Nackt weggerannt
Apostelgeschichte 19,16

Philip Nunn

© SoundWords, online seit: 22.04.2006, aktualisiert: 08.07.2019

Leitvers: Apostelgeschichte 19,16

Apg 19,16: Sie rannten nackt aus dem Haus.

Vielleicht finden nur ernsthaft gestörte Personen Gefallen daran, nackt aus dem Haus zu rennen. Für die meisten von uns ist schon allein der Gedanke daran ein alarmierender Alptraum! Interessanterweise kommen die Worte nackt oder Nacktheit fast einhundertmal in der Bibel vor, sie sind verbreitet vom ersten Buch Mose bis zur Offenbarung. Es ist ein sehr lebendiges und emotional geladenes Wort, das mit starker Wirkung figurativ (bildlich) benutzt wird. Manchmal wird es in einem positiven Sinn gebraucht, um sexuelle Intimität, Realismus oder Transparenz auszudrücken (3Mo 18,16; Heb 4,3). Es wird auch im negativen Sinn gebraucht, um die Vorstellungen von Armut, Schutzlosigkeit, Alleinsein, Niederlage oder Beschämung herüberzubringen. Nahum prophezeit gegen Ninive: „Siehe, ich will an dich, spricht der Herr der Heerscharen. Ich werde deine Kleidersäume aufdecken bis über dein Gesicht, und werde die Nationen deine Nacktheit sehen lassen und die Königreiche deine Schande“ (Nah 3,5).

Aber der Ausdruck wird auch in einem buchstäblichen Sinn benutzt. Wir wissen, dass Adam und Eva anfangs nackt lebten. Sie befanden sich in einem Zustand der Unschuld. Wir lesen von einem Mann, der auf einem Friedhof lebte. Er war von Dämonen besessen (Lk 8,27). Doch es verwirrt uns vielleicht ein bisschen, wenn wir lesen, dass der König Saul „seine Kleider auszog und weissagte, er selbst auch, vor Samuel, und nackt da lag diesen ganzen Tag und die ganze Nacht“ (1Sam 19,24) oder dass der Prophet Micha darüber informierte, dass er „barfuß und nackt gehen“ wollte (Mich 1,8), oder dass der Herr selbst Jesaja aufforderte, als ein eindrucksvolles prophetisches Zeichen drei Jahre lang nackt herumzulaufen (Jes 20,2.3). Das sind buchstäbliche Ausdrucksweisen, doch sie müssen in ihrem Kontext verstanden werden. Das Wort nackt kann auch bedeuten: „nur in der Unterwäsche“, oder: „spärlich und ärmlich bekleidet“. Ihre Verhaltensweise hat natürlich die öffentliche Aufmerksamkeit auf sie gezogen, aber sie wurde nicht als unmoralisch angesehen. Die folgenden fünf Situationen geben uns einige nützliche Lektionen:

1. Frei von Scham

„Und der Mensch und seine Frau waren beide nackt, und sie schämten sich nicht“ (1Mo 2,25). Das war Gottes ursprünglicher Plan. Doch wir haben gesündigt, unsere Augen wurden geöffnet, und unser nackter Lebensstil wurde ein Grund zur Scham. Scham führte zur Furcht, und wir fühlten den Drang, uns zu bedecken und zu verstecken. Scham und Furcht wurden Werkzeuge in Satans Händen, um das erlöste Volk Gottes zu verkrüppeln und zu lähmen. Wir machen uns Sorgen um unser Image, unser Aussehen. Wir fürchten, andere könnten herausfinden, dass wir nicht so gut, so selbstlos oder so geistlich sind, wie sie vielleicht denken. Diese Furcht treibt uns dazu, anderen etwas vorzumachen, religiöse Feigenblätter zusammenzuheften und diese Nacktheit zu verstecken. „Der Herr Gott machte Kleidungsstücke aus Fell für Adam und seine Frau, um sie zu bekleiden“ (1Mo 3,21). Sobald wir unsere versteckte Sünde bekennen und verwerfen, sobald wir Gottes völlige Vergebung akzeptieren, werden Scham und Schuld durch Frieden und Freude ersetzt. Wenn Gott auf uns sieht, sieht er das Opfer des Christus. Wenn andere auf uns sehen, werden sie sehen, was Christus immer noch an uns tut. Wenn wir uns vom Herrn völlig akzeptiert fühlen, vergeht unser Drang, etwas zu verstecken und vorzuspielen. Wir stehen frei da vor Gott und den Menschen.

2. Verpasste Gelegenheiten

Nachdem Er das Mahl des Herrn in jenem Obersaal eingesetzt hatte, ging Jesus mit seinen Jünger in einen Garten. Dort war es auch, wo Judas den Herrn küsste, um Ihn zu verraten. An dieser Stelle fügt Markus, keiner von den zwölf Jüngern, zwei Verse ein: „Ein junger Mann, der ein Leinentuch um den nackten Leib geworfen hatte, folgte ihm, und sie ergreifen ihn. Er aber ließ das Leinenhemd zurück und floh nackt“ (Mk 14,51.52). Wer war dieser junge Mann? Was tat er da, als er nachts in ein Tuch gewickelt herumlief? Warum stehen diese beiden Verse in der Bibel? Die Kommentatoren legen nahe, dass Markus hier vermutlich von sich selbst spricht. Es war seine Art, seine Initialen auf das Bild zu malen, seine Art zu sagen: „Ich war auch dabei.“ Markus war vielleicht der Sohn des Besitzers des großen Hauses, in dem das Abendmahl des Herrn stattfand (Mk 14,14; Apg 12,12). Er wachte auf, weil er seltsame Geräusche aus dem Garten Gethsemane hörte, griff sich das, was gerade in der Nähe lag, ein Tuch, und rannte aus seinem Haus, um zu sehen, was sich draußen abspielte. Wer er auch war, er war neugierig, schlecht vorbereitet, und verließ am Ende die Szene, indem er nackt wegrannte!

Begegnen uns vielleicht neue Möglichkeiten zum Dienst, während wir schlafen und unvorbereitet sind? Petrus ermutigte die Gläubigen: „Seid immer vorbereitet zu antworten“ (1Pet 3,15). Man kann religiösen Traditionen folgen und sie verteidigen, ohne darüber nachzudenken. Aber echte biblische Überzeugungen zu erwerben, kostet einen Preis. Die Gemeinschaft mit Christus muss gepflegt werden. Diejenigen, die nur mitmachen, weil sie religiöse Abenteuer für sich persönlich suchen, werden bald wieder weggehen. Sind wir darauf vorbereitet, für Jesus dazustehen, wenn andere drohen, lachen oder wegrennen? Außerdem legt der Herr gute Werke vor uns hin (Eph 2,10). Bereiten wir selbst uns vor, uns darin auch zu engagieren? Entwickeln wir unsre Gaben? Wachsen wir weiter? Paulus ermutigte Timotheus, „nützlich für den Hausherrn und zu jedem guten Werk vorbereitet“ zu sein, und „bereit zu stehen zu gelegener und ungelegener Zeit“ (2Tim 2,21; 4,2). Wenn wir warten, bis wir „professionell“ genug sind, bevor wir versuchen, dem Herrn zu dienen, werden wir wahrscheinlich spät damit beginnen und dann den Herrn durch unsere Selbstgefälligkeit einschränken. Auf der anderen Seite wäre es sehr schade, wenn wir bei interessanten Gelegenheiten zum Dienen nackt davon laufen würden, einfach weil wir nicht darauf vorbereitet waren.

3. Dem Dämonischen begegnen

„Aber auch einige von den herumziehenden jüdischen Beschwörern unternahmen es, über die, welche böse Geister hatten, den Namen des Herrn Jesus anzurufen … Es waren aber sieben Söhne eines jüdischen Hohenpriesters Skevas, die dies taten. Der böse Geist aber antwortete und sprach zu ihnen: Jesus kenne ich, und von Paulus weiß ich. Aber ihr, wer seid ihr? Und der Mensch, in dem der böse Geist war, sprang auf sie los und bezwang sie miteinander und überwältigte sie, so dass sie nackt und verwundet aus jenem Haus entflohen“ (Apg 19,13-16). Gibt es immer noch Dämonen? Können sie heute immer noch Menschen quälen?

Das Dämonische erfährt in christlichen Kreisen im Westen viel Aufmerksamkeit, besonders in den letzten zwanzig oder dreißig Jahren. Das ist wahrscheinlich ein Ausdruck für den wachsenden Trend zu gottlosen und okkulten Praktiken im Westen. Manche Christen reagieren darauf mit einer übergroßen Begeisterung, die bis ins Theatralische geht. Manche gehen schließlich so weit, alles mit Dämonen zu erklären. Aber es gibt auch solche Christen, die einer akademischen Theologie anhängen, die den Verletzten erklärt, dass sie nicht verletzt sind. Solchen Christen fehlt es nicht an Liebe. Ihre Art, die Bibel in ein System einzuordnen, führt sie fast zwingend dahin, das bedrückende Handeln von Dämonen in der heutigen Zeit zu verneinen. Um es allgemeiner auszudrücken: Christen glauben an die Existenz von Engeln hier zu Hause und an die von Dämonen ganz weit weg – gewöhnlich auf irgendeinem entfernten Missionsfeld.

Als Christen wissen wir alle, dass Christus die einzige Antwort ist. Wir sind überzeugt, dass in dem Namen von Jesus Macht liegt, aber … wie können wir denen, die bedrängt, gequält und gefangen sind, helfen, zur Freiheit zu gelangen? Man mag geneigt sein, in Begriffen wie Heilszeiten [Dispensationen] oder vielleicht Bündnissen zu denken. Diese lehrmäßigen Zuordnungen machen deutlich, wie Gott seine Handlungsweise mit den Menschen über die Zeit hin verändert hat. Aber keine von diesen schließt die Möglichkeit aus, dass Dämonen auch noch heute aktiv sind. Die Bibel spricht ganz natürlich über die Existenz böser Geister. Sie sind ein Teil von Gottes Schöpfung, genau wie Steine, Bäume, Tiere und Engel; egal, ob du Charismatiker oder strenger Anti-Charismatiker bist. Ich bin der Meinung, dass es nicht zur Charismatikerdebatte gehört zu helfen, jene von Dämonen Gequälten zu befreien; es gehört nicht zu den „Geistesgaben“.

Es ist ganz offensichtlich, dass dieses Thema zu einigen Kontroversen führt. Als es einmal ganz offensichtlich war, dass Jesus einen Dämon ausgetrieben hatte, kamen einige Pharisäer zu dem Schluss, dass Jesus dazu die Macht Satans einsetzte (Mt 9,32-34). Manche Juden dachten, dass Jesus selbst von einem Dämon besessen war (Joh 10,19.20). Wenn wir versuchen, Menschen zu helfen, besonders solchen aus einem schwierigen Hintergrund, werden wir wahrscheinlich Hinweisen auf eine dämonische Wirksamkeit begegnen. Was sollen wir dann tun? Das verneinen, was deutlich vor uns steht? Wegrennen? Ihnen vorschlagen, dass sie woanders hingehen sollen?

Sicher kann uns der Herr zu einer wirklichen Lösung führen! Sollten wir denn nachmachen, was andere tun? Die sieben Söhne von Skevas waren Juden, keine Christen, und sie hatten bis zu einem gewissen Grad Erfolge beim Austreiben von Dämonen. Manche, die nicht Jesus nachfolgten, haben ebenfalls Dämonen ausgetrieben (Mk 9,38). Eine klare Warnung, dass man nicht alles, was „funktioniert“, nachahmen sollte, finden wir in Mt 7,22.23: „Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan? Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt. Geht von mir weg, ihr Übeltäter!“ Das legt nahe, dass Dämonen manchmal verschwinden, wenn Nicht-Christen den Namen von Jesus benutzen. Nicht alles, was „erfolgreich aussieht“, sollte man imitieren. Das heißt, Leute mit einem Hirtenherz, wie Jesus, werden sich mehr Gedanken darum machen, anderen Menschen dabei zu helfen, in Christus frei zu leben, als darüber, wie sie eine mögliche Auseinandersetzung vermeiden können. Wenn wir hier keine wirksame und biblische Lösung finden, dann werden wir die Verletzten weiter in ihrem Schmerz lassen, oder wir selbst werden erleben, wie wir bei der nächsten schwierigen Situation nackt davonlaufen.

4. Kleidung für eine gewisse Zeit

Der sehr praktische Apostel Jakobus macht die christliche Pflicht gegenüber einem Bruder oder einer Schwester sehr deutlich, der/die „nackt ist [so wörtlich im Griechischen!] und dem es an der täglichen Nahrung fehlt“ (Jak 2,15). Wir sollen sicherstellen, dass er nicht nackt und hungrig bleibt. Tatsächlich identifiziert sich der Herr selbst derartig mit den Gläubigen, die schmerzvoll die Not erleben, dass Er sagte: „Ich war hungrig, und ihr gabt mir zu essen, ich war durstig, und ihr gabt mir zu trinken, ich war ein Fremder, und ihr nahmt mich auf, ich war nackt, und ihr habt mich bekleidet, ich war krank, und ihr besuchtet mich, ich war im Gefängnis, und ihr kamt zu mir … Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem der geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,35-40). Wenn diese Worte unseres Herrn Jesus uns nicht dazu bewegen, für andere zu sorgen, uns um sie zu kümmern und großzügig zu sein, sind wir wahrscheinlich innerlich tot!

Der König Salomo kam zu dem Schluss: „Wie der Mensch aus dem Leib seiner Mutter hervorgekommen ist, nackt wird er wieder hingehen, wie er gekommen ist, und für seine Mühe wird er nicht das Geringste davontragen, das er in seiner Hand mitnehmen könnte“ (Pred 5,15). Vor ein paar Wochen ist mein Schwiegervater heimgegangen. Als Christ war er ein ehrlicher Arbeiter und hat gut davon gelebt. Doch er konnte nichts Materielles mit sich nehmen. Du und ich werden ihm bald folgen. Wie sehen wir auf die materiellen Dinge, die wir besitzen? Wir sind nur Verwalter für eine gewisse Zeit.

5. Kollektive Täuschung

Vielleicht hast du einmal die Geschichte „Des Kaisers neue Kleider“ von dem dänischen Erzähler Andersen (1837) gehört. Zwei Schwindler kamen in eine Stadt, webten dort unsichtbare Stoffe und verkauften dann dem Kaiser einen prächtigen unsichtbaren Anzug. Jeder wusste, dass nur die „Dummen“ das unsichtbare Material nicht sehen konnten. Der Kaiser hatte zwar seine Zweifel, aber er wollte bloß niemanden wissen lassen, dass er dumm war. Die Schwindler halfen ihm, die unsichtbaren Kleider anzuziehen, und dann zeigte er sich seinem Volk. Alle brachten ihre Bewunderung für solche feinen Farben und solch ein hübsches Muster zum Ausdruck. Keiner war ja dumm. Schließlich rief ein Kind laut: „Aber er hat ja gar nichts an!“ Da wurden den meisten die Augen geöffnet! – Diese Geschichte lässt uns an Gläubige in Gemeinden wie in Laodizea denken. Da war es kein Kind, sondern Christus selbst, der ausrief: „Du bist … nackt!“ (Off 3,14-16). Die Gläubigen in Laodizea hatten sich gegenseitig die Überzeugung vermittelt, dass sie ganz o.k. waren.

Zuerst denken wir vielleicht noch, dass eine bestimmte Praxis oder Auslegung etwas „seltsam“ ist. Doch schon bald ertappen wir uns selbst dabei, dass wir sie akzeptieren, wiederholen und bekräftigen. Wir zitieren alle die gleichen Kommentare, wir lächeln uns gegenseitig zu auf den Konferenzen, wir nicken, und wir praktizieren oder wiederholen sie immer weiter. Nur die „Dummen“ und die „Ungeistlichen“ können das nicht so sehen. Ob wir es mögen oder nicht, unser Denken wird durch diesen sozialen Druck beeinflusst. Diese traurige Verdrehung der Realität, wie sie in Laodizea deutlich wird, ist in konservativen Gemeinden genauso verbreitet wie in liberalen. Möge der Herr unsere Furcht wegnehmen und unsere Augen öffnen, dass wir die Realität so sehen und annehmen wie Er sie sieht. Vielleicht bewundern viele Leute unsere Argumente und unsere Lehre, sind viele begeistert von unserem einsatzfreudigen und „effektiven“ Dienst, beneiden viele unsere wachsende Kirche und doch, wenn der Herr sagt: „Du bist nackt“, dann ist das die Realität. Es wird so lange keine Veränderung zum Guten geben, bis wir demütig seiner Beurteilung zustimmen.

Schluss

Negativ betrachtet, sollten wir lernen und arbeiten und uns dadurch vorbereiten, um den Dienst zu erfüllen und alle die guten Werke zu auszuführen, die der Herr uns nach seinem Willen tun lassen will. Wir sollten es uns zum Ziel setzen, nicht nackt aus solchen Gelegenheiten weglaufen zu müssen.

Positiv gesehen, ist Nacktsein ein Aufruf, echt zu sein, ehrlich die Wahrheit und die Realität zu suchen und sie anzunehmen und unsere bitter notwendige Abhängigkeit vom Herrn anzuerkennen. „Und kein Geschöpf ist vor ihm versteckt, sondern alle sind nackt und liegen aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft ablegen müssen“ (Heb 4,13) [Rückübersetzung aus der NRSV; ähnlich auch in der NeÜ].

Armenia, Kolumbien, 2006


Originaltitel: „Running naked“
Quelle: www.philipnunn.com
Die Bibelstellen wurden meistens nach der revidierten Elberfelder zitiert,
zum Teil aber aus der vom Autor benutzten engl. NIV zurückübersetzt.

Übersetzung: Frank Schönbach

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Hinweis der Redaktion:

Die SoundWords-Redaktion ist für die Veröffentlichung des obenstehenden Artikels verantwortlich. Sie ist dadurch nicht notwendigerweise mit allen geäußerten Gedanken des Autors einverstanden (ausgenommen natürlich Artikel der Redaktion) noch möchte sie auf alle Gedanken und Praktiken verweisen, die der Autor an anderer Stelle vertritt. „Prüft aber alles, das Gute haltet fest“ (1Thes 5,21). – Siehe auch „In eigener Sache ...