Psalm 93

Hamilton Smith

© SoundWords, online seit: 22.02.2014, aktualisiert: 29.01.2018

Die Herrschaft des HERRN

Psalm 93 leitet den zweiten Abschnitt des Vierten Buches ein, der die Psalmen 93–100 umfasst. Er stellt das große Thema dieser Psalmen vor: die Herrschaft Jahwes, das Wesen seines Throns und die Auswirkung seiner Herrschaft.

Vers 1

Ps 93,1: Der HERR regiert, er hat sich bekleidet mit Hoheit; der HERR hat sich bekleidet, er hat sich umgürtet mit Stärke; auch steht der Erdkreis fest, er wird nicht wanken.

Die Anfangsverse greifen auf die Herrschaft Jahwes voraus. Durch das öffentliche Einnehmen seines Throns offenbart der HERR seine Majestät und übt seine Macht aus. Nicht nur, dass Er erhaben ist und Ihm die Macht gehört, sondern wenn Jahwe herrscht, wird sein Königtum offenbar werden, denn „er hat sich bekleidet mit Hoheit“; Er wird seine Macht ausüben, denn „mit Stärke hat er sich umgürtet“. Die segensreiche Folge davon wird sein, dass die Welt endlich zur Ruhe kommen und den Segen einer dauerhaften Herrschaft genießen wird. „Fest steht die Welt, sie wird nicht wanken.“

Vers 2

Ps 93,2: Dein Thron steht fest von alters her, von Ewigkeit her bist du.

Doch der Thron, der auf Erden errichtet wird, ist kein neuer Thron. Er steht fest von alters her; derjenige, der herrscht, ist von Ewigkeit her.

Verse 3.4

Ps 93,3.4: 3 Ströme erhoben, HERR, Ströme erhoben ihre Stimme, Ströme erhoben ihre Brandung. 4 Der HERR in der Höhe ist gewaltiger als die Stimmen großer Wasser, als die gewaltigen Wogen des Meeres.

Während langer Zeitalter hat sich der aufsässige Mensch der Herrschaft Gottes widersetzt. Ströme haben sich erhoben. Die Leidenschaft und der Wille des Menschen hatten sich erhoben wie aufgewühlte und stürmische Wellen, aber so groß die Macht der Menschen auch sein mag, „mächtiger ist der Herr in der Höhe“.

Vers 5

Ps 93,5: 5 Deine Zeugnisse sind sehr zuverlässig. Deinem Haus geziemt Heiligkeit, HERR, auf immerdar.

Wenn der Wille des Menschen wie das Tosen gewaltiger Wasser und wuchtiger Brecher zu siegen und alles vor sich her zu treiben scheint, hat der Glaube etwas, worauf er ruhen kann, nämlich die Zeugnisse bzw. das Wort Gottes. Gottes Zeugnisses sind, wie Er selbst, sehr zuverlässig. Inmitten des Aufstandes des Bösen bleibt sein Thron unberührt. Gott ist von Ewigkeit her und sein Wort ist so zuverlässig wie Er selbst. Überdies ist die Gewissheit und Zuverlässigkeit seines Wortes mit der Heiligkeit seines Hauses verbunden. Gott wird sein Wort erfüllen; gleichzeitig wird Er die Heiligkeit seines Wesens wahren. Wenn wir in den Genuss der Gewissheit seines Wortes kommen wollen, müssen wir die Heiligkeit seines Hauses wahren. „Es gibt keine Heiligkeit getrennt von dem Wort, auch keine Erkenntnis oder Gewissheit getrennt von der Heiligkeit. Der Geist der Wahrheit ist der Heilige Geist, und der Heilige Geist ist der Geist der Wahrheit“ [J.N. Darby: Practical Reflections on the Psalms – Book 4].

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Übersetzung: S. Bauer


Hinweis der Redaktion:

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