Psalm 23

Hamilton Smith

© SoundWords, online seit: 24.11.2012, aktualisiert: 29.01.2018

Christus als der Hirte ist die Zuversicht der Gottesfürchtigen, während sie durch diese Welt gehen

Der 22. Psalm stellt Christus am Kreuz dar, wie Er die Ansprüche Gottes erfüllt und Sühne leistet für sein Volk. Psalm 23 stellt Christus dar, wie Er die täglichen Bedürfnisse seines Volkes erfüllt und es durch die Wüste führt. In erster Linie gilt dies für den gottesfürchtigen Überrest von Israel, der durch jede Drangsal in den Segen des Tausendjährigen Reiches in Verbindung mit Gottes Haus auf Erden geführt werden wird. Die Wege Gottes mit Israel und der Segen, in den es geführt wird, sind jedoch Vorbilder für den höheren Segen, der durch Gnade den Christen gehört. Daher ist der Psalm voller Unterweisung und Trost für unsere Tage. Das große Thema des Psalms ist das Vertrauen der Gottesfürchtigen auf Christus, den Hirten, das sich auf die Erfahrung dessen gründet, was Er in allen Umständen ist.

Vers 1

Ps 23,1: Ein Psalm von David. Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

Der Psalm beginnt mit der festen Überzeugung des Gottesfürchtigen, dass der Herr sein Hirte ist. Alles, was in dem Psalm folgt, ergibt sich aus dieser Überzeugung. Derjenige, der für den Gläubigen starb, ist bekannt als derjenige, der lebt und sich um die Gläubigen kümmert. In diesem Vertrauen kann der Gottesfürchtige der Reise durch die Wüste entgegensehen, und seine vielfältigen Bedürfnisse werden erfüllt.

Erstens gibt es den „Mangel“, der mit der Wüste zusammenhängt, doch im Vertrauen auf den Herrn sagt der Gläubige: „Mir wird nichts mangeln.“

Vers 2

Ps 23,2: Er lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu stillen Wassern.

Zweitens gibt es nicht nur die täglichen Bedürfnisse im Zusammenhang mit diesem Leben, sondern auch die geistlichen Bedürfnisse im Zusammenhang mit dem göttlichen Leben. Dem Hirten gefällt es, diese geistlichen Bedürfnisse zu erfüllen. Er sättigt die Seele auf grünen Weiden und führt sie zu stillen Wassern.

Vers 3

Ps 23,3: Er erquickt meine Seele, er leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen.

Drittens mag es leider auch Versagen und, wenn nicht gar Sünde, so doch Trübsinnigkeit der Seele als Folge des Kontakts mit den irdischen Dingen hier geben. Doch der Hirte erquickt die Seele und führt sie auf Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen.

Vers 4

Ps 23,4: Auch wenn ich wanderte im Tal des Todesschattens, fürchte ich nichts Übles, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.

Viertens mag es sogar notwendig werden, dem Tod ins Auge zu sehen. Möglicherweise muss die Seele durch das Tal des Todesschattens gehen. Doch selbst dann ist der Hirte da, um mit seinem Stecken zu führen und mit seinem Stab zu stützen.

Vers 5

Ps 23,5: Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über.

Fünftens gibt es Feinde, die sich uns entgegenstellen. Der Herr ist größer als alle unsere Feinde und kann uns sogar direkt vor ihren Augen ernähren, uns mit Segnungen salben und unseren Becher zum Überfließen bringen.

Vers 6

Ps 23,6: Nur Güte und Huld werden mir folgen alle Tage meines Lebens; und ich werde wohnen im Haus des HERRN auf immerdar.

Sechstens gibt es da die Zukunft, die Befürchtungen auslösen kann. Doch die Erfahrung damit, was der Hirte in der Vergangenheit gewesen ist, verleiht unerschütterliche Zuversicht für die Zukunft. „Gewisslich“, so sagt der Psalmist, „werden mir Gutes und Barmherzigkeit alle Tage meines Lebens folgen.“

Siebtens ist da noch die Ewigkeit vor uns. Aber diese hat keine Schrecken für denjenigen, der sagen kann: „Der Herr ist mein Hirte“, denn mit äußerster Zuversicht kann die Seele sagen: „Ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.“

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Übersetzung: S. Bauer


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