Psalm 26

Hamilton Smith

© SoundWords, online seit: 24.11.2012, aktualisiert: 18.10.2016

Die Lauterkeit bzw. Unschuld des gottesfürchtigen Menschen, der die Prüfung durch Gott einlädt, damit er, abgesondert von den Sündern, an Gottes Altar anbeten und Gottes wunderbare Werke vor der Welt bezeugen kann

In Psalm 25 geht es um das Vertrauen auf die Gnade und Gerechtigkeit Gottes und das darauf folgende Sündenbekenntnis. Die Folge davon ist in diesem Psalm (Psalm 26) zu sehen. Nachdem der Gottesfürchtige seine Sünden bekannt hat, ist er sich der Lauterkeit bzw. Unschuld vor Gott bewusst; er sondert sich von böser Gesellschaft ab; er betet Gott an und bezeugt Ihn.

Vers 1.2

Ps 26,1.2: 1 Von David. Richte mich, HERR! Denn in meiner Lauterkeit bin ich gewandelt; und auf den HERRN habe ich vertraut, ich werde nicht wanken. 2 Erprobe mich, HERR, und prüfe mich; läutere meine Nieren und mein Herz!

Im Bewusstsein der Aufrichtigkeit seines Herzens vertraut der gottesfürchtige Mensch auf den Herrn und lädt den Herrn dazu ein, seine Gedanken und Gefühle zu prüfen, so dass durch die Prüfung und Erforschung durch den Herrn alle Selbsttäuschung in seinen Gefühlen und Beweggründen weggewaschen werden möge.

Vers 3-5

Ps 26,3-5: 3 Denn deine Güte ist vor meinen Augen, und in deiner Wahrheit wandle ich. 4 Nicht habe ich gesessen bei falschen Leuten, und mit Hinterlistigen ging ich nicht um. 5 Ich habe die Versammlung der Übeltäter gehasst, und bei Gottlosen saß ich nicht.

Der Psalmist nennt nun die Grundlage, auf der er die Prüfung des Herrn einlädt. Erstens ist die Güte des Herrn vor den Augen seiner Seele. Er erkennt, dass der Herr Gnade hat, all das zu begleichen, was seine Prüfung aufdecken mag. Zweitens erkennt er, dass sein praktischer Lebenswandel so ist, dass er einem gottesfürchtigen Menschen gut zu Gesicht steht. Er kann sagen: „In deiner Wahrheit wandle ich.“ Drittens hat er in der Praxis eine Trennung von den Sündern aufrechterhalten.

Vers 6-8

Ps 26,6-8: 6 Ich wasche meine Hände in Unschuld und umgehe deinen Altar, HERR, 7 um hören zu lassen die Stimme des Lobes und um zu erzählen alle deine Wundertaten. 8 HERR, ich habe geliebt die Wohnung deines Hauses und den Wohnort deiner Herrlichkeit.

In den Versen 6 bis 8 spricht der Psalmist von den Folgen, die sich aus dem Wandel in der Wahrheit und der Absonderung von dem Bösen ergeben. Erstens kann er sich mit reinen Händen Gottes Altar nähern, um anzubeten; zweitens kann er vor der Welt Zeugnis von allen Wundertaten Gottes ablegen.

Verse 9.10

Ps 26,9.10: 9 Raffe meine Seele nicht weg mit Sündern, noch mein Leben mit Blutmenschen, 10 in deren Händen Schandtat, und deren Rechte voller Bestechung ist!

Absonderung vom Bösen, Hingabe an Gott und Zeugnisablegen für Gott wird Gegnerschaft von Sündern und Gewalttätern mit ihren üblen Machenschaften und ihrer Bestechlichkeit hervorrufen. Also betet die Seele, sie möge vor solchen bewahrt werden.

Verse 11.12

Ps 26,11.12: 11 Ich aber wandle in meiner Lauterkeit. Erlöse mich und sei mir gnädig! 12 Mein Fuß steht auf ebenem Boden: Den HERRN werde ich preisen in den Versammlungen.

Solchermaßen vor dem Bösen bewahrt, in Lauterkeit wandelnd, von seinen Feinden erlöst und umgeben von der Barmherzigkeit Gottes, kann der gottesfürchtige Mensch auf ebenem Boden stehen und den Herrn in den Versammlungen von Gottes Volk preisen.

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Übersetzung: S. Bauer


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