Die Lehre des Paulus (4)
2. Korinther 2,17; 1. Korinther 4,9-13; Kolosser 1,24; 2,20

Clifford Henry Brown

© SoundWords, online seit: 08.11.2009, aktualisiert: 27.09.2016

Leitverse: 2. Korinther 2,17; 1. Korinther 4,9-13; Kolosser 1,24; 2,20

Einleitung

Ganz am Anfang von 2. Korinther 2,17 benutzt Paulus diesen Ausdruck:

2Kor 2,17: Denn wir verfälschen nicht, wie die Vielen, das Wort Gottes, sondern als aus Lauterkeit, sondern als aus Gott, vor Gott, reden wir in Christus.

Beachte, wie bedeutungsvoll das ist! Eine andere Übersetzung drückt es so aus: „Denn viele verbreiten die Botschaft von Gott wie solche, die Handel treiben. Wir jedoch predigen völlig aufrichtig. Wir reden, als ob unsere Worte aus Gott selbst kämen, in der Verantwortung vor Gott und in der Kraft von Christus.“ Könnte es noch feierlicher oder bedeutungsvoller ausgedrückt werden?

Die Gefahr des Rationalismus

Ich lese in Gottes Wort, dass Trennungen in der Gemeinde Gottes eine Sünde sind, eine, die zutiefst zu verurteilen ist. Wenn Gott uns eindeutige Anweisungen für seine Gemeinde, für die Zeit ihrer Anwesenheit auf der Erde gegeben hat, dann sind die Benennungen eine Rebellion gegen Gott. Sie sind reines Menschenwerk. Kann ich dann in aalglatter Zungenfertigkeit dafür Zugeständnisse machen? Ist das Treue gegenüber Gottes Wort vor seinem Angesicht? Eines Tages werden wir uns für all diese Dinge verantworten müssen. Doch ist es nicht so, dass diese Dinge in einer Art und Weise behandelt werden, als wenn sie ziemlich bedeutungslos wären – nur als eine persönliche Meinung?

Ich erinnere mich an einen Vortrag, den der Präsident einer Bibelschule vor einer Abschlussklasse gehalten hatte. Ich glaube, dass er Leute aus zwanzig unterschiedlichen Denominationen in der Klasse hatte, und ich unterstelle, er wollte ihnen ein gutes Gefühl geben, wenn sie nach dem Abschluss auf das christliche Arbeitsfeld hinausgingen. Er sagte zu ihnen: „Ich glaube, Gott schuf unterschiedliche Denominationen, um unterschiedliche Akzente zu setzen. Er erweckte die Methodistenkirche, um die Betonung auf die Methode der christlichen Arbeit zu legen. Er erweckte die Baptisten, um die Taufe zu betonen, die Presbyterianer für die Ordnung in der Gemeinde.“ Er ging die Liste durch und nannte ungefähr sechs oder acht der allgemeiner bekannten Denominationen. Ist das Treue Christus gegenüber? Ist das die Wahrheit des Wortes? Wird das vor Christi Richterstuhl standhalten? Vom Grundsatz her ist das Rationalismus.

Was ist Rationalismus? Rationalismus neutralisiert das Wort Gottes und die Wirkung des Gewissens, sodass der Mensch Gottes Wort aufnehmen und über die einfachen Aussagen mit einem gefühllosen Gewissen hinweggehen kann, da seine Lehrer ihn zu einem elastischen Gewissen in diesen Punkten ermutigt haben. Sie gaben ihm das Gefühl, all das hätte kein besonderes Gewicht.

Als Epaphras auf seinen Knien im Gebet für die Heiligen in Kolossä arbeitete, was lastete dabei auf seinem Herzen? Dass sie vollkommen seien in dem Willen Gottes. Nun, liebe Geschwister, wo steht ihr heute? Verbeugt ihr euch vor dem Schrein der Vernunft oder unterwerft ihr euch dem Wort Gottes? Wollt ihr euer Leben dem Muster der wunderbaren Offenbarungen anpassen, die wir durch Paulus erhalten haben?

Paulus spricht von der „Gemeinde Gottes“. „Gemeinde“ – mit welcher bist du eigentlich verbunden? Vielleicht ist an diesem Nachmittag jemand hier, der mit Stolz von sich sagen kann: „Ich gehöre zur besten von allen– ich bin ein Baptist.“ Ich gebe zu, dass es manches Positive über die Baptistengemeinde zu sagen gibt, aber ich kann Ihnen eines versichern – Paulus war kein Baptist, denn er sagte: „Denn Christus hat mich nicht ausgesandt, zu taufen …“ (1Kor 1,17). Also kann man sich nicht auf Paulus berufen. Nun ist das nur ein Beispiel. Sie könnten vielleicht sagen: „Ich gehöre zu den Quäkern [Anm. der Red.: im Englischen friends = „Freunde“ genannt].“ – „Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.“ Doch die vielleicht deutlichste Bitte des Herrn an die Seinen für die Zeit, die sie auf der Erde sind, war: „Tut dies zu meinem Gedächtnis.“ – „Brecht dieses Brot und trinkt von diesem Kelch.“ – „Tut dies“ – nicht etwas anderes! Diese lieben Leute [„Friends“; Anm. d. Red.] feiern niemals das Mahl des Herrn. Das gehört einfach nicht zu ihrem Programm. Ist das die Lehre des Paulus?

Macht es einen Unterschied, wohin du gehörst? Gottes Wahrheit ist ein großes Ganzes. Paulus ist sehr darum bemüht, dass die Leute auch den ganzen Bereich der Wahrheit kennenlernen, und akzeptiert dabei keine Sondermeinung. Es liegt an uns, anzunehmen, was Gott in seinem Wort gesagt hat. Rationalismus kann dir die Wahrheit rauben.

Die Gefahr des Ritualismus

Dann gibt es noch etwas anderes, das euch auch verderben kann. Die beiden arbeiten zusammen, jeder auf seiner Straßenseite. Scheinbar kommen beide gut miteinander aus. Diese andere Gefahr ist der Ritualismus.

Alles um uns herum in der Christenheit tendiert heutzutage zu einem von zwei Höhepunkten. Das Haupt des wiedererstehenden Römischen Reiches, ein Mann, wird ein Atheist sein – „es gibt keinen Gott“. Er wird aber eng mit „einer Frau“ zusammenarbeiten, der „großen Hure“, der endgültigen Form der abgefallenen Christenheit. Ein Teil der Christenheit bewegt sich auf „den Mann“ zu, den Rationalismus, und der andere Teil in Richtung auf „die Frau“, den Ritualismus! Wenn die wahren Christen von der Erde entrückt sind, wird alles Übriggebliebene unecht sein. Die beiden vorgenannten Kräfte werden dann für eine Weile zusammenarbeiten. Schließlich wird Gott gemäß den Wegen seiner Regierung den einen benutzen, um den anderen zu vernichten; danach wird Er selbst die atheistische Macht zerstören. Alles um uns bewegt sich heute entweder in Richtung dieses „Mannes“ oder dieser „Frau“ – zum Rationalismus oder zum Ritualismus. Welchen Weg möchtet ihr gehen? Wo wollt ihr sein?

Erinnert euch, dass gemäß der Lehre des Paulus die Gemeinde der Welt ein eindeutiges Zeugnis zu geben hat. Die Gemeinde wurde in der Welt zurückgelassen als eindeutiges Zeugnis für den abwesenden Herrn. Sie wartet auf die Wiederkehr ihres Herrn. Wir sind „Genossen der himmlischen Berufung“ (Heb 3,1). Wie viel weiß die Gemeinde heute darüber? Wie weit hat sie sich davon entfernt? Ja, wir sind zum Himmel berufen, nicht zur Erde. „Betrachtet den Apostel und Hohenpriester unseres Bekenntnisses, Jesus“ (Heb 3,1). Wo ist Er? Im Himmel! Die Gemeinde wurde niemals hiergelassen, um eine Einrichtung auf der Erde zu sein. Letztendlich wird die Gemeinde aus dieser Welt weggenommen werden. In der Zwischenzeit wartet sie darauf, dass uns der Herr zur Herrlichkeit ruft. Das ist das Zeugnis des Wortes Gottes, gemäß der Wahrheit, die Paulus vorstellt.

Wenn Satan die Dinge nicht durch Rationalismus verderben kann, dann eben durch Ritualismus. Alles außerhalb des Werkes Christi, das deine Seele passend für Gott machen will, ist Ritualismus. Auch das Geringste, das zwischen deine Seele und das vollendete Werk Christi gebracht wird, ist Ritualismus; es wird dich verderben und berauben. Aber denk daran, das geht ganz langsam – Schritt für Schritt. In Kolosser 2,20 wird darauf hingewiesen:

Kol 2,20: Wenn ihr mit Christus den Elementen der Welt gestorben seid, was unterwerft ihr euch Satzungen, als lebtet ihr noch in der Welt? Berühre nicht, koste nicht, betaste nicht! (Dinge, die alle zur Zerstörung durch den Gebrauch bestimmt sind), nach den Geboten und Lehren der Menschen.

Es geht überhaupt nicht um eine Frage der Mäßigung, es geht nicht um Alkohol oder Rauchen – es handelt sich hier um religiösen Ritualismus. Gott zeigt, wie der Mensch lieber religiöse Leistungen einführt, die ihn vor Gott rechtfertigen sollen, anstatt das vollendete Werk Christi anzunehmen, zu dem nichts hinzugefügt werden kann, was ihn vollkommen vor Gott hinstellen könnte.

Man könnte sagen, er führt sie ganz nebenbei ein und lässt sie dann schließlich von einer hohen Kirchenautorität sanktionieren; und schließlich wird das Ganze so „heilig“, dass keiner es mehr wagt, daran zu rühren. Aber gleichzeitig hat es von Christus weggeführt, weggeführt von seiner Fülle – der Fülle, die wir in Christus haben. So werden wir unserer Seelen beraubt.

Heute Morgen haben wir uns versammelt, um des Todes unseres Herrn zu gedenken. Sie auch? Wenn nicht, wo waren sie? Wie oft halten Sie sein Gedächtnismahl? Er sagte nicht: „Tut es, so selten ihr dies tut“, sondern: „sooft ihr dies tut“. Wir kamen im treuen Gedenken an Ihn zusammen und tranken den Kelch in feierlicher Erinnerung an sein Blut, dass Er für uns vergossen hat. Warum haben wir das gemacht? War das ein Mittel, um uns für Gott angenehm zu machen? Gab es darin einen Verdienst? Gab uns das Essen des Brotes und das Trinken des Kelches irgendeine religiöse Position oder ein Ansehen, das wir vorher nicht hatten? Nicht im Geringsten! Von diesem Gesichtspunkt her hat es gar nichts bewirkt. Es ging einfach nur darum, das zu tun, was uns unser geliebter Herr geboten hat – fast das Letzte, das Er uns zu tun gebot. Aber ist es nicht eine Tatsache, dass einige Christen so sehr mit ihrem Zeugnis beschäftigt sind, so sehr mit dem Geben des Zeugnisses, so mit der Arbeit für den Herrn, dass sie nicht einmal Zeit finden können, um des Todes des Herrn zu gedenken?

Ich erinnere mich an einen interessanten Fall. Da ging es um eine Schwester, die an einem bestimmten Ort einer dortigen Kirche angehörte; wahrscheinlich rangierte diese Kirche bei Fundamentalisten an der Spitze. In dieser Gemeinde waren sie sehr stark mit Evangelisation beschäftigt, ignorierten aber vollkommen die Linie der Wahrheit, die wir hier heute vor uns haben. Diese Schwester wurde dahin geführt, Zusammenkünfte aufzusuchen, wo man Woche für Woche den Tod des Herrn an seinem Tisch verkündigte, um dort mit den Geschwistern diesen Wunsch des Herrn zu erfüllen. Sie wandte sich in dieser Angelegenheit an ihren Pfarrer, der ihr aber davon abriet, ihre bisherige Gemeinde zu verlassen. Als sie entgegnete, dass sie gehen müsste, da sie in ihrer jetzigen Gemeinde einiges vom Wort Gottes nicht wiederfinden würde, fragte der Pfarrer sie, welche Dinge das denn wären. „Es ist so“, war ihre Antwort, „dass ich in meinem Herzen den Wunsch habe, des Todes des Herrn zu gedenken, und ich möchte das auch mit denen tun, die sich zu diesem Zweck treffen, nicht als eine Benennung, nicht als eine bestimmte Kirche, sondern die einfach nur zusammenkommen, um in der Einfalt des Glaubens an Christus zu denken.“ Der Pfarrer antwortete ihr: „Wissen Sie, in dieser großen Kirche gibt es einige, die das genauso sehen. Wir treffen uns separat, um des Herrn zu gedenken an jedem Tag des Herrn, mit Ausnahme des Sonntags, an dem die Kirche die Abendmahlsfeier hat.“

Was für ein Eingeständnis! Gibt es zwei Standards? Zwei Wege? Ist Gott der Urheber dieser Verwirrung? An drei Sonntagen im Monat halten sie dieses halbprivate Gedächtnismahl, aber am vierten Sonntag wird das aufgegeben, um sich als Denomination zu treffen. Ist das in Übereinstimmung mit der Wahrheit und der Lehre von Gottes Wort? Ich sage das nicht, um irgendeine Wahrheit, die in dieser Kirche gelehrt wird, herabzusetzen. Ohne Zweifel sind dort Tausende gesegnet worden; allerdings rechtfertigt das nicht die traurigen Ungereimtheiten, die wir gerade betrachtet haben. Ich will von der Wahrheit nichts unberücksichtigt lassen, sondern in der Furcht Gottes will ich hier feststellen, dass wir nicht treu zu Christus stehen, wenn wir mit der Wahrheit Kompromisse eingehen und wenn wir versuchen, etwas zu verbergen, um es so für die religiöse Welt annehmbar zu machen.

Warum hat Paulus leiden müssen?

Im nächsten Kapitel sagt Paulus: „Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so sucht, was droben ist.“ Wenn du und ich die Dinge suchen, die droben sind, werden wir nicht damit beschäftigt sein, was der Mensch denkt. Hätte sich der Apostel darum gesorgt, was die Menschen von ihm denken, dann hätte er niemals so geschrieben, wie er es in 1. Korinther 4,9-13 tat:

1Kor 4,9-13: 9 Denn ich denke, dass Gott uns, die Apostel, als die Letzten dargestellt hat, wie zum Tod bestimmt; denn wir sind der Welt ein Schauspiel geworden, sowohl Engeln als auch Menschen. 10 Wir sind Toren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr herrlich, wir aber verachtet. 11 Bis zur jetzigen Stunde leiden wir sowohl Hunger als auch Durst und sind nackt und werden mit Fäusten geschlagen und haben keine bestimmte Wohnung 12 und mühen uns ab, mit unseren eigenen Händen arbeitend. Geschmäht, segnen wir; verfolgt, dulden wir; gelästert, bitten wir; wie der Kehricht der Welt sind wir geworden, ein Abschaum aller bis jetzt.

Warum musste Paulus das alles erleiden? Damit er „ergänze in [seinem] Fleisch das, was noch fehlt an den Drangsalen des Christus für seinen Leib, das ist die Versammlung“ (Kol 1,24). Lieber Freund, wie viel hast du um der Gemeinde willen gelitten? Wie viel von dem Preis hast du gezahlt, um den Weg der Absonderung vom Bösen zu beschreiten? Wenn du und ich der Lehre des Paulus gehorchen, wird es uns von den großen organisierten Systemen der Christenheit um uns herum trennen. Die Lehre des Paulus von der Gemeinde ist schon vor langer Zeit aufgegeben worden. Sie wurde eingetauscht gegen den Irrtum über den angeblichen Unterschied zwischen einer „unsichtbaren Gemeinde“ und einer „sichtbaren Gemeinde“. So wurde die Lehre des Paulus von der unsichtbaren Gemeinde sozusagen der Obhut der Engel übergeben, während der Mensch nach seinem eigenen Muster die „sichtbare Gemeinde“ übernahm. Was für ein trauriges Durcheinander hat er daraus gemacht! Man kann es überall sehen.

Die Gemeinde – Zeuge für Christus

Aber die Lehre des Paulus zeigt eine klare Linie. Die Gemeinde ist der Zeuge für Christus, ein Zeuge für den abwesenden Herrn. Sie bewahrt die volle Wahrheit des Christus - und nicht nur einen Teil davon. Er ließ die Gemeinde hier nicht zurück, damit sie sich als eine Einrichtung hier in der Welt organisieren sollte oder damit sie etwas für künftige Generationen aufbaut, sondern als Zeuge in der Gegenwart im „Jetzt“ – mit dem Gedanken, dass wir das „Jetzt“ jeden Augenblick verlassen können, wenn der Herr seine Gemeinde zu sich nimmt.

Vor über vierzig Jahren gehörte auch ich einer bestimmten Gemeinde an. Wir hatten einen gottesfürchtigen Mann als Pastor. Ich war dort ein aktives Mitglied. Viele liebe Christen waren in dieser Institution. Allerdings konnte ich dort nicht bleiben, weil ich die Lehre des Paulus dort nicht fand. Einen Teil der Wahrheit gab es da zwar schon, aber ich konnte dort mit der Lehre des Paulus nicht vorangehen und gleichzeitig dort bleiben. Als ich ging, schrieb mir mein lieber alter Pfarrer einen Brief, um mir zu sagen, was für einen schrecklichen Fehltritt ich begehen würde, ein großes Schiff zu verlassen, um in ein kleines Boot einzusteigen. Dann schrieb er weiter, was für eine großartige Sache die M.-Kirche doch war, und fügte eine lange Liste mit Statistiken an. Der ganze Brief war eine Liste von Vergleichen. Aber in diesem zweiseitigen maschinengeschriebenen Brief war nicht ein einziger Bibelvers, und obendrein gab es darin auch keinen einzigen Hinweis auf den Willen Gottes. Nein, es war eine Frage menschlicher Weisheit. Ich beging einen Fehltritt, opferte meine Chancen im Leben, gefährdete meine Möglichkeiten für ein Weiterkommen in der kirchlichen Welt, indem ich ausscherte und mich einer Gruppe von „Nobodies“ anschloss. Vierzig Jahre sind vorübergegangen, die alte Institution steht immer noch, und ich komme öfter dort vorbei, aber niemals mit einem Gedanken des Bedauerns, dass ich dort nicht geblieben bin. Ich bin so froh, dass Gott mir sehr früh in meinem geistlichen Leben enthüllt hat, dass die Wahrheit von Christus und der Gemeinde für das Herz Christi so wertvoll ist, dass ich nicht mit Ihm in voller Gemeinschaft sein kann, wenn diese Wahrheit nicht Teil meines Denkens und Teil meines Weges und meiner Lebenspraxis ist.

Paulus sagt von Gottes Ratschlüssen: „Ich habe nichts zurückgehalten.“ Freund, hältst du etwas zurück? Gehst du mit der Wahrheit Kompromisse ein? Liebe Mitgeschwister, ich fühle mich so hilflos, während ich mit dem Vortrag zum Ende komme, weil ich merke, dass ich hier nur die Oberfläche angekratzt habe. Ich fühle, dass hier so viel ist, und ich würde gerne in dieser Richtung weitermachen. Alles steht in diesem Buch [Anm. der Red.: der Bibel]. Mach es dir zu eigen. Grabe tief, finde heraus, was es für dich bereithält. Beachte es! Lass es dir von niemandem wegnehmen. Keinesfalls möchte ich das Evangelium unterbewerten. Das will ich überhaupt nicht, aber du sollst dabei nicht stehen bleiben. Ruhe nicht eher, bis du vollkommen in Christus dargestellt bist.

Zum Ende lese ich Kolosser 1,28:

„Christus … den wir verkündigen, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen lehren in aller Weisheit, damit wir jeden Menschen vollkommen in Christus darstellen.“

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Teil 2 des zweiten Vortrags Paul’s Doctrine

Übersetzung: Raymond Loyal


Hinweis der Redaktion:

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