Psalm 14

Hamilton Smith

© SoundWords, online seit: 24.10.2012, aktualisiert: 18.10.2016

Die Hilfsquelle der Gottesfürchtigen, wenn das Böse der Welt in den letzten Tagen seinem Höhepunkt zustrebt, im Angesicht Gottes, der kurz davor steht, Gericht zu halten

In Psalm 11 werden die Grundpfeiler unterminiert; in Psalm 12 sind die Treuen geschwunden unter den Menschenkindern; in Psalm 13 vergisst Gott scheinbar und ist wie Einer, der sich verbirgt; in Psalm 14 wird der Höhepunkt des Bösen erreicht, indem der Tor und die Übeltäter in den Vordergrund treten.

In wenigen kurzen Worten stellt uns dieser Psalm den grässlichen Zustand der Welt während der Herrschaft des Antichristen vor Augen, wenn äußerlich jeglicher moralischer Unterbau fort ist; wenn die Treuen verschwinden; wenn Gott sich verbirgt; wenn völliger Abfall vom Glauben vorherrscht und die Sünde sich gegen Gott erhebt.

Vers 1

Ps 14,1: Der Tor spricht in seinem Herzen: Es ist kein Gott! Sie haben Böses getan, sie haben abscheuliche Taten verübt; da ist keiner, der Gutes tut.

Der typische Mensch in dieser schrecklichen Zeit wird „der Tor“ sein: der Mensch, der keine Gottesfurcht hat. In seinem Herzen sagt er: „Es existiert kein Gott“, und sein verdorbenes und abscheuliches Leben bezeugt den Gedanken seines Herzens.

Verse 2.3

Ps 14,2.3: 2 Der HERR hat vom Himmel herniedergeschaut auf die Menschenkinder, um zu sehen, ob ein Verständiger da sei, einer, der Gott suche. 3 Alle sind abgewichen, sie sind allesamt verdorben; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.

Wenn der Höhepunkt der Sündhaftigkeit erreicht ist, ist die Welt reif zum Gericht, und Gott schaut auf die Menschenkinder herab, bereit, Gericht zu halten. Hier geht es nicht einfach darum, dass Gottes Auge alles sieht, was ja immer gilt, sondern dies ist der Blick, der dem Gericht vorausgeht. Der Herr fuhr vor dem Gericht über Babel herab, um es zu sehen (1Mo 11,5). Auch blickte Er vor Sodoms Vernichtung auf die Stadt hinab (1Mo 18,16); und wiederum lesen wir, dass der Herr auf das Heer der Ägypter hinabschaute, bevor Er es niederwarf (2Mo 14,24). Gott sieht, dass die Sündhaftigkeit des Menschen derart ist, dass es keinen anderen Weg gibt, seine Majestät zu rechtfertigen außer durch das Gericht. Keiner ist übrig von den Menschenkindern, der nach Gott sucht. Alle sind abgewichen und allesamt verdorben. „Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.“

Vers 4

Ps 14,4: Haben keine Erkenntnis alle, die Frevel tun, die mein Volk fressen, als äßen sie Brot? Den HERRN rufen sie nicht an.

Gott hat sich diesen Auftritt beispielloser Sündhaftigkeit angesehen; nun spricht Er. Er fragt: „Haben denn all die Übeltäter keine Erkenntnis?“ Ist der Mensch dumm geworden wie ein Tier? (Vgl. Jes 1,3.) Die Art und Weise, wie die Menschen das Volk Gottes behandeln, beantwortet diese Frage. Sie misshandeln Gottes Volk in völliger Missachtung Gottes, genau wie sie Brot essen ohne Bezug zu Gott. Überdies beschreiten die Menschen ihren Weg in völliger Unabhängigkeit von Gott: „Den Herrn rufen sie nicht an.“ So zeigt sich durch ihre eigene vollkommene Verdorbenheit und Schmutzigkeit, dass die Welt reif zum Gericht ist; es zeigt sich durch die Art und Weise, wie sie Gottes Volk behandelt, und durch ihre völlige Unabhängigkeit von Gott.

Verse 5.6

Ps 14,5.6: 5 Da überfiel sie ein Schrecken, denn Gott ist unter dem gerechten Geschlecht. 6 Ihr macht zum Hohn den Plan des Elenden, weil der HERR seine Zuflucht ist.

Dennoch wird es offenbar, wenn Gott spricht, dass Er bei dem Geschlecht der Gerechten ist. Dann werden die Menschen anfangen, sich zu fürchten, und die Gottesfürchtigen werden erkennen, dass der Herr ihre Zuflucht ist.

Vers 7

Ps 14,7: O dass aus Zion die Rettung Israels da wäre! Wenn der HERR die Gefangenschaft seines Volkes wendet, soll Jakob frohlocken, Israel sich freuen.

In Erwartung des baldigen Eingreifens Gottes feiern die Gottesfürchtigen die Freude und Wonne, die von der Erlösung seines Volkes kommen werden.

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Übersetzung: S. Bauer


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