Pop- und Rockmusik
Versuch einer Beurteilung aus christlicher Sicht

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© SoundWords, online seit: 17.11.2001, aktualisiert: 12.01.2021

Einleitung

Das Thema Pop- und Rockmusik ist auch aus christlicher Sicht schon viel diskutiert worden, und wir hoffen, dass wir mit unseren Gedanken weder über das Ziel hinausgehen noch irgendwie leichtfertig hinterherhinken. Keinesfalls soll dieses Thema jetzt erschöpfend behandelt werden, sondern lediglich ein Denkanstoß sein.

Ist Pop- und Rockmusik vom Teufel?

Diese Frage wird häufig gestellt und oft auch sehr undifferenziert beantwortet. Inwieweit man nun sagen kann, dass jede Pop- und Rockmusik vom Teufel ist, ist schwer zu beurteilen, und wir wären erst einmal sehr vorsichtig mit solch einer pauschalen Äußerung.

Manche Musiker möchten mit ihrer Musik und ihren Texten Menschen mit der guten Botschaft erreichen oder sie singen zur Ehre Gottes und zu seinem Lob und benutzen dabei moderne Musikinstrumente. Wenn also die Beweggründe stimmen, dann kann diese Art der Musik durchaus in den Bereich der geistlichen Musik gehören. Die Frage ist allerdings, ob nicht dort die Grenze überschritten wird, wo der Rhythmus im Vordergrund steht, zum Beispiel bei der Technomusik.

Menschen, die nicht an Jesus Christus glauben, singen und musizieren natürlich ohne Gott. Sie kennen Gott nicht und so können sie auch nicht zu seiner Ehre singen und spielen. Es ist Musik von Menschen dieser Erde mit Hilfsmitteln dieser Erde und aus Beweggründen von dieser Erde. Es ist also eine durchaus irdische Musik. Wobei auch diese bestimmt weit entfernt von neutraler Musik ist, wenn es so etwas überhaupt gibt.

Aber es gibt auch Menschen, die nicht nur irdische Beweggründe, sondern auch widergöttliche Beweggründe haben und das auch in der Art ihrer Musik und ihren Liedtexten zum Ausdruck bringen – diese Art findet man vermehrt im Bereich des Hardrocks, aber natürlich auch in jeder anderen Musikrichtung (zum Beispiel in vielen Schlagern). Beim Hardrock (Heavy Metal und Black Metal) wird jedoch auch oft mit teuflischen Symbolen hantiert. Es mag wie ein Spiel aussehen, aber es ist ein Spiel mit dem Feuer. Oft wird dabei Gott gelästert und verspottet. Kein Christ würde diese Art von Musik geistlich oder irdisch nennen, sondern es ist deutlich, dass es sich um weltliche und teilweise teuflische Musik handelt (inspiriert von dem Fürsten dieser Welt – dem Teufel), die einem ernsthaften Christen weh tun sollte, weil sein Herr und sein Gott dabei entehrt, gelästert oder verunglimpft wird. Wenn ein Christ zum Beispiel im Auto Radio hört, wäre es normal, den Sender zu wechseln, wenn gerade ein Lied läuft, von dem er weiß, dass Gott dort entehrt wird. Nebenbei könnte man natürlich auch ganz auf das Radio verzichten und öfter einmal eine Vortragskassette einlegen oder christliche Musik hören.

Welche Rolle spielt der Rhythmus?

Nachdem wir nun die textliche Seite und deren Gefahren gesehen haben, wollen wir uns jetzt noch ein wenig mit der rhythmischen Seite der Pop- und Rockmusik beschäftigen.

Der Rhythmus gibt die Taktfolge der Musik an und kann durch das Metrum, das die Betonung der Takte angibt, benutzt werden, um den Körper zu beeinflussen. In der Pop- und Rockmusik steht der Rhythmus stark im Vordergrund. Bei entsprechender Lautstärke wissen die Musiker, dass der Rhythmus die tragende Rolle spielt, um das Publikum so richtig „in Fahrt“ zu bringen. Besonders in den letzten Jahren konnte man feststellen, wie mit sich ständig wiederholenden und stark monotonen Rhythmen gearbeitet wurde. In vielen Liedern spielt das monotone Bassspiel eine entscheidende Rolle, das – gepaart mit der entsprechenden Lautstärke – den Körper in einen gewissen Bann zieht. Im Gegensatz hierzu könnte man die wohllautende (Phil 4,8) Musik des David erwähnen, der mit seinem Harfenspiel den König Saul beruhigen konnte, als dieser von einem bösen Geist geplagt wurde (1Sam 16,23).

Ein Weltbild wird vermittelt

Bei all diesem müssen wir auch bedenken: Durch die Musik, egal welcher Richtung, wird auch immer ein gewisses Weltbild vermittelt, das einen bestimmten Einfluss auf uns ausübt. Wir werden durch unsere Umwelt beeinflusst; das gilt für positive als auch für negative Dinge. Deshalb sollten wir uns vermehrt mit geistlichen Dingen beschäftigen, um dann die weltlichen Prinzipien zu erkennen und zu entlarven und um uns nicht gleichförmig dieser Welt darzustellen, sondern damit unsere Gesinnung verwandelt wird (vgl. Röm 12,1.2).

Ist Rockmusik ein Götze?

Es kann natürlich auch sein, dass man christliche Musik oder rein irdische Musik, wo Gott weder geehrt noch verunehrt wird, so oft hört und hören „muss“, dass dies zu einem Götzen werden kann. Wenn man Woche für Woche oder Monat für Monat in den nächsten CD-Laden gehen „muss“, um sich eine neue Scheibe vom aktuellen Hit zu kaufen, dann sollte man sich doch einmal fragen, ob die Musik nicht einen zu hohen Stellenwert im Leben einnimmt. Wenn Disco, Konzerte, Partys mit lauter Musik zu deinem Lebensstil gehören, dann frage dich selbst einmal, ob das wirklich vereinbar ist mit einem christuszentriertem Leben oder ob deine Gesinnung nicht durch und durch weltlich ist. Was haben Bibelworte wie Psalm 1,1 dir wohl noch zu sagen? „Glückselig der Mann, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen und nicht steht auf dem Weg der Sünder und nicht sitzt auf dem Sitz der Spötter.“ Oder was sagt dir die Stelle in 2. Petrus 2,8, wo es von Lot heißt: „Der unter ihnen wohnende Gerechte quälte durch das, was er sah und hörte, Tag für Tag seine gerechte Seele mit ihren gesetzlosen Werken.“

Fragen wir uns doch, ob es nicht auch manchmal bei uns so ist, dass die Musik uns mehr beschäftigt als der Herr Jesus. Dabei sagen wir nicht, dass man nach einem anstrengenden Tag nicht auch einmal die Beine hochlegen und ein bisschen Musik anhören darf. Wir wollen hier nicht ein neues Gebot aufstellen: „Du darfst keine Pop- und Rockmusik hören“, oder: „Du darfst überhaupt keine Musik hören.“ Aber wir wollen uns doch fragen, wie oft wir dies tun, obwohl wir doch besser einen Dienst für den Herrn hätten tun können – „die gelegene Zeit auskaufend“ (Kol 4,5) –, anstatt uns stundenlang in die Ecke zu setzen, um Musik zu hören.

Wir wollen auch unsere jungen Leser einmal fragen, ob es nicht genau einen Schritt zu weit geht, wenn ich von einer Musik so in Beschlag genommen worden bin, dass sogar mein Zimmer vollhängt von Postern meiner Lieblingsband? Wenn wir ein Bild vom Herrn Jesus hätten, würdest du dir dies dann auch in deinem Zimmer daneben hängen? Was bedeutet dir der Herr Jesus wirklich?

Wir wollen dich nicht entmutigen, aber wir sollten uns diesen Fragen einmal stellen. Vielleicht möchte der Herr Jesus dich hierdurch ja auch nur ein wenig näher zu sich bringen. Beschäftige dich einfach ein wenig mehr mit der Bibel, fange an, sie zu studieren – ruhig auch systematisch. Diene deinen Mitgläubigen in der Gemeinde oder helfe einem Freund, Nachbarn oder Kollegen. Je mehr Zeit du dir für den Herrn und seinen Dienst nimmst, desto weniger wird dir die Musik am Ende bedeuten – denn das wahre Leben schenkt der Herr Jesus allein. Johannes endet seinen ersten Brief mit den Worten: „Kinder, hütet euch vor den Götzen!“ (1Joh 5,21). Kann dieses Wort dein Gewissen noch erreichen?

Was sagt die Bibel zum Thema Musik?

Die Bibel spricht häufig vom Musizieren und Singen, sowohl im Alten wie im Neuen Testament. Wir lesen davon, dass es auch im Himmel Harfenspiel geben wird und dass wir dort gemeinsam ein neues Lied singen werden. Das Neue Testament fordert uns besonders auf, Gott zu singen und zu spielen und uns dadurch auch gegenseitig zu ermutigen (vgl. Eph 5,19). Wir wollen jeder Familie Mut machen, viel mit den Kindern zu singen, denn da, wo man singt, ist auch immer Freude.

Der Apostel Paulus ruft uns zu:

„Übrigens, alles was wahr, alles was würdig, alles was gerecht, alles was rein, alles was lieblich ist, alles was wohllautet, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, dieses erwägt“ (Phil 4,8).

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