heilige und der Wahrhaftige, der Herr und Meister seines Volkes. Aber diese „zwei oder drei“ haben Autorität zur Gemeindezucht. Und wehe dem, der sich ihrer richtigen Ausübung widersetzt: „Wenn er nicht auf die Versammlung hören wird, so sei er dir wie der Heide oder der Zöllner“ (Mt 18,17). Das wird gerade von solchen schwachen Gemeinden, von denen wir gesprochen haben, gesagt.

Offen sein für Korrekturen

Es ist klar, dass genau dasselbe, was auch in Bezug auf das Versammeln gesagt worden ist, auch für die Gemeindezucht gilt. Wenn die Gemeindezucht in A, wo sie ausgeübt worden ist, respektiert wird, dann muss sie genauso respektiert werden in B oder in C. Wenn es die Entscheidung einer örtlichen Angelegenheit ist, dann hat der Herr ganz klar das in die Hände derer gelegt, die auch in den Umständen sind, das richtig beurteilen zu können. Obwohl man natürlich auf Protest und Appelle sicherlich hören muss. Und sie sind selbstverständlich verpflichtet, solche Gewissen, die ernstlich darüber geübt sind, anderswo zufriedenzustellen.

Wenn es sich um eine Frage der Wahrheit bzw. der Lehre handelt, dann geht das alle Gewissen an. Es kann vor alle gestellt werden. Keine örtliche Gemeinde hat Autorität in solch einem Fall. Das würde bedeuten, ein „Glaubensbekenntnis“ für andere aufzustellen. Die Wahrheit in Bezug auf Christus ist eine besonders tiefe und lebendige Sache, denn wir sind versammelt zu seinem Namen hin. Wo Wahrheit von dieser Art umgekehrt wird, existiert die Zusammenkunft nicht mehr, außer als ein Instrument des Feindes, und muss abgelehnt werden mit allen, die daran teilhaben.

Wenn es auf der anderen Seite aber eine Frage über Fakten ist, dann müssen die, die diese Fakten kennen, sie bei einer überörtlichen Angelegenheit ihren Brüdern bekannt machen. Und hier hat ein Rundschreiben richtigerweise seinen Platz. Nicht um eine Regel oder einen Verhaltensgrundsatz festzulegen, sondern als ein Zeugnis. Das ist in der Tat offen für Fragen, wie alle Fakten es sind, wenn es Gegenbeweise gibt oder wenn das, was an Informationen gegeben wird, ungenügend ist. Kein Rundschreiben hat Autorität in sich selber. Es ist eine reine Frage der Fakten und der Glaubwürdigkeit des Zeugnisses.

Unabhängigkeit ist eine Leugnung des einen Leibes

Mit diesen Grenzen, die die Folgen der Schwäche und Fehlbarkeit sind, mit denen wir alle zu tun haben, müssen wir notwendigerweise einen Kreis der Gemeinschaft und der damit verbundenen Gemeindezucht anerkennen, wenn wir frei sein wollen von der „Unabhängigkeit“.] 

Unabhängigkeit ist nicht von Gott, sondern handelt immer und überall gegen Ihn. Sie läuft darauf hinaus, dass die Glieder desselben Leibes zueinander sagen: „Wir bedürfen deiner nicht.“ Damit leugnet man die Einheit des Geistes, die den ganzen Leib durchdringen sollte. Obwohl ein Kreis von Gemeinden, die sich gegenseitig anerkennen, nicht „der Leib“ ist, ermöglicht er uns doch, diesen Leib in einer wahrhaftigen und heiligen Weise anzuerkennen, so weit nämlich, wie es uns der Zustand des Verfalls der Kirche erlaubt. Mit Liebe zu allen, die Christus angehören, mit einer offenen Tür zur Aufnahme aller gemäß den Bedingungen der Wahrheit und Heiligkeit ist solch ein Kreis nicht sektiererisch, sondern ein Protest dagegen, während das Zusammenkommen, das seinen Anschluss verweigert, wirklich sektiererisch ist.

[Und das ist es, was gemeint ist mit dem „Boden“ des einen Leibes. Es ist so weit entfernt wie nur möglich von der Anmaßung, der eine Leib zu sein, und beinhaltet nicht im Mindesten irgendwelche sektiererischen Bedingungen von Erkenntnis in Bezug auf das Ausüben der praktischen Gemeinschaft. Das Beachten einer gemeinsamen Gemeindezucht ist in keiner Weise sektiererisch, sondern Teil – und ein wesentlicher Teil – dieser Gemeinschaft selber: absolut notwendig, wenn die Heiligkeit Gottes an allen Orten wirklich dieselbe sein soll und nicht Spielzeug nach Lust und Laune für die „zwei oder drei“ hier oder dort.]

Wenn die Einheit des Leibes zur Einheit einer Partei wird

Unabhängigkeit, die die praktische Einheit der Kirche Gottes beiseitesetzt, setzt eine ganz wesentliche Wache der Heiligkeit beiseite. Sie macht sie nicht zu einem gemeinsamen Anliegen und sucht keine gemeinsame Übung in dieser Hinsicht. Sie befreit vom Gefühl der Verantwortlichkeit in Bezug auf das Haus Gottes: Es ist gewissermaßen mein eigenes Haus, das ich rein halten muss nach meiner eigenen Weise. Dieses lockere Denken und Handeln in Bezug auf das Volk Gottes als Ganzes, das aber für ein ungeübtes Gewissen so wohltuend ist und deshalb unzweifelhaft auf die Masse heute einen großen Reiz ausübt, hat natürlich den Effekt, unser eigenes Bewusstsein von Heiligkeit abzuschwächen und so zu verhindern, dass mein eigenes Haus wirklich rein bleibt.

[Wo ein Kreis der Gemeinschaft nicht aufrechterhalten wird oder wo nicht eine gemeinsame Gemeindezucht aufrechterhalten wird, wird als natürliches Ergebnis der Unabhängigkeit auch für den unheiligen Grundsatz gekämpft, dass eine Gemeinde nicht verurteilt werden kann für die Sünde, für die ein Einzelner verurteilt würde. So kann man natürlich jeder örtlichen Gemeindezucht mit ein bisschen Geschicklichkeit entgehen – die Gemeinde in B will dich von A nicht zulassen, sie lässt aber von C zu, und C empfängt dich von A. So ist niemand irgendwo sicher, dass nicht eine Zuchthandlung verletzt wird, die er selbst als schriftgemäß anerkennt. Jeder, der nicht allzu bekannt ist, geht dem Auge verloren in dem Labyrinth der verwirrenden Beziehungen und Differenzen zwischen den „unabhängigen“ örtlichen Gemeinden. Derjenige, der ein Gewissen hat und gerne rein sein möchte, muss sich bald mit einer allgemeinen Hoffnung abfinden, dass das, was so nach Chaos aussieht, am Ende doch noch die Interessen der Heiligkeit bewahrt. Oder aber er wäscht seine Hände in Verzweiflung von dem, was er nicht vermeiden kann.]

Unabhängigkeit hat ihren Reiz …?!

Unabhängigkeit ist ein verführerisches System. Man hält sich mit ihr erstaunlich viel Ärger vom Hals. Während es nicht so aussieht, als habe man alle Gemeindebande aufgegeben – wie viele es getan haben –, ist man doch praktisch ganz frei für das Evangelium und frei von der ermüdenden Verantwortung, der Hüter seines Bruders zu sein. Warum sollten wir auch? Wo wir doch nur Ärger für unsere Bemühungen ernten, einem engen Pfad zu folgen statt einem breiten und offeneren, der für uns alle so bequem ist und wo man nur ab und zu einmal die Augen schließen und das ignorieren muss, was sich nicht ändern lässt.

Tatsächlich fallen die zahllosen kleinen unabhängigen Splittergruppen weniger ins Auge als die schrecklichen Spaltungen, denen wir im anderen Fall ausgesetzt sind. Warum sollen wir nicht diesen traurig dreinblickenden Merariter gehen lassen mit seinen Pflöcken und Seilen der Stiftshütte, die sich ständig verheddern, und uns mit den Kehatitern und den Gersonitern begnügen?

Doch wenn die Stiftshütte des Herrn in der Wüste aufgestellt werden soll, wie sollen wir das ohne die Pflöcke und die Seile machen?

Im Endeffekt werden wir finden, dass es die Wahrheit Gottes ist, welche leidet und zu verschwinden und verlorenzugehen droht. Aber wen wundert es, wenn wir anfangen zu wählen, was wir von der Wahrheit haben wollen und was wir davon ablehnen? Gemeinschaft wird eine Sache von höchst zweifelhafter Qualität, wenn sie nicht mit Gehorsam gegenüber Gottes Wort gekoppelt ist. Anbetung wird weitgehend durch Dienst ersetzt, denn wir haben die notwendigen Pflöcke und Seile verloren. Wir mögen unseren Weg weitergehen mit Hilfe der Wahrheit, die wir noch brauchen können und für die wir noch Raum finden, aber die volle Wahrheit ist dabei, uns immer mehr zu entgleiten. Und unter dem Lärm vieler menschlicher Meinungen wird sie immer unwichtiger.

Schlussworte

Eine warnende Stimme mag heutzutage wenig Gehör finden. Doch ich möchte alles tun, was in meinen Kräften steht, dem Volk des Herrn zuallererst die Wichtigkeit des Anspruchs ihres Meisters vorzustellen. Ich betone, dass diese Unabhängigkeit – mag man sie auch für nicht so folgenschwer halten oder sich vielleicht gar nicht die Mühe machen, darüber nachzudenken – letzten Endes Schiffbruch in Bezug auf die Wahrheit des Christus bedeutet, denn sie bedeutet Unabhängigkeit von Ihm. Man mag dabei eine Menge von Verbündeten finden, denn sie stellt wenig Anforderungen an einen selbst und gewährt die Art von Freiheit, die heute so begehrt ist. Der Autorität Christi wird dabei aber nicht Rechnung getragen. Diese Unabhängigkeit mag die Unterstützung durch andere Namen erfahren, Namen von Christen, die einen guten Ruf haben und in Ehren gehalten werden. Sie kann aber nicht die Bestätigung haben, die Philadelphia trotz seiner „kleinen Kraft“ von seinem gnädigen Herrn erhält: „Du hast mein Wort bewahrt und meinen Namen nicht verleugnet.“


Originaltitel: „Gemeinschaft von Versammlungen oder Unabhängigkeit“
aus Hilfe und Nahrung, Ernst-Paulus-Verlag, 1994, S. 282–286;
von SoundWords ergänzte Übersetzung (in eckigen Klammern)
engl. Originaltitel: „‚A Circle of Fellowship‘ or Independency?“
[Zwischenüberschriften eingefügt von SoundWords]

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