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Leitverse: 1. Thessalonicher 4,15-18
1Thes 4,15-18: Denn dieses sagen
wir euch vom Wort des Herrn, dass wir, die Lebenden, die übrig bleiben bis zur
Ankunft des Herrn, den Entschlafenen keineswegs zuvorkommen werden. Denn der
Herr selbst wird mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels und mit
der Posaune Gottes herniederkommen vom Himmel, und die Toten in Christus werden
zuerst auferstehen; danach werden wir, die Lebenden, die Übrig bleiben,
zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft;
und so werden wir allezeit bei dem Herrn sein. So ermuntert nun einander mit
diesen Worten.
Frage:
Wird die Gemeinde durch die große Drangsal gehen, oder wird sie vorher
aufgenommen werden?
Antwort:
Manche behaupten, dass die Gemeinde durch die große Drangsal gehen
muss; sie
sagen: Es gibt keinen Grund für die Bewahrung der Gläubigen vor der großen
Drangsal, wenn die Märtyrer der ersten Zeit so viel gelitten haben. Wir
antworten: Das ist nicht der Punkt, um den es sich handelt; es geht um die
Souveränität Gottes. Hat Gott in Seinen unumschränkten Ratschlüssen geplant,
dass
die Gemeindeperiode durch die große Drangsal hindurch dauern solle? Die
Drangsal wird „die Zeit der Drangsal für Jakob“ genannt (Jer 30,7), nicht der
Drangsal für die Gemeinde, denn es ist die Zeit, in der Gott in besonderer Weise
mit Israel handelt und mit den Nationen in Verbindung mit Israel (Jer 30,7-16).
Es ist der „Schmelzofen des Elends“ (Jes 48,0), den Gott benutzen wird, um
Israel zu züchtigen und zu reinigen, während Er Seinen mächtigen Namen den
abtrünnigen Nationen kundtut durch furchtbare Gerichte (Jer 30,11; Jes 10,5.6.12.24-27;
40,1.2; 2,10-21; 5,16; Joh 3,1-2.11-17; Jes 34,1.2.8; Mich
7,16-20; Hes 38,23; 39,7). Dies alles zeigt, dass die Gemeinde vorher von hier
aufgehoben ist.
Henoch, der zum Himmel aufgenommen wurde, bevor das Gericht über die Erde kam,
ist das Vorbild der Gemeinde, während Noah und seine Familie, die sicher durch
das überflutende Gericht (ein Vorbild der großen Drangsal) hindurchgetragen und
der Kern zur Wiederbevölkerung der gereinigten Erde wurden, ein Vorbild des
jüdischen Überrestes sind.
Christus wird für Israel am Ende ihrer Trübsalsnacht als „Sonne der
Gerechtigkeit mit Heilung in ihren Flügeln“ kommen (Mal 4,2); für die Gemeinde
aber erscheint Er als „der glänzende Morgenstern“, während die Welt noch in
Dunkelheit liegt, bevor der Tag dämmert (Off 22,16).
Wir werden uns nun einer Reihe von Schriftstellen zuwenden, die einen weiteren
Beweis dafür liefern, dass die Entrückung der Gemeinde vor der großen Drangsal
stattfindet:
„Ich komme wieder und werde euch zu mir nehmen, auf dass, wo ich
bin, auch ihr seid“ (Joh 14,3). „Christus hat die Versammlung geliebt und
sich selbst für sie hingegeben, auf dass er sie heiligte, sie reinigend durch die
Waschung mit Wasser durch das Wort“ (Eph 5,25.26). Christus wird also kommen
und die Seinen zu Sich holen, auf dass sie bei Ihm seien, wo Er ist, im Himmel.
Die Gemeinde ist zu einem himmlischen Teil, als die Braut Christi, berufen,
während Israels Teil irdische Segnungen unter Seinem Zepter sind.
„Wenn der Christus, unser Leben, geoffenbart werden wird, dann werdet auch ihr
mit ihm geoffenbart werden in Herrlichkeit“ (Kol 3,4). Dies macht es klar, dass
die Gemeinde aufgenommen und beim Herrn sein muss, ehe Er mit uns in Herrlichkeit
erscheinen kann.
„Lasst uns fröhlich sein und frohlocken und ihm Ehre geben; denn die Hochzeit des
Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereitet“ (Off 19,7.8). Hier
sehen wir die Braut im Himmel zu ihrer Hochzeit mit dem Lamm, während der Grimm
und die Gerichte Gottes auf die Erde fallen in der Zeit der großen Drangsal, die
dadurch enden wird, dass der Herr Selbst mit Seinen verherrlichten Heiligen
herniederkommt, um die Macht des Feindes zu zerstören (Off 19,11-21).
In Offenbarung 1,19 wird dem Johannes gesagt: „Schreibe nun, was du gesehen
hast [die Erscheinung des Herrn, wie er sie gerade gesehen hatte, V. 11-18],
und was ist [die gegenwärtige Periode der Gemeinde, deren prophetische
Geschichte wir in den Versammlungen von Kapiteln 2 und 3 haben] und was nach
diesem geschehen muss [das heißt nachdem die Periode der Gemeinde vorüber ist].
Dann ruft eine Stimme vom Himmel dem Johannes zu: „Komm hier herauf, und ich
werde dir zeigen, was nach diesem geschehen muss“ (Off 4,1). So behandelt die ganze
Offenbarung von Kapitel 4 ab Ereignisse, die nach der Entrückung stattfinden;
die bekennende Masse ohne Leben wird ausgespien aus Seinem Munde und dem Gericht
überliefert (Off 3,16).
Von Kapitel 4 an sehen wir die verherrlichten Ältesten um den Thron her sitzen,
mit ihren Kronen und mit goldenen Schalen voll Räucherwerk (Off 4,4; 5,8). Diese
24 Ältesten stellen alle die vor, die zu Christus entrückt wurden, als Er für die
Seinen kam. Und hier sehen wir sie schon verherrlicht im Himmel als Könige und
Priester vor dem Thron Gottes, zu derselben Zeit, da Gottes Gerichte über die
Erde kommen. Es ist daher klar, dass die Entrückung stattfinden muss, bevor die
Gerichte über die Erde hereinbrechen. Das wird weiter bestätigt durch andere
Stellen, die sich mit der großen Drangsal beschäftigen: „Warum sehe ich eines
jeden Mannes Hände auf seinen Lenden, einer Gebärenden gleich, und jedes
Angesicht in Blässe verwandelt? Wehe! denn groß ist jener Tag, ohnegleichen, und
es ist eine Zeit der Drangsal für Jakob“ (Jer 30,6.7). „Und in jener Zeit wird
Michael aufstehen, der große Fürst, der für die Kinder deines Volkes steht; und
es wird eine Zeit der Drangsal sein, dergleichen nicht gewesen ist, seitdem eine
Nation besteht, bis zu jener Zeit. Und in jener Zeit wird dein Volk errettet
werden, ein jeder, der im Buche geschrieben gefunden wird“ (Dan 12,1, vgl. Off
7,1-8).
„Wenn ihr nun den
Gräuel der Verwüstung, von welchem durch Daniel,
den Propheten, geredet ist (Dan 9,27; 12,11), stehen seht an heiligem Ort [dem Tempel, der bald in Jerusalem wieder erbaut
wird] (wer es liest, der
beachte es,) dass alsdann, die in Judäa sind, fliehen … denn alsdann wird
große Drangsal sein, dergleichen von Anfang der Welt bis jetzthin nicht gewesen
ist, noch je sein wird“ (Mt 24,15-21; vgl. Mk 13,14-19). Diese
Stellen zeigen klar, dass die Zeit der großen Drangsal hauptsächlich mit den
Juden zu tun hat. Es ist die Zeit von Jakobs Drangsal, nicht der Drangsal der
Gemeinde. Michael wird aufstehen für Daniels Volk (die Juden) und die befreien,
die in dem Buch geschrieben sind, während die abtrünnigen Juden in diesen
schrecklichen Gerichten umkommen (Mal 4,1-2).
Wir sehen in der Offenbarung auch, dass während dieser Zeit der Grimm und das
Gericht Gottes auf die Nationen fällt. Die ganze Zeitspanne ist gekennzeichnet
durch das Ausgießen des Zornes Gottes auf das abtrünnige Israel und die
abtrünnige Christenheit. Wenden wir uns zu einigen Stellen aus der Offenbarung:
„Denn gekommen ist der große Tag seines Zorns“ (Off 6,17), „… der Wein des
Grimmes Gottes, der unvermischt in dem Kelche seines Zorns bereitet ist“, „… die große Kelter des Grimmes
Gottes“ (Off 14,10.19), „… gehet hin und
gießet die sieben Schalen des Grimmes Gottes aus auf die Erde“, „… ihr den Kelch des Weines des Grimmes seines Zorns zu
geben“ (Off 16,1.19), „… und er tritt die Kelter des Weines des Grimmes des Zornes
Gottes, des Allmächtigen“ (Off 19,15). Der Grimm des Zornes Gottes, der sich über
Israel und die Nationen ergießt, ist kennzeichnend für diese schreckliche Zeit,
die Offenbarung 4-19 umfasst und die genau Daniels letzter Woche von sieben Jahren
entspricht. Die Gemeinde muss zum Herrn entrückt sein, bevor diese letzte Woche
der Geschichte Israels beginnt.
Die Schrift entscheidet klar, dass die Gemeinde nicht durch diese schreckliche
Zeit des Zornes Gottes über das abtrünnige Israel und die Christenheit gehen
wird. „Denn Gott hat uns nicht zum Zorn gesetzt, sondern zur Erlangung
der Seligkeit durch unseren Herrn Jesus Christus“ (1Thes 5,9). Die Gemeinde
ist durch viel Trübsal und Verfolgung vonseiten der Welt gegangen und geht noch
hindurch, aber durch Christi Kommen, um sie zu Sich zu holen, soll sie gerettet
werden von dieser schrecklichen Drangsalszeit und dem Zorn Gottes, der über
diese Christus verwerfende Welt kommt. „Weil du das Wort meines Ausharrens
bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung,
die über den ganzen Erdkreis kommen wird, um die zu versuchen, welche auf der
Erde wohnen“ (Off 3,10). „Vielmehr nun, da wir jetzt durch sein Blut
gerechtfertigt sind, werden wir durch ihn gerettet werden vom Zorn“ (Röm
5,9). Sein Blut rechtfertigt uns, und Seine Macht rettet uns vom Zorn, nicht
nur vom ewigen Zorn, sondern auch von dem Zorn, der bald über diese Welt kommt,
die Christus verwirft. „Ihr habt euch von den Götzenbildern zu Gott bekehrt, dem
lebendigen und wahren Gott zu dienen und seinen Sohn aus den Himmeln zu
erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat — Jesum, der uns errettet von
dem kommenden Zorn“ (1Thes 1,9-10). Sie warteten auf den Herrn, der
kommen wollte, um sie zu erretten von dem kommenden Zorn.
Dieses Warten auf das Kommen des Herrn zu jeder Zeit findet man in vielen
Stellen. „Es seien eure Lenden umgürtet und die Lampen brennend; und ihr, seid
Menschen gleich, die auf ihren Herrn warten …“ (Lk 12,35.36, vgl.
auch V. 45.46). „Indem wir erwarten die glückselige Hoffnung“ (Tit 2,13).
„Denn unser Bürgertum ist in den Himmeln, von woher wir auch den Herrn Jesus
Christus als Heiland erwarten, der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird
zur Gleichförmigkeit mit seinem Leibe der Herrlichkeit“ (Phil 3,20.21). Er
wird „zum zweiten Mal denen, die ihn erwarten, ohne Sünde erscheinen zur
Seligkeit“ (Heb 9,28), das bedeutet vollständige Befreiung von dieser Szene
der Sünde, des Verderbens und des Todes.
Diese und ähnliche Verse, in denen der
Herr die Gläubigen ermahnt, zu warten, zu wachen und nach Seinem Kommen
auszuschauen, beweisen, dass die Gemeinde nicht durch die Drangsal gehen wird
und dass keine Zeichen erfüllt werden müssen, bevor der Herr für die Seinen
kommt. Wenn solche erfüllt werden müssten, könnten wir nicht wachen und Sein
Kommen erwarten, bevor diese Zeichen oder die Drangsal eingetroffen wären. Es
sind also vor der Aufnahme der Gemeinde keine Zeichen zu erfüllen, aber es gibt
zahlreiche Prophezeiungen, die sich während der letzten Siebenjahrperiode
erfüllen müssen, bevor Christus kommt, um zu regieren. Daher beobachten wir mit
großem Interesse, wie die Dinge sich zur Erfüllung all dieser Weissagungen
gestalten, weil wir wissen, dass vorher Christus als der Morgenstern kommen wird,
um Seine Braut zu Sich zu nehmen. Möchten wir wachend und bereit erfunden
werden, unsere Lenden umgürtet und unsere Lampen brennend, denn jeden Augenblick
können wir Seinen Zuruf hören, der uns Ihm entgegenführt in die Luft (1Thes
4,13-18).
Wenn der große Unterschied zwischen der Gemeinde und Israel klarer verstanden
würde, dann würde kein Zweifel darüber bleiben, dass die Gemeinde zum Himmel
entrückt werden muss, bevor die letzte Woche von Israels prophetischer Geschichte
beginnt.
Die Gemeinde ist ein himmlisches Volk mit himmlischer Hoffnung und einem
himmlischen Erbteil (Kol 1,5; Eph 1,3; Heb 3,1; 1Pet 1,4; Joh 14,1-3);
Israel aber ist ein irdisches Volk mit einer irdischen Hoffnung und einem
irdischen Erbteil (2Mo 19,5; 33,1-2.14-16; 5Mo 4,32-40).
Die Gemeinde ist berufen, Gottes eigene, ewige Herrlichkeit zu erlangen und sie
als Braut mit Seinem Sohn zu teilen (1Pet 5,10; 1Thes 2,12; 2Thes 2,13-14; Röm
8,17); Israel aber wurde berufen und von anderen Völkern abgesondert,
um Gottes eigenes Volk zu sein, über allen Völkern der Erde stehend, und es
wurde bestimmt zur Entfaltung von Gottes Herrlichkeit in Seiner Regierung über
die Erde (4Mo 14,13-21 — Jes 43,21; 41,8-20; 5Mo 4,34.35).
Seit Pfingsten hat Gott Seine Verbindung mit Israel für eine Zeit unterbrochen,
und Er zählt jetzt nicht die Zeit in Verbindung mit ihrer Geschichte, sondern Er
beruft aus Juden und Heiden eine Braut für Christus (Röm 11,25).
Ein anderer gewichtiger Grund, der beweist, dass die Entrückung vor der
Drangsalszeit stattfinden muss, ist der Unterschied im Charakter des Evangeliums,
das jetzt gepredigt wird, zu dem Charakter des Evangeliums, das von dem
jüdischen Überrest zur Zeit der großen Drangsal verkündet werden wird. Das
Evangelium, das Gott heute der Welt anbietet, verheißt eine himmlische Hoffnung
und Berufung (Kol 1,5; 2Thes 2,14; 1Pet 1,3-12 u.a.). Der Überrest
aber wird ein gänzlich anderes Evangelium predigen, mit einer anderen Hoffnung,
nämlich der, teilzuhaben an der irdischen Segnung des Tausendjährigen Reiches.
Sie werden verkündigen, dass der Messias kommt, um den Bösen beiseitezusetzen,
den verfolgten Überrest zu erlösen, damit sie die Erde in Besitz nehmen, über
die Er Seine Herrschaft der Gerechtigkeit, des Friedens und der zeitlichen
Segnungen errichten wird (Mt 24,14; Off 14,6; Jes 44,26). Gott wird nicht
der Welt gleichzeitig zwei verschiedene Evangelien mit verschiedenen Hoffnungen
senden, das würde Verwirrung bedeuten und Vermengung des himmlischen und
irdischen Volkes mit ihrer entsprechenden Hoffnung und Bestimmung. Solange die
Gemeinde auf der Erde ist, hat sie die himmlische Berufung zu predigen, wenn
aber die Gläubigen in den Himmel aufgenommen sind, wird Gott die zurückbleibende
Masse der abgefallenen Bekenner verwerfen und Sich den Juden zuwenden und aus
ihnen einen Überrest bilden, den Er aussenden wird, um das Evangelium des
kommenden Reiches Christi allen Nationen zu verkündigen.
Die Heiligen dieses Überrestes sind es, die als Leidende auf der Erde gesehen
werden in Daniels siebzigster Woche und besonders während der großen
Drangsalszeit (Dan 7,25; Off 5,8; 8,3; 11,3; 12,17; 13,7.10; 14,12; 16,6). Sie legen Zeugnis ab von dem kommenden Messias und weigern sich, das Tier
oder sein Bild anzubeten. Eine große Menge aus den Heiden wird sich ihnen
anschließen, wird ihr Zeugnis über den kommenden König annehmen und sich
weigern, sich vor dem Tier niederzuwerfen (Off 7,9-14).
Wie groß und herrlich ist unser Teil! Wie kostbar die Hoffnung auf Sein baldiges
Kommen, um Seine Braut zu Sich heimzuholen. Wenn wir in der Welt um uns schauen,
sehen wir wahrlich, wie die Schatten der „Drangsal für Jakob“ schon auf die
Juden fallen. Und unsere Herzen brennen in uns, denn wir wissen, dass Er vorher
für uns kommt. Möchte Er uns finden, „unsere Lenden umgürtet und unsere Lampen
brennend, gleich Menschen, die auf ihren Herrn warten“.
Wenn wir so täglich unseren Herrn erwarten, wird Christus mehr und mehr der
Gegenstand für unsere Herzen. Und die Sehnsucht nach Seinem Kommen, um uns zu
Sich zu nehmen, damit wir bei Ihm und Ihm gleich seien, befreit uns mehr als
irgendetwas anderes es könnte, von dem Hängen an Irdischem und vertieft unseren
Wunsch, beständig in der Abhängigkeit von Ihm erfunden zu werden, indem wir mit
Herzensentschluss nur nach der Verherrlichung unseres kommenden Bräutigams
trachten. Aber diese Hoffnung auf Sein Kommen wird nur dann eine lebendige
Wirklichkeit für uns sein, wenn wir in inniger Gemeinschaft mit Ihm und dem
Vater wandeln. Dann sehen wir die Welt, die Seinen Sohn, unseren geliebten
Herrn, kreuzigte, in ihrem wahren Charakter der Feindschaft wider Gott, bereit,
den Antichristen willkommen zu heißen und den Drachen und das Tier anzubeten (Off
13,2; 2Thes 2).
Die Welt so zu sehen, wie sie in der Prophezeiung geschildert wird, mit ihrer
vollständigen Verwerfung Gottes und bald in der Anbetung Satans, ist tief
niederdrückend für ein Herz, das Gott liebt, es sei denn, man befindet sich in
enger Gemeinschaft mit Ihm, der die einzige Quelle der Freude, des Friedens und
der Herzensruhe ist, die weder Welt noch Teufel stören können. Gott steht über
allen Umständen, Er leitet und formt sie für die Erfüllung Seiner ewigen
Ratschlüsse. Und indem wir in Frieden und Gemeinschaft mit Ihm vorangehen, wird
die Welt für uns nur eine Stätte, in die Gott uns gestellt hat, um für den
Augenblick in Geduld, Liebe, Gerechtigkeit und unermüdlichem Dienst Seine eigene
göttliche Natur widerzuspiegeln, die wir als aus Ihm geboren besitzen, während
wir täglich auf Sein Kommen warten, dass Er uns zu Sich nehme. Dieses Warten auf
Christus als unserem Bräutigam in Gemeinschaft mit Ihm erhält das Herz frisch
und unsere Schritte sicher, während wir uns mit Herzensentschluss bemühen,
unseren von Gott gegebenen Platz und Auftrag auszufüllen.
Die Lehre, dass die Gemeinde durch die große Drangsal gehen
muss, ist — dessen
können wir sicher sein — von Satan inspiriert, um denen, die sie annehmen, den
tröstenden, heiligenden und belebenden Einfluss zu rauben, den die Hoffnung auf
das baldige Kommen Christi in unserem Leben haben soll.
aus Umriss der prophetischen
Ereignisse, die bald geschehen müssen
Ernst-Paulus-Verlag
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