Psalm 101

Hamilton Smith

© SoundWords, online seit: 28.02.2014, aktualisiert: 29.01.2018

Die großartigen Prinzipien, nach denen Christus in seinem Reich herrschen wird, enthüllt vom König selbst

Dieser Psalm stammt von David, dem König. Er bekundet darin das Verlangen seines Herzens in Bezug auf die Herrschaft über sein Haus, das Land und die Stadt Gottes. Sein Verlangen bringt die Denkweise Christi in Bezug auf die Herrschaft über die Welt als König der Könige zum Ausdruck. So legt der Psalm die Prinzipien dar, nach denen Christus das Reich beherrschen wird.

Vers 1

Ps 101,1: Von David, ein Psalm. Von Güte und Recht will ich singen; dir, HERR, will ich Psalmen singen.

Vor allem anderen wird das Reich Jahwe zur Ehre und zum Lob gereichen und seine Güte [nach Darbys Übersetzung] und sein Recht verkünden. Dies sind die beiden großen Prinzipien der Gnade und der Herrschaft* (s. Ps 99,8; 100,5). Die Gnade seinem Volk gegenüber und das Gericht über das Böse und die Übeltäter werden das Reich einleiten; und in Gnade und Herrschaft [So wie der Autor das Wort „Herrschaft“  (engl.: government) verwendet, beinhaltet es die belohnende oder bestrafende Führung Gottes gemäß seiner Treue und Heiligkeit. (Anm. d. Übers.)] wird Er es aufrechterhalten. Jemand sagte einmal: „Dies muss so sein, denn die Gerechtigkeit muss erhalten werden, während die Gnade ihren Lauf nimmt; das Recht kann nicht weichen, wenn auch die Liebe tut, was sie will.“

Vers 2

Ps 101,2: Ich will weise handeln auf vollkommenem Weg. – Wann wirst du zu mir kommen? Im Innern meines Hauses will ich wandeln in Lauterkeit meines Herzens.

Bei der Herrschaft über sein Reich wird der König einen „vollkommenen Weg“ einschlagen und sich von einem „lauteren Herzen“ leiten lassen. Im Reich Christi werden die innerlichen Beweggründe genauso vollkommen sein wie die äußerlichen Wege. Die Verwaltung seines Reiches wird aus einem reinen Herzen kommen.

Verse 3.4

Ps 101,3.4: 3 Ich will kein Belialsstück vor meine Augen stellen. Das Tun der Abtrünnigen hasse ich, es soll mir nicht ankleben. 4 Ein verkehrtes Herz soll von mir weichen, den Bösen will ich nicht kennen.

Überdies wird sich das Reich durch eine Trennung von allen „heillosen Dingen“ und jedem gottlosen Menschen auszeichnen. Der König wird Böses nicht kennen. Es wird keine Duldung des Bösen geben.

Vers 5

Ps 101,5: Wer seinen Nächsten heimlich verleumdet, den will ich vertilgen; wer stolzer Augen und hochmütigen Herzens ist, den will ich nicht dulden.

Des Weiteren wird es in Christi Reich nicht nur eine Trennung vom Bösen geben, sondern mit dem Bösen wird abgerechnet werden. Der Verleumder wird zum Schweigen gebracht werden, und der König, der nicht nur das Äußere sieht, sondern das Herz liest, wird mit stolzem Gehabe und hochmütigen Herzen abrechnen.

Vers 6

Ps 101,6: Meine Augen werden gerichtet sein auf die Treuen im Land, damit sie bei mir wohnen; wer auf vollkommenem Weg wandelt, der soll mir dienen.

Wenn das Gericht des Königs jedoch über die Gottlosen hereinbricht, wird die Gunst des Königs auf die „Treuen im Lande“ gerichtet sein. Solche Leute werden bei Ihm wohnen, und wer auf vollkommenem Weg wandelt, darf Ihm dienen.

Verse 7.8

Ps 101,7.8: 7 Nicht soll im Innern meines Hauses wohnen, wer Trug übt; wer Lügen redet, soll nicht bestehen vor meinen Augen. 8 Jeden Morgen will ich alle Gottlosen des Landes vertilgen, um aus der Stadt des HERRN auszurotten alle, die Frevel tun.

Das Böse wird keinen Platz im „Haus“, im „Land“ oder in „der Stadt des HERRN“ haben. Betrüger, Verleumder und Übeltäter werden unverzüglich und sofort gerichtet werden. Im Reich Christi wird das Böse nicht zu offenem Aufruhr heranreifen dürfen.

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Übersetzung: S. Bauer


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