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Gibt es im Alten Testament Raum für eine „himmlische Einschaltung“? - R.A. Huebner
      

Kurzbiographie
R.A. Huebner

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Gibt es im Alten Testament Raum für eine „himmlische Einschaltung“?
Psalm 110,1; Jesaja 61,1-2; Lukas 4,16-20; Sacharja 11,12-17; Daniel 9,24-27 u.a.
R.A. Huebner
© SoundWords    Zugriffe: 7508    seit: 14.12.2005  
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Inhalt

Psalm 110,1

Jesaja 61,1-2 / Lukas 4,16-20

Daniel 7

Daniel 8,22-23

Daniel 9,24-27

Daniel 11,35-45

Hosea 3,4-5

Hosea 5,15

Apostelgeschichte 15

Sacharja 11,12-17

Andere Schriftstellen

Psalm 110,1

Ps 110,1: Der HERR sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füße!

Hier sehen wir, dass der HERR zu Adonai (unser Herr Jesus) sagt, dass Er zu seiner Rechten sitzen soll, bis Er die Feinde zu seinem Fußschemel macht. Das bietet Raum dafür, dass eine himmlische Einschaltung geschieht. Während dieser himmlischen Einschaltung ist Adonai (vgl. Mt 22,41-46) nicht auf seinem eigenen Thron, sondern sitzt zur Rechten des HERRN, wie Psalm 110,1 sagt. Offenbarung 3,21 sagt: „Wer überwindet, dem werde ich geben mit mir auf meinem Thron zu sitzen; so wie auch ich überwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron.“ Der Herr Jesus hat noch nicht seinen eigenen Thron — obwohl die Gegner dispensationaler Wahrheit uns eines anderen zu versichern suchen. Aber die Zeit wird kommen, dass Er auf seinem eigenen Thron (ein Bild für seine Herrschaft) sitzen wird. „Aber wenn der Sohn des Menschen kommt in seiner Herrlichkeit, und alle Engel mit ihm, dann wird er auf seinem Thron der Herrlichkeit sitzen“ (Mt 25,31). Wenn es eine Schriftstelle gäbe, die aussagen würde, dass Christus auf seinem eigenen Thron der Herrlichkeit ist, dann würde sie schon lange angegeben worden sein. Die Schriften sind klar: Er ist heute nicht auf seinem eigenen Thron, währenddessen sind wir Teil der himmlischen Einschaltung — wir warten auf und mit Ihm.

Jesaja 61,1-2 / Lukas 4,16-20

Jes 61,1-2: Der Geist des Herrn, Jahwe, ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat, um den Sanftmütigen frohe Botschaft zu bringen, weil er mich gesandt hat, um zu verbinden, die zerbrochenen Herzens sind, Freiheit auszurufen den Gefangenen, und Öffnung des Kerkers den Gebundenen; um auszurufen das Jahr der Annehmung Jahwes und den Tag der Rache unseres Gottes und zu trösten alle Trauernden;

Lk 4,16-20: Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen war; und er ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattage in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen. Und es wurde ihm das Buch des Propheten Jesajas gereicht; und als er das Buch aufgerollt hatte, fand er die Stelle, wo geschrieben war: „Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu verkündigen; er hat mich gesandt, Gefangenen Befreiung auszurufen und Blinden das Gesicht, Zerschlagene in Freiheit hinzusenden, auszurufen das angenehme Jahr des Herrn.“ Und als er das Buch zugerollt hatte, gab er es dem Diener zurück und setzte sich; und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet.

Jesaja 61,2 sagt: „… um zu verkünden das angenehme Jahr des Herrn, und den Tag der Rache unseres Gottes.“ Der Herr Jesus las von diesem Abschnitt, hat aber nicht den oben kursiv gedruckten Teil gelesen. Es war für Ihn nicht die Zeit, den Tag der Rache unseres Gottes zu verkünden (Lk 4,19). Aber Er wird das tun, wenn die Zeit dafür da ist, wenn Er wiederkommt von dem Ort, wo Er zur Rechten des HERRN gesessen hat (Ps 110,1-3; Off 19,11-21), um „den Krieg des großen Tages Gottes des Allmächtigen“ zu leiten (Off 16,14). Zwischen diesen zwei Verkündigungen ist Raum für eine himmlische Einschaltung.

Daniel 7

Die vier Tiere von Daniel 7 laufen parallel mit den vier Teilen des Bildes im Traum Nebukadnezars, wie wir das in Daniel 2 finden. In seinem Traum sah Daniel, dass „Throne aufgestellt wurden und der Alte an Tagen sich setzte“. Christus sitzt jetzt nicht auf seinem Thron (Off 3,21). Die Zeit, die in der Vision gesehen wird, ist noch nicht gekommen. Aber es wird Raum gelassen für eine himmlische Einschaltung. Nach dem Schluss dieser Einschaltung werden Throne aufgestellt.

Daniel 8,22-23

Dan 8,22-23: Und dass es zerbrach und vier an seiner Statt aufkamen: Vier Königreiche werden aus dieser Nation aufstehen, aber nicht mit seiner Macht. Und am Ende ihres Königtums, wenn die Frevler das Maß vollgemacht haben werden, wird ein König aufstehen, frechen Angesichts und der Ränke kundig.

Wir haben gesehen, dass „zur Zeit des Endes“ (Dan 11,40) der eigenwillige König (der Antichrist) durch Ägypten angegriffen und dann durch den König des Nordens (Assyrien) überrannt werden wird. Daniel 8 zeigt uns, dass der Bock (Griechenland) mit einem großen Horn (Alexander der Große) plötzlich abgebrochen wird und vier Hörner, die vier Reiche darstellen (V. 23) das eine Horn ersetzen. Alexanders Reich wurde aufgeteilt unter seinen vier Generälen. Der eine hielt Ägypten und ist der König des Südens. Ein anderer hielt Assyrien und ist der König des Nordens. Die geographischen Anmerkungen sind auf die Geographie Israels ausgerichtet. Es gibt allerdings eine große Zeitlücke zwischen den Versen 22 und 23. In Vers 23 spricht die Prophezeiung von dieser Zeit: „Und am Ende ihres Königtums, wenn die Frevler das Maß voll gemacht haben werden, wird ein König aufstehen, frechen Angesichts und der Ränke kundig.“ Dieser König wird durch den Fürsten der Fürsten vernichtet werden. Dieser König ist nicht der Antichrist. Er ist der letzte König des Nordens. In jedem Fall gibt es eine Zeitlücke Lücke zwischen Vers 22 und Vers 23, die Platz lässt für die himmlische Einschaltung.

Daniel 9,24-27

Dan 9,24-27: Siebzig Wochen sind über dein Volk und über deine heilige Stadt bestimmt, um die Übertretung zum Abschluss zu bringen und den Sünden ein Ende zu machen, und die Ungerechtigkeit zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit einzuführen, und Gesicht und Propheten zu versiegeln, und ein Allerheiligstes zu salben. So wisse denn und verstehe: Vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen, bis auf den Messias, den Fürsten, sind sieben Wochen und 62 Wochen. Straßen und Gräben werden wiederhergestellt und gebaut werden, und zwar in Drangsal der Zeiten. Und nach den 62 Wochen wird der Messias weggetan werden und nichts haben. Und das Volk des kommenden Fürsten wird die Stadt und das Heiligtum zerstören, und das Ende davon wird durch die überströmende Flut sein; und bis ans Ende: Krieg, Festbeschlossenes von Verwüstungen. Und er wird einen festen Bund mit den Vielen schließen für eine Woche; und zur Hälfte der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer aufhören lassen. Und wegen der Beschirmung der Gräuel wird ein Verwüster kommen, und zwar bis Vernichtung und Festbeschlossenes über das Verwüstete ausgegossen werden.

Diese Schriftstelle ist sozusagen eine der Signalposten der Schrift, die, wenn man sie richtig versteht, den Leser zu einem Verständnis der Prophetie vor dem Tausendjährigen Reich bringt, d.h. dazu, dass es ein irdisches Reich geben wird, dem die Ankunft des Königs vorausgeht. Kurz gesagt: 69 Jahrwochen (483 Jahre) sind vergangen seit dem Beschluss, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen (das heißt die Wiederherstellung der Mauern), von dem uns Nehemia 2 berichtet, bis zu dem Sonntag, wo der König nach Jerusalem hineinreitet (Mt 21,5). Die letzte Woche (sieben Jahre) ist noch zukünftig und wird der zweiten Ankunft des Königs vorausgehen. Die himmlische Einschaltung geschieht in dem Intervall zwischen den ersten 69 Wochen und der letzten Woche.

Daniel 11,35-45

Dan 11,35-45: Und von den Verständigen werden einige fallen, um sie zu läutern und zu reinigen und weiß zu machen bis zur Zeit des Endes; denn es verzieht sich noch bis zur bestimmten Zeit. Und der König wird nach seinem Gutdünken handeln, und er wird sich erheben und groß machen über jeden Gott, und wider den Gott der Götter wird er Erstaunliches reden; und er wird Gelingen haben, bis der Zorn vollendet ist, denn das Festbeschlossene wird vollzogen. Und auf den Gott seiner Väter wird er nicht achten und weder auf die Sehnsucht der Frauen noch auf irgendeinen Gott wird er achten, sondern er wird sich über alles erheben. Und an dessen Statt wird er den Gott der Festungen ehren: Den Gott, den seine Väter nicht gekannt haben, wird er ehren mit Gold und mit Silber und mit Edelsteinen und mit Kleinodien. Und er wird gegen die starken Festungen so verfahren mit dem fremden Gott: Wer ihm Anerkennung zollt, dem wird er viel Ehre erweisen, und er wird ihm Herrschaft verleihen über die Vielen und das Land austeilen zum Lohne. Und zur Zeit des Endes wird der König des Südens mit ihm zusammenstoßen, und der König des Nordens wird gegen ihn anstürmen mit Wagen und mit Reitern und mit vielen Schiffen; und er wird in die Länder eindringen und wird sie überschwemmen und überfluten. Und er wird in das Land der Zierde eindringen, und viele Länder werden zu Fall kommen; diese aber werden seiner Hand entrinnen: Edom und Moab und die Vornehmsten der Kinder Ammon. Und er wird seine Hand an die Länder legen, und das Land Ägypten wird nicht entrinnen; und er wird die Schätze an Gold und Silber und alle Kostbarkeiten Ägyptens in seine Gewalt bringen, und Libyer und Äthiopier werden in seinem Gefolge sein. Aber Gerüchte von Osten und von Norden her werden ihn erschrecken; und er wird ausziehen in großem Grimme, um viele zu vernichten und zu vertilgen. Und er wird sein Palastgezelt aufschlagen zwischen dem Meere und dem Berge der heiligen Zierde. Und er wird zu seinem Ende kommen, und niemand wird ihm helfen.

Daniel 11,1-35 spricht von Dingen, die historisch geschehen sind. Nicht so Daniel 11,36-45. Der König von Daniel 11,36 ist einer, gegen den der König des Südens (Ägypten) kämpfen wird (V. 40) und gegen den der König des Nordens (Assyrien) wie ein Wirbelwind kommen und ihn überfluten wird. Dieser eigenmächtige König, dessen Territorium zwischen Ägypten und Syrien liegt, ist der (falsche) König Israels. Der Herr hatte schon gewarnt, dass ein anderer kommen würde in seinem eigenen Namen, den sie aufnehmen würden. Dieser eigenwillige König ist der törichte Hirte (Sach 11,15), der Gesetzlose (2Thes 2,8), der letzte Antichrist (1Joh 2,18). Zwischen Daniel 11,35-36 gibt es Platz für die himmlische Einschaltung.

Hosea 3,4-5

Hos 3,4-5: Denn die Kinder Israel werden viele Tage ohne König bleiben und ohne Fürsten und ohne Schlachtopfer und ohne Bildsäule und ohne Ephod und Teraphim. Danach werden die Kinder Israel umkehren und den HERRN, ihren Gott, und David, ihren König, suchen; und sie werden sich zitternd wenden zu dem HERRN und zu seiner Güte am Ende der Tage.

Es ist sicherlich deutlich, dass Israel eine sehr lange Zeit in diesem Zustand gewesen ist. Nichts wird darüber gesagt, dass ein Leib gebildet wird, gebildet durch den Heiligen Geist und verbunden mit einem verherrlichten Haupt im Himmel. Aber es ist deutlich, dass Raum gelassen wird für eine himmlische Einschaltung.

Hosea 5,15

Hos 5,15: Ich werde davongehen, an meinen Ort zurückkehren, bis sie ihre Schuld büßen und mein Angesicht suchen. In ihrer Bedrängnis werden sie mich eifrig suchen.

Der Herr kam herab, kam in heiliger Menschheit. Jahwe-Jesus kam, um sein Volk von ihren Sünden zu retten (Mt 1,21), und sicherlich wird der Tag kommen, wenn Er durch die Wirkung souveräner Gnade die Gottlosigkeit von Jakob wenden wird und so ganz Israel gerettet werden wird (Röm 11,26). Inzwischen ist der Sohn des Menschen dahin aufgestiegen, wo Er zuvor war (Joh 6,62), bis das Volk seine größte Übertretung anerkennt und sein Angesicht sucht, jenes Angesicht, in welches das Geschöpf zu spucken gewagt hatte. Es war das einzige sündlose Angesicht, das diese gefallene Welt jemals gesehen hat. Sie wagten es, die Haare aus seinem Gesicht zu reißen. Doch der Tag wird kommen, wenn sie wissen werden, dass „seine Wangen wie Beete von Würzkraut, Anhöhen von duftenden Pflanzen; seine Lippen Lilien, träufelnd von fließender Myrrhe“ sind (Hld 5,13). Oh, wie werden sie ihre große Schuld anerkennen (Sach 12,10-14)! Es ist Gott, der souverän aus sich selbst handeln wird (Hes 20,37-38), um eine seiner eigenen Herrlichkeit und moralischen Wege gegenüber passende Buße zustande zu bringen und sie unter dem Neuen Bund zu segnen. Dazwischen gibt es Raum für eine himmlische Einschaltung.

Amos 9,9-11 und Apostelgeschichte 15,13-18

Amos 9,9-11: Denn siehe, ich will gebieten und will das Haus Israel unter allen Nationen schütteln, wie Getreide in einem Siebe geschüttelt wird; und nicht ein Körnchen wird zur Erde fallen. Alle Sünder meines Volkes werden durchs Schwert sterben, die da sprechen: Das Unglück wird uns nicht nahen und nicht an uns herankommen. An jenem Tage werde ich die verfallene Hütte Davids aufrichten und ihre Risse vermauern und ihre Trümmer aufrichten, und ich werde sie bauen wie in den Tagen vor alters.

Apg 15,13-18: Nachdem sie aber ausgeredet hatten, antwortete Jakobus und sprach: Brüder, höret mich! Simon hat erzählt, wie Gott zuerst die Nationen heimgesucht hat, um aus ihnen ein Volk zu nehmen für seinen Namen. Und hiermit stimmen die Worte der Propheten überein, wie geschrieben steht: „Nach diesem will ich zurückkehren und wieder aufbauen die Hütte Davids, die verfallen ist, und ihre Trümmer will ich wieder bauen und sie wieder aufrichten; damit die übrigen der Menschen den Herrn suchen, und alle Nationen, über welche mein Name angerufen ist, spricht der Herr, der dieses tut“, was von jeher bekannt ist.

Amillennialisten und Postmillennialisten lehren, dass die „Hütte Davids“ jetzt aufgestellt ist und dass Christus auf seinem Thron sitzt. Aber das Wiederaufrichten der Hütte Davids wird im Tausendjährigen Reich geschehen. In der Apostelgeschichte 15 zitiert Jakobus den Abschnitt gegen jüdische Anmaßung und um zu zeigen, dass Gott beabsichtigte, die Nationen zu segnen. Und sehr verständlich wird Er das auch gemäß vieler Prophezeiungen tun. Aber Jakobus sah, dass diese Prophezeiung auch in der Zwischenzeit eine Anwendung hatte [denn diese Stelle würde den jüdischen Volksgenossen klarmachen, dass die Absicht Gottes, die Nationen zu segnen, schon längst im Alten Testament vorhergesagt wurde. Allein die Tatsache, dass die Nationen vor der Wiederherstellung Israels gesegnet würden, ist an dieser Stelle neu und konnte nicht ohne Weiteres aus dem Alten Testament heraus erwartet werden; Anm. d. Red.]. Was in den Tagen des Jakobus geschah, stand nicht im Widerspruch zu Gottes Plan, der Segen für die Nationen einschloss. Er zitiert diesen Abschnitt, um das zu zeigen. Er zitiert es nicht, als wenn es erfüllt gewesen wäre oder sich zu seiner Zeit erfüllen würde. Bemerke, dass dies den allgemeinen Charakter vieler Zitate aus den Propheten in der Apostelgeschichte und den Briefen angibt. Was zitiert wird, geht im Tausendjährigen Reich in Erfüllung, aber es hat eine Anwendung auf eine bestimmte Sache in der Zwischenzeit. Bevor die Hütte Davids wieder aufgebaut wird, gibt es Raum für eine himmlische Einschaltung.

Sacharja 11,12-17

Sach 11,12-17: Und ich sprach zu ihnen: Wenn es gut ist in euren Augen, so gebet mir meinen Lohn, wenn aber nicht, so lasset es; und sie wogen meinen Lohn dar: dreißig Silbersekel. Da sprach Jahwe zu mir: Wirf ihn dem Töpfer hin, den herrlichen Preis, dessen ich von ihnen wertgeachtet bin! Und ich nahm die dreißig Silbersekel und warf sie in das Haus Jahwes, dem Töpfer hin. Und ich zerbrach meinen zweiten Stab, die Bande, um die Brüderschaft zwischen Juda und Israel zu brechen. — Und Jahwe sprach zu mir: Nimm dir noch das Gerät eines törichten Hirten. Denn siehe, ich erwecke einen Hirten im Lande: Der Umkommenden wird er sich nicht annehmen, das Versprengte wird er nicht suchen und das Verwundete nicht heilen; das Gesunde wird er nicht versorgen, und das Fleisch des Fetten wird er essen und ihre Klauen zerreißen. Wehe dem nichtigen Hirten, der die Herde verlässt! Das Schwert über seinen Arm und über sein rechtes Auge! Sein Arm soll gänzlich verdorren, und sein rechtes Auge völlig erlöschen.

Die dreißig Silberstücke schatten den Preis vor, den der wahre Hirte Israels wertgeachtet wurde. Dieser Hirte wurde durch das Volk geschlagen — obwohl das Instrument dafür die Macht der Nationen war. Aber Gott wird ihnen einen anderen, „einen törichten Hirten“ geben, nämlich den Gesetzlosen, der seinen eigenen Willen tun wird. Der törichte Hirte ist der letzte Antichrist der Prophezeiung. Zwischen dem Mord an dem wahren Hirten Israels und der Offenbarung des „törichten Hirten“ bleibt Raum für eine himmlische Einschaltung.

Andere Schriftstellen

Der Leser wird auch finden — wenn er willig ist, es zu finden —, dass es eine Lücke gibt in Lukas 17 zwischen den Versen 21 und 22. Er wird das auch in Matthäus 24, Markus 13 und Lukas 21 entdecken. Selbst die Feste Jahwes (3Mo 23) bieten Raum für eine himmlische Einschaltung. Die ersten vier Feste sind erfüllt worden, aber die letzten drei müssen noch geschehen. Die ersten vier Feste geschahen in den ersten beiden Monaten des Jahres und die letzten drei im siebten Monat. Der siebte Monat bildet die Zusammenfassung der Wege Gottes vor. Die Periode zwischen Pfingsten und der Zusammenfassung der Wege Gottes lässt Raum für die himmlische Einschaltung.


aus J.N. Darbys Teaching Regarding Dispensations, Ages, Administrations and the Two Parentheses, p. 49ff.

 

Letzte Aktualisierung am 16.3.2013
 

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