Zeit mit dem Herrn
2. Mose 34,29.30; 2. Korinther 3,18

Walter Thomas Turpin

© SoundWords, online seit: 11.06.2015, aktualisiert: 31.07.2019

Leitverse:  2. Mose 34,29.30; 2. Korinther 3,18

2Mo 34,29.30: Als Mose vom Berg Sinai hinabstieg – und die zwei Tafeln des Zeugnisses waren in der Hand Moses, als er vom Berg herabstieg –, da wusste Mose nicht, dass die Haut seines Angesichts strahlte, weil er mit dem HERRN geredet hatte. Und Aaron und alle Kinder Israel sahen Mose an, und siehe, die Haut seines Angesichts strahlte; und sie fürchteten sich, ihm nahe zu kommen.

Das Strahlen auf Moses Gesicht war der Widerschein jenes Gesetzes, das der Mensch nicht halten konnte. Deshalb bedeckte Mose sein Gesicht, denn jeder Strahl auf seinem Gesicht stellte eine Forderung an den Menschen, die er nicht erfüllen konnte und die ihn in Furcht versetzte. Woher kam diese Herrlichkeit auf seinem Gesicht? Mose war mit Gott allein auf dem Berg gewesen, und als er vom Berg hinunterstieg, spiegelte sich Gottes Herrlichkeit auf seinem Gesicht.

Paulus benutzt dies, um zu veranschaulichen, was mit uns geschieht, wenn wir Zeit in der Gegenwart unseres Herrn verbringen und „seine Herrlichkeit anschauen“:

2Kor 3,18: Wir alle aber, mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauend, werden verwandelt nach demselben Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, als durch den Herrn, den Geist.

Auch wenn es die volle Herrlichkeit Gottes ist, die erstrahlt und die wir anschauen, fürchten wir uns nicht, denn wir haben Rechtfertigung, nicht Verdammnis, weil das Werk, das Christus vollbracht hat, vollkommen ist und ausreicht.

Wenn wir die Herrlichkeit des Herrn anschauen, wird dies uns prägen und formen! Wenn wir eine enge und vertraute Gemeinschaft mit Christus pflegen, werden wir dem Herrn moralisch immer ähnlicher werden. Sicher sind wir schon einer Person begegnet, die uns das Empfinden vermittelt hat, dass sie aus einer engen Gemeinschaft mit Christus heraus lebt. Wie oft können andere diesen Eindruck von uns gewinnen? Leider hinterlassen wir auf andere zu oft das Bild unserer eigenen Person als das Bild Christi.

Wie viel Zeit verbringen wir wirklich in der Gegenwart des Herrn? Damit wir die Herrlichkeit Gottes ausstrahlen, müssen wir uns Zeit für die Gemeinschaft mit dem Herrn nehmen: Wenn etwas herauskommen soll, muss zuerst etwas hineinkommen; das heißt, wenn wir etwas ausstrahlen wollen, muss zuerst etwas hineinstrahlen. Wir müssen uns Zeit nehmen, um in der heiligen, herrlichen Gegenwart unseres Herrn zu sein und uns dort an Ihm zu erfreuen.


Originaltitel: „Spending time with the Lord“
aus der Zeitschrift Scripture Almanac;
Auszug aus dem Artikel „Surpassing Glory and Surpassing Power“ aus Occasional Papers, Jg. 2, 1884

Übersetzung: Gabriele Naujoks


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