Psalm 100

Hamilton Smith

© SoundWords, online seit: 26.02.2014, aktualisiert: 29.01.2018

Eine Aufforderung des wiederhergestellten Volkes Israel an alle Völker auf Erden, den HERRN in seinen Vorhöfen anzubeten

Verse 1.2

Ps 100,1.2: 1 Ein Lob-Psalm. Jauchzt dem HERRN, ganze Erde! 2 Dient dem HERRN mit Freuden; kommt vor sein Angesicht mit Jubel!

Jahwe hat seinen Platz in Zion eingenommen und thront über den Cherubim (s. Ps 99). Die gesamte Erde wird dazu aufgerufen, Jahwe mit Freuden zu dienen und mit Jubel vor sein Angesicht zu kommen. Der gottesfürchtige Überrest hatte unter leidvollen Umständen gedient; nun können alle mit Freuden dienen. Als sie von Feinden umringt waren, kamen die Gottesfürchtigen voller Bangigkeit vor sein Angesicht, nun können alle mit Jubel kommen.

Vers 3

Ps 100,3: Erkennt, dass der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht und nicht wir selbst – sein Volk und die Herde seiner Weide.

Das wiederhergestellte Israel, das aus Erfahrung von Jahwes Güte spricht, kann der gesamten Erde gegenüber ein Zeugnis ablegen. Es kann zu den Völkern sagen: „Erkennt, dass der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht“; alles, was wir sind, verdanken wir Ihm und nicht uns selbst. Im Bewusstsein seiner Beziehung zu Gott kann es sagen: Wir sind „sein Volk und die Herde seiner Weide“. Es ist nicht nur so, dass Er uns geschaffen hat und wir seine Geschöpfe sind, sondern Er hat uns zu seinem Volk gemacht.

Vers 4

Ps 100,4: Kommt in seine Tore mit Lob, in seine Vorhöfe mit Lobgesang! Lobt ihn, preist seinen Namen!

sein Haus wird in den Tagen des Tausendjährigen Reiches so wie einst ein Haus des Gebets für alle Völker sein. Daher werden alle dazu eingeladen, durch seine Tore hindurch in seine Vorhöfe einzuziehen, um Ihm dort zu danken und seinen Namen zu preisen. Das Haus des Gebets wird zu einem Haus des Lobgesangs.

Vers 5

Ps 100,5: Denn gut ist der HERR; seine Güte währt ewig, und seine Treue von Geschlecht zu Geschlecht.

Das wiederhergestellte Israel erkennt, dass aller Segen, in den es eingegangen ist, eine Folge der ewigen Gnade und beständigen Treue Jahwes ist. Durch seine gesamte lange Geschichte des Versagens hindurch hat die Gnade (oder Güte) Jahwes nie aufgehört. Sie „währt ewig“ (nach Darbys Übersetzung). Sie war die Hoffnung der Gottesfürchtigen am dunkelsten Tag gewesen. Weil sie erkannten, dass Gottes Güte ewig währt, wussten sie, dass das Volk schließlich in den Segen eingehen würde. Gleichzeitig ist Gottes Treue genauso ewig während wie seine Gnade. Daraus folgt, dass, während die Gnade das Volk zum endgültigen Segen bringt, die Treue es auf dem Weg zu dem Segen durch die große Trübsal führen muss. Gott erweist Gnade wegen der Not der Menschen und seiner eigenen Liebe; Er handelt getreu wegen der Sünde des Menschen und seiner eigenen Heiligkeit.

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Übersetzung: S. Bauer


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