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Inhalt
Psalm 110,1
Jesaja 61,1-2 / Lukas 4,16-20
Daniel 7
Daniel 8,22-23
Daniel 9,24-27
Daniel 11,35-45
Hosea 3,4-5
Hosea 5,15
Apostelgeschichte 15
Sacharja 11,12-17
Andere Schriftstellen
Ps 110,1: Der HERR sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner
Rechten, bis ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füße!
Hier sehen wir, dass der HERR zu Adonai (unser Herr Jesus) sagt, dass Er zu seiner Rechten sitzen soll, bis Er die Feinde zu
seinem Fußschemel macht. Das
bietet Raum dafür, dass eine himmlische Einschaltung geschieht. Während dieser
himmlischen Einschaltung ist Adonai (vgl. Mt 22,41-46) nicht auf seinem
eigenen Thron, sondern sitzt zur Rechten des HERRN, wie Psalm 110,1 sagt. Offenbarung
3,21 sagt: „Wer überwindet, dem werde ich geben mit mir auf meinem Thron zu
sitzen; so wie auch ich überwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater
auf seinen Thron.“ Der Herr Jesus hat noch nicht seinen eigenen Thron —
obwohl die Gegner dispensationaler Wahrheit uns eines anderen zu versichern
suchen. Aber die Zeit wird kommen, dass Er auf seinem eigenen Thron (ein Bild
für seine Herrschaft) sitzen wird. „Aber wenn der Sohn des Menschen kommt in
seiner Herrlichkeit, und alle Engel mit ihm, dann wird er auf seinem Thron der
Herrlichkeit sitzen“ (Mt 25,31). Wenn es eine Schriftstelle gäbe,
die aussagen würde, dass Christus auf seinem eigenen Thron der Herrlichkeit ist,
dann würde sie schon lange angegeben worden sein. Die Schriften sind klar: Er
ist heute nicht auf seinem eigenen Thron, währenddessen sind wir Teil der
himmlischen Einschaltung — wir warten auf und mit Ihm.
Jes 61,1-2: Der Geist des Herrn, Jahwe, ist auf mir, weil
der HERR mich gesalbt hat, um den
Sanftmütigen frohe Botschaft zu bringen, weil er mich gesandt hat, um zu
verbinden, die zerbrochenen Herzens sind, Freiheit auszurufen den Gefangenen,
und Öffnung des Kerkers den Gebundenen; um auszurufen das Jahr der Annehmung
Jahwes und den Tag der Rache unseres Gottes und zu trösten alle
Trauernden;
Lk 4,16-20: Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen war; und er ging nach seiner Gewohnheit
am Sabbattage in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen. Und es wurde ihm
das Buch des Propheten Jesajas gereicht; und als er das Buch aufgerollt hatte,
fand er die Stelle, wo geschrieben war: „Der Geist des Herrn ist auf mir, weil
er mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu verkündigen; er hat mich gesandt,
Gefangenen Befreiung auszurufen und Blinden das Gesicht, Zerschlagene in
Freiheit hinzusenden, auszurufen das angenehme Jahr des Herrn.“ Und als er das
Buch zugerollt hatte, gab er es dem Diener zurück und setzte sich; und aller
Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet.
Jesaja 61,2 sagt: „… um zu verkünden das angenehme Jahr des Herrn, und den
Tag der Rache unseres Gottes.“ Der Herr Jesus las von diesem Abschnitt,
hat aber nicht den oben kursiv gedruckten Teil gelesen. Es war für Ihn nicht die
Zeit, den Tag der Rache unseres Gottes zu verkünden (Lk 4,19). Aber Er wird
das tun, wenn die Zeit dafür da ist, wenn Er wiederkommt von dem Ort, wo Er zur
Rechten des HERRN gesessen hat (Ps 110,1-3; Off 19,11-21), um „den Krieg
des großen Tages Gottes des Allmächtigen“ zu leiten (Off 16,14). Zwischen
diesen zwei Verkündigungen ist Raum für eine himmlische Einschaltung.
Die vier Tiere von Daniel 7 laufen parallel mit den vier Teilen des Bildes im Traum
Nebukadnezars, wie wir das in Daniel 2 finden. In seinem Traum sah Daniel, dass
„Throne
aufgestellt wurden und der Alte an Tagen sich setzte“. Christus sitzt jetzt
nicht auf seinem Thron (Off 3,21). Die Zeit, die in der Vision gesehen wird,
ist noch nicht gekommen. Aber es wird Raum gelassen für eine himmlische
Einschaltung. Nach dem Schluss dieser Einschaltung werden Throne aufgestellt.
Dan 8,22-23: Und dass es zerbrach und vier an seiner Statt aufkamen:
Vier Königreiche werden aus dieser Nation aufstehen, aber nicht mit seiner
Macht. Und am Ende ihres Königtums, wenn die Frevler das Maß vollgemacht
haben werden, wird ein König aufstehen, frechen Angesichts und der Ränke
kundig.
Wir haben gesehen, dass „zur Zeit des Endes“ (Dan 11,40) der
eigenwillige König (der Antichrist) durch Ägypten angegriffen und dann durch den
König des Nordens (Assyrien) überrannt werden wird. Daniel 8 zeigt uns, dass der
Bock (Griechenland) mit einem großen Horn (Alexander der Große) plötzlich
abgebrochen wird und vier Hörner, die vier Reiche darstellen (V. 23) das eine Horn
ersetzen. Alexanders Reich wurde aufgeteilt unter seinen vier Generälen. Der eine
hielt Ägypten und ist der König des Südens. Ein anderer hielt Assyrien und ist
der König des Nordens. Die geographischen Anmerkungen sind auf die Geographie
Israels ausgerichtet. Es gibt allerdings eine große Zeitlücke zwischen den
Versen 22 und 23. In Vers 23 spricht die Prophezeiung von dieser Zeit: „Und am Ende ihres
Königtums, wenn die Frevler das Maß voll gemacht haben werden, wird ein König
aufstehen, frechen Angesichts und der Ränke kundig.“ Dieser König wird durch
den Fürsten der Fürsten vernichtet werden. Dieser König ist nicht der
Antichrist. Er ist der letzte König des Nordens. In jedem Fall gibt es eine
Zeitlücke Lücke zwischen Vers 22 und Vers 23, die Platz lässt für die himmlische
Einschaltung.
Dan 9,24-27: Siebzig Wochen sind über dein Volk und über deine heilige
Stadt bestimmt, um die Übertretung zum Abschluss zu bringen und den Sünden ein
Ende zu machen, und die Ungerechtigkeit zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit
einzuführen, und Gesicht und Propheten zu versiegeln, und ein Allerheiligstes zu
salben. So wisse denn und verstehe: Vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem
wiederherzustellen und zu bauen, bis auf den Messias, den Fürsten, sind sieben
Wochen und 62 Wochen. Straßen und Gräben werden wiederhergestellt und gebaut
werden, und zwar in Drangsal der Zeiten. Und nach den 62 Wochen wird der
Messias weggetan werden und nichts haben. Und das Volk des kommenden Fürsten
wird die Stadt und das Heiligtum zerstören, und das Ende davon wird durch die
überströmende Flut sein; und bis ans Ende: Krieg, Festbeschlossenes von
Verwüstungen. Und er wird einen festen Bund mit den Vielen schließen für eine
Woche; und zur Hälfte der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer aufhören
lassen. Und wegen der Beschirmung der Gräuel wird ein Verwüster kommen, und zwar
bis Vernichtung und Festbeschlossenes über das Verwüstete ausgegossen werden.
Diese Schriftstelle ist sozusagen eine der Signalposten der Schrift, die,
wenn man sie richtig versteht, den Leser zu einem Verständnis der Prophetie vor
dem Tausendjährigen Reich bringt, d.h. dazu, dass es ein irdisches Reich
geben wird, dem die Ankunft des Königs vorausgeht. Kurz gesagt: 69 Jahrwochen
(483 Jahre) sind vergangen seit dem Beschluss, Jerusalem wiederherzustellen und
zu bauen (das heißt die Wiederherstellung der Mauern), von dem uns Nehemia 2
berichtet, bis zu dem Sonntag, wo der König nach Jerusalem hineinreitet (Mt
21,5). Die letzte Woche (sieben Jahre) ist noch zukünftig und wird der zweiten
Ankunft des Königs vorausgehen. Die himmlische Einschaltung geschieht in dem
Intervall zwischen den ersten 69 Wochen und der letzten Woche.
Dan 11,35-45: Und von den Verständigen werden einige fallen, um sie zu
läutern und zu reinigen und weiß zu machen bis zur Zeit des Endes; denn es
verzieht sich noch bis zur bestimmten Zeit. Und der König wird nach seinem
Gutdünken handeln, und er wird sich erheben und groß machen über jeden Gott, und
wider den Gott der Götter wird er Erstaunliches reden; und er wird Gelingen
haben, bis der Zorn vollendet ist, denn das Festbeschlossene wird vollzogen. Und
auf den Gott seiner Väter wird er nicht achten und weder auf die Sehnsucht der
Frauen noch auf irgendeinen Gott wird er achten, sondern er wird sich über
alles erheben. Und an dessen Statt wird er den Gott der Festungen ehren: Den
Gott, den seine Väter nicht gekannt haben, wird er ehren mit Gold und mit Silber
und mit Edelsteinen und mit Kleinodien. Und er wird gegen die starken Festungen
so verfahren mit dem fremden Gott: Wer ihm Anerkennung zollt, dem wird er viel
Ehre erweisen, und er wird ihm Herrschaft verleihen über die Vielen und das Land
austeilen zum Lohne. Und zur Zeit des Endes wird der König des Südens mit ihm
zusammenstoßen, und der König des Nordens wird gegen ihn anstürmen mit Wagen und
mit Reitern und mit vielen Schiffen; und er wird in die Länder eindringen und
wird sie überschwemmen und überfluten. Und er wird in das Land der Zierde
eindringen, und viele Länder werden zu Fall kommen; diese aber werden seiner
Hand entrinnen: Edom und Moab und die Vornehmsten der Kinder Ammon. Und er wird
seine Hand an die Länder legen, und das Land Ägypten wird nicht entrinnen; und
er wird die Schätze an Gold und Silber und alle Kostbarkeiten Ägyptens in seine
Gewalt bringen, und Libyer und Äthiopier werden in seinem Gefolge sein. Aber
Gerüchte von Osten und von Norden her werden ihn erschrecken; und er wird
ausziehen in großem Grimme, um viele zu vernichten und zu vertilgen. Und er wird
sein Palastgezelt aufschlagen zwischen dem Meere und dem Berge der heiligen
Zierde. Und er wird zu seinem Ende kommen, und niemand wird ihm helfen.
Daniel 11,1-35 spricht von Dingen, die historisch geschehen sind. Nicht so
Daniel 11,36-45. Der König von Daniel 11,36 ist einer, gegen den der König des
Südens (Ägypten) kämpfen wird (V. 40) und gegen den der König des Nordens
(Assyrien) wie ein Wirbelwind kommen und ihn überfluten wird. Dieser
eigenmächtige König, dessen Territorium zwischen Ägypten und Syrien liegt, ist
der (falsche) König Israels. Der Herr hatte schon gewarnt, dass ein anderer
kommen würde in seinem eigenen Namen, den sie aufnehmen würden. Dieser
eigenwillige König ist der törichte Hirte (Sach 11,15), der Gesetzlose (2Thes
2,8), der letzte Antichrist (1Joh 2,18). Zwischen Daniel 11,35-36 gibt es
Platz für die himmlische Einschaltung.
Hos 3,4-5: Denn die Kinder Israel werden viele Tage ohne König
bleiben und ohne Fürsten und ohne Schlachtopfer und ohne Bildsäule und ohne
Ephod und Teraphim. Danach werden die Kinder Israel umkehren und den HERRN, ihren
Gott, und David, ihren König, suchen; und sie werden sich zitternd wenden zu
dem HERRN und zu seiner Güte am Ende der Tage.
Es ist sicherlich deutlich, dass Israel eine sehr lange Zeit in diesem
Zustand gewesen ist. Nichts wird darüber gesagt, dass ein Leib gebildet wird,
gebildet durch den Heiligen Geist und verbunden mit einem verherrlichten Haupt
im Himmel. Aber es ist deutlich, dass Raum gelassen wird für eine himmlische
Einschaltung.
Hos 5,15: Ich werde davongehen, an meinen Ort zurückkehren, bis sie
ihre Schuld büßen und mein Angesicht suchen. In ihrer Bedrängnis werden sie mich
eifrig suchen.
Der Herr kam herab, kam in heiliger Menschheit. Jahwe-Jesus kam, um sein Volk
von ihren Sünden zu retten (Mt 1,21), und sicherlich wird der Tag kommen, wenn
Er durch die Wirkung souveräner Gnade die Gottlosigkeit von Jakob wenden wird
und so ganz Israel gerettet werden wird (Röm 11,26). Inzwischen ist der Sohn
des Menschen dahin aufgestiegen, wo Er zuvor war (Joh 6,62), bis das Volk seine
größte Übertretung anerkennt und sein Angesicht sucht, jenes Angesicht, in
welches das Geschöpf zu spucken gewagt hatte. Es war das einzige sündlose
Angesicht, das diese gefallene Welt jemals gesehen hat. Sie wagten es, die Haare
aus seinem Gesicht zu reißen. Doch der Tag wird kommen, wenn sie wissen werden,
dass „seine Wangen wie Beete von Würzkraut, Anhöhen von duftenden Pflanzen;
seine Lippen Lilien, träufelnd von fließender Myrrhe“ sind (Hld 5,13). Oh,
wie werden sie ihre große Schuld anerkennen (Sach 12,10-14)! Es ist Gott, der
souverän aus sich selbst handeln wird (Hes 20,37-38), um eine seiner eigenen
Herrlichkeit und moralischen Wege gegenüber passende Buße zustande zu bringen
und sie unter dem Neuen Bund zu segnen. Dazwischen gibt es Raum für eine
himmlische Einschaltung.
Amos 9,9-11: Denn siehe, ich will gebieten und will das Haus Israel unter allen Nationen
schütteln, wie Getreide in einem Siebe geschüttelt wird; und nicht ein Körnchen
wird zur Erde fallen. Alle Sünder meines Volkes werden durchs Schwert sterben,
die da sprechen: Das Unglück wird uns nicht nahen und nicht an uns herankommen.
An jenem Tage werde ich die verfallene Hütte Davids aufrichten und ihre Risse
vermauern und ihre Trümmer aufrichten, und ich werde sie bauen wie in den Tagen
vor alters.
Apg 15,13-18: Nachdem sie aber ausgeredet hatten, antwortete Jakobus und sprach: Brüder,
höret mich! Simon hat erzählt, wie Gott zuerst die Nationen heimgesucht hat, um
aus ihnen ein Volk zu nehmen für seinen Namen. Und hiermit stimmen die Worte der
Propheten überein, wie geschrieben steht: „Nach diesem will ich zurückkehren und
wieder aufbauen die Hütte Davids, die verfallen ist, und ihre Trümmer will ich
wieder bauen und sie wieder aufrichten; damit die übrigen der Menschen den Herrn
suchen, und alle Nationen, über welche mein Name angerufen ist, spricht der
Herr, der dieses tut“, was von jeher bekannt ist.
Amillennialisten und Postmillennialisten lehren, dass die „Hütte Davids“
jetzt
aufgestellt ist und dass Christus auf seinem Thron sitzt. Aber das Wiederaufrichten der Hütte Davids wird im
Tausendjährigen Reich geschehen. In der
Apostelgeschichte 15 zitiert Jakobus den Abschnitt gegen jüdische Anmaßung und
um zu zeigen, dass Gott beabsichtigte, die Nationen zu segnen. Und sehr
verständlich wird Er das auch gemäß vieler Prophezeiungen tun. Aber Jakobus sah,
dass diese Prophezeiung auch in der Zwischenzeit eine Anwendung hatte [denn
diese Stelle würde den jüdischen Volksgenossen klarmachen, dass die Absicht
Gottes, die Nationen zu segnen, schon längst im Alten Testament vorhergesagt
wurde. Allein die Tatsache, dass die Nationen vor der Wiederherstellung
Israels gesegnet würden, ist an dieser Stelle neu und konnte nicht ohne
Weiteres aus dem Alten Testament heraus erwartet werden; Anm. d. Red.]. Was in den Tagen des Jakobus
geschah, stand nicht im Widerspruch zu Gottes Plan, der Segen für die Nationen
einschloss. Er zitiert diesen Abschnitt, um das zu zeigen. Er zitiert es nicht,
als wenn es erfüllt gewesen wäre oder sich zu seiner Zeit erfüllen würde.
Bemerke, dass dies den allgemeinen Charakter vieler Zitate aus den Propheten in der
Apostelgeschichte und den Briefen angibt. Was zitiert wird, geht im Tausendjährigen Reich in
Erfüllung, aber es hat eine Anwendung auf eine
bestimmte Sache in der Zwischenzeit. Bevor die Hütte Davids wieder aufgebaut
wird, gibt es Raum für eine himmlische Einschaltung.
Sach 11,12-17: Und ich sprach zu ihnen: Wenn es gut ist in euren Augen,
so gebet mir meinen Lohn, wenn aber nicht, so lasset es; und sie wogen meinen
Lohn dar: dreißig Silbersekel. Da sprach Jahwe zu mir: Wirf ihn dem Töpfer hin,
den herrlichen Preis, dessen ich von ihnen wertgeachtet bin! Und ich nahm die
dreißig Silbersekel und warf sie in das Haus Jahwes, dem Töpfer hin. Und ich
zerbrach meinen zweiten Stab, die Bande, um die Brüderschaft zwischen Juda und
Israel zu brechen. — Und Jahwe sprach zu mir: Nimm dir noch das Gerät eines
törichten Hirten. Denn siehe, ich erwecke einen Hirten im Lande: Der Umkommenden
wird er sich nicht annehmen, das Versprengte wird er nicht suchen und das
Verwundete nicht heilen; das Gesunde wird er nicht versorgen, und das Fleisch
des Fetten wird er essen und ihre Klauen zerreißen. Wehe dem nichtigen Hirten,
der die Herde verlässt! Das Schwert über seinen Arm und über sein rechtes Auge!
Sein Arm soll gänzlich verdorren, und sein rechtes Auge völlig erlöschen.
Die dreißig Silberstücke schatten den Preis vor, den der wahre Hirte Israels
wertgeachtet wurde. Dieser Hirte wurde durch das Volk geschlagen — obwohl das
Instrument dafür die Macht der Nationen war. Aber Gott wird ihnen einen anderen,
„einen törichten Hirten“ geben, nämlich den Gesetzlosen, der seinen eigenen
Willen tun wird. Der törichte Hirte ist der letzte Antichrist der Prophezeiung.
Zwischen dem Mord an dem wahren Hirten Israels und der Offenbarung des „törichten
Hirten“ bleibt Raum für eine himmlische Einschaltung.
Der Leser wird auch finden — wenn er willig ist, es zu finden —, dass es eine
Lücke gibt in Lukas 17 zwischen den Versen 21 und 22. Er wird das auch in Matthäus 24,
Markus 13 und Lukas 21 entdecken. Selbst die Feste Jahwes (3Mo 23) bieten Raum für
eine himmlische Einschaltung. Die ersten vier Feste sind erfüllt worden, aber die
letzten drei müssen noch geschehen. Die ersten vier Feste geschahen in den
ersten beiden Monaten des Jahres und die letzten drei im siebten Monat. Der siebte
Monat bildet die Zusammenfassung der Wege Gottes vor. Die Periode zwischen
Pfingsten und der Zusammenfassung der Wege Gottes lässt Raum für die himmlische
Einschaltung.
aus J.N. Darby’s Teaching
Regarding Dispensations, Ages, Administrations and the Two Parentheses, p.
49ff.
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