Frieden und Freude in Zeiten der Erprobung
1. Petrus 1,6-8

Elmo Clair Hadley

© SoundWords, online seit: 08.04.2003, aktualisiert: 29.01.2018

Leitverse: 1. Petrus 1,6-8

1Pet 1,6-8: Darin jubelt ihr, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es nötig ist, in mancherlei Versuchungen betrübt worden seid, damit die Bewährung eures Glaubens viel kostbarer befunden wird als die des vergänglichen Goldes, das durch Feuer erprobt wird, zu Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi; den ihr liebt, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an den ihr glaubt, obwohl ihr ihn jetzt nicht seht, ihr mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude jubelt.

Der Grund von Erprobungen

Erprobungen lehren uns Unterwürfigkeit unter den Herrn und befreien uns von unseren Eigenarten. Sie sind Gottes Mittel, in uns Geduld zu entwickeln. Über den Sinn der Erprobungen in unserem Leben schrieb Jakobus: „Haltet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Versuchungen geratet, indem ihr erkennt, dass die Bewährung eures Glaubens Ausharren bewirkt. Das Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollendet seid und in nichts Mangel habt“ (Jak 1,2-4).

Wenn alles genau so laufen würde, wie wir es gerne hätten, würde es nichts geben, um dessentwillen wir geduldig sein müssten. Geduld erfordert, dass wir unseren eigenen Willen an die Seite stellen. Somit zeigen Erprobungen einfach nur, wie weit wir bereit sind, unseren eigenen Willen loszulassen, um Gottes Willen für uns zu akzeptieren.

Was Gott erlaubt

Wir dürfen niemals vergessen, dass – wie auch immer unsere Umstände sind – Gott sie zu unserem Besten erlaubt hat. Gottes Wahl für uns scheint manchmal sehr schwer ertragbar zu sein. Aber das liegt daran, dass wir uns Ihm nicht völlig ausgeliefert haben oder weil wir mangelndes Vertrauen in seine Liebe und Weisheit haben. Entweder wählt Gott das Allerbeste für uns in dem, was Er in unserem Leben zulässt, oder Er wählt ansonsten absichtlich für uns das, von dem Er weiß, dass es nicht zu unserem Besten ist. Würden wir es wagen, Gott des Letzteren zu beschuldigen? Niemals!

In seinem vorsorglichen Handeln mit uns, ordnet Er entweder an oder erlaubt all das, was in unser Leben kommt. Er hat die vollkommene Macht, alles zu verhindern, so dass, wenn es geschieht, Er es erlaubt hat. Somit bedeutet, sich zu beschweren, dasselbe, als wenn wir sagen würden, dass wir besser als Gott wissen, was das Beste für uns ist: oder anders: dass Gott sich nicht genug aus uns macht, um uns das Beste zu geben. Das eine ist blanker Stolz, das andere ist Misstrauen gegenüber seinen Motiven.

Wer ist verantwortlich?

Manchmal denken wir: Hat nicht der Teufel auch seine Hand im Spiel in dem, was uns passiert? Das ist sehr richtig, wie wir in Hiobs Fall sehen. Aber wir sehen auch, wie der Teufel nicht über das, was Gott erlaubt hat, hinausgehen durfte (Hiob 1,12; 2,6); und was Er erlaubte, gebrauchte Er zu noch größerem Segen in Hiobs Leben als zuvor. Der Teufel ist machtlos, irgendetwas zu tun, ohne dass Gott es erlaubt. Er ist nur eine Kreatur, genau wie es auch all seine Unmengen von Dämonen sind. Gott steht über ihnen, egal wie mächtig sie auch sein mögen. Also, auch wenn wir die Hand des Teufels sehen in dem, was geschieht, dürfen wir nicht vergessen, die Hand Gottes über der des Teufels zu sehen. Gott erlaubt ihm nur, so weit zu gehen, wie es seinen heiligen Zwecken dient, um es für seine Leute in Segen umzuwandeln.

Die lange Sicht

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach Vorsatz berufen sind“ (Röm 8,28), und das beinhaltet sogar das, was dem Teufel zu tun erlaubt ist. Vergiss nicht, dass Gott mit dem Blick auf unser ewiges Bestes arbeitet und nicht nur unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Zeit.

Wir sehen die Dinge so oft aus einer Hier-und-Jetzt-Perspektive an, während Gott im Hinblick auf ewige Resultate arbeitet. Gott mag einen schweren Weg für uns wählen, nicht weil Er seine Freude daran hätte, dass wir auf dem Weg Not leiden, sondern wegen des ewigen Segens, den Er uns bringen wird. „In Bedrängnis hast du mir Raum gemacht“ (Ps 4,1). Gott sendet Bedrängnis nicht zum Zweck des Leidens, sondern damit Er weiten Raum schaffen kann. In Zeiten des Leids fühlt Gott mit den Seinen. Paulus verwies auf Ihn als „Gott alles Trostes, der uns tröstet in all unserer Drangsal“ (2Kor 1,3.4). Und die Probleme des Paulus waren nicht gering, denn er sagt, „dass wir übermäßig beschwert wurden, über Vermögen, so dass wir sogar am Leben verzweifelten“ (2Kor 1,8). Jedoch mit dem Blick auf die Ewigkeit verweist er auf sie als geringe Anfechtung: „Denn das schnell vorübergehende Leichte unserer Bedrängnis bewirkt uns ein über die Maßen überreiches, ewiges Gewicht von Herrlichkeit“ (2Kor 4,17).

Fünf notwendige Dinge

Fünf Dinge sind notwendig, um Frieden und Freude in Zeiten der Erprobung zu haben:

  1. Behalte deine Gedanken auf dem Herrn:
    „Den festen Sinn bewahrst du in Frieden, in Frieden; denn er vertraut auf dich“ (Jes 26,3).

  2. Bleib mit Gott durch Gebet in Kontakt:
    „Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus“ (Phil 4,6.7).

  3. Denke über das Wort nach:
    „Denn alles, was früher geschrieben ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch das Ausharren und durch die Ermunterung der Schriften die Hoffnung haben“ (Röm 15,4).

  4. Unterwerfe deinen Willen Gott:
    „Alle Züchtigung scheint uns zwar für die Gegenwart nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein; nachher aber gibt sie denen, die durch sie geübt sind, die friedvolle Frucht der Gerechtigkeit“ (Heb 12,11).

  5. Wisse, dass der Herr dich durchtragen wird:
    Obwohl unsere Erprobungen und Umstände für eine lange Zeit andauern mögen, lasst uns zu guter Letzt nicht vergessen, was der Herr sagt: „Meine Gnade genügt dir“ (2Kor 12,9). Er wird die Seele durchtragen, die sich Ihm unterwirft und alles in seiner Hand lässt.

Ein Grund zur Freude

„Darin jubelt ihr, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es nötig ist, in mancherlei Versuchungen betrübt worden seid, damit die Bewährung eures Glaubens viel kostbarer befunden wird als die des vergänglichen Goldes, das durch Feuer erprobt wird, zu Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi; den ihr liebt, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an den ihr glaubt, obwohl ihr ihn jetzt nicht seht, ihr mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude jubelt“ (1Pet 1,6-8).


Originaltitel: „Peace and Joy in Time of Trials“
Quelle: www.stempublishing.com


Hinweis der Redaktion:

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