Kommentierung der Umfrage-Ergebnisse
Umfrage anlässlich Christi Himmelfahrt 2000

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© SoundWords, online seit: 17.01.2001, aktualisiert: 13.01.2018

Wir fragten:

Ein Prediger stellte einst zu Beginn seines Vortrages folgende Frage:

Wenn der Herr Jesus Christus heute Abend kurz vor seiner Himmelfahrt (nehmen wir einmal an, Er hätte diese Welt noch nicht verlassen und wir wären seine Begleiter wie die Jünger damals) uns fragen würde: „Ich möchte noch etwas für dich tun, bevor Ich von dir genommen werde. Hast du einen Wunsch?“ Welche Antwort würden Sie dann gegeben haben?

Wir möchten in den kommenden Wochen versuchen, auf einige Wünsche einzugehen, die uns anlässlich unserer Umfrage zu Christi Himmelfahrt erreicht haben. Vielleicht kann es dem einen oder anderen helfen zu sehen, was vielleicht schon in Erfüllung gegangen ist oder was die Bibel zu diesem oder jenem Wunsch sagt.

Ihr wünschtet euch:

Also, ich hätte geantwortet, dass Er doch mehr Menschen die Augen öffnen möge, so dass sie schon kleinste Dinge als Wunderwerke ansehen, einfacher gesagt, dass es mehr Leute geben sollten, die wie die Kinder „in den Tag hineinleben“. Es sollte weniger Menschen geben, die keinen Unterschied zwischen Rasse, Religion, politischen Überzeugungen, Aussehen, Erfolg und und und, die sozusagen keine Unterschiede machen. Ich wäre mir sicher, wenn es solche Leute verstärkt geben würde, dann wären viele Morde nicht begangen worden, viele Verbrechen gar nicht erst „angedacht“ worden. Wenn alle ihren Nächsten so behandeln, wie sie selbst von ihm behandelt werden wollten, dann gäbe es weitaus weniger Kriege. Das wäre es, worum ich Jesus gebeten hätte, doch wir müssen dies leider selber hinbekommen.

Ja, das haben wir vielleicht alle schon einmal gedacht, einfach einmal die Welt mit den Augen von Kindern sehen zu können. Wenn man mit einem Kind an der Hand durch den Wald geht, dann sieht man Dinge, die man schon lange nicht mehr gesehen hat, und das ist gut so und das macht uns dankbar. Und wenn es um die Einfachheit, die Schlichtheit in unserem Glaubensleben geht, dann sagt der Herr Jesus: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder …“ Aber wir wollen uns an dieser Stelle auch daran erinnern, dass wir in unserem Glaubensleben wachsen sollen. Ein Kind, das mit fünf Jahren immer noch die Flasche bekommt, ist einfach nicht gesund, und ein Christ, der nach fünf Jahren Glaubensleben immer noch „der Milch“ (Heb 5,12-14) bedarf, ist einfach nicht gesund. Der Apostel Paulus sagt uns im 1. Korintherbrief Kapitel 14,20: „Brüder, werdet nicht Kinder am Verstand …“, und 1. Petrus 4,7 fordert uns auf: „Seid nun besonnen, seid nüchtern zum Gebet.“

Der zweite Teil des Wunsches ist auch sehr berechtigt, weil wir eben das Gegenteil in der Welt sehen. Wir sehen Kriege und wir wünschen uns Frieden, wir sehen Streit und wir wünschen uns Freundschaft, wir sehen Menschenverachtung und wir wünschen uns das Gebot der Nächstenliebe. Als Christen sollten wir weder dem Krieg, dem Streit noch der Verachtung von Menschen hingeben, und doch, wie oft sehen wir auch in uns selbst diese Dinge. Gerade das, was ich nicht denken will, das denke ich, gerade was nicht tun will, das tue ich. Was sind wir nur für Menschen? Und wir könnten fragen: „Wer wird mich retten?“ – „Ich elender Mensch“, so ruft der Mensch am Ende von Römer 7 aus. Und doch dürfen wir durch die Bibel wissen, dass auch die unveränderliche, unverbesserliche alte Natur noch in uns wohnt, und wenn wir uns nicht ganz nah beim Herrn Jesus aufhalten, werden wir auch unweigerlich noch zu allen Schandtaten fähig sein. Eines werden wir allerdings nie hinbekommen: es nämlich selbst abzulegen und mit eigener Kraft diesen Dingen zu widerstehen. Nein! In Römer 7, wo dieser Mensch völlig am Ende ist und seine böse Natur in sich selbst feststellt, ist die Lösung nicht: „Versuche es immer wieder mit eigener Kraft“, sondern dort heißt es: „Ich danke Gott durch Jesus Christus unseren Herrn.“ Es geht nur in seiner Kraft!

Ich möchte verstehen können, wieso etwas passiert, bei dem ich sonst manchmal anfange, an Gott zu zweifeln, wenn etwas passiert, wo ich nicht verstehe, warum Gott dieses zulässt.

Es ist wohl eine der schwierigsten Lektionen, die wir in unserem Glaubensleben lernen müssen: alles aus der Hand Gottes anzunehmen und darauf zu vertrauen, dass uns am Ende doch alle Dinge zum Guten mitwirken werden (Röm 8,28). Wenn wir Gott in allem verstehen könnten, würden wir entweder Gott sein oder Gott würde aufhören Gott zu sein.

Hier ein sehr interessanter Artikel zu diesem Thema:
Warum lässt Gott das zu?

Frieden

Der Herr Jesus sagt: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürzt, seid auch nicht furchtsam.“

Diesen zweifachen Frieden hat uns der Herr bereits hinterlassen, und nachdem die Gemeinde entrückt ist und die Drangsalsjahre über die Erde und über Israel gegangen sind, wird Gott ein tausendjähriges Friedensreich gründen. Das Reich des Herrn ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Frieden und Freude in dem Heiligen Geist (Röm 14,17). Und die Ermahnung für alle Christen ist: „Wenn möglich, so viel an euch ist, lebt mit allen Menschen in Frieden.“

Sag mir, wie ich leben soll.

Dafür hat der Herr Jesus uns sein Wort hinterlassen. An dieser Stelle weisen wir auf zwei sehr gute Artikel zu diesem Thema hin:
Wie erkenne ich den Willen Gottes?
Sollen wir Zeichen fordern?

Ich würde Ihn bitten, mir zu sagen, was mit all den Menschen, die sich während ihres Lebens nicht bekehren und nicht an Ihn glauben, nach ihrem Tode passiert, ob sie alle verdammt werden oder doch irgendwie erlöst und gerettet werden können und was man konkret für sie tun kann.

Die Bibel ist ein scharfes und zweischneidiges Schwert, und auch wenn es oft schmerzhaft ist, so ist es doch im vollen Umfang Gottes Wort. Und nach diesem Wort gehen Menschen verloren, werden von Gott ewig getrennt, die nicht an Ihn geglaubt haben. Wenn Menschen in diesem Leben gesagt haben, dass sie keinen Gott, keinen Erlöser für ihre Sünden brauchen, dann wird Gott einmal sagen: Nun, dann habe Ich einen Ort für dich, wo du völlig von Mir getrennt sein wirst und nicht mehr aufgefordert wirst, Meine Liebe, Meine Gabe, Meinen Sohn in dein Leben aufzunehmen. Aber nach Lukas 16 wird das im wahrsten Sinne des Wortes die „Hölle“ sein. Deshalb gilt für jeden, der diese Zeilen liest: Komme noch heute zum Herrn Jesus mit deiner ganzen Sündenlast, mit allem, was dir an bösen Taten einfällt, jedem bösen Gedanken, sag es Ihm einfach, und du wirst erfahren, dass Er dir ein neues Herz, ein neues Leben schenken wird.

Hier noch ein Artikel über Allversöhnung und den Ort der Qual:
Gibt es nicht doch irgendwann eine Erlösung für alle?
Bedeutet das Wort „ewig“ wirklich „ohne Ende“?

Am besten bleibst Du bei uns.
Alter unbekannt

Diesen Wunsch haben wir wohl alle schon einmal gehabt, zumindest haben wir uns gewünscht, dabei gewesen zu sein, als der Herr Jesus über das Wasser ging und seinen von Furcht überwältigten Jünger zu Hilfe kam oder als der Herr Tränen vergoss am Grab des Lazarus oder wie der gute Heiland einer verzweifelten Frau ihren geliebten Sohn wiedergab. Einfach einmal dabei gewesen zu sein, wenn der Herr mit seinen Jüngern sprach, wenn Er ihnen in die Augen sah, das wünscht sich wohl jeder. Doch was sind die Worte des Herrn zu diesem Thema? Er sagt: „Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch nützlich, dass ich weggehe, denn wenn ich nicht weggehe, wird der Sachwalter nicht zu euch kommen; wenn ich aber hingehe, werde ich ihn zu euch senden“ (Joh 16,7).

Unglaubliche Worte! Wie konnte der Herr so etwas sagen, war nicht jetzt alles vorbei? So jedenfalls dachten Petrus und die anderen Jünger, als sie nach dem Auferstehungstag wieder hingingen, um zu fischen. Aber gerade diese Jünger sollten in der Folge erleben, dass die Worte des Herrn in Erfüllung gingen. Als der Herr noch auf der Erde war, hatte Petrus keine Kraft, für seinen Herrn zu sterben – obwohl er es wünschte –, doch die Zukunft sollte zeigen, nachdem er den Heiligen Geist empfangen hatte, dass er nun befähigt wurde, für Christus zu sterben. Es war nützlich für Petrus und es war auch nützlich für uns, dass der Herr in den Himmel aufgenommen wurde. Wir haben den Sachwalter, der uns zu dem Herrn Jesus zieht, der uns seine Person groß macht, der uns daran erinnert, was für ein Leben wir empfangen haben: das Leben des Herrn Jesus selbst und der selbst die Kraft dieses Lebens ist.

An dieser Stelle möchten wir hinweisen auf einen Artikel, der ein weinig deutlich macht, was wir durch den Besitz des Heiligen Geistes erlangt haben:
Empfangt Heiligen Geist

Komm so schnell wie möglich wieder.
Alter unbekannt

Wenn es auch nun schon fast 2000 Jahre währt, und der Herr noch nicht wiedergekommen ist, so haben wir doch seine Verheißung aus Offenbarung 22,20; 3,11, wo Er sagt: „Ja, ich komme bald!“ Und doch drängt sich die Frage auf: Warum ist Er noch nicht gekommen? Eine Antwort finden wir in 2. Petrus 3,9: „[Der] Herr verzieht nicht die Verheißung, wie es etliche für einen Verzug achten, sondern er ist langmütig gegen euch, da er nicht will, dass irgendwelche verlorengehen, sondern dass alle zur Buße kommen.“

Stell dir, vor der Herr wäre vor zehn Jahren gekommen? Wärst du wohl dabei gewesen, wenn Er seine Gemeinde entrückt hätte? Es ist die Langmut Gottes, die diesem Zeitlauf bis heute noch kein Ende gesetzt hat. Wir wollen dem Herrn für diese Gnade danken und Ihn doch bitten, dass wir mehr in dem Bewusstsein leben, dass Er heute wiederkommen kann. Wie viel Probleme könnten dann wohl geschlichtet werden, wie viele Dinge würden dann viel weniger Raum in unseren Herzen haben, wie würden wir dann wohl miteinander umgehen?

Jesus, nimm uns alle mit und errette diese Welt.
Alter unbekannt

Gott hatte die Welt so sehr geliebt, dass Er seinen eigenen Sohn gab, damit keiner mehr verlorengehen brauchte (Joh 3,16). Die Liebe Gottes kam am Kreuz von Golgatha zu seinem absoluten Höchstpunkt. Mehr konnte Gott nicht mehr geben, noch stärker hätte Er seine Güte und Menschenliebe (Tit 3,4) nicht offenbaren können. Und doch – und doch – Er kam in das Seinige und die Seinigen nahmen Ihn nicht an (Joh 1,10.11)!

Am Kreuz offenbarte sich nicht nur die absolute Liebe Gottes, sondern dort offenbarte sich auch der Hass der Menschen, dort manifestierte der Mensch seine Verdorbenheit, dort bewies er, dass das Trachten seines Herzens böse ist von Jugend an (1Mo 8,21). Seit dem Kreuz hat Gott mit der Welt als Ganzes nichts mehr zu tun. Dennoch möchte Er an jedem einzelnen Menschen wirken und ihn herausnehmen aus diesem jetzigen Zeitlauf der Welt (Gal 1,4), und Er bereitet sich „ein Volk für seinen Namen“. In Apostelgeschichte 15,14 heißt es: „Simon hat erzählt, wie Gott zuerst die Nationen heimgesucht {o. angesehen, auf die Nationen geblickt} hat, um aus ihnen ein Volk zu nehmen für seinen Namen.“

Für die Welt als System gibt es nur noch das Gericht, deshalb war es das besondere Anliegen des Apostels Paulus, der Welt zuzurufen: „Lasst euch versöhnen mit Gott“, und das sagte er, weil er den „Schrecken des Herrn“ kannte (2Kor 5,11.20).

Wollen wir uns auch ganz neu die Liebe zu den Verlorenen schenken lassen, damit die Zahl des Volkes groß wird, die seinen Namen ehren werden? Oder anders gefragt: Haben wir noch Empfindungen über die Vorstellung, dass unsere Arbeitskollegen, Schulkameraden, Nachbarn usw. einmal ewig von Gott getrennt sein werden? Das wird wahrlich die Hölle sein! Heute ist Gott keinem Menschen fern und Gottes Wille ist, dass alle gerettet werden. Aber ob sich alle retten lassen, ist eine andere Frage (Apg 17,27; 1Tim 2,4).

Um Leidenschaft
Alter unbekannt

Im Sinne, wie die Bibel das Wort gebraucht, kommt es nur in Verbindung mit böser Lust und Sünde vor. Dennoch kann es sein, dass der Schreiber etwas anderes darunter verstanden hat und darunter völligere Hingabe verstehen will. Das sollten wir uns wirklich alle mehr wünschen, ein hingegebenes Leben für unseren Herrn zu führen. Ein Leben, dass nicht die eigenen Interessen in den Vordergrund stellt, sondern die Interessen des Herrn. Der Herr Jesus gebe uns dazu allen viel Kraft und Ausdauer und den nötigen Aufblick, wenn wir wieder einmal versagt haben. Der Herr ist immer noch größer.

Ein glückliches Miteinander auf der Welt, ohne Habgier, Krieg, …
19 Jahre

Ein Wunsch, der sich leider nicht global erfüllten wird, da der Mensch seit dem Sündenfall ein gefallener Mensch ist und aus dem gefallenen Menschen eine gefallene Menschheit hervorgegangen ist. Schon die Geschichte von Kain und Abel zeigt uns, dass ein glückliches Miteinander, ohne Habgier und Krieg, einem gefallenen Menschen unmöglich ist. Dennoch dürfen wir uns als Christen Mut machen, dem allgemeinen Strom in dieser Welt entgegenzuschwimmen. Wenn auch der Christ zu allen Schandtaten nach wie vor bereitsteht, so hat der Christ doch auch eine neue Natur empfangen, womit es möglich ist, miteinander in der Liebe Christi zu leben, ohne Habgier und Krieg. Dazu ist es allerdings nötig, dass wir dem neuen Menschen in uns auch die entsprechende Nahrung geben, d.h., dass wir die Bibel lesen und auf den Herrn Jesus schauen, der uns ein Beispiel hinterlassen hat, damit Ihm folgen können. Wir wollen uns mit Römer 12,8 Mut machen:

„Wenn möglich, soviel an euch ist, lebt mit allen Menschen in Frieden.“

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Hinweis der Redaktion:

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