Psalm 65

Hamilton Smith

© SoundWords, online seit: 08.12.2013, aktualisiert: 18.10.2016

Die übriggebliebenen Gottesfürchtigen schauen mit freudiger Zuversicht nach vorn auf Gottes Eingreifen als Antwort auf ihre Gebete, wenn Zion für die ganze Erde zum Zentrum des Lobgesangs und des Gebets geworden sein wird, wenn die Herrschaft errichtet, der Krieg beendet und die Erde in den Segen eingegangen sein wird.

Verse 2.3

Ps 65,2.3: 2 Deiner harrt schweigend der Lobgesang, o Gott, in Zion, und dir wird bezahlt werden das Gelübde. 3 Hörer des Gebets! Zu dir wird kommen alles Fleisch.

Der Psalmist, der vor Gott nachdenkt, blickt über seine gegenwärtigen Umstände hinaus und erkennt, dass Zion zum Zentrum des Lobgesangs für die ganze Erde werden wird. Nicht nur Israel, sondern „alles Fleisch“ wird zum Lobgesang und zum Gebet nach Zion kommen. Doch die Zeit für den weltumfassenden Lobgesang ist noch nicht gekommen; „Lobgesang wartet auf dich in Stille, o Gott, in Zion“ (nach Darbys Übersetzung).

Verse 4.5

Ps 65,4.5: 4 Ungerechtigkeiten haben mich überwältigt; unsere Übertretungen, du wirst sie vergeben. 5 Glückselig der, den du erwählst und herzunahen lässt, dass er in deinen Vorhöfen wohne! Wir werden gesättigt werden mit dem Guten deines Hauses, dem Heiligen deines Tempels.

Die Gottesfürchtigen bekennen die Ursache der Stille in Zion. Sündige Taten haben sie überwältigt. Dennoch ist da die Zuversicht, dass Gott sie vergeben wird, in dem Bewusstsein, dass den Gottesfürchtigen die souveräne Gnade gilt. Dies führt den Psalmisten dazu, die Glückseligkeit des Menschen zu beschreiben, den Gott erwählt hat. Solch einen Menschen lässt Er sich Ihm nahen; und derjenige, der sich Gott nähert, wird gesättigt werden mit dem Gut seines Hauses.

Verse 6-9

Ps 65,6-9: 6 Du wirst uns antworten durch furchtbare Dinge in Gerechtigkeit, Gott unseres Heils, du Zuversicht aller Enden der Erde und der fernsten Meere, 7 der die Berge feststellt durch seine Kraft, umgürtet ist mit Macht, 8 der da stillt das Brausen der Meere, das Brausen ihrer Wellen und das Getümmel der Völkerschaften. 9 Und die Bewohner der Enden der Erde fürchten sich vor deinen Zeichen; du bewirkst, dass die Ausgänge des Morgens und des Abends jauchzen.

Die Gottesfürchtigen erwarten das Gericht über die Gottlosen und ihre eigene Errettung als Antwort auf ihre Gebete. Das Eingreifen Gottes wird „furchtbare Dinge in Gerechtigkeit“ für die Heidenvölker bedeuten, aber das Heil für sein irdisches Volk. Die Herrschaft wird errichtet werden durch die Macht Gottes, „der die Berge festigt durch seine Kraft“; und es wird Friede folgen, und der Aufruhr der Völker wird gestillt werden. Alle Menschen werden die Zeichen von Gottes Eingreifen voller Furcht erkennen.

Die Menschen werden nicht länger die Zukunft fürchten und Angst vor dem haben, was jeder Tag bringen mag; „die Aufgänge des Morgens und des Abends“ werden jauchzen.

Verse 10-14

Ps 65,10-14: 10 Du hast dich der Erde angenommen und ihr Überfluss gewährt, du bereicherst sie sehr: Gottes Bach ist voll Wasser. Du bereitest ihr Getreide, wenn du sie so bereitest. 11 Du tränkst ihre Furchen, ebnest ihre Schollen, du erweichst sie mit Regengüssen, segnest ihr Gewächs. 12 Du hast das Jahr deiner Güte gekrönt, und deine Spuren triefen von Fett. 13 Es triefen die Weideplätze der Steppe, und mit Jubel umgürten sich die Hügel. 14 Die Weidegründe bekleiden sich mit Herden, und die Täler bedecken sich mit Korn; sie jauchzen, ja, sie singen.

Die Schlussverse zeichnen ein schönes Bild vom Segen der Erde im Tausendjährigen Reich, wenn alles Böse gerichtet worden sein wird. Nachdem der Fluch beseitigt oder in Grenzen gehalten ist, wird Gott die Erde mit Segen heimsuchen. Er wird Getreide geben und das Land so bereiten, dass es sein Wachstum bzw. seinen Ertrag hervorbringen wird, und den Jahreszeiten befehlen, ihren Lauf zu nehmen. Die Steppe wird zu einer Weide für die Herden werden; die Täler werden sich mit Kornfeldern bedecken; und über alles wird sich Lobgesang und Jubel erheben.

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Übersetzung: S. Bauer


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