Psalm 78

Hamilton Smith

© SoundWords, online seit: 19.12.2013, aktualisiert: 18.10.2016

Der Weg Gottes inmitten des Versagens seines Volkes, auf dem Er sich Ehre und seinem Volk Segen erwirbt

In Psalm 77 wird der Gottesfürchtige, obwohl er das Versagen Israels erkennt, von dem schrecklichen Gedanken befreit, dass Gott das Volk für immer verworfen habe und dass seine Verheißungen und seine Gnade aufgehört haben. Er lernt im Heiligtum, dass Gott trotz des Versagens Israels einen „Weg“ hat, auf dem Er sich Ehre und seinem Volk Segen erwirbt. Psalm 78 zeichnet das Versagen des Volkes von Ägypten bis zu den Zeiten Davids nach und zeigt uns Gottes „Weg“ des Segens auf.

Verse 1-4

Ps 78,1-4: 1 Ein Maskil von Asaph. Horche, mein Volk, auf mein Gesetz! Neigt euer Ohr zu den Worten meines Mundes! 2 Ich will meinen Mund auftun zu einem Spruch, will Rätsel hervorströmen lassen aus der Vorzeit. 3 Was wir gehört und erfahren und unsere Väter uns erzählt haben, 4 wollen wir ihren Söhnen nicht verhehlen, sondern dem künftigen Geschlecht den Ruhm des HERRN und seine Stärke und seine Wunderwerke, die er getan hat, erzählen.

Der Psalmist spricht mit der Autorität jemandes, der von Gott kommt. Er ruft das Volk dazu auf, auf das Zeugnis des Gesetzes zu hören. Er sagt, er will seinen Mund zu einem Gleichnis öffnen [nach der englischen Übersetzung von Vers 2]; tatsächlich berichtet er uns Geschichtliches. Während sein Bericht zwar Geschichte ist, die uns das Versagen des Volkes Gottes zeigt, ist er auch ein Gleichnis, das diejenigen den verborgenen Weg Gottes lehren soll, die ihm Gehör schenken (Ps 77,20). Solche Hörenden würden hinter dem Versagen und der Schwäche des Volkes die Stärke Gottes erkennen, „seine Wunder, die er getan hat“. So wird die Geschichte des Volkes zum „Ruhm des Herrn“ [nach der englischen Übersetzung bzw. nach Luther] werden.

Verse 5-11

Gottes Zeugnis und wie das Volk mit ihm umging

Ps 78,5-11: 5 Denn er hat ein Zeugnis aufgerichtet in Jakob und ein Gesetz gestellt in Israel, die er unseren Vätern geboten hat, damit sie sie ihren Söhnen mitteilten; 6 damit das künftige Geschlecht sie kennte, die Söhne, die geboren werden sollten, und sie aufständen und sie ihren Söhnen erzählten; 7 und auf Gott ihr Vertrauen setzten und die Taten Gottes nicht vergäßen und seine Gebote bewahrten; 8 und nicht würden wie ihre Väter, ein widersetzliches und widerspenstiges Geschlecht, ein Geschlecht, das sein Herz nicht befestigte und dessen Geist nicht treu war gegen Gott. 9 Die Söhne Ephraims, gerüstete Bogenschützen, kehrten um am Tag des Kampfes. 10 Sie hielten nicht den Bund Gottes und weigerten sich, in seinem Gesetz zu wandeln; 11 und sie vergaßen seine Taten und seine Wunderwerke, die er sie hatte schauen lassen.

Bevor er sich der Geschichte Israels zuwendet, erinnert uns der Psalmist daran, dass Gott „ein Zeugnis aufgerichtet“ hatte, das die Väter den Kindern und die Kinder den Kindeskindern weitergeben sollten, damit sie ihre Hoffnung auf Gott setzen, im Gehorsam wandeln und seine Werke nicht vergessen würden. So würden sie der Widersetzlichkeit früherer Generationen entkommen, deren Herzen nicht auf Gott gerichtet waren und deren Geist nicht treu war gegen Gott. Ephraim als repräsentativer Stamm zeigt, wie vollständig das Volk dabei versagte, auf dieses Zeugnis anzusprechen. Obwohl es zum Kampf gut gerüstet war, machte es am Tag des Kampfes kehrt, war Gott gegenüber ungehorsam und vergaß seine Taten und seine Wunder.

Die folgende Geschichte zeigt, dass die Kinder wie ihre Väter waren. Das Fleisch lernt nichts aus seinem eigenen Versagen oder aus dem vergangener Generationen; es ändert sich nie.

Verse 12-20

Gottes Wunder und wie das Volk mit ihnen umging

Ps 78,12-20: 12 Er tat Wunder vor ihren Vätern, im Land Ägypten, auf dem Feld Zoans. 13 Er spaltete das Meer und ließ sie hindurchgehen und ließ die Wasser stehen wie einen Damm. 14 Und er leitete sie am Tag mit der Wolke und die ganze Nacht mit dem Licht eines Feuers. 15 Er spaltete Felsen in der Wüste und tränkte sie reichlich wie aus Tiefen. 16 Und er ließ Bäche hervorkommen aus dem Felsen und Wasser herablaufen wie Flüsse. 17 Doch sie fuhren weiter fort, gegen ihn zu sündigen, indem sie gegen den Höchsten widerspenstig waren in der Wüste. 18 Und sie versuchten Gott in ihren Herzen, indem sie Speise forderten für ihre Gier. 19 Und sie redeten gegen Gott; sie sprachen: Sollte Gott in der Wüste einen Tisch bereiten können? 20 Siehe, den Felsen hat er geschlagen, und Wasser flossen heraus, und Bäche strömten; wird er auch Brot geben können, oder wird er seinem Volk Fleisch verschaffen?

Der Psalmist geht nun von dem Zeugnis Gottes dazu über, von den Wundern Gottes zu sprechen. In einem schnellen Überblick stellt er uns Gottes Wunder in Ägypten, seine Wunder am Roten Meer und seine Wunder in der Wüste vor Augen – die Wolke, die Feuersäule und das Wasser, das aus dem Felsen strömte.

Das Volk hatte aus Gottes Zeugnis keinen Nutzen gezogen. Wie handelten die Israeliten angesichts dieser Wunder? Ach, sie sündigten nur mehr und mehr. Weder zogen sie Nutzen aus dem Zeugnis, das ihnen von ihren Vätern überliefert worden war, noch aus den Wundern, die vor ihren eigenen Augen gewirkt wurden. Sie versuchten Gott, indem sie gegen Ihn redeten. Auf wundersame Weise hatte Gott für Bäche gesorgt, um ihren Durst zu stillen, und dennoch sagte ihr Unglaube: „Sollte Gott imstande sein, uns in der Wüste einen Tisch zu bereiten?“ Sie geben zwar zu, das Gott Wunder für sie gewirkt hat, sagen aber trotzdem sinngemäß: „Er hat uns Wasser gegeben, kann Er uns auch Brot geben?“ Wenn es keine Wunder gibt, reden die Menschen gegen Gott und fragen: „Warum greift Er nicht ein?“ Sie vergessen, dass die Menschen, selbst als Gott Wunder vor ihren Augen wirkte, gegen Gott redeten. Wunder und Zeichen ändern das Herz des Menschen nicht. Wunder oder keine Wunder – der natürliche Mensch ist ungläubig.

Verse 21-32

Gottes Regierungshandeln bei der Züchtigung seines Volkes und die Folge davon

Ps 78,21-32: 21 Darum, als der HERR es hörte, ergrimmte er, und Feuer entzündete sich gegen Jakob, und auch Zorn stieg auf gegen Israel, 22 weil sie Gott nicht glaubten und nicht vertrauten auf seine Rettung. 23 Und doch hatte er den Wolken oben geboten und die Türen des Himmels geöffnet 24 und Manna auf sie regnen lassen, damit sie äßen, und ihnen Himmelsgetreide gegeben. 25 Der Mensch aß Brot der Starken, Speise sandte er ihnen bis zur Sättigung. 26 Er führte den Ostwind herbei am Himmel, und durch seine Stärke trieb er den Südwind herbei; 27 und er ließ Fleisch auf sie regnen wie Staub und geflügelte Vögel wie Sand der Meere, 28 und ließ es fallen in ihr Lager, rings um ihre Wohnungen. 29 Und sie aßen und sättigten sich sehr, und was sie begehrten, führte er ihnen zu. 30 Noch hatten sie sich nicht abgewandt von ihrer Gier, noch war ihre Speise in ihrem Mund, 31 da stieg der Zorn Gottes gegen sie auf; und er würgte unter ihren Kräftigen, und die Jünglinge Israels streckte er nieder. 32 Bei all dem sündigten sie wieder und glaubten nicht durch seine Wunderwerke.

Das Volk lehnte das Zeugnis Gottes ab und spottete angesichts der Wunder Gottes; nun würde Gott sie durch Züchtigung prüfen. Nun kam der Zorn seiner Herrschaft über sie, weil sie nicht an Gott glaubten und nicht auf seine Hilfe vertrauten. Er hatte den Himmel geöffnet und Manna herabregnen lassen und ihnen so das Brot der Starken gegeben. Das Volk jedoch wandte sich von dem Manna ab und wünschte sich Fleisch (Ps 78,20). Gott schickte ihnen Fleisch in größerer Menge als das Manna. Es kam über sie „wie Staub“ und „wie Sand der Meere“. Es konnte ohne Arbeit gesammelt werden, denn Er ließ es „mitten in sein Lager fallen, rings um seine Wohnungen“. Statt dass jedoch dieser wunderbare Ausdruck der Macht Gottes sie dazu geführt hätte, ihr Murren zu verurteilen, nahmen sie ihn zum Anlass für ihr Verlangen, und so brachten sie die Folgen ihrer eigenen Torheit, die Gott als Herrscher über sie verhängte, über sich. Die besten Männer Israels wurden niedergestreckt. Doch leider war die einzige Folge dieser Züchtigung, dass sie trotz alledem weiter sündigten und nicht an seine Wunder glaubten.

Verse 33-42

Gottes Weg mit dem Volk durch Gnade gemildert

Ps 78,33-42: 33 Da ließ er im Hauch hinschwinden ihre Tage, und ihre Jahre in Schrecken. 34 Wenn er sie tötete, dann fragten sie nach ihm und kehrten um und suchten Gott eifrig; 35 und sie erinnerten sich daran, dass Gott ihr Fels sei, und Gott, der Höchste, ihr Erlöser. 36 Und sie heuchelten ihm mit ihrem Mund, und mit ihrer Zunge belogen sie ihn; 37 denn ihr Herz war nicht fest gegen ihn, und sie blieben seinem Bund nicht treu. 38 Er aber war barmherzig, er vergab die Ungerechtigkeit und vertilgte sie nicht; und oftmals wandte er seinen Zorn ab und ließ nicht erwachen seinen ganzen Grimm. 39 Und er gedachte daran, dass sie Fleisch seien, ein Hauch, der dahinfährt und nicht wiederkehrt. 40 Wie oft waren sie widerspenstig gegen ihn in der Wüste, betrübten ihn in der Einöde! 41 Und sie versuchten Gott wieder und kränkten den Heiligen Israels. 42 Sie erinnerten sich nicht an seine Hand, an den Tag, als er sie vom Bedränger erlöste,

Gott hatte das Volk in der Wüste geprüft, was nur dessen völliges Versagen aufdeckte. Nun beschreiben die Verse 33 bis 42 Gottes Wege mit seinem Volk in den Tagen der Richter. In jenen Tagen wurden Gottes Wege der Herrschaft mit seinem Volk durch Gnade gemildert. Auf Gefangenschaft um Gefangenschaft folgte wiederholte Befreiung, denn Gott ist voller Barmherzigkeit. Er dachte daran, „dass sie Fleisch sind, ein Hauch, der dahinfährt und nicht wiederkehrt“. Die Folge war, dass sie sich, genau wie sie in der Wüste widerspenstig gegen Gott gewesen waren und Ihn betrübt hatten, genauso in dem Land verhielten: „Immer wieder versuchten sie Gott und kränkten den Heiligen Israels. Sie dachten nicht an seine Hand, an den Tag, da er sie von dem Bedränger erlöste.“

Verse 43-55

Gottes Wege, die trotz des Versagens des Menschen ausgeführt werden

Ps 78,43-55: 43 als er seine Zeichen tat in Ägypten und seine Wunder auf dem Feld Zoans. 44 Er verwandelte ihre Ströme in Blut, so dass sie ihre fließenden Wasser nicht trinken konnten. 45 Er sandte Hundsfliegen unter sie, die sie fraßen, und Frösche, die ihnen Verderben brachten. 46 Und er gab dem Vertilger ihren Ertrag, und ihre Arbeit der Heuschrecke. 47 Ihren Weinstock schlug er nieder mit Hagel, und ihre Maulbeerfeigenbäume mit großen Hagelkörnern. 48 Und er gab ihr Vieh dem Hagel preis und ihre Herden den Blitzen. 49 Er ließ seine Zornglut gegen sie los, Wut und Grimm und Drangsal, eine Schar von Unglücksengeln. 50 Er bahnte seinem Zorn einen Weg, entzog nicht dem Tod ihre Seele und gab ihr Leben der Pest preis. 51 Und er schlug alle Erstgeburt in Ägypten, die Erstlinge der Kraft in den Zelten Hams. 52 Und er ließ sein Volk wegziehen wie Schafe und leitete sie wie eine Herde in der Wüste; 53 und er führte sie sicher, so dass sie sich nicht fürchteten; und ihre Feinde bedeckte das Meer. 54 Und er brachte sie in sein heiliges Gebiet, zu diesem Berg, den seine Rechte erworben hat. 55 Und er vertrieb Nationen vor ihnen und verloste sie als Schnur des Erbteils und ließ die Stämme Israels in ihren Zelten wohnen.

Diese verschiedenen Prüfungen hatten die völlige Bosheit des Fleisches bewiesen. Dennoch zeigt der Psalmist, dass Gott seine Absichten zur Ehre seines Namens und zum Segen seines Volkes ausführte. So werden wir zum zweiten Mal in diesem Psalm in die Geschichte von Gottes Volk von Ägypten bis zum Land hineingenommen. In diesem zweiten Bericht wird jedoch das Versagen des Volkes mit keinem Wort erwähnt. Von Anfang bis Ende ist es ein Bericht über das, was Gott getan hat, um im Umgang mit all seinen Feinden und durch die Errettung seines Volkes seine Ehre zu wahren; indem Er sie aufbrechen ließ wie Schafe; sie durch die Wüste führte wie eine Herde; sie sicher leitete und zur Grenze seines Heiligtums brachte [siehe Fußnote in der Elberfelder Übersetzung zu Vers 54]; die Heidenvölker vor ihnen vertrieb und das Land unter den Stämmen Israels verteilte.

Verse 56-64

Gott zerbricht alle äußerlichen Bande zu dem Volk, das Ihn verlassen hat

Ps 56-64: 56 Aber sie versuchten Gott, den Höchsten, und waren widerspenstig gegen ihn, und seine Zeugnisse bewahrten sie nicht. 57 Und sie wichen zurück und handelten treulos wie ihre Väter; sie wandten sich um wie ein trügerischer Bogen. 58 Und sie erbitterten ihn durch ihre Höhen und reizten ihn zur Eifersucht durch ihre geschnitzten Bilder. 59 Gott hörte es und ergrimmte, und er verachtete Israel sehr. 60 Und er verließ die Wohnung in Silo, das Zelt, das er unter den Menschen aufgeschlagen hatte. 61 Und er gab in die Gefangenschaft seine Kraft, und seine Herrlichkeit in die Hand des Bedrängers. 62 Und er gab sein Volk dem Schwert preis, und gegen sein Erbteil ergrimmte er. 63 Seine Jünglinge fraß das Feuer, und seine Jungfrauen wurden nicht besungen; 64 seine Priester fielen durchs Schwert, und seine Witwen weinten nicht.

Die Tatsache, dass Gott trotz all des Unglaubens und der Auflehnung seines Volkes seine Absichten ausgeführt hatte, hätte das Volk sicherlich dazu führen sollen, dem Herrn Gehorsam zu erweisen und Ihn allein anzubeten. Doch genau wie es Gott in der Wüste versuchte und sein Zeugnis nicht bewahrte, so verließ es nun das Heiligtum – Gottes Zentrum – und errichtete Höhen und wandte sich von Gott ab und Götzenbildern zu. Die ernste Folge davon war, dass Gott alle äußerlichen Bande zu dem Volk zerbrach. Er verwarf Israel völlig; Er verließ seine Stiftshütte; Er ließ die Bundeslade in Gefangenschaft geraten und gab sein Volk dem Schwert preis.

Verse 65-72

Auf der Grundlage souveräner Gnade wird Segen für den verdorbenen Menschen erworben

Ps 78,65-72: 65 Da erwachte wie ein Schlafender der Herr, wie ein Held, der vom Wein jauchzt; 66 und er schlug seine Feinde von hinten, gab ihnen ewige Schmach. 67 Und er verwarf das Zelt Josephs, und den Stamm Ephraim erwählte er nicht; 68 sondern er erwählte den Stamm Juda, den Berg Zion, den er geliebt hat. 69 Und er baute sein Heiligtum wie Höhen, wie die Erde, die er auf ewig gegründet hat. 70 Und er erwählte David, seinen Knecht, und nahm ihn von den Schafhürden; 71 hinter den Säugenden weg ließ er ihn kommen, um Jakob, sein Volk, zu weiden, und Israel, sein Erbteil. 72 Und er weidete sie nach der Lauterkeit seines Herzens, und mit der Geschicklichkeit seiner Hände leitete er sie.

Der Mensch war in vollem Umfang geprüft worden durch das Zeugnis Gottes, die mächtigen Taten Gottes, das Herrschaftshandeln Gottes und die Gnade Gottes; doch gänzlich vergebens. Der Mensch richtete sich selbst völlig zugrunde und verwirkte jeden Anspruch auf Segen auf der Grundlage seiner Pflichterfüllung. Es ist also mehr als deutlich, dass, wenn der Mensch gesegnet werden soll, alles von Gott abhängen muss. Das vollständige Verderben des Menschen bereitet den Weg für die Offenbarung der Liebe und der Macht Gottes zugunsten seines Volkes. Wenn Gott jedoch zugunsten eines Volkes eingreift, das sich selbst hoffnungslos zugrunde gerichtet hat, kann dies nicht auf der Grundlage dessen geschehen, was sie für Gott sind, sondern einzig und allein aufgrund dessen, was Gott für das Volk ist. So wird der HERR im letzten Abschnitt des Psalms als derjenige dargestellt, der in souveräner Gnade aus sich selbst heraus handelt.

Der Herr erwacht wie ein Schlafender. Das Bild eines Helden wird verwendet, um die Kraft auszudrücken, mit der der Herr mit all seinen Feinden abrechnet. Überdies verwirft Er Ephraim und die Kraft der Natur und handelt entsprechend seiner souveränen Wahl. In seiner Souveränität „erwählte“ Er den Stamm Juda und den Berg Zion für sein Heiligtum und David, um sein Volk zu weiden. So wird Zion zum Symbol der Gnade und David zu einem Vorbild für Christus: denjenigen, durch den alle Gnade ausgeteilt wird. So geht das Volk schließlich auf der Grundlage der Gnade in den Segen ein, nach der Lauterkeit des Herzens Gottes und der Geschicklichkeit der Hände Gottes. Gottes Weg im Heiligtum wird so durch seine Wege in der Welt offenbar (vgl. Ps 77,14.20).

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Übersetzung: S. Bauer


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