Was bedeutet Verunreinigung bei der Fußwaschung?

Hendrik Leendert Heijkoop

© Heijkoop-Verlag, online seit: 11.12.2001, aktualisiert: 16.08.2016

Wer in der Wüste auf ein Totengebein trat, war verunreinigt. Wer in ein Zelt kam, in dem ein Toter lag, war verunreinigt, usw. Jede Berührung mit dem, was nicht in Verbindung mit Gott steht, verunreinigt den Gläubigen. Es gibt zwar Umstände, in denen wir eine Verunreinigung nicht vermeiden können. In 4. Mose 19 heißt es, dass, wenn jemand in einem Zelt stirbt, jeder, der sich in diesem Zelt befindet oder es betritt, sieben Tage unrein ist. In 4. Mose 6,9 steht, dass dies „unversehens, plötzlich“ geschehen kann. Trotzdem ist derjenige, der gerade anwesend ist, verunreinigt. Aber in 3. Mose 21,2 heißt es, dass ein Sohn Aarons sich wegen seiner engsten Familienangehörigen, die sterben, verunreinigen darf und dann also nicht schuldig wird. Gott erkennt die Familienbande an, auch bei einem Sohn Aarons. Aber wenn er auch nicht schuldig ist, muss er doch gemäß 4. Mose 19 gereinigt werden.

Dasselbe sehen wir in Johannes 13. Bei der Fußwaschung gebraucht der Herr Jesus das Bild eines Menschen, der ganz gebadet ist. Aber er muss wieder auf die Straße hinaus und auf der Straße liegt Staub, so dass seine Füße verunreinigt werden. Wenn er nach Hause kommt, müssen seine Füße also wieder gewaschen werden, damit er ganz rein ist. Der Herr Jesus sagt, dass Er damit fortwährend beschäftigt ist, damit wir Gemeinschaft mit Ihm haben in den himmlischen Dingen, den Dingen des Vaterhauses. Schon die Dinge, die uns in der Sprache des Wortes Gottes durch die beschmutzten Füße vor Augen gestellt werden, machen uns unfähig, Gemeinschaft mit dem Herrn der Herrlichkeit zu haben. Das sehen wir auch im Alten Testament. Wenn die Priester in das Zelt hineingingen, um zu dienen, mussten sie zunächst ihre Hände und Füße waschen. Erst dann konnten sie in das Heiligtum, in die Gegenwart Gottes gehen. Obwohl wir es nicht verhindern können, dass unsere Füße vom Staub beschmutzt werden, sagt der Herr Jesus dennoch, dass wir dadurch verunreinigt werden (Joh 13).


Auszug aus dem Buch Die Opfer, Heijkoop-Verlag, 1973, S. 271–272


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