Psalm 8

Hamilton Smith

© SoundWords, online seit: 29.06.2012, aktualisiert: 29.01.2018

Der Psalmist, der den gottesfürchtigen Überrest in Israel repräsentiert, preist vorgreifend die weltumspannende Herrschaft, die Gottes Ratschluss für den vorgesehen hat, den Israel als seinen König verworfen hat.

Psalm 2 beschreibt die Ablehnung von Gottes gesalbtem König und erklärt, dass Er trotz seiner Ablehnung nichts von seiner Herrlichkeit als König verlieren wird. Zu der von Gott festgesetzten Zeit wird Er als König in Zion eingesetzt werden. Psalm 8 jedoch erklärt uns, dass Gott noch umfassendere Herrlichkeit für seinen Gesalbten hat und dass Israels Ablehnung Christi als König zum Anlass wird, uns diese größere Herrlichkeit zu enthüllen. Er wird nicht nur König in Zion sein, sondern seine Herrschaft wird sich über „die ganze Erde“ erstrecken; ja seine Hoheit wird alles Hohe auf Erden übertreffen; sie wird über die Himmel gesetzt werden.

Verse 2.3

Ps 8,2.3: 2 HERR, unser Herr, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde, der du deine Majestät über die Himmel gestellt hast! 3 Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge hast du Macht gegründet um deiner Bedränger willen, um den Feind und den Rachgierigen zum Schweigen zu bringen.

Der Überrest greift dem Lob vor, das seinem gesalbten König zufließen wird, wenn Er in seine umfassendere Herrlichkeit als Menschensohn eingehen wird. Das Lob beginnt mit dem verachteten Überrest, der durch Babys und Säuglinge dargestellt wird. Gott nimmt das Lob der Schwachen und Verachteten auf, um allen Widerstand gegen Christus zum Verstummen zu bringen, ob er nun von Widersachern innerhalb des Landes [Israel], von dem Feind außerhalb oder von der Bosheit Satans, des Rachgierigen, herrührt.

Verse 4-10

Ps 8,4-10: 4 Wenn ich anschaue deine Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: 5 Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Sohn, dass du auf ihn achthast? 6 Denn ein wenig hast du ihn unter die Engel erniedrigt; und mit Herrlichkeit und Pracht hast du ihn gekrönt. 7 Du hast ihn zum Herrscher gemacht über die Werke deiner Hände; alles hast du unter seine Füße gestellt: 8 Schafe und Rinder allesamt und auch die Tiere des Feldes, 9 die Vögel des Himmels und die Fische des Meeres, was die Pfade der Meere durchzieht. 10 HERR, unser Herr, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde!

Der Rest des Psalms enthüllt und verherrlicht die Hoheit dessen, der als Menschensohn über die gesamte Erde herrschen wird.

Seine Hoheit wird offenbart, indem der Menschensohn dem sterblichen Menschen gegenübergestellt wird. Im Vergleich zu dem unermesslichen Weltraum ist der schwache sterbliche Mensch recht unbedeutend. Im Vergleich jedoch mit Christus – dem Menschensohn – wird die Schöpfung sehr klein, denn Er ist über alle Werke von Gottes Hand gesetzt, und alles ist Ihm unterworfen, „unter seine Füße gestellt“. Es wird mit dem Menschensohn nicht so sein wie mit anderen, die zwar in eine Machtstellung erhoben sein mögen, deren Untertanen sich jedoch ständig in Rebellion und Unterwerfung befinden. Der Menschensohn wird nicht nur die Herrschaft über alles haben, sondern alles wird Ihm vollkommen untertan sein. Auch im Vergleich mit den Engeln hat der Menschensohn eine Herrlichkeit, die die der Engel übersteigt. Zwar ist es wahr, dass Er, um den Tod zu erleiden, ein wenig niedriger als die Engel gemacht wurde, doch in der Folge wird Er mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt, weit über die Engel. So wird, wenn andere Namen vergessen sein werden, sein Name auf der ganzen Erde herrlich sein.

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Übersetzung: S. Bauer


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