Barabbas oder Jesus – wie entscheiden Sie sich?
Lukas 23

Walter Thomas Prideaux Wolston

© SoundWords, online seit: 28.03.2012, aktualisiert: 10.09.2018

Die Bibel sagt: „Das Wort vom Kreuz ist denen, die verlorengehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft“ (1Kor 1,18). Nun fragen Sie: „Aber wie kann ich gerettet werden?“ Indem Sie an den Sohn Gottes glauben. Sie werden errettet durch das, was Er getan hat; nichts, was Sie jemals tun könnten, kann Sie erretten. Was könnte der Mensch tun? Was hat der Mensch getan?

Lesen wir, was die Bibel dazu sagt. Schonungslos deckt sie den Zustand des Menschen auf und berichtet, was der Mensch geworden ist, als er den Sohn Gottes auf solch eine Weise behandelt hat: „Und die ganze Menge von ihnen stand auf, und sie führten ihn zu Pilatus“ (Lk 23,1). Die Menschen klagen Ihn an, sie achten Ihn für nichts, sie verspotten Ihn, sie kleiden Ihn in ein prächtiges Gewand, sie lästern Ihn, sie kreuzigen Ihn. Pilatus kann keine Schuld an Ihm finden, sie aber schreien: „Kreuzige, kreuzige ihn“ (Lk 23,21), und bringen Ihn nach Golgatha, wo sie Ihn kreuzigen (Lk 23,33). Wen? Den Sohn Gottes. Die Welt dachte, die einzige Behandlung, die Jesus verdient hätte, wäre, auf einem Friedhof zwischen zwei Übeltätern gekreuzigt zu werden! Das zeigt uns, was der Mensch ist, in welchem Zustand der Mensch sich befindet. Und sie zeigt uns auch, was Gott ist.

Hätte Jesus sich selbst befreien können? Ja, sicher. Würde Er sich selbst befreien? Nein. Was tat Er? Klagte Er die Menschen an? Nein, man hört keinen Vorwurf, kein anklagendes Wort aus seinem Mund: „Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtung geführt wird, und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Scherern; und er tat seinen Mund nicht auf“ (Jes 53,7). Dieses Kreuz, das den erbitterten Hass und die Feindschaft des Menschen Gott gegenüber zeigt, ist das einzige Mittel, durch das Gott den Menschen retten kann. Ja, es bedurfte dieses geschlachteten Lammes, dieses makellosen Opfers auf dem Kreuz, damit Gott den Menschen in Gerechtigkeit retten konnte.

Aber kommen wir zu unserer Bibelstelle zurück und lesen wir, was der Mensch dem angetan hat, der „nichts Ungeziemendes getan“ hat (Lk 23,41). Ich möchte es ganz deutlich sagen: Die Welt steht seit diesem Tag vor Gott beladen mit dem grausamen Mord an seinem Sohn. Im Herzen des Sohnes war Liebe, aber das entschuldigt den Menschen nicht. Die Bibel deckt deutlich auf, was der Mensch ist, denn sie teilt uns seine Gedanken mit, und sie zeigt auf, wie der Mensch an dem Sohn Gottes gehandelt hat. Man kann es nicht leugnen, man kann nicht darum herumkommen, man kann dem nicht entfliehen. Wenn der Mensch könnte, würde er die Bibel verbrennen, denn sie berichtet, was er getan hat. Vielleicht sagen Sie: Oh, das betrifft uns ja nicht; wir haben nicht zu dieser Zeit gelebt; wir haben nicht geschrien: „Kreuzige ihn.“ Schämen Sie sich für Ihre Vorfahren? Nein, Sie schämen sich vielmehr für sich selbst, wenn Sie Christus nicht angehören; denn die nicht für Ihn sind, sind gegen Ihn [Mt 12,30]. Falls Sie Christus nicht angehören, stehen Sie auf der Seite derer, die schrien: „Kreuzige ihn“! Welch ein Schandfleck in der Weltgeschichte, dass die Menschen den Sohn Gottes umbrachten!

Was ist Ihrer Meinung nach der moralische und geistliche Zustand einer Welt, die es fertigbringt, das dreifache Zeugnis über Jesus, den „Mann der Schmerzen“ [Jes 53,3], abzulehnen?

  1. Pilatus sagt: „Ich finde keine Schuld an diesem Menschen“ [Lk 23,3.14.22].
  2. Einer der Übeltäter sagt: „Dieser hat nichts Ungeziemendes getan“ [Lk 23,41].
  3. Der Hauptmann sagt: „Wahrhaftig, dieser Mensch war gerecht“ [Lk 23,47].

Trotz dieses dreifachen Zeugnisses seiner Unschuld, seiner Gerechtigkeit kreuzigten die Menschen Jesus!

Wenn Sie lesen, was die Menschen mit Jesus gemacht haben – was bewirkt das bei Ihnen? Sind Sie nicht auch davon überzeugt, dass die Welt Christus schändlich behandelt hat? Ich frage Sie: Stehen Sie auf der Seite der Welt oder nicht? Sind Sie noch in der Welt und noch von der Welt? Oder sind Sie unter denen, die zu Jesus gehören? Es gibt nur zwei Gruppen von Menschen: solche, die zu Jesus geflohen sind, und solche, die nicht zu Ihm geflohen sind. Sind Sie für oder gegen Jesus? Stehen Sie auf seiner Seite oder stehen Sie auf der Seite derer, die schrien: „Kreuzige ihn!“? Gehören Sie zu Christus? Erkennt die Welt an Ihnen, dass Sie zu Ihm gehören? Haben Sie Ihn vor den Menschen bekannt? Weiß dein Mitschüler oder weiß Ihr Arbeitskollege, dass du, dass Sie zu Christus gehören?

Sie fragen: Aber was bedeutet es, ein Christ zu sein? Ein Christ ist jemand, der Christus kennt und liebt, der Ihm folgt und Ihn als Herrn anerkennt. Sie sagen: „Ich bekenne, dass ich ein Christ bin.“ Doch das genügt nicht. Es gibt nichts Armseligeres als ein bloßes Lippenbekenntnis. Lieber Leser, die Ewigkeit wird alles ans Licht bringen, und falls es etwas gibt, was ewige Verdammnis garantiert, dann ist es ein leeres Lippenbekenntnis, ohne dass man Christus selbst besitzt.

Ich frage Sie: Haben Sie sich bekehrt? Mit „Bekehrung“ meine ich, dass Sie sich von etwas wegkehren und sich jemandem zukehren: dass Sie sich zu Christus bekehren und dass Sie sich von der Welt abkehren. Wer sich bekehrt hat, wechselt die Grundlage, den Zustand: Er steht nun nicht mehr auf der Grundlage der Verdammnis, er befindet sich nicht länger in dem Zustand der Verdammnis. Sind Sie ein Christ? Der Tag des Herrn wird es klarmachen, wer auf der Seite des Herrn steht und wer nicht. Der Vorhang wird zurückgezogen werden, und die bloßen, leeren Bekenner werden offenbar werden. […] Gehen Sie zu Gott und bekennen Sie Ihre Sünde, Ihre Unwürdigkeit, Ihre Schwachheit, und im selben Augenblick wird Er Sie erretten.

Entweder sind Sie für oder gegen Christus. Sind Sie für Ihn? Eins ist sicher: Wenn Sie für Ihn sind, müssen Sie für den verachteten, verworfenen, gebundenen Retter eintreten, den die Welt hasst. Sind Sie für Ihn oder stehen Sie auf der Seite der Welt? Wo stehen Sie? Können Sie sagen: Christus ist für mich? Können Sie sagen: Ich habe Ihn in all seiner Schönheit gesehen, in seiner Vollkommenheit, in seiner demütigen Gnade, in seiner Güte und Liebe? Können Sie sagen, dass Bethlehem, Golgatha und Bethanien für Sie heilige Orte sind? Bethlehem, wo Er geboren wurde; Golgatha, wo Er für mich und an meiner Stelle litt; Bethanien, von wo aus Er in den Himmel hinaufstieg? Sind diese Orte Ihnen lieb und teuer, aber ist Christus selbst Ihnen noch lieber? Was denken Sie über Christus? Lieben Sie Ihn? Ist Er Ihr Retter? Verlangt Ihr Herz nach Ihm und lieben Sie Ihn?

Die Menschen kreuzigten Christus! Vielleicht weinen Sie, wenn Sie von seinen Leiden und seinen Schmerzen hören; aber Sie sollten lieber wegen der Sünden weinen, die sein Leiden verursachten. […] Wenn [der große britische Evangelist] Whitefield die Seele eines Menschen erwecken wollte, stellte er meist folgende Frage: „Wenn Gott dich für immer in die Hölle werfen würde – wäre Er gerecht, wenn Er so handeln würde?“ Wenn die Menschen mit Ja antworteten, war er zufrieden, denn dann hatten sie ein richtiges Verständnis darüber, was Sünde ist, und dann verstanden sie, dass Gott Sünde richten muss.

Die Vollkommenheit Christi kam in seinen Leiden zum Vorschein: So wie Zuckerrohr zerstampft werden muss, bevor man seine Süße genießen kann, und so wie eine Duftpflanze grob gequetscht werden muss, bevor sie ihren Duft verströmt – so ist es mit Christus: Je mehr wir Ihn dem Leiden unterworfen sehen, umso mehr wird seine Vollkommenheit offenbar. Je mehr Er durchmachte, desto mehr wurde sein innerer, sein wesensmäßiger Wert völlig offenbar. Er wird gefesselt, seine Augen werden verbunden, Er wird für nichts geachtet und verspottet. Als Er gefragt wird: „Bist du der König der Juden?“, antwortet Er: „Du sagst es“ (Lk 23,3). Pilatus möchte Ihn loswerden; er hat alles gehört, was Jesus getan hat: wie Er Kranke geheilt, Tote auferweckt, Blinde sehend, Lahme laufen und Stumme reden gemacht hat. Pilatus möchte für den Tod dieses Mannes nicht verantwortlich sein. Also schickt er Ihn zu Herodes.

Mit dem Ausruf „Er ist ein König“ (Lk 23,2) wird diese sonderbare Person zu Herodes gebracht. Herodes ist froh, Jesus zu sehen: „Als aber Herodes Jesus sah, freute er sich sehr; denn er wünschte schon seit langer Zeit, ihn zu sehen, weil er von ihm gehört hatte, und er hoffte, irgendein Zeichen durch ihn geschehen zu sehen“ (Lk 23,8). Er will den Einen sehen, der Tote auferwecken, Aussätzige rein machen und Blinden das Augenlicht geben konnte. Aber in seiner Seele hat Herodes kein Empfinden dafür, dass er selbst bedürftig ist; er weiß nicht, dass es weit besser ist, den Retter selbst zu sehen als ein Wunder, das Jesus tut. Herodes sieht Jesus, befragt Ihn – aber beachten wir die Würde des Herrn: Dem Usurpator, dem, der die Staatsgewalt widerrechtlich an sich gerissen hat, antwortet Er nicht. Pilatus dagegen antwortete Jesus sehr wohl, weil Er in ihm die abgeordnete Macht Gottes sah, auch wenn Pilatus diese Macht missbrauchte.

Beachten Sie, was nun in Vers 11 folgt: „Als aber Herodes mit seinen Kriegsleuten ihn geringschätzig behandelt und verspottet hatte …“ (Lk 23,11). Herodes achtete Ihn gering. Was ist mit Ihnen? Haben auch Sie Jesus geringgeachtet? Wenn Sie niemals zu Ihm gekommen sind und wenn Sie niemals an Ihn geglaubt haben, dann stehen Sie mit Herodes auf derselben Stufe; dann haben Sie, so wie Herodes, Christus „für nichts geachtet“. „Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm“ [Joh 3,36]. Glaubte Herodes an den Sohn Gottes? Nein. Glauben Sie an den Sohn Gottes? Wenn nicht, stehen Sie auf der selben Stufe wie Herodes.

In Vers 12 lesen wir: „Herodes und Pilatus aber wurden an demselben Tag Freunde miteinander“ (Lk 23,12). Sie wurden an dem Tag Freunde, als sie beschlossen, den Sohn Gottes zu schlachten! Ein furchtbarer Gedanke! Pilatus ist froh, ein Freund des Königs zu werden; aber welch ein unheiliger Pakt war das! Die beiden neuen Freunde werden sich Seite an Seite wiederfinden – in einer endlosen Ewigkeit. Und Sie? Lieber Leser, verbringen Sie Ihre Ewigkeit doch nicht mit denen, die den Sohn Gottes ermordet haben! Doch genau das werden Sie, wenn Sie nicht an den Sohn Gottes glauben: Wenn Sie nicht zu Ihm kommen, werden Sie Ihre Ewigkeit bei seinen Feinden verbringen. Eine lange, finstere Ewigkeit ohne den Herrn – ist das Ihre Wahl?

„Ich finde keine Schuld an diesem Menschen“ (Lk 23,4). Warum handelt Pilatus nicht nach seinen Worten? Er versucht, Jesus freizugeben, aber die Volksmenge schreit: Nein! Pilatus will Ihn freilassen, aber er will nicht die Gunst der Welt verlieren. Haben auch Sie Angst davor, die Gunst der Welt zu verlieren? Achten Sie lieber darauf, dass Sie nicht Ihre Seele verlieren. Pilatus will Jesus freilassen, er redet wieder zu ihnen, aber sie schreien: „Kreuzige, kreuzige ihn!“ Barabbas oder Jesus? – das ist jetzt die Frage. Aber sie schreien noch einmal: „Weg mit diesem, gib uns aber Barabbas frei!“ (Lk 23,18). Pilatus ist besiegt; sie wählen Barabbas: „Sie aber bedrängten ihn mit lautem Geschrei und forderten, dass er gekreuzigt würde.“ Achten Sie darauf, was nun folgt: „Und ihr und der Hohenpriester Geschrei nahm überhand“ (Lk 23,23).

Jesus oder Barabbas? Diese Frage spaltete sie. Bestimmt gab es einen, der für Jesus war!? Nein, nicht einen! Ich höre Sie sagen: „Ich wäre für Jesus gewesen, wenn ich da gewesen wäre.“ Nun, dann zeigen Sie es jetzt, dass Sie auf seiner Seite sind. Stehen Sie auf der Seite Jesu, und lassen Sie es auch die Welt wissen, dass Sie auf seiner Seite stehen.

Das Kreuz, das für Barabbas gedacht war, wurde für Jesus gebraucht! Es gab reichlich Holz, um ein Kreuz für Jesus zu machen; aber Er, der nichts Böses getan hatte, wurde an ein Kreuz genagelt, das für Barabbas, den Mörder, vorgesehen war! Reichlich Holz, um ein Kreuz zu machen! Die Furcht vor dem Kreuz brachte den schwachen Petrus dazu, seinen Herrn zu verleugnen. Und bringt nicht die Furcht vor dem Kreuz, vor dem Gespött und dem Hohn der Welt auch Sie dazu, Jesus zu verleugnen? Barabbas’ Freunde müssen auf der Seite von Barabbas stehen, und Jesu Freunde müssen auf Jesu Seite stehen; aber da war nicht einer für Jesus, nicht ein Einziger war für Jesus, den Sohn Gottes. Sogleich schrien sie: „Kreuzige ihn! Gib uns Barabbas frei!“ Alle waren für Barabbas, den Mörder; nicht einer war für den Mann, an dem keine Schuld zu finden war.

Stimmen Sie mir zu? Wenn nicht, dann sollte Sie ab heute nicht mehr bekennen, dass Sie ein Christ sind und auf der Seite des Herrn stehen.

Die Welt darf mit Jesus machen, was sie will; Er ist ihrem Willen übergeben (Lk 23,25). Die Menschen machen mit dem Sohn Gottes, was sie wollen; Christus erlaubt ihnen, dass sie Ihm das Schlimmste antun: Sie geißeln Ihn und krönen Ihn mit Dornen. Christus sagt gleichsam: „Tue dein Äußerstes, tue das Schlimmste mit Mir, Ich werde Mich nicht beklagen; und wenn du Mir das Schlimmste angetan hast, dann werde Ich für dich mein Bestes tun.“ Als sie Ihn ans Kreuz genagelt haben, stirbt Er für die Menschen. Er stirbt an ihrer Stelle; Er stirbt als ein Opfer, um den Forderungen eines gerechten Gottes zu begegnen. Er trägt das Gericht, das ihr Gericht sein sollte. Er trinkt den bitteren Kelch des Zorns, damit sie ihn nicht trinken müssen. Er sagt: „Vater, vergib ihnen.“ Welch eine Liebe! Keine Liebe ist so wie seine Liebe. Ich wünschte, Sie würden Jesus kennen. Vertrauen Sie sich Ihm an, vertrauen Sie Ihm, lieben Sie Ihn!

In den Versen 27 bis 31 lesen wir: „Es folgte ihm aber eine große Menge Volk und Frauen, die wehklagten und ihn beweinten. Jesus wandte sich aber zu ihnen und sprach: Töchter Jerusalems, weint nicht über mich, sondern weint über euch selbst und über eure Kinder; denn siehe, Tage kommen, an denen man sagen wird: Glückselig die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren, und die Brüste, die nicht genährt haben! Dann werden sie anfangen, zu den Bergen zu sagen: Fallt auf uns!, und zu den Hügeln: Bedeckt uns! Denn wenn man dies tut an dem grünen Holz, was wird an dem dürren geschehen?“ (Lk 23,27-31).

Weinen Sie über Ihn? Weinen Sie über sich selbst. Was meint Jesus mit diesen Worten? Er meint damit, dass ein Tag kommen wird, wenn es ein Welt-Gebetstreffen geben wird! „Dann werden sie anfangen, zu den Bergen zu sagen: Fallt auf uns!, und zu den Hügeln: Bedeckt uns!“ (Lk 23,30). Die Menschen sind in schlimmer Not, aber was wollen sie? Sie wollen einen Ort, der ihnen Sicherheit bietet, sie wollen einen Zufluchtsort. „Gekommen ist der große Tag seines Zorns, und wer vermag zu bestehen?“ (Off 6,15-17). Die Menschen haben Angst und nehmen ihre Zuflucht zum Gebet, aber es ist zu spät. Lieber Leser, Sie können eine Zuflucht vor diesem Zorn finden: bei Jesus, nicht in den Bergen und in den Hügeln, sondern bei Jesus – bei Jesus, der auf Golgatha starb. Das Letzte, was die Welt von Jesus sah, war, dass Er mit einer Dornenkrone gekrönt war; beim nächsten Mal wird die Welt Ihn in seiner Herrlichkeit sehen mit vielen Kronen auf seinem Haupt.

Aber: „Wenn man dies tut an dem grünen Holz, was wird an dem dürren geschehen?“ (Lk 23,31). Christus war das grüne Holz; die unerrettete Seele ist das leblose Blatt – weniger als der unfruchtbare, dürre Baum. Neulich sah ich einen Mann, der die Axt an die Wurzel eines Baumes gelegt hatte. Es war Winter, und der Baum sah aus wie die anderen Bäume ringsherum: Sie alle hatten keine Blätter. Äußerlich sah man keinen Unterschied zu den anderen Bäumen, und die Vorübergehenden hätten nicht daran gezweifelt, dass im Frühling an diesem Baum das Laub ebenso ausschlagen würde wie an den anderen Bäumen. Aber wenn man an den Baum klopfte, konnte man bemerken, dass er von innen hohl war. Nun wurde dieser hohle, tote, unnütze Baum abgehauen und verbrannt! Sind Sie dieser Baum?

Christus in seiner Abhängigkeit von Gott, in all seiner Schönheit und Vollkommenheit war der grüne Baum. Er war der grüne Baum, der ins Gericht ging, um in der Mitte seiner Schönheit und Kraft abgehauen zu werden. Was wird mit Ihnen geschehen, wenn Sie unerrettet und ein dürrer Baum sind? „Wenn man dies tut an dem grünen Holz, was wird an dem dürren geschehen?“ Sie wissen nicht, was mit Ihnen geschehen wird? Sie haben keine Vergebung der Sünden, Sie sind nicht begnadigt; das dürre Holz wird ins Feuer geworfen werden. Denken wir an den reichen Mann, von dem wir in Lukas 16 lesen. Er wurde abgehauen: „Als er in Qualen war, sieht er Abraham von weitem und Lazarus in seinem Schoß. Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle, denn ich leide Pein in dieser Flamme“ (Lk 16,23.24). Ein dürrer Baum, bereit zum Verbrennen! Aber Gott sei Dank! Weil der grüne Baum gelitten hat, werden viele dürre Bäume dem Verbrennen entkommen.

Wenn der Mensch diese Dinge dem Sohn Gottes angetan hat, wenn der Sohn Gottes diese Behandlung von den Händen des Menschen erlitten hat – was meinen Sie, welche Behandlung wird der Mensch aus der Hand Gottes am Tag der gerechten Vergeltung erhalten? Wenn Sie zu den Verurteilten gehören, werden Sie sich an diesem Tag daran erinnern, dass Sie von einem Fluchtmittel, einem Rettungsmittel gehört haben, dass Sie es aber nicht ergreifen wollten. Wenn Sie noch nicht gerettet sind, dann kommen Sie doch jetzt zu Christus!

Wir gehen zum Kreuz und sehen Jesus verlassen und in der Finsternis, aber die Finsternis dauert nur von der sechsten bis zur neunten Stunde [Lk 23,44]; sie geht für Ihn vorüber. Aber wenn Sie unerrettet, wenn Sie verloren sind, wird es für Sie keine neunte Stunde geben; die Finsternis wird für Sie nicht vorübergehen, sie wird für immer sein.

„Hinweg mit ihm!“ ist das Gebet der Welt. Sein Gebet ist: „Vater, vergib ihnen.“ Sie schmähen ihn und sagen: „Steige herab vom Kreuz; wenn du der König der Juden bist, rette dich selbst.“ Er sagt: „Nein, Ich werde Mich nicht selbst retten, Ich werde für dich sterben.“ Welch ein Liebe ist das! Er stirbt; aber Er tut noch mehr: Nachdem Er auferstanden ist, sagt Er seinen Jüngern, sie sollten in Jerusalem beginnen, an dem Ort, wo man Ihn zu Tode gebracht hatte, bei den Menschen, die geschrien hatten: „Kreuzige, kreuzige ihn!“ Er gebietet seinen Jüngern, Vergebung der Sünden zu predigen, Vergebung durch Ihn – Jesus.

Und nun schreibe ich als sein Botschafter, um Ihnen die Vergebung Ihrer Sünden zu anzubieten und Errettung durch das Werk, das Jesus auf dem Kreuz vollbracht hat. Wollen Sie an Ihn glauben? Wollen Sie die Errettung annehmen?

Stehen Sie auf der Seite der Welt oder auf der Seite Christi? Wen wählen Sie: Barabbas oder Jesus?


Originaltitel: „Barabbas or Jesus? Luke 23“
Quelle: http://www.stempublishing.com/authors/wolston/BARABBAS.html


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