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Leitverse: Jesaja 3,9; Judas 7; 1. Korinther 6,9-11
Jes 3,9: Und von ihrer Sünde sprechen sie offen wie Sodom, sie verhehlen
sie nicht.
Jud 7: Wie
Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die sich, gleicherweise
wie jene, der
Hurerei ergaben und anderem Fleische nachgingen, als ein Beispiel vorliegen,
indem sie des ewigen Feuers Strafe leiden.
1Kor 6,9-11: Oder
wisset ihr nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht ererben werden? Irret
euch nicht! Weder Hurer, noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Weichlinge {o.
Wolllüstlinge}, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch
Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Schmäher, noch Räuber werden das Reich
Gottes ererben. Und solches sind euer etliche gewesen; aber ihr seid
abgewaschen, aber ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt worden in
dem Namen des Herrn Jesus und durch den Geist unseres Gottes.
Inhalt
Einleitung
Homosexualität ist Sünde!
Homosexualität — eine Krankheit?
Solange Liebe im Spiel
ist …
Leugnung der Bibel
Schlussfolgerungen aus
der Evolutionstheorie
„Aus dem Hinterzimmer“, das ist ein Ausdruck, der in diesen
Tagen oft benutzt wird von Mitgliedern der Gay-Bewegung.
Gemeint ist der Gedanke, dass das, was einmal geheim und schamhaftig
hinter verschlossenen Türen praktiziert wurde, nun öffentlich anerkannt und in
der Gesellschaft allgemein akzeptiert wird. In unserer Kultur wird
Homosexualität in steigendem Maße als eine sexuelle Vorliebe oder ein
alternativer Lebensstil bezeichnet, und die Akzeptanz jeder Art der sexuellen
Orientierung wird allgemein als eines der Kennzeichen einer erleuchteten
Gesellschaft angesehen.
Ist diese neu gefundene Freiheit wirklich ein Nutzen, den wir
lange vermisst haben, während Homosexualität hinter verschlossenen Türen
praktiziert wurde? Oder ist Homosexualität eine sündige Irreführung, die man
aus dem Hinterzimmer herausgelassen hat?
Nach der Bibel ist Homosexualität Sünde. Als Sünde kann sie
vergeben werden. Aber wir wollen uns nicht irreführen lassen von dem Gedanken,
dass
homosexuelles Verhalten keine Sünde sei. In 1. Korinther 6,9 warnt uns Gott, dass wir
uns nicht täuschen lassen und denken sollten, dass bestimmte Praktiken keine
Sünde wären. Und eine der sündigen Praktiken, die in 1. Korinther 6 aufgelistet
wird, ist die Homosexualität.
Ein wachsender Anteil der christlichen Gesellschaft hat
aufgehört, auf diese Warnungen zu achten. Andere Christen sind langsam durch
unsere Kultur einer Gehirnwäsche unterzogen worden. Sie glauben jetzt, dass
Homosexualität ein optionaler Lebensstil ist, der vielleicht bedauernswert ist,
aber nicht sündig. Es wird behauptet, dass uns nur unsere traditionellen Wurzeln
dazu gebracht haben, Homosexualität als ein soziales Stigma zu betrachten. Man sagt uns,
dass wir doch unsere
puritanischen Aufhänger fallen lassen sollten und die Freiheit genießen
sollten, die dann verfügbar ist, wenn wir nur unsere historischen Scheuklappen
wegnehmen würden. Aber solch ein Denken ist Teil der Irreführung, welche mit
der Homosexualität aus dem Hinterzimmer herausgekommen ist.
Solch
ein Blickwinkel ist nur möglich, wenn wir die Bibel wegwerfen. Unter dem
alttestamentlichen Gesetz war homosexuelles Verhalten eine Sünde, die mit dem
Tod bestraft wurde.
3Mo 20,13: Und
wenn ein Mann bei einem Mann liegt, wie man bei einer Frau liegt, so haben
beide einen Gräuel verübt; sie sollen gewisslich getötet werden, ihr Blut ist
auf ihnen.
Es
gab nur eine begrenzte Anzahl von Sünden, die unter dem mosaischen Gesetz durch
den Tod bestraft wurden und die Praxis der Homosexualität war eine davon.
Konnte Gott in klareren Ausdrücken den Ernst dieser Sünde mitteilen? Einige gut
meinende Leute haben versucht, die starken Worte des mosaischen Gesetzes
dadurch abzuschwächen, indem sie uns daran erinnert haben, dass wir nicht länger
unter dem Gesetz des Alten Testamentes stehen. Wir sind jetzt unter Gnade. Sie
weisen darauf hin, dass wir Homosexuelle heutzutage nicht zum Tode bringen, weil
Christus des Gesetzes Ende ist (Röm 10,4). Das ist alles sehr wahr. Aber das
bedeutet nicht, dass Gott Seine Sichtweise bezüglich der homosexuellen Praktiken
geändert hat. Während die zeremoniellen und die bürgerlichen Gesetze und die
Todesstrafen unter dem Alten Bund heute nicht mehr wirksam sind, ist es doch so,
dass die moralischen Werte des
Schöpfers sich nicht verändert haben. Gottes moralischer Standard ändert sich
nie (s. Mal 3,5.6). Wenn wir sagen, dass homosexuelle Aktivität nicht
länger Sünde sei, weil sie nicht länger mit dem Tod bestraft wird, dann täuschen
wir uns selbst.
Ein
anderer Teil des Irreführungspaketes, das mit der Homosexualität aus dem
Hinterzimmer herausgekommen ist, ist der Gedanke, dass diese spezielle sexuelle
Orientierung eine Krankheit sei. Als Krankheit kann sie nicht als Sünde betrachtet
werden, sondern vielmehr als ein abnormaler Zustand, der toleriert werden muss —
man müsse sie nur schrittweise behandeln.
Es ist wahr,
dass es scheint, dass
gewisse Einzelpersonen mehr zur Homosexualität neigen als andere. Aber dasselbe
kann auch gesagt werden von okkulten Praktiken oder Drogenmissbrauch. Die
Tatsache, dass eine Person eine Schwachheit hat oder eine Sucht auf einem
bestimmten Gebiet (vielleicht sogar eine genetische Neigung dafür) hat, macht
diese besondere Praxis noch lange nicht angenehm für Gott. Aussprüche wie „Ich kann auch nichts dafür, ich bin so
geboren“ oder „Gott hat mich so
geschaffen, was kann ich noch tun“ sollten uns sicherlich dazu motivieren, dem
Homosexuellen zu helfen, aber solche Aussagen verändern nicht den biblischen
Standard. Überhaupt können dieselben Entschuldigungen auch von heterosexuellen
(geschlechtlich normal veranlagten) Hurern und Ehebrechern gebraucht werden. Die
Bibel lässt keinen Zweifel, dass homosexuelles Verhalten keine Krankheit ist,
sondern eine sexuelle Perversion.
3.
Mose 18,22 zeigt klar, dass die Praxis der Homosexualität außerhalb der Grenzen
liegt, die Gott für den Sex zwischen zwei Menschen gesetzt hat. („Und
bei einem Mann sollst du nicht liegen, wie man bei einer Frau liegt: Es ist
ein Gräuel.“)
Paulus
schreibt in Römer 1, dass Homosexualität ein Abweichen von Gottes ursprünglichen
Gedanken für Sex zwischen einem Mann und einer Frau in der Ehe ist.
Röm 1,27: … als auch gleicherweise die Männer, den natürlichen Gebrauch der Frau verlassend, in ihrer Wollust zueinander entbrannt sind, indem sie Männer
mit Männern Schande trieben und den gebührenden Lohn ihrer Verirrung an sich
selbst empfingen.
Die Ausbreitung von Krankheit, die allgemein mit
homosexuellen Praktiken verbunden ist, scheint Zeuge zu sein von dieser
Wahrheit der Schrift. Gottes Blickpunkt ist, dass homosexuelles Verhalten ein
unnatürliches und unanständiges Abweichen von Seinen moralischen Standards ist.
Eine
weitere Irreführungs-Idee, die aus dem Hinterzimmer mit der Homosexualität
herausgekommen ist, besagt, dass diese Form von Sex nicht sündig sei, wenn sie
in Liebe praktiziert wird. Man sagt dann, dass Homosexualität in der Bibel
abgelehnt wurde, weil diese Praxis oft mit Missbrauch und Gewalt verbunden war.
Gottes Gericht von Sodom und Gomorra, in 1. Mose 19 zum Beispiel, sei nicht
wegen der Homosexualität als solcher, sondern vielmehr wegen dem Mangel an
Liebe und Aufmerksamkeit gegen andere und dem Unglaube gegen Gott gewesen.
Dasselbe wird in Bezug auf den Zustand in Gibea in
Richter 19 behauptet, und der Abschnitt in Römer 1 verurteilt nach dieser Meinung
Homosexualität nur, weil sie durch Heiden praktiziert wurde.
Wenn
Homosexualität im Kontext von Liebe und Hingabe praktiziert würde, so geht das
Argument weiter, dann könnten homosexuelle Beziehungen und selbst „Ehen“
gesunde und wohltuende Beziehungen sein. Das Problem mit dieser Meinung ist
natürlich, dass dieser Gedanke überhaupt keine Unterstützung in der ganzen
Heiligen Schrift findet. Wo ist die Schriftstelle, die wenigstens annähernd
ausdrückt, dass liebende homosexuelle Beziehungen von Gott anerkannt werden? Die
wilde Annahme, dass die schöne Freundschaft zwischen David und Jonathan eine
homosexuelle Beziehung gewesen sei, ist eine flagrante Verletzung der
Grundsätze biblischer Auslegung. Wann immer wir unsere eigenen Ideen und
Wünsche in die Bibel hineinlesen, berauben wir Gott Seine Stellung der
Autorität, um aus der Bibel zu unseren Herzen zu sprechen.
Nach Judas 7 wurden die Städte Sodom und Gomorra gerichtet
wegen ihrer sexuellen Perversionen und nicht wegen ihrer Selbstsucht oder ihrem
Unglauben. Sexuelle Perversion wird nicht nur definiert als Sex ohne Liebe. Sex
im ehelichen Band, das Gott aufgerichtet hat, kann praktiziert werden ohne
Liebe. Während dieses sicherlich ein Abweichen von Gottes Ideal ist, so ist es
doch keine sexuelle Perversion. Die Praxis der Homosexualität allerdings, mit
oder ohne „Liebe“, ist eine Form der sexuellen Perversion und wird
durch die Bibel verurteilt.
Von Anfang an war es Gottes Absicht, dass ein Mann seinen
Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen sollte und die beiden
ein Fleisch sein sollten (1Mo 2,24). Der Herr Jesus hat in keiner Weise
diese Schöpfungsordnung verändert — siehe Matthäus 19,5. Wenn Homosexualität
mit „Liebe“ für Gott wirklich annehmbar wäre, dann würde diese Praxis nicht
zusammen mit Götzendienst, Ehebruch, Stehlen, Trunkenheit und Schmähung in 1.
Korinther 6,9-10 aufgeführt werden. Der Text würde sexuelle Gewalt oder
sexuellen Missbrauch als Sünde auflisten anstatt Homosexualität. Das würde dann
auch in derselben Weise wahr sein von 1. Timotheus 1,8-11. Homosexualität, die in
einem Kontext von „Liebe und Hingabe“ praktiziert wird, bleibt genauso
Sünde
wie Ehebruch oder Götzendienst, wenn sie mit sogenannter „Liebe und Hingabe“
praktiziert werden. Wenn wir über diese Schriftstelle einfach so hinweggehen,
dann leugnen wir die klare Belehrung der Bibel und wählen den Weg der
Irreführung.
Viele Homosexuelle haben den Weg gewählt, die Bibel als das
Wort Gottes zu leugnen. Leugnung der Bibel ist wirklich der einzig mögliche
Weg, homosexuelle Aktivität zu rechtfertigen. Bewunderungswürdigerweise haben
atheistische Humanisten auf der Grundlage von „Was ist das Beste für die
Menschheit?“ versucht, Fälle zu konstruieren, sowohl für als auch gegen die
Praxis der Homosexualität. Diese Art von Überlegungen sind so ähnlich, wie zu
versuchen, auf ein frei schwebendes Fundament zu bauen. Unglücklicherweise haben
die meisten dieser Humanisten nicht die logischen Konsequenzen ihrer Leugnung
Gottes und der Bibel durchdacht. Sie sehen nicht, dass ohne den Gott der Bibel
und Seine absoluten moralischen Standards, die in der Bibel gegeben werden, es
keine Grundlage gibt, um irgendein moralisches Urteil zu fällen. In diesem
Zusammenhang werden alle menschlichen Urteile und gesellschaftlichen Gesetze relativ und
schlussendlich
bedeutungslos.
Da die Christen nicht immun sind gegen eine ständige
Gehirnwäsche durch humanistische Ideen, die die Gedankenmühlen unserer
Gesellschaft gefärbt und verändert haben, mag diese philosophische Verführung
für manche schwer zu erkennen sein. Lasst uns sie deshalb einmal Schritt für
Schritt durchdenken.
Ist es nicht in Wirklichkeit so, dass jeder rationale oder
logische Versuch, irgendwelche moralischen Werte in eine Gesellschaft
einzubauen, scheitern muss, wenn die Mitglieder nichts anderes sind als
molekulare Komplexe in einem Evolutionsprozess? Es ist doch so, wenn es keinen
Schöpfer gibt, dann werden menschliche Wesen dazu
reduziert, nicht mehr zu sein als
komplexe Gebilde von Molekülen, die sich über lange Zeitperioden durch
zufällige Mutationen aus dem Nichts entwickelt haben. Können solche „Moleküle“
irgendeine Bedeutung haben? Können Kollektionen von Molekülen irgendeine schlussendliche Bedeutung oder einen Wert haben oder moralische Urteile
aufstellen? Ist es philosophisch gesehen möglich zu glauben, dass irgendwelche
sozialen Werte oder Gesetze entwickelten Molekülen aufgezwungen werden können oder
auch sollten? Wenn wir als menschliche Wesen Moleküle in einem Evolutionsprozess
sind, dann haben moralische Aussagen wie „Tue anderen, was du selbst möchtest,
dass man dir tut“ oder „Mord ist falsch“ logischerweise kein Gewicht mehr. Wenn
Moleküle keinen letztendlichen Wert oder Bedeutung haben, macht es dann
irgendeinen Unterschied, wenn ein entwickeltes komplexes Arrangement von
Molekülen (genannt eine Person) zufällig ein anderes komplexes Arrangement von
Molekülen (eine andere Person) „tötet“? Oder besteht irgendein Unterschied,
wenn zwei Gebilde von Molekülen interagieren, um „Sex zu haben“ mit einem
anderen, unabhängig davon, ob dieses andere Gebilde „männlich“ oder „weiblich“
genannt wird?
So ist das, wenn es keinen Schöpfer gibt und wenn die Bibel nur
eine Sammlung von weisen Sprüchen und menschlichen Ideen über irgendein
hypothetisches höheres Wesen ist, welche vor langer Zeit durch einen kleinen
Teil der entwickelten Menschheit geschrieben wurde. Wenn das so wäre, dann
gibt es überhaupt keine moralische Autorität und alles ist vorbei. Jeder, aber
auch jeder moralische Wert, den ein menschliches Wesen (erinnere dich, wir sind
nur entwickelte Moleküle!) versuchen kann aufzustellen, ist vollständig
bedeutungslos. Wenn die menschliche Rasse aus dem Nichts gekommen ist und
letztendlich im Nichts verschwinden wird, wenn das Universum in seinem feurigem
Tod endet, was macht es dann für einen Unterschied, wenn nicht-moralische
molekulare Gruppierungen irgendetwas in der Zwischenzeit tun, was sie gerne
möchten? Homosexuelles Verhalten würde nicht sündiger sein, als molekulare Zellhaufen in einem Reagenzglas zu
mischen. Kein Wunder also, dass die Grundlinie dieses Irreführungspaketes, das
aus dem Hinterzimmer gekommen ist, ein Versuch ist, die Bibel als das
autoritative Wort Gottes zu leugnen.
Leider ist es allerdings so, dass für solche, die die Bibel
mit dieser Denkmethode ablehnen, solche Handlungen wie Stehlen und Mord in gleicherweise nicht
sündiger sind, als molekulare Zellhaufen in einem Reagenzglas zu mischen.
Ohne die Bibel ist jede Grundlage für Gesetz und Ordnung oder für irgendein
moralisches Urteil in der Gesellschaft vorbei. Wenn die Bibel akzeptiert wird
und vernünftig gelesen und ausgelegt wird, sehen wir, dass der Gott der Bibel
die Praxis der Homosexualität nicht verurteilt, ohne auch Liebe und Hoffnung
für homosexuelle Personen anzubieten. Wir lesen in 1. Korinther 6, dass einige
der Christen in Korinth früher Homosexuelle waren, aber sie waren Christen
geworden, und in Christus hatten sie nicht nur alle ihre Sünden vergeben
bekommen, sondern sie waren auch fähig, von ihrem früheren homosexuellen
Lebensstil frei zu sein. Sie waren nun gewaschen und geheiligt (V. 11). Das
bedeutet nicht, dass sie nicht länger Versuchungen begegneten. Gewaschene und
geheiligte heterosexuelle (geschlechtlich normal veranlagte) Korinther hatten
auch mit sexuellen Versuchungen zu kämpfen, aber in Christus hatten sie auch
Sieg gefunden. Dieselbe Kraft Christi ist auch heute verfügbar.
Wachsende Christen dürfen Homosexuelle, die aus dem
Hinterzimmer herausgekommen sind, weder fürchten noch ignorieren noch missachten oder vergessen, sondern müssen zu ihnen ausgehen in christlicher
Liebe und ihnen Christus anbieten. Das ist der einzige Weg, aus der Irreführung
herauszukommen.
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Zitat
aus dem Koalitionsvertrag der Landesregierung Schleswig-Holstein (2001):
7.7 Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebensformen
Allgemeine Grundsätze
Lesben und Schwule sind nach wie vor im Alltag, im
Berufsleben und durch zahlreiche gesetzliche und Verwaltungsvorschriften
benachteiligt. Die Koalitionspartner sind der Auffassung, dass alle Bürgerinnen
und Bürger Schleswig-Holsteins gleich behandelt werden sollen. Die von SPD und
GRÜNEN getragene Landesregierung wird daher eine aktive
Antidiskriminierungspolitik betreiben, die den Abbau jeglicher rechtlicher
Ungleichbehandlung aufgrund gleichgeschlechtlicher Lebensformen, den Abbau von
Vorurteilen gegen und der Diskriminierung von Lesben und Schwulen im Berufsleben
und im Alltag sowie die Bekämpfung von Gewalt gegen Schwule und Lesben zum Ziel
hat. …
Alle Gesetze, Verordnungen, Erlasse und
Verwaltungsvorschriften des Landes sind an den o.a. Grundsätzen zu orientieren.
Bestehende rechtliche Regelungen werden daraufhin überprüft werden, ob durch sie
Lesben und Schwule benachteiligt werden und ggf. mit dem Ziel der Aufhebung
dieser Benachteiligung geändert.
Das Land Schleswig-Holstein wird in seinem
Kompetenzbereich die Partnerinnen und Partner gleichgeschlechtlicher
Lebensgemeinschaften als Angehörige anerkennen. Es wird darauf hinwirken, dass
die Kreise und Kommunen Schleswig-Holsteins z.B. bei der Wohnungsvergabe
entsprechend verfahren.
Im Ministerium für Arbeit, Soziales, Jugend und Gesundheit
wird ein Referat für gleichgeschlechtliche Lebensformen eingerichtet.
Das Land fördert Projekte und Initiativen mit dem Ziel
lesbischer und schwuler Emanzipation. Dazu wird im Einzelplan 10 des
Landeshaushalts ein neuer Haushaltstitel eingerichtet.“
Zitat:
Wowereit
selbst bekannte sich vor den Delegierten zu seiner
Homosexualität. „Ich bin schwul und das ist gut so. Ich habe nie
schwule Politik gemacht, sondern als Schwuler Politik“, sagte
Wowereit. Er erntete dafür frenetischen Beifall des
Parteitages.
(ZDF;11.06.2001)
Zitat:
Die türkischen Medien blicken derweil
erstaunt nach Europa und berichten über den „Aufstieg der Schwulen in der
Politik“. „Während man in der Türkei darüber diskutiert, ob Tarkan schwul ist,
ist in Europa diese sexuelle Vorliebe sogar auf der politischen Bühne kein Tabu
mehr“, schreibt „Hürriyet“ und verweist unter anderem auf den
Fraktionsvorsitzenden der Berliner SPD, Klaus Wowereit. Dienstag 12. Juni 2001,
12:54 Uhr. (dpa)
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