Psalm 120  

Hamilton Smith

© SoundWords, online seit: 28.03.2019

Inmitten der Leiden in der Gefangenschaft findet der Gottesfürchtige seine Zuflucht im Herrn.

Vers 1

Ps 120,1: Ein Stufenlied. Zu dem HERRN rief ich in meiner Bedrängnis, und er erhörte mich.

In seiner Not hatte der Mensch zum Herrn geschrien und Gewissheit darüber bekommen, auch gehört zu werden. Aus dieser zurückliegenden Erfahrung heraus schöpft er die Kraft in seiner aktuellen Not.

Verse 2-4

Ps 120,2-4: 2 HERR, errette meine Seele von der Lippe der Lüge, von der Zunge des Truges! 3 Was soll man dir geben und was dir hinzufügen, du Zunge des Truges? 4 Scharfe Pfeile eines Gewaltigen, samt glühenden Ginsterkohlen.

Die weiteren Verse beschreiben den Anlass dieser Leiden. Zunächst findet sich der Gottesfürchtige in einer verdorbenen Welt wieder. Die „Lippe der Lüge“ redet das Falsche, die „Zunge des Truges“ täuscht die Wahrheit vor.

In dieser Welt wird die Lüge oftmals unter einem Deckmantel der Wahrheit verborgen. Einleuchtende Worte können über einen tödlichen Fehler hinwegtäuschen.

Der Psalmist erkennt, dass schweres Gericht über die Bösen kommt. Deshalb fragt er: „Was soll man dir geben und was dir hinzufügen …?“ Dennoch soll der Gottesfürchtige sich nicht selbst rechtfertigen, denn Christus, der Gewaltige, wird scharfe Pfeile und Feuer gegen jene einsetzen, die übel gegen sein Volk geredet haben (vgl. Ps 14,5).

Vers 5

Ps 120,5: Wehe mir, dass ich weile in Mesech, dass ich wohne bei den Zelten Kedars!

Als Zweites beklagt sich der Gottesfürchtige darüber, dass er sich immer noch in fremdem Land und in Gefangenschaft derer befindet, die ihm feindlich sind und ihn grausam behandeln.

Verse 6.7

Ps 120,6.7: Lange hat meine Seele bei denen gewohnt, die den Frieden hassen. 7 Ich will nur Frieden; aber wenn ich rede, so sind sie für Krieg.

Der Gottesfürchtige befindet sich inmitten einer gewalttätigen Welt. Lange Zeit hat er „bei denen gewohnt, die den Frieden hassen“. Und obwohl er ein Gefangener in einer Welt des Verderbens und der Gewalt ist, findet er doch seine Hilfsquellen in Gott.

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Übersetzung: Frank Cisonna


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