Die Leiden Christi – aufgrund der Verletzung seiner Empfindungen

John Nelson Darby

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Eine andere Quelle der Leiden (von welcher Leidensquelle hat Christus nicht trinken müssen?) war vielleicht mehr menschlicher Art, aber darum nicht weniger wirklich. Ich denke an die Verletzung jeden Zartgefühls, wie sie von einem Gemüt, das auf die edelsten Empfindungen gestimmt ist, verspürt wird. „Sie schauen und sehen mich an“ (Ps 22,17). Beschimpfung, Verachtung, Falschheit, Versuche, Ihn in seiner Rede zu fangen, Rohheit und grausamer Hohn fielen auf seinen Geist, der in vollkommener Weise alles fühlte und alles mit göttlicher Geduld ertrug. Ich spreche jetzt nicht davon, dass Er im Stich gelassen, verraten und verleugnet wurde, aber Er wartete auf Mitleiden, und da war keines, und auf Tröster, aber es wurden keine gefunden (Ps 69,20) – doch gefunden wurden statt dessen, was die zarten Empfindungen seiner menschlichen Natur zutiefst verwundete. Der Hohn brach sein Herz. Er war das Saitenspiel der Zecher (Ps 69,12).

Ohne Zweifel kannte Gott seinen Hohn, seine Schmach und seine Schande; vor Ihm waren alle seine Bedränger (Ps 69,19). Doch durch alles ging Er hindurch. Keine göttliche Vollkommenheit rettete Ihn aus dieser Not, vielmehr ging Er in eben dieser göttlichen Vollkommenheit durch sie hindurch.

Ich glaube, es gab kein menschliches Gefühl (und in Ihm fehlte nicht eine einzige der zartesten Empfindungen einer vollkommenen Seele), das in Christus nicht verwundet und mit Füßen getreten wurde.

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Aus „The sufferings of Christ“, Collected Writings, Bd. 7

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