Der BEMA des Gläubigen
... oder: Was mich am Richterstuhl erwartet!

David R. Reid

© SoundWords, online seit: 12.10.2002, aktualisiert: 14.09.2018

Leitverse: Römer 14,10-13; 1. Korinther 3,10-15; 4,2.5; 2. Korinther 5,9.10; 2. Timotheus 4,7.8

Einleitung 

In den Ruinen des uralten Korinth haben Archäologen den uralten „Agora“ aufgedeckt, was der Marktplatz oder Stadtplatz war. An der einen Seite von diesem offenen, steingepflasterten Gebiet ist eine große, rechteckige Steinblockplattform bzw. Rednerpult, die sich ungefähr acht Meter über das Agora-Pflaster erhebt. Dies war der „Bema“. Hier saßen Richter, um zivile Rechtsstreite zu entscheiden oder athletischen Wettkämpfen zuzuschauen. Tatsächlich waren Startblöcke für Wettläufe in dem Pflaster des Agora gefunden worden, und es wird angenommen, dass die Läufer an dem Bema entlangsprinteten, als sie ihr Rennen beendeten. Ringer und andere Athleten mögen sich auch gemessen oder mindestens dort vor dem Bema paradiert haben. Die Richter auf dem Bema würden bewerten, wie gut die Athleten teilgenommen hatten und wer den Preis erhalten solle.

Viele Abschnitte des Neuen Testamentes gebrauchen athletische Ausbildung und Wettbewerbe, um das christliche Leben zu veranschaulichen. Lies zum Beispiel Römer 9,24-27, wo der Apostel Paulus die Tatsache schildert, dass „gutes Kämpfen“ im christlichen Leben strikte Übung, Disziplin und Selbstaufgabe erfordert. Hebräer 12,1.2 schildert eine Menschenmenge, die einem Wettlauf zuschaut, und ermuntert uns, als christliche „Läufer“ alles loszuwerden, wodurch wir uns verstricken könnten oder was uns davon abhalten würde, gut zu laufen. In 2. Timotheus 2,5 sagt uns Paulus, dass Athleten nach den Regeln kämpfen müssen, wenn sie gewinnen wollen, und am Ende seines Lebens sagt Paulus: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt“ (2Tim 4,7). Viele andere, ähnliche Parallelstellen im Neuen Testament geben uns hilfreiche Veranschaulichungen, wie wir unser Leben als Christen gut leben.

Was ist das Ziel für den Gläubigen, während wir „den Lauf“ des christlichen Lebens „laufen“? Ist unser Ziel, ewiges Leben zu erhalten und in den Himmel zu kommen? Nein! Wir „erarbeiten uns unseren Weg in den Himmel“ nicht, indem wir ein gutes Leben leben. Die Bibel lehrt klar, dass wir ewiges Leben und ein „Ticket zum Himmel“ in dem Moment erhalten, wenn wir an Jesus Christus als unseren persönlichen Retter glauben. Ewiges Leben und den Himmel für immer wurde für den Gläubigen schon in dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi gesichert. In Johannes 5,24 sagte der Herr Jesus, dass jeder, der „mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen“. Beachte, dass der Herr nicht sagte: „… wird ewiges Leben haben“, sondern: „… hat ewiges Leben.“ Und Er sagte nicht: „… wird vom Tod zum Leben übergehen“, sondern: „… ist vom Tod zum Leben übergegangen.“ Und beachte, dass unser Herr diese ewige Wahrheit unterstrich, indem Er die Aussage begann mit: „Wahrlich, wahrlich ich sage euch …“ Mit anderen Worten, der Herr war überzeugt von der Wahrheit seiner Aussage und wollte, das seine Zuhörer keinerlei Zweifel darüber hegten. Also ist das Ziel für den Gläubigen nicht die Erlösung, weil der Gläubige schon die Erlösung hat – gelobt sei der Herr! Gläubige sind Teil einer „neuen Mannschaft“. Wir „wetteifern“ als Repräsentanten für unser „neues Land“ (Phil 3,20), und das Ziel unseres Lebens-„Laufs“ ist es, „Ihm zu gefallen“ (2Kor 5,9). In welche Arena auch immer Er uns hinstellt, unser Leben sollte auf solche Arten gelebt werden, dass es zur Ehre und Freude unseres Herrn Jesus ist! 

Vor Gott stehen

2Kor 5,9.10: Deshalb setzen wir auch unsere Ehre darein, ob einheimisch oder ausheimisch, ihm wohlgefällig zu sein. Denn wir müssen alle vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder empfange, was er durch den Leib vollbracht, dementsprechend, was er getan hat, es sei Gutes oder Böses.

Genauso klar, wie die Bibel lehrt, dass Gläubige ewiglich errettet sind, lehrt die Bibel auch, dass jeder Gläubige vor dem himmlischen „Bema“ zur Beurteilung stehen wird. Das griechische Wort für „Bema“ ist in unseren Bibeln übersetzt mit „Richterstuhl“, und des Herrn Überprüfung des irdischen Leben eines Christen ist bekannt als „der Richterstuhl Christi“. Dies ist nicht das Gleiche wie das Gericht über die Ungläubigen vor dem „großen weißen Thron“ (siehe Off 20). An seinem „Bema“ wird der Herr selbst beurteilen, wie gut Gläubige das „Rennen gelaufen“ sind anhand der Qualität ihrer Hingabe, ihres Gehorsams und ihres Dienens für ihn. 

Ist der Richterstuhl Christi das gleiche wie das Fegefeuer? Nein, Fegefeuer ist eine ausgedachte Lehre, die nicht in der Bibel gefunden wird, aber der Richterstuhl Christi ist eine Lehre, die klar in der Schrift genannt wird. Römer 14,10 sagt: „Wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden.“ Der „Bema“ Jesu Christi ist nicht zu dem Zwecke, uns von unseren aufgehäuften Sünden freizusprechen (darum wurde sich am Kreuz gekümmert). Und der „Bema“ ist nicht geplant, um uns in Verlegenheit zu bringen oder uns mit unseren Unzulänglichkeiten als Christen zu erniedrigen. Und der „Bema“ ist kein Schauplatz zur Enthüllung unserer verborgenen Fehler und unseres Versagens vor einem Publikum von Mitgläubigen (puh!). Der Zweck des Richterstuhls Christi ist, unser Leben als Christen zu überprüfen, so dass „jeder empfange, was er durch den Leib vollbracht, dementsprechend, was er getan hat, es sei Gutes oder Böses“ (2Kor 5,10). 

Den Lauf laufen

2Tim 4,7.8: ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt; fortan liegt mir bereit die Krone der Gerechtigkeit, die der Herr, der gerechte Richter, mir zu Vergeltung geben wird an jenem Tag; nicht allein aber mir, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieben.

Also wird es Belohnungen im Himmel geben! Der Herr wird uns für ein Leben, das zu seinem Gefallen ist, belohnen. Aber diese Belohnungen für Treue sind keine materiellen Belohnungen. Wir sind in diesem Leben derart programmiert, in materialistischen Kategorien zu denken, dass wir bei Belohnungen im Himmel geneigt sind, uns „größere Häuser“ und „wertvollere Kronen“ vorzustellen. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein! Tatsächlich ist das griechische Wort für „Kronen“, das als Referenz für Auszeichnungen für treuen Dienst gebraucht wird, nicht die „goldene Diademenkrone“ getragen von einem König, sondern vielmehr der Lorbeerkranz, der den siegreichen griechischen Athleten gegeben wurde! Der Unterschied ist sehr wichtig, weil die „Krone“ des Athleten nicht mit der Geburt besessen wird, sondern durch gutes Laufen gewonnen wird! Lorbeerkränze an sich haben keinen wirklichen Wert – auch wenn sie schon haltbarer sind als andere Pflanzen, so verwelkten und starben sie doch mit der Zeit. Was zählte, war die Ehre, durch gutes Laufen diese Lorbeerkrone zu gewinnen. 

Die Bibel zählt mehrere „Lorbeer-Kranz-Kronen“ auf, die für treues christliches Leben verliehen werden. Eine „Krone der Freude“ ( 1Thes 2,19) wird als Belohnung für das Gewinnen und Betreuen von Seelen erwähnt. „Hirten und Aufseher“, die treu die Herde Gottes umsorgten, werden eine „Krone der Herrlichkeit“ (1Pet 5,4) erhalten. Die „Krone des Lebens“ (Jak 1,12; Off 2,10) ist eine Belohnung für Gläubige, die Versuchungen und Erprobungen aushalten, sogar bis hin zum Martyrium. Den Gläubigen, die treu „den guten Kampf gekämpft haben und den Lauf beendeten“, während sie sich auf das Wiederkommen des Herrn freuten, wird eine „Krone der Gerechtigkeit“ gegeben (s. 2Tim 4,8). 

Werden Gläubige, die ein untreues, nachlässiges, selbstsüchtiges Leben gelebt haben, irgendeine Art von Scherzpreis (für den Schlechtesten) oder eine „Narrenkappe“ erhalten, um sie ewiglich zu tragen? Nein – aber sie werden Lohnverlust erleiden. Der Herr kann uns nicht für Dienste belohnen, die nicht geleistet wurden. Lies 2. Timotheus 2,3-13. Beachte, dass es an Gläubige geschrieben ist, und der Zusammenhang ist eine Diskussion darüber, für Christus zu leben und Christus zu dienen. Wenn wir unseren Herrn leugnen, indem wir versäumen, ein vor Ihm wohlgefälliges Leben zu führen, wird Er uns nicht die Erlösung abschlagen – aber Er kann uns nicht belohnen für das, was wir nicht getan haben! Er kann seinen eigenen Charakter und seine moralischen Prinzipien der Belohnung für ein Leben in Treue nicht verleugnen. Er muss seinen heiligen Prinzipien treu bleiben. Er kann ein Leben, deren Hauptziele irdischer Gewinn und Vergnügen waren, mit wenig Bedacht darauf, Jesus Christus zu gefallen und sein Reich zu fördern, nicht belohnen. 

Der Vergleich der Belohnung am Richterstuhl Christi mit der athletischen Belohnung der griechischen Spiele, ist etwas, was wir heute leicht annehmen können. Bei einer athletischen Siegerehrung bekommen die, die gut waren, die größere Aufmerksamkeit. Aber der Trainer sucht – und findet – immer etwas Anerkennenswertes, was er über jedes Teammitglied sagen kann. Bei einer Siegerehrung werden sogar die geringsten athletischen Erfolge oder der kleinste Beitrag für die Mannschaft wahrgenommen und erwähnt, und sogar die Ersatzbankwärmer werden nicht gerügt oder verurteilt. 1. Korinther 4,5 deutet an, dass an dem Richterstuhl Christi jede Person irgendein Lob von unserem „Trainer“ bekommen wird. Denke jedoch an den ewigen Verlust, den wir erleiden, wenn wir begreifen, dass wir viel mehr Ehre unserem Herrn und unserer „Mannschaft“ hätten bringen können, wenn wir engagiertere und diszipliniertere Athleten gewesen wären. Welches Bedauern werden wir erfahren, wenn wir unser irdisches Leben lieber damit verbringen, selbstsüchtig und nachlässig auf der Seitenlinie unsere Zeit zu vertrödeln, als den Lauf des Lebens gut zu laufen! 

Neben der Freude, die Herrlichkeit Gottes für immer im Himmel zu teilen und zu mehren, scheint die Schrift anzudeuten, dass Belohnungen am Richterstuhl Christi auch im Zusammenhang mit unserem Platz im Königreich Christi auf der Erde stehen. In Offenbarung 20,6 lesen wir, dass wir während des zukünftigen Königreiches Christi auf der Erde „Priester Gottes und Jesu Christi“ sein werden und mit ihm für tausend Jahre regieren werden. Das Gleichnis der Pfunde in Lukas 19 weist darauf hin, dass wir mit Verantwortung und Vollmacht in dem Königreich belohnt werden, bestimmt dadurch, wie gut und treu wir ihm dienen. 

Das Feuer überleben

1Kor 3,10-15: Nach der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt; ein anderer aber baut darauf; jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Wenn aber jemand auf den Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut, so wird das Werk eines jeden offenbar werden, denn der Tag wird es klarmachen, weil er in Feuer geoffenbart wird. Und wie das Werk eines jeden beschaffen ist, das wird das Feuer erweisen. Wenn jemandes Werk bleiben wird, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen; wenn jemandes Werk verbrennen wird, so wird er Schaden leiden, er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer. 

Ein anderes Beispiel für Belohnung ist in 1. Korinther 3,10-15 gegeben. Hier vergleicht der Apostel Paulus das Belohnungssystem mit dem Bau eines Gebäudes auf einem Fundament. Das Fundament ist Jesus Christus, und es wurde für uns schon gelegt. Alle Gläubigen „bauen“ beständig während ihres Lebens auf diesem soliden Fundament. Der Punkt des Abschnitts ist, dass es darauf ankommt, wie wir bauen. Die Qualität unserer Konstruktionsarbeit und die Baumaterialien, die wir gebrauchen, werden inspiziert oder getestet (1Kor 3,13), zum Zwecke der Belohnung (1Kor 3,14). In dem Beispiel wird, genau wie die Qualität eines Gebäudes sichtbar wird, wenn es dem Feuer ausgesetzt wird, auch die Bauqualität unseres Leben getestet. Ebenso wie Gold, Silber und kostbare Steine durch Feuer nicht in Asche verwandelt würden, also auch Leben „gebaut“ mit Qualitätsmaterialien, wie z.B. Wachstum in der Erkenntnis Gottes, fruchtvoller Dienst und christusähnliches Leben werden zum Belohnen übrigbleiben. Bauaktivitäten, die aus selbstsüchtigen und irdischen Zwecken ausgeführt werden, werden jedoch mit Heu und Stroh verglichen. Es ist offensichtlich, dass auf wertlose oder vergängliche Materialien aufgebaute Leben, wie z.B. egoistische Ambitionen und weltliche Ziele, im dem prüfenden Feuer des Herrn in Rauch aufgehen. Nichts wird zur Belohnung übrigbleiben. Die Größe oder Wichtigkeit unseres irdischen Konstrukts oder unserer Leistungen wird absolut gar nichts wert sein, wenn Gottes Blaupause für unser Leben ignoriert oder beiseitegelegt wurde. Wie viel wird übrigbleiben, wenn deine Lebensarbeit der Feuerprüfung des Herrn unterzogen wird? Wie viel wird in Rauch aufgehen? 

Denk daran: Ddieses Feuer ist ein prüfendes Feuer – es ist nicht das Feuer der Hölle! 1. Korinther 3,15 versichert uns, dass solche Gläubige, deren Lebenskonstrukt verbrannt ist, „gerettet werden, aber nur wie jemand der durchs Feuer gerettet wurde“. Was bedeutet das? Erinnerst du dich an Lot? Er wurde aus Sodom gerettet wie jemand, der den Flammen entkam (1Mo 19,15-17). Er entkam mit seinem Leben, aber sein Lebenswerk war vollkommen verzehrt! Wirst du in den Himmel mit leeren Händen eingehen, als ob du aus einem brennenden Haus geflohen wärst, mit nichts als der angesengten Kleidung an deinem Leib? Du wirst auf ewig dankbar sein, dass du da bist, aber es wird wenig Lohn geben. Der Erlöser, der für dich starb, wird nicht sagen können: „Recht so, du guter und treuer Knecht!“ (Mt 25,21). 

Einen Bericht erstellen

Röm 14,10-13: Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder auch du, was verachtest du deinen Bruder? Denn wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden. Denn es steht geschrieben: „So wahr ich lebe, spricht der Herr, mir wird sich jedes Knie beugen, und jede Zunge wird Gott bekennen.“ Also wird nun jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben. Lasst uns nun nicht mehr einander richten, sondern haltet vielmehr das für recht, dem Bruder keinen Anstoß oder kein Ärgernis zu geben! 

1Kor 4,2.5: Übrigens sucht man hier an den Verwaltern, dass einer treu befunden werde. …  So verurteilt nichts vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch das Verborgene der Finsternis ans Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbaren wird! Und dann wird jedem sein Lob werden von Gott.

Der überwältigendste Aspekt des Richterstuhls Christi, ist vielleicht die Tatsache, dass jeder von uns einen „Lebensbericht“ dem Herrn wird abgeben müssen. Die Folgerung aus Römer 14,12 ist, dass wir nicht nur einfach dort stehen werden – wir werden aufgefordert, über uns selbst Rechenschaft abzulegen! Was wird der Herr sehen und hören wollen, während seine Leute vor seinem Bema stehen? Genauso wie unsere Berichte über unseren Dienst für Ihn wird Er hören wollen, dass die Früchte des heiligen Geistes (Gal 5,22.23) sich in unserem Leben entwickelten. Gott will uns in „das Ebenbild seines Sohnes“ verwandeln (Röm 8,29). Also hat Er sowohl großes Interesse daran, zu wem wir werden, als auch daran, was wir alles für Ihn leisten. 2. Petrus 1,5-7 ermahnt uns, „allen Fleiß anzuwenden“, um unserem Glauben Güte, Wissen,Selbstbeherrschung, Ausharren, Gottesfurcht, brüderliche Freundlichkeit und Liebe hinzuzufügen. „Denn wenn diese Dinge bei euch vorhanden sind und zunehmen, lassen sie euch im Hinblick auf die Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus nicht träge und nicht fruchtleer sein“ (2Pet 1,8). Wenn wir „effektiv und produktiv in unserem Wissen über Christus“ sind, wird uns „reichlich gewährt werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus“ (2Pet 1,11). Christlicher Dienst wird automatisch in einem Leben fließen, das mehr und mehr wie Christus wird! Werden die Qualitäten seines Lebens zunehmend in unserem Leben gesehen? Werden unsere Einstellungen und Handlungen mehr wie die von Jesus? Haben wir unsere Berichte griffbereit?

In Römer 14 bespricht der Apostel Paulus das Problem des Richtens oder Verurteilens unserer Mitgläubigen wegen der Art und Weise, wie diese ihr Leben als Christen leben. Vers 12 sagt: „Also wird nun jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben.“ Mit anderen Worten, jeder von uns wird dem Herrn antworten bezüglich der Art und Weise, wie wir unser eigenes Leben lebten. Wir werden nicht für das Leben anderer Gläubiger antworten, und es ist nicht an uns, unsere eigenen Vorurteile oder Meinungen zu benutzen, um das Leben unserer Mitgläubigen nun zu richten. Sie werden Gott ihre eigene Rechenschaft ablegen. Kritik und Verurteilung ist ein häufiges, aber sehr ernstes Versagen unter Gläubigen. Gericht ist Gottes Vorrecht! Dauerbeobachtung und Missbilligung anderer Gläubige ist eine ernsthafte Angelegenheit (Röm 14,13), und wir werden uns dafür verantworten vor Gottes Bema – es wird ein Pflichtteil unseres Berichtes sein. 1. Korinther 4,3-5 weist darauf hin, dass alle verborgenen Angelegenheiten offenbart werden, während der Herr unsere Leben prüft und hervorhebt, wo wir andere fälschlicherweise verurteilt haben mögen. Also lasst uns aufpassen, dass wir Mitgläubige nicht kritisieren, weil es in den Augen unseres Herrn groß ist! Römer 14,19 sagt, dass wir streben sollen nach „dem Frieden, und dem, was der gegenseitigen Erbauung dient“ in unserem Umgang mit anderen Gläubigen, denn „wer in diesem dem Christus dient, ist Gott wohlgefällig“ (Röm 14,18).

Täusche dich nicht, wir werden alle vor dem Richterstuhl Christi stehen. Es gibt keine „Freilose“ in diesem „athletischen Rückblick“! Dennoch, im Gegensatz zu der unbiblischen Lehre des Fegefeuers ist der Richterstuhl Christi nicht dazu gedacht, uns durch Angst zum Tun von „guten Werken“ zu treiben. Er ist nicht dazu gedacht, eine Einstellung zu erzeugen, widerwillige Versuche zu starten, um „bei Gott Punkte einzustreichen“. Es ist nicht dazu gedacht, uns in eine „christliche Dienstleistungsmentalität“ zu drängen. Nein! Der Richterstuhl Christi ist dazu gedacht, uns im Hinblick auf unser Ziel, Christus ähnlicher zu werden, und zu einem Lebensstil des treuen Gehorsams und Dienstes für den Herrn, der für uns starb, zu ermuntern. Während wir uns auf den Tag freuen, an dem wir Ihn sehen werden, lasst uns freudig einen guten Bericht für Ihn vorbereiten!


Originaltitel: „The BEMA for Believers“
Quelle: www.growingchristians.org

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