Psalm 128

Hamilton Smith

© SoundWords, online seit: 03.06.2020

Die Gottesfürchtigen erwarten den Segen des Tausendjährigen Reiches, der für die ist, die den Herrn fürchten

In diesem Psalm gehen die Gedanken des gläubigen Überrests über die Zeiten des Bauens, Bewachens und Kämpfens hinaus hin zum Frieden und Wohlstand im Tausendjährigen Reich (Millennium).

Vers 1

Ps 128,1: Ein Stufenlied. Glückselig jeder, der den HERRN fürchtet, der auf seinen Wegen wandelt.

Der erste Vers stellt uns den geistlichen Zustand und die Gesinnung derer vor, die sich an der Gunst Gottes erfreuen. Ihre Kennzeichen sind Gottesfurcht und der praktische Wandel in Übereinstimmung mit seinen Wegen. Dieser Wandel ist nicht von Menschenfurcht oder gesetzlicher Furcht hinsichtlich irgendwelcher Folgen geprägt, sondern ihr gottesfürchtiger Wandel mündet aus ihrer geistlichen Gesinnung.

Verse 2-4

Ps 128,2-4: 2 Denn essen wirst du die Arbeit deiner Hände; glückselig wirst du sein, und es wird dir wohl ergehen. 3 Deine Frau wird wie ein fruchtbarer Weinstock sein im Innern deines Hauses, deine Söhne wie Ölbaumsprossen rings um deinen Tisch. 4 Siehe, so wird gesegnet sein der Mann, der den HERRN fürchtet.

Die Verse 2 bis 4 beschreiben die Segnungen des Gottesfürchtigen. Im Hinblick auf das Tausendjährige Reich sind die Segnungen irdischer und nicht himmlischer Natur (wie für den Christen). Man wird gesegnet sein in seiner Arbeit, glücklich in seinem Geist, gesegnet in allen Umständen und Beziehungen des irdischen Lebens: „Siehe, so wird gesegnet sein der Mann, der den Herrn fürchtet.“

Verse 5.6

Ps 128,5.6: 5 Segnen wird dich der HERR von Zion aus, und du wirst das Wohl Jerusalems schauen alle Tage deines Lebens 6 und sehen die Kinder deiner Kinder. – Frieden über Israel!

Wenn der Gottesfürchtige derart gesegnet ist, soll er sich stets daran erinnern, dass sein Segen vom HERRN kommt. Dieser fließt von Zion aus, dem irdischen Zentrum allen Segens. Denn wenn der HERR von dort regieren wird, dann wird Jerusalem gedeihen und Israel wird Frieden haben.

Im Verlauf all dieser Psalmen erkennen wir wohl, wie alle Segnungen fortlaufend dem HERRN zugeschrieben werden: Es ist der HERR, der die Gefangenen freimacht (Ps 124,6.7); es ist der HERR, der sie auf ihrem Pilgerweg umgibt (Ps 125,2); der HERR befreit Zion von seinen Feinden (Ps 126,1); der HERR baut das Haus und bewacht die Stadt (Ps 127,1); und Er, der HERR, ist die Quelle aller Segnungen im Tausendjährigen Reich.

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Übersetzung: Frank Cisonna


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