Psalm 125

Hamilton Smith

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Der gottesfürchtige Überrest erlebt die Treue des Herrn auf seinem Weg nach Zion.

Während Psalm 124 von der Gnade Gottes zeugt, die Seinen aus der Gefangenschaft zu befreien und in ihnen das Vertrauen auf Ihn zu erwecken, sehen wir nun die Sicherheit derjenigen, die auf den Herrn vertrauen auf dem Pilgerweg nach Zion.

Verse 1.2

Ps 125,1.2: 1 Ein Stufenlied. Die auf den HERRN vertrauen, sind wie der Berg Zion, der nicht wankt, der in Ewigkeit bleibt. 2 Jerusalem –  Berge sind rings um es her: So ist der HERR rings um sein Volk, von nun an bis in Ewigkeit.

Trotz allen Widerstandes und inmitten aller Veränderungen sind doch diejenigen, die auf den Herrn vertrauen, wie der Berg Zion, der nicht wankt und ewig bleibt. Der Grund für ihre Sicherheit liegt darin, dass, genauso wie Jerusalem durch die die Stadt umgebenden Berge geschützt ist, so auch der Herr sein Volk umgibt.

In der Gefangenschaft wurde ihnen versichert, dass der Herr sie auf ewig in ihren Aus- und Eingängen bewahren würde (Ps 121,8). Nachdem sie nun das Land der Gefangenschaft verlassen haben und auf dem Weg nach Zion sind, stellen sie fest, dass der Herr tatsächlich ihr Hüter „rings um sein Volk, von nun an bis in Ewigkeit“ ist.

Vers 3

Ps 125,3: Denn die Rute der Gottlosigkeit wird nicht auf dem Los der Gerechten ruhen, damit die Gerechten ihre Hände nicht ausstrecken nach Unrecht.

Nachdem sie die Befreiung des Herrn erlebt haben, drückt der gottesfürchtige Überrest sein Vertrauen auf den Herrn aus, dass Er auch ausführen wird, was Er in seiner Gnade begonnen hat. So haben sie auch Gewissheit darüber, dass die Stadt, in die sie jetzt ziehen, von der Herrschaft der Bösen befreit werden wird. Ihr Erbe wird somit befreit sein von jeder bösen Macht. Es wird daher keine Versuchung für die Gerechten mehr geben, in eine unheilige Verbindung mit den Bösen zu treten und dadurch ihr Vertrauen auf den Herrn aufzugeben.

Verse 4.5

Ps 125,4.5: 4 Tu Gutes, HERR, den Guten und denen, die aufrichtig sind in ihren Herzen! 5 Die aber auf ihre krummen Wege abbiegen, die wird der HERR dahinfahren lassen mit denen, die Frevel tun. Frieden über Israel!

Der Psalm schließt mit einem Gebet zum Herrn und ist gegründet auf die bekannten Regierungswege Gottes (vgl. Ps 18,26.27). Der Herr tut Gutes denen, die gut sind und aufrichtig in ihren Herzen. Aber diejenigen, die „auf ihre krummen Wege abbiegen“, werden sich letztlich in der Gemeinschaft mit Übeltätern wiederfinden.

Der Psalmist schließt mit dem Wunsch, dass „Frieden über Israel“ sei; dies im Vertrauen darauf, dass Israel letztlich als solche erfunden werden, die auf den Herrn vertrauen.

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Übersetzung: Frank Cisonna


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