Psalm 127

Hamilton Smith

© SoundWords, online seit: 22.05.2020, aktualisiert: 23.05.2020

Der HERR als der Erbauer des Hauses und als der Wächter der Stadt

Verse 1.2

Ps 127,1.2: 1 Ein Stufenlied von Salomo. Wenn der HERR das Haus nicht baut, vergeblich arbeiten daran die Bauleute; wenn der HERR die Stadt nicht bewacht, vergeblich wacht der Wächter. 2 Vergeblich ist es für euch, dass ihr früh aufsteht, spät aufbleibt, das Brot der Mühsal esst; so gibt er seinem Geliebten im Schlaf.

Der gläubige Überrest hat bereits anerkannt, dass sie von ihren Feinden verschlungen worden wären, „wenn nicht der HERR für uns gewesen wäre“. Und im Rückblick auf ihre Gefangenschaft können sie ausrufen: „Gepriesen sei der HERR … Unsere Seele ist entkommen“ (Ps 124,1.6.7). Nun schauen sie aus nach dem „Haus“ und zu der „Stadt“, dem Ziel ihrer Reise. Sie bekennen: „Wenn der HERR das Haus nicht baut, vergeblich arbeiten daran die Bauleute; wenn der HERR die Stadt nicht bewacht, vergeblich wacht der Wächter.“

So bekennen die Gottesfürchtigen im Verlauf dieser Stufenlieder (Pilger-Psalmen), dass es der HERR ist, der sie befreit, der sie auf ihrer Pilgerreise bewahrt und der sie in ihrer Heimat gründet, in die sie nun ziehen. Sie hatten die Absicht des HERRN erkannt, Jerusalem aufzubauen „als eine fest in sich geschlossene Stadt“ (Ps 122,3). Und nun anerkennen sie, dass nur der HERR allein in der Lage ist, seine Pläne auch auszuführen.

Wir wissen, dass an einem noch zukünftigen Tag der Tempel in Jerusalem wieder aufgebaut werden wird. Und die Gottesfürchtigen erkennen durch die Führung des Heiligen Geistes, dass alles Menschenwerk umsonst sein wird. Das jüdische Volk, das im Unglauben in sein Land zurückkehrt, wird weder in der Lage sein, seinen Tempel zu bewahren, noch, die Stadt zu bewachen. Egal, wie groß die Anstrengungen auch sein mögen, ob sie früh aufstehen und bis spät aufbleiben oder das Brot der Trübsal essen: Alle menschlichen Anstrengungen werden umsonst sein.

Ganz im Gegensatz zur ruhelosen Kraft des Fleisches werden die Gottesfürchtigen, die auf den HERRN vertrauen, in vollkommener Ruhe bewahrt werden, auch wenn sie von Trübsalen und Leiden heimgesucht werden. Inmitten all der menschlichen Unruhe „gibt er seinem Geliebten im Schlaf“.

Verse 3-5

Ps 127,3-5: 3 Siehe, ein Erbteil des HERRN sind Söhne, eine Belohnung die Leibesfrucht; 4 wie Pfeile in der Hand eines Helden, so sind die Söhne der Jugend: 5 Glückselig der Mann, der seinen Köcher mit ihnen gefüllt hat! Sie werden nicht beschämt werden, wenn sie mit Feinden reden im Tor.

Das Haus und die Stadt sind ohne seine Bewohner nicht vollständig. Und wenn der HERR das Haus baut und die Stadt bewacht, dann gibt Er auch „Söhne der Jugend“ (Darby), d.h. solche, die mit Kraft und jugendlicher Stärke dazu benutzt werden, unter seiner Führung das Haus zu verteidigen und dem Feind im Tor zu begegnen.

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Übersetzung: Frank Cisonna


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