Stichwort: Bundestheologie

29 Ergebnisse
Christi Platz ist unser Platz (R.A. Huebner)
Epheser 1–3
Bibelstellen: Epheser 1; Epheser 2; Epheser 3, Stichwörter: Bundestheologie; Dispensationalismus
Zwar war der Heilige Geist von dem verherrlichten Menschen im Himmel schon zu Pfingsten herabgekommen, dennoch wurde nicht gleich alles offenbart, was dieses Kommen beinhaltete. Gott hatte einen speziellen Zeitpunkt dafür vorgesehen. Dieser ... mehrZeitpunkt war die Wirkungsperiode des Apostels Paulus. Durch ihn sollte die ganze Fülle dessen, was das Kommen des Geistes mit sich brachte, offenbar werden. Seine Bestellung zu der apostolischen Position kam von jenem verherrlichten Menschen droben. Es folgte auf die Verwerfung des Zeugnisses des Stephanus von Seiner dortigen Gegenwart. Paulus ist der Apostel, der bestellt war, die Wahrheiten der himmlischen Örter zu entfalten (Epheser, und sagt uns, dass wir versetzt sind in die himmlischen Örter in Christus Jesus (Eph 2,6). Das berichtet uns etwas von unserer Stellung vor Gott. Wir sind nicht versetzt in irdische Örter, so wie es das erlöste Volk Israel (Hes 20,33-38; Röm 11,26; Jes 60,21) sein wird, wenn Christus regiert vor seinen Ältesten in Herrlichkeit (Jes 24,23).
Das Geheimnis des Christus (H.P. Medema)
Epheser 3,1-9
Bibelstellen: Epheser 3, Stichwörter: Geheimnis; Einschaltung d. Kirche; Dispensationalismus; Bundestheologie
Der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus hat das Geheimnis, das Geheimnis Seines Willens, an uns bekannt gemacht. Hier wird der Apostel viel konkreter in seinen Mitteilungen, wie diese Bekanntmachung uns erreicht hat: Er sagt, dass das ... mehrGeheimnis speziell an ihn bekannt gemacht wurde, damit er vor allem den Inhalt davon an das Licht bringen sollte (Eph 3,9). Vorher schon in diesem Brief, besonders in Kapitel 2, hatte er darüber schon „in kurzem“ geschrieben. Wenn dieser Brief in der Gemeinde vorgelesen werden sollte, sollten sie dadurch einigermaßen einen Eindruck von den reichen Schätzen bekommen, die Paulus als Verwalter anvertraut waren. Das Bild eines Verwalters ist hier sehr bedeutsam: Als der durch Gott dazu angewiesene Diener öffnete der Apostel die Schatzkammern des unausforschlichen Reichtums des Christus (Eph 3,8).
Das Geheimnis des Christus im Kolosserbrief (D. Schürmann)
Bibelstellen: Kolosser 1; Kolosser 2; Kolosser 3, Stichwörter: Geheimnis; Dispensationalismus; Bundestheologie
Der Apostel hatte mit zwei Gegnern zu tun. Einmal waren es die Juden, von denen er Verfolgungen zu erdulden hatte, weil er ihre Sonderstellung damit missachtete, dass er so eine Botschaft verkündigte von „Christus in den Nationen“. ... mehrHierbei müssen wir uns bewusst machen, das dieser Gedanke damals so revolutionär war, wie wir es uns heute kaum vorstellen können. In Apostelgeschichte 22,21-23 lesen wir: „Und er sprach zu mir: Gehe hin, denn ich werde dich weit weg zu den Nationen senden. Sie hörten ihm aber zu bis zu diesem Worte und erhoben ihre Stimme und sagten: Hinweg von der Erde mit einem solchen, denn es geziemte sich nicht, dass er am Leben blieb! Als sie aber schrien und die Kleider wegschleuderten und Staub in die Luft warfen …“ Das war der eigentliche Grund, warum Paulus dann in die Gefangenschaft kam. Dem Hochmut der Juden, war diese Botschaft ein Gräuel ...
Der gläubige Mensch im Tausendjährigen Reich (J.N. Darby)
Eine veränderte Haltung zur Schöpfung
Stichwörter: Tausendjähriges Reich; Dispensationalismus; Bundestheologie
Die Berufung der Gläubigen hier auf der Erde während des Tausendjährigen Reiches wird total unterschiedlich sein von der der Gläubigen, die jetzt auf der Erde sind. Der offensichtliche Grund dafür ist, dass die Haushaltung ... mehrdes Tausendjährigen Reiches, was die Gläubigen auf der Erde betrifft, eine Haushaltung des Gerichts sein wird.
Der sechsfache Segen nach Abschluss der 70. Jahrwoche (R.A. Huebner)
Daniel 9,24
Bibelstellen: Daniel 9, Stichwörter: Jahrwochen, 70; Einschaltung d. Kirche; Dispensationalismus; Bundestheologie
Die traditionelle Sichtweise ist hier die, dass der Ausdruck „die Übertretung zum Abschluss bringen“ sich auf die Versöhnung bezieht, die, wie man annimmt, in der Mitte der siebzigsten Woche stattfand. Auf der anderen Seite ... mehrdenkt P. Mauro, dass Matthäus 23,32 „eine Erklärung ist, dass die Stunde gekommen war, für sie die Übertretung zu beenden“, das heißt den Herrn zu kreuzigen. Beide Sichtweisen zeigen an, dass die Aussagen der Schrift nicht wahrgenommen werden. Siebzig Wochen waren abgemessen, um „die Übertretung abzuschließen“. Eigentlich sagen unsere Brüder: Nein, so nicht! Nur neunundsechzigeinhalb Wochen waren notwendig, die Übertretung abzuschließen. Ich glaube, dass siebzig Wochen notwendig sind, weil die Schrift es ausdrücklich so sagt (Dan 9,24). Das gilt auch für ihre Aussagen über die anderen fünf Ausdrücke, die auch siebzig Wochen benötigen. Lasst uns nun zu einer anderen Widerlegung dieser Irrtümer gehen, nämlich, dass nach der Kreuzigung die Übertretung von Daniels Volk weiterging.
Der wahre Jude und der Israel Gottes (D. Schürmann)
Römer 2,17-29; Römer 3,1-3; Galater 6,12-16
Bibelstellen: Römer 2; Römer 3; Galater 6, Stichwörter: Bundestheologie; Dispensationalismus; Israel Gottes; wahre Jude, der; Beschneidung
Sind diese Ausdrücke ein Beleg dafür, dass die Kirche die Fortsetzung von Israel in der heutigen Zeit ist?
Bild: L. Binder
Die Gemeinde im Tausendjährigen Reich (H. Smith)
Offenbarung 21–22
Bibelstellen: Offenbarung 21; Offenbarung 22, Stichwörter: Tausendjähriges Reich; Dispensationalismus; Bundestheologie
Was ist mit der Gemeinde im Tausendjährigen Reich? Ist sie nicht schon längst vorher entrückt worden? Ist ihr Platz nicht im Himmel? Was hat sie dann noch mit dem Tausendjährigen Reich auf der Erde zu tun?
Die himmlische Berufung (W. Kelly)
Hebräer 3,1
Bibelstellen: Hebräer 3; Hebräer 11, Stichwörter: Himmlische Berufung; Bundestheologie; Dispensationalismus
Es ist nicht unwichtig, daran zu denken, dass, während die „himmlische Berufung“ als ein entwickeltes System abhängt von der Auffahrt des Herrn Jesus Christus in den Himmel, doch der Glaube der Gläubigen des Alten ... mehrTestamentes ihrer Berufung und ihren Umständen weit voraus war. So berief der HERR den Abraham von seinem Heimatland und seiner Verwandtschaft und seinem Vaterhaus in ein Land, das Er ihm zeigen würde. Und es war sicherlich durch Glauben, dass Abraham gehorsam war und ausging, „nicht wissend, wohin er kommen würde“. Aber Hebräer 11,9 zeigt uns die weitere Handlung des Glaubens. Denn als er in das Land kam, wanderte er dort herum wie in einem fremden Land, weil ein Strahl entfernter himmlischer Herrlichkeit in seiner Seele aufgebrochen war. „Er schaute aus nach einer Stadt, die Grundlagen hat“ usw. So starben er und die anderen Erzväter, so wie sie gelebt hatten, im Glauben, nicht in aktuellem Besitz. Nichtsdestoweniger bedeutet solch eine Fremdlingschaft weder den Besitz noch die Notwendigkeit der „himmlischen Berufung“. Zweifellos ist es so, dass die „himmlische Berufung“ jetzt auch Fremdlingschaft hervorruft und dazu ermuntert. Aber das beweist in keiner Weise, dass eine solche himmlische Berufung damals bekannt war und genossen wurde.
Bild: © SoundWords
Die irdische Einschaltung (W. Kelly)
Daniel 2; 7; Lukas 21
Bibelstellen: Daniel 2; Lukas 21; Daniel 7, Stichwörter: Bundestheologie; Dispensationalismus; Einschaltung d. Kirche
Die Lücke also, seit Israel Lo-Ammi geworden war (Hos 1), bis es wiederhergestellt und für immer als sein Volk im Land sein wird als die zentrale Sphäre seiner irdischen Regierung, wird ausgefüllt durch die vier aufeinander ... mehrfolgenden Tiere (Dan 7) oder herrschenden Mächte der Nationen (Dan 2). Der normale Lauf der irdischen Haushaltungen ging davon aus, dass der Thron des Herrn in Jerusalem steht. Die Aufgabe dieses Thrones, als die Macht den Nationen übergeben wurde, ist genau eine Einschaltung in Bezug auf seine irdische Regierung. So etwas hatte es in Israels Geschichte weder vor noch nach diesen „Zeiten der Nationen“ gegeben. Israel ist die Darstellung sowohl in der Vergangenheit von dem Versagen unter dem Gesetz als auch in der Zukunft von der Macht unter dem Messias im Hinblick auf Gottes deutliche und direkte Regierung der Erde. Dagegen ist die Zwischenperiode der Nationen ihre Unterbrechung, was auch immer die wunderbaren Werke Gottes in seiner Gnade inzwischen sein mögen. ...
Dispensationalistische oder bundestheologische Sicht? (W.J. Ouweneel)
Artikel: 7, Stichwörter: Bundestheologie; Dispensationalismus
Ein himmlischer Christus, deswegen eine himmlische Gemeinde (W.J. Hocking)
Epheser 1,16-23
Bibelstellen: Epheser 1, Stichwörter: Dispensationalismus; Bundestheologie; Himmlische Berufung
Es ist die allgemeine Tendenz in der Praxis des menschlichen Geistes, Christus und die Gemeinde zu trennen. Das geschieht besonders dann, wenn es sich um jene Beziehungen der innigen Einheit handelt, die die Schrift offenbart und betont als die ... mehrspeziellen Kennzeichen der christlichen Berufung. Welche von den großen Gruppen in der Christenheit ist wirklich darauf bedacht, dass die Kirche so mit Christus im Himmel verbunden ist, dass die Einrichtung der Gemeinde einen wesentlichen Charakter durch gerade diese Tatsache bekommt? Die römischen, anglikanischen, nonkonformistischen, um nicht zu reden von den griechischen Kirchen erkennen alle nicht, dass die lebendige Verbindung zwischen der Kirche und ihrem auferstanden Haupt droben nicht nur eine rein abstrakte Idee ist, rein theoretisch und völlig unwirksam, sondern ein lebenswichtiges Prinzip, dass bei jeder Handlung Gestalt gewinnen sollte.
Bild: L. Binder
Gibt es eine Kontinuität in den Wegen Gottes mit den Menschen? (SoundWords)
Römer 11; Epheser 2
Bibelstellen: Römer 11; Epheser 2, Stichwörter: Kontinuität; Miteinverleibt; Dispensationalismus; Bundestheologie; Einschaltung d. Kirche; Geheimnis
Der eine oder andere fragt sich vielleicht, wie man dazu kommt, solch eine Frage zu stellen. Kann man nicht auch ganz gut ohne diese Frage oder deren Beantwortung als Christ leben? Sicherlich! Jedoch nur so lange, bis einem klarwird, was bestimmte ... mehrChristen (in der Regel Anti-Dispensationalisten) meinen, wenn sie von „Kontinuität“ reden. Solche meinen damit nämlich, dass die Gemeinde eine Weiterführung der Gemeinde oder des Volkes Gottes im AT ist.Es wird gesagt, dass Gott zu allen Zeiten nur ein Volk Gottes auf der Erde habe und dass die Heilsgeschichte von Adam an einer gewissen Kontinuität gefolgt sei. Das eine baue auf dem anderen auf oder die eine Zeitepoche bedinge dann eine nächste. So wird dann eben auch gesagt, dass die neutestamentliche Gemeinde nur die Weiterführung der alttestamentlichen „Gemeinde“ sei und dass es von Beginn an nur ein Volk Gottes und nur eine Gemeinde gebe. Der Ölbaum sei, wie man meint, in Römer 11,16.17 Israel, und die Nationen wurden dort hineingepfropft, sie wurden quasi mit „einverleibt“, um mit Epheser 2 zu sprechen, so sagt man. Das „wahre Israel“ seien demnach Juden-Christen und Heiden-Christen oder besser eigentlich echte Juden und Christen-Juden.
Bild: © SoundWords
Gibt es im Alten Testament Raum für eine „himmlische Einschaltung“? (R.A. Huebner)
Bibelstellen: Psalm 110; Apostelgeschichte 15; Hosea 1, Stichwörter: Himmlische Berufung; Dispensationalismus; Bundestheologie
Jesaja 61,2 sagt: „… um zu verkünden das angenehme Jahr des Herrn, und den Tag der Rache unseres Gottes.“ Der Herr Jesus las von diesem Abschnitt, hat aber nicht den oben kursiv gedruckten Teil gelesen. Es war für Ihn ... mehrnicht die Zeit, den Tag der Rache unseres Gottes zu verkünden (Lk 4,19). Aber Er wird das tun, wenn die Zeit dafür da ist, wenn Er wiederkommt von dem Ort, wo Er zur Rechten des HERRN gesessen hat (Ps 110,1-3; Off 19,11-21), um „den Krieg des großen Tages Gottes des Allmächtigen“ zu leiten (Off 16,14). Zwischen diesen zwei Verkündigungen ist Raum für eine himmlische Einschaltung. ...
Gottes Verheißungen an Abraham (W. Kelly)
1. Mose 12,1-3; Galater 3,6.16
Bibelstellen: 1. Mose 12; Galater 3, Stichwörter: Bundestheologie; Dispensationalismus; Geheimnis; Bund (der neue); Verheißung
Niemand leugnet, dass die Verheißungen, die Abraham gegeben wurden, aus der Gnade Gottes hervorkamen. Aber es ist ein ernster Fehler, diese Verheißungen an Abraham, mit Gottes Verheißung in Christus durch das Evangelium, von der in ... mehrEpheser 3,6 gesprochen wird, zu verwechseln. Das würde unseren Glauben, unsere Gemeinschaft und unser Verhalten beeinflussen. Natürlich beinhaltete der Bund mit Abraham für die Teilhaber dieses Bundes Sicherheit, Annahme, Gunst und Freundschaft mit Gott. Die Frage ist ob nicht z.B. der Brief an die Epheser ein weitaus tieferes und höheres Ziel der Gnade offenbar macht. Dabei geht es um ein Ziel, das niemals an Abraham verheißen war. Es wurde bewusst verborgen gehalten, bis der Heilige Geist auf die Erde herabgekommen war als Folge des Todes, der Auferstehung und der Auffahrt des Herrn Jesus zur Rechten Gottes in den Himmel. Weder Vernunftschlüsse noch Tradition werden uns dabei helfen, diese Frage zu lösen. Sie werden uns viel mehr behindern. Aber was sagt die Schrift? Wir wollen zwei Dinge vergleichen. Bei diesen zwei Dingen geht es um etwas, was total verschieden ist in der Reichweite und in seinem Charakter, obwohl beide notwendigerweise ihre Quelle in der mannigfachen Gnade Gottes finden.
Ist der neue Bund mit der Kirche geschlossen worden? (S.B. Anstey)
Hebräer 8,6-13
Bibelstellen: Hebräer 8; Jeremia 31; Matthäus 26; 2. Korinther 3, Stichwörter: Bund (der neue); Bundestheologie
Der neue Bund ist „besser“, weil er auf „besseren Verheißungen“ basiert. Als der alte Bund geschlossen wurde, gab das Volk ein Versprechen. Sie sprachen: „Alles, was der HERR geredet hat, wollen wir tun!“ ... mehr(2Mo 19,8; 24,3). Als aber der Herr den neuen Bund gründete, gab Er ein Versprechen. Und das hat die Dinge auf eine ganz neue Grundlage gestellt, denn Er versäumt es nie, sein Wort zu halten. So ist der erste Bund dadurch gekennzeichnet, dass das Volk verspricht: „Wir werden …“ Auf der anderen Seite ist der neue Bund dadurch gekennzeichnet, dass der Herr verspricht: „Ich werde …“
Ist die „Wurzel“ in Römer 11,16 Christus? (S. Isenberg)
Römer 11,16
Bibelstellen: Römer 11, Stichwörter: Wurzel; Ölbaum; Dispensationalismus; Bundestheologie
Um zu verstehen, wer die Wurzel ist, müssen wir kurz sehen, wer die Zweige sind. Manche haben vorgeschlagen, dass die Wurzel das Volk Israel ist, doch die Israeliten sind in der Folge die „natürlichen Zweige“ (Röm ... mehr11,21.24). Das Volk Israel ist in der Schrift auch oft ein Bild des Ölbaumes (Jer 11,16; Hos 14,6; Off 11,4 – lies hierzu den unten angegebenen Artikel über die Bedeutung des Ölbaumes). Andere haben vorgeschlagen, dass Christus die Wurzel ist, Er habe als der gute Hirte sowohl die Schafe des Hofes als auch die „anderen Schafe“ herzugebracht (Joh 10). Man sieht dann eine Parallele zwischen den natürlichen Zweigen (Schafe aus dem Hof) und den Zweigen aus dem wilden Ölbaum („anderen Schafe“). Doch handelt es sich in Johannes 10 um wahre Schafe aus Israel und um wahre Schafe aus den Nationen. In Römer 11 hingegen geht es um das Bekenntnis, das jemand trägt. Wenn der Herr seine Schafe herzubringt, dann kennt Er sie mit Namen, und sie gehen nicht verloren ewiglich. Niemand würde sie aus der Hand des Vaters rauben können, so heißt es in Johannes 10. In Römer 11 hingegen gibt es sowohl ein Einpfropfen als auch ein Ausbrechen. Leblose Bekenner können zwar so aussehen, als hätten sie Anteil an den Verheißungen Gottes, und es mag auch tatsächlicher Segen für sie vorhanden sein, doch wenn sie nicht wirkliches Leben aus Gott haben, würden sie am Ende wieder ausgebrochen werden (siehe auch Heb 6). Johannes 10 ist also eine schlechte Parallelstelle für unser Thema.
Ist Israel doch in der Kirche aufgegangen? (W.J. Ouweneel)
Römer 9,25; Hosea 2,23
Bibelstellen: Hosea 2; Römer 9, Stichwörter: wahre Jude, der; Israel Gottes; Dispensationalismus; Bundestheologie
Dieses Zitat ist einer der wichtigsten Stützpfeiler für EB. Paulus zitiert hier Hosea 2,23 und 1,10, Verse bei denen es nach dem Kontext um Israel geht, die aber durch Paulus auf die Heiden angewandt werden. Für EB ist dies ein ... mehrdeutlicher Beweis, dass das, was im Alten Testament prophetisch über Israel gesagt wird, heutzutage in der Kirche der neuen Haushaltung als erfüllt angesehen werden kann. Will Paulus nicht gerade beweisen, dass Gott Sein Volk nicht allein aus Israel ruft, sondern auch aus den Völkern? Sie, die „Nicht-Sein-Volk“ waren, die Heiden, sind nun durch Glauben auch „Sein Volk“ geworden. Ist dies kein deutlicher Beweis, dass die Kirche, bestehend aus messiasgläubigen Juden und Heiden, nun das Volk Gottes geworden ist, und dass die alttestamentlichen Prophezeiungen dann auch in diesem Sinn ausgelegt werden müssen? ...
Kennt Gott nur eine einzige Familie? (Kalender D.H.I.N.)
Epheser 3,14.15
Bibelstellen: Epheser 3, Stichwörter: Bundestheologie; Dispensationalismus; Gemeinde: Wesen
Im Alten Testament wie in der Zeit nach der Entrückung der Versammlung gibt es Familien von Heiligen unterschiedlichen Charakters. Dieser kurze Artikel wirft ein Licht auf die verschiedenen Familien, die Gott alle kennt.
Reaktion auf eine Stellungnahme gegen die Lehre der Haushaltungen (SoundWords)
Stichwörter: Bundestheologie; Dispensationalismus
Auf der Website http://betanien.de/verlag/material/index.php?kategorie=Eschatologie geht es darum, dispensationalistische Wahrheit [Lehre von den Haushaltungen oder den Wegen Gottes mit den Menschen] zu diskreditieren. Auf einer dieser Seiten ... mehrbefindet sich eine Gegenüberstellung der „klassischen dispensationalistischen Sicht“ und der Sichtweise des Autors H.W. Deppe. Was uns besonders traurig macht, ist, dass hier ohne Textquellenangaben Behauptungen über die „klassische dispensationalistische Sicht“ aufgestellt werden, die uns bei unseren ganzen Studien bisher nie begegnet sind und die auch u.E. keinesfalls die Sichtweise des klassischen Dispensationalismus repräsentieren. Daher haben wir in einer dritten Spalte nun unser Verständnis des klassischen Dispensationalismus hinzugefügt und zur Begründung auf zahlreiche Artikel verwiesen, die zu diesem Thema auf der Seite www.soundwords.de/a9906.html zu finden sind.
Repräsentiert der Ölbaum den Leib Christi? (D. Schürmann)
Römer 11; Epheser 2
Bibelstellen: Römer 11; Epheser 2, Stichwörter: Bundestheologie; Dispensationalismus; Ölbaum; Miteinverleibt; Leib Christi
Wenn wir in Epheser 2 von dem „neuen Menschen“ hören, dann ist das ein Mensch der„neu“ (griech. kainos) ist, nicht im Sinne von „frisch“, sondern von „so etwas hat es noch nicht gegeben“ im ... mehrGegensatz zu einem „alten“ Menschen. Das heißt, diesen neuen Menschen hat es vor der Himmelfahrt des Herrn und dem Herniederkommen des Heiligen Geistes nicht gegeben. Gott hat nicht etwa einen Menschen, der schon da war, genommen und ihn um den Teil aus den Nationen erweitert. Er hat aus beiden – den Juden und den Heiden – welche genommen und sie gleichberechtigt zu etwas völlig Neuem gemacht, wo die Unterschiede auch völlig aufgehoben sind: „Da ist nicht Jude noch Grieche.“ Der Ölbaum jedoch bestand schon vorher. Das heißt, eigentlich zwei Ölbäume: der wilde und der edle. Dann wurden aus dem edlen Ölbaum Zweige ausgebrochen und wilde Zweige eingepfropft. Das ist etwas völlig anderes als die Bildung des neuen Menschen.
Sind die Nationen in Israel „einverleibt“? (W.J. Ouweneel)
Epheser 2; 3; Römer 11; Johannes 10; Apostelgeschichte 2
Bibelstellen: Epheser 2; Apostelgeschichte 2; Johannes 10, Stichwörter: Dispensationalismus; Bundestheologie; Miteinverleibt; Geheimnis
Das Geheimnis Gottes, das in früheren Geschlechtern den Menschen nicht offenbart wurde (Eph 3,3-6; Kol 1,1.26.27), besteht nicht darin, dass die Heiden durch Israel gesegnet würden, denn diese Verheißung war bereits seit Abraham ... mehrbekannt. Das Geheimnis Gottes bedeutet, dass gegenwärtig in der Welt eine Gesellschaft besteht, von der keiner der Propheten jemals hatte wissen können, eine Gesellschaft V der Leib Christi –, in der sich messiasgläubige Juden und messiasgläubige Heiden gleichberechtigt befinden: die jüdischen Gläubigen sind Bürger dieser Gesellschaft, die aus den Heidenvölkern sind Mitbürger. Die jüdischen Gläubigen sind Erben, die aus den Heidenvölkern sind Miterben; die jüdischen Gläubigen sind Glieder am Leib, ebenso die aus den Heidenvölkern Glied am selben Leib, usw. Natürlich nehmen die messiasgläubigen Juden in bestimmter Hinsicht immer einen besonderen Platz ein. So haben sie aufgrund der Verheißungen die älteren „Rechte“, die ersten Heiden wurden der Gemeinde durch jüdische Gläubige zugeführt (Apg 2), die Gemeinde ist auf der Grundlage von jüdischen Aposteln und Propheten aufgebaut (Eph 2,20), das NT ist (fast) vollständig von diesen jüdischen Männern geschrieben worden usw. Aber „in Christus“ sind innerhalb der Gemeinde die Unterschiede zwischen messiasgläubigen Juden und Heiden aufgehoben. Die jüdischen Gläubigen befinden sich in der Gemeinde nicht deswegen, weil sie Juden als solche sind, sondern weil sie bußfertige Sünder und Messiasgläubige geworden sind, genauso wie die messiasgläubigen Heiden, und darum bekommen sie an denselben Segnungen Anteil, die jeder bußfertige Sünder und Messiasgläubige empfängt, Jude oder Heide.
Stellungnahme zur Hermeneutik einer Internetseite (SoundWords)
Stichwörter: Bundestheologie; Dispensationalismus
Der Betreiber dieser Internetseite, H.-W. Deppe, hat hier die Grundsätze aufgelistet, nach denen er glaubt, dass die Bibel – vor allen Dingen das Alte Testament – ausgelegt werden muss. Es sind quasi die für ihn ... mehrmaßgeblichen Grundlagen, auf denen alle seine theologischen Aussagen – ganz besonders auch die gegen dispensationale Wahrheit [Lehre von den Haushaltungen] – aufbauen. Wir haben versucht, diese Grundsätze anhand des Wortes Gottes zu beleuchten und stellen unsere Ergebnisse nun allen Lesern zur Verfügung, damit sie sich fragen können, was von theologischen Aussagen zu halten ist, die auf solchen Grundsätzen aufbauen.
Warum Paulus den Propheten Hosea zitiert (R.J. Reid)
Römer 9,25
Bibelstellen: Hosea 2; Römer 9; Hosea 1, Stichwörter: Israel Gottes; Dispensationalismus; Bundestheologie
Der Apostel gebraucht dieses Zitat nicht nur, um zu zeigen, wie Gnade die Tür für die Heiden in der gegenwärtigen Zeit geöffnet hat, sondern er tut dies tatsächlich gerade weil Gott Hosea befohlen hatte, zu Israel zu sagen: ... mehr„Ihr seid nicht mein Volk“; Er hatte ihnen die Anerkennung versagt. Aber Hosea wurde auch befohlen hinzuzufügen: „An dem Ort, wo zu ihnen gesagt wurde: ,Ihr seid nicht mein Volk!‘, wird zu ihnen gesagt werden: ,Kinder des lebendigen Gottes‘“ (Hos 2,1). Darüber hinaus sagt Er: „Ich werde ihr das Tal Achor zu einer Tür der Hoffnung geben“ (Hos 2,17); gerade den Ort, wo das Gericht über Achan ausgeführt wurde für die Sünde, die Not über Israel gebracht hatte (Jos 7,25.26). In ähnlicher Weise wird es so mit Israel sein. Wenn das Gericht über ihre Sünde über sie ausgeführt wird, wird die „Tür der Hoffnung“ für sie geöffnet werden. Dann wird der Herr zu ihnen, „die nicht mein Volk waren“ (als Nicht-Anerkannte), sagen: „Du bist mein Volk“ (als Wiederhergestellte), und sie werden sagen: „Mein Gott“ (Hos 2,25).
Was ist das Geheimnis? (F.W. Grant)
Epheser 3,1-10
Bibelstellen: Epheser 3, Stichwörter: Geheimnis; Einschaltung d. Kirche; Dispensationalismus; Bundestheologie
Das Allererste ist, dass die Nationen Miterben sein würden, Erben auf gleicher Ebene mit den Juden, oder vielmehr mit den jüdischen Gläubigen. So etwas können wir nirgendwo im Alten Testament finden. Es gibt Segnungen für ... mehrdie Nationen und die zukünftige Welt, aber der Jude ist immer das Haupt und der Heide der Schwanz. Es gibt keine gleiche Erbschaft, keine Gleichheit. Auch das Erbe selber ist daher anders als das, was die Verheißungen des Alten Testamentes offenbarten. Es ist in einer völlig anderen Sphäre. Die christlichen Segnungen sind in den himmlischen Örtern, und das Erbe, so wie es uns schon gezeigt wurde (Eph 1), ist ein Erbe mit Christus. Wir sind auch Miterben auf diese Weise in einer höheren und weit wunderbareren Stellung als das Alte Testament jemals für irgendeinen Gläubigen, wen auch immer, versprochen hat. Das ist der erste Punkt. Und er wird zweifellos zuerst genannt, weil er am meisten in Beziehung zu der Wahrheit des Alten Testamentes zu stehen scheint, obwohl er tatsächlich anders ist. ...
Was ist mit dem neuen Bund gemeint? (W.J. Ouweneel)
Lukas 22,20; 1. Korinther 11,25
Bibelstellen: Lukas 22; 1. Korinther 11; Hebräer 8, Stichwörter: Neuer Bund; Dispensationalismus; Bundestheologie; Tausendjähriges Reich; Bund (der neue)
Buchstäblich wird er geschlossen werden mit den zehn bzw. den zwei Stämmen des alten Volkes Gottes; in ihre Herzen wird dann auch der Wortlaut des Gesetzes Moses geschrieben werden. Doch laut dem Zeugnis des Neuen Testaments haben wir als ... mehrdas heutige Volk Gottes nach dem Geist auch allerhand mit dem Neuen Bund zu tun. ...