Das Johannesevangelium (13)
Johannes 13

Hamilton Smith

© SoundWords, online seit: 18.02.2006, aktualisiert: 26.01.2018

Leitverse: Johannes 13

Einleitung

Vers 1

Joh 13,1: Vor dem Fest des Passah aber, als Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, dass er aus dieser Welt zu dem Vater hingehen sollte, da er die Seinigen, die in der Welt waren, geliebt hatte, liebte er sie bis ans Ende.

Der Eröffnungsvers von Kapitel 13 leitet die letzten Reden unseres Herrn ein. Er führt uns den Anlass vor Augen, der diese Abschiedsworte hervorrief, die Nöte der Seinen, die sie erforderlich machten, und das Motiv, das den Herrn dazu brachte, diese Worte zu äußern.

Der Anlass war der, dass schließlich „seine Stunde gekommen war, dass er aus dieser Welt zu dem Vater hingehen sollte“. Im Lauf des Erdenlebens unsers Herrn haben wir von anderen „Stunden“ gehört.

  • In Kana in Galiläa konnte Er zu seiner Mutter sagen: „Meine Stunde ist noch nicht gekommen“ – die Stunde seiner Offenbarung in Herrlichkeit vor der Welt.

  • In Johannes 5 lesen wir, „dass die Stunde kommt und jetzt ist, da die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie gehört haben, werden leben“ – die Stunde seiner Gnade für Sünder.

  • In Gegenwart der Feindschaft des Menschen lesen wir zweimal: „Niemand legte die Hand an ihn, weil seine Stunde noch nicht gekommen war“ – die Stunde seines Leidens.

  • Diese Stunde – die Stunde, die die Abschiedsworte einleitet – hat einen anderen Charakter.

Es ist weder die Stunde seiner Gnade für Sünder noch die Stunde seines Leidens für die Sünder. Auch ist es nicht die Stunde seiner Offenbarung in Herrlichkeit vor der Welt. Es ist vielmehr die Stunde seiner Rückkehr in seine Herrlichkeit bei dem Vater, in die Liebe und Heiligkeit des Vaterhauses. Die Jünger allerdings würden in einer schmutzigen Welt zurückbleiben, einer Welt, die den Vater hasste und Christus ablehnte. Wenn sie dann vor dem Bösen in der Welt, durch die sie zu gehen haben, bewahrt werden sollten und doch die Gemeinschaft mit Christus im Haus des Vaters voll Liebe und Heiligkeit genießen sollten, werden sie diesen letzten Dienst der Gnade mit seinem Trost, seiner Belehrung und seinen Warnungen brauchen.

Darüber hinaus erfahren wir den Beweggrund, der den Herrn zu diesem letzten Dienst der Gnade brachte, als Er diese Abschiedsworte äußerte und das abschließende Gebet zu Gott aufsteigen ließ. Wenn der Anlass dazu sein Hingehen zum Vater war, dann war das Motiv seine Liebe zu den Seinen. Er verlässt diese Welt, aber jene, die der Herr mit Freuden „die Seinen“ nennt, bleiben in dieser Welt zurück. Sie sind eine Gesellschaft von Gläubigen auf der Erde, die zu Christus im Himmel gehören. Sie sind „die Seinen“ als die Frucht seines eigenen Werkes; sie sind die Seinen als die Gabe des Vaters. Sie mögen von geringer Bedeutung sein in den Augen der Welt, doch sie sind sehr kostbar in den Augen des Herrn: „Da er die Seinigen … geliebt hatte, liebte er sie bis ans Ende.“ Er mag sie verlassen, aber Er wird nicht aufhören, sie zu lieben. Menschenliebe hört oft auf. Wir verlassen einander, wir vergessen einander, wir verlieren das Interesse aneinander. Der Prophet spricht davon, dass eine Frau sogar ihr Kind vergessen mag; doch der Herr sagt: „Ich werde deiner nicht vergessen“ (Jes 49,15). Wenn der Herr auch die Welt verlässt, wird Er doch die Seinen nicht vergessen, noch wird Er aufhören, sie zu lieben. Leider können unsere Herzen Ihm gegenüber erkalten, unsere Hände im Gutestun müde werden, unsere Füße abirren. Eins ist jedoch sicher: dass Er uns niemals vernachlässigen wird. Seine Liebe wird uns „bis zum Ende“ tragen und umsorgen; und am Ende nimmt uns die Liebe in ihre ewige Heimat auf, wo es keine kalten Herzen, keine schlaffen Hände und keine abirrenden Füße mehr gibt.

Wenn wir uns so mit den abschließenden Szenen des Erdenweges unseres Herrn mit seinen Jüngern beschäftigen, sein letztes Handeln anschauen, auf seine letzten Worte lauschen und sein letztes Gebet hören, werden wir an die Gelegenheit erinnert, die diesen abschließenden Dienst veranlasste, an die Notwendigkeit, die ihn erforderte, und an die Liebe, mit der er getan wurde.

Ehe wir auf die Einzelheiten dieser letzten Unterhaltungen eingehen, mögen ein paar hinweisende Gedanken zum allgemeinen Charakter dieser Wahrheiten und zu der Reihenfolge, in der sie entfaltet werden, hilfreich sein: 

  • Man wird bemerken, dass die Jünger in Johannes 13 in die richtige Beziehung zueinander gebracht werden. Sie sollen einander die Füße waschen und einander lieben.

  • In Johannes 14 finden wir ihre richtige Beziehung zu den göttlichen Personen – dem Sohn, dem Vater und dem Heiligen Geist.

  • In Johannes 15 werden sie in die richtige Beziehung zu dem Kreis der Christen gesetzt, damit sie Frucht bringen für den Vater und Zeugnis ablegen für Christus in der Welt, in der Er nicht mehr anwesend ist.

  • In Johannes 16 werden sie über Dinge unterrichtet, die ihnen bevorstehen, im Blick auf ihren Weg durch eine feindselige Welt, von der sie gehasst, missverstanden und verfolgt werden.

So sehen wir, dass

  • in Johannes 13 die Füße der Jünger gewaschen werden,
  • in Johannes 14 ihre Herzen getröstet werden,
  • in Johannes 15 ihnen die Lippen zum Zeugnis geöffnet werden
  • und in Johannes 16 ihr Verstand belehrt wird, damit sie sich nicht von irgendwelchen Verfolgungen, die ihnen begegnen mögen, entmutigen lassen.

Ferner kann man feststellen, dass die Belehrungen einen fortschreitenden Charakter tragen. Die Wahrheit des einen Kapitels ist die Vorbereitung für die neue Offenbarung in dem folgenden Kapitel. Der Dienst von Johannes 13 bereitet die Jünger auf die Gemeinschaft mit göttlichen Personen vor, wie sie in Johannes 14 vorgestellt wird. Die Gemeinschaft mit göttlichen Personen in ihrer eigenen, der inneren Sphäre, bereitet die Jünger darauf vor, Frucht zu bringen und Zeugen zu sein in der Welt – der äußeren Sphäre, wie es in Johannes 15 gezeigt wird. Darüber hinaus führen Frucht und Zeugnis von Johannes 15 zur Verfolgung, auf die der Herr die Jünger mit der Wahrheit von Johannes 16 vorbereitet. Doch es genügt nicht, dass diese großen Wahrheiten den Jüngern entfaltet werden, um sie in dieser Welt als Repräsentanten Christi zu bewahren; dazu ist auch sein Gebet nötig. So werden die Worte an die Jünger mit dem Gebet des Herrn zum Vater abgeschlossen, das in Kapitel 17 wiedergegeben wird.

Die Fußwaschung (Joh 13,2-17)

Der Herr kann nun nicht mehr länger der Gefährte seiner Jünger auf ihrem Weg durch diese Welt sein; doch will Er nicht aufhören, ihr Diener an seinem neuen Ort im Himmel zu sein. So haben wir in der nun folgenden Szene, die in den Versen 2 bis 17 beschrieben wird, einen Akt der Gnade vor uns, der, während er den Liebesdienst des Herrn für die Seinen auf der Erde zum Abschluss bringt, eine Ahnung gibt von dem Dienst, den Er für die Seinen tun wird, wenn Er seinen neuen Platz in der Herrlichkeit einnimmt. Wenn Er auf dem Weg der Erniedrigung nicht mehr länger persönlich mit uns zusammen sein kann, will Er es möglich machen, dass wir doch mit Ihm zusammen sein können an seinem Platz in der Herrlichkeit. Das, so glauben wir, ist die Bedeutung der gnädigen Handlung der Fußwaschung. Während seines ganzen vollkommenen Lebens war die Gesinnung in Christus Jesus stets, sich selbst in liebevollem Dienst für andere zu vergessen. Und in dieser letzten Handlung vergisst der Herr, obwohl Er sich des dunklen Schattens des Kreuzes bewusst ist, immer noch sich selbst, um den Seinen zu dienen.

Verse 2.3

Joh 13,2.3: Und während des Abendessens, als der Teufel schon dem Judas, Simons Sohn, dem Iskariot, es ins Herz gegeben hatte, dass er ihn überliefere, steht Jesus, wissend, dass der Vater ihm alles in die Hände gegeben und dass er von Gott ausgegangen war und zu Gott hingehe, …

Die Verse 2 und 3 leiten diesen demütigen Dienst ein, indem einerseits seine tiefe Notwendigkeit gezeigt wird und auf der anderen Seite die vollkommene Fähigkeit des Herrn für diesen Dienst.

Die Notwendigkeit der Fußwaschung zeigt sich darin, dass die Jünger in einer Welt zurückbleiben werden, in der sich der Teufel und das Fleisch zu tödlicher Feindschaft gegen Christus verbinden. Der Hinweis auf den Verrat des Judas in dieser einleitenden Szene und auf die Verleugnung des Petrus etwas später zeigt klar, dass das Fleisch im Sünder wie im Gläubigen nur Material ist, dessen sich der Teufel bedient. Die ungerichtete Wirksamkeit des Fleisches hatte das Herz des Judas für die Einflüsterungen des Teufels geöffnet. Den Freund zu verraten, und das noch mit einem Zeichen der Liebe, ist selbst dem natürlichen Menschen zuwider; aber das überwältigende Verlangen, Begierden zu befriedigen, bereitet das Herz auf einen Vorschlag vor, der widernatürlich ist und nur vom Teufel kommen kann.

Angesichts dieser beängstigenden Entfaltung der Macht des Fleisches und des Teufels kann die Aussicht, in einer solch bösen Welt zurückgelassen zu werden, das Herz der Jünger wohl erschrecken. Aber sofort werden unsere Herzen dadurch getröstet, dass wir von Fleisch und Teufel weg auf Christus und den Vater hingewiesen werden, um zu lernen, dass „der Vater alles in die Hände“ von Christus gegeben hat. Große Macht ist in den Händen des Teufels, der uns hasst, aber „alle Macht“ liegt in den Händen von Christus, der uns liebt. Und nicht nur ist Christus „alle Macht“ gegeben worden, Er war dabei, auch an den Ort der Macht zu gehen – Er kam von Gott und ging nun zu Gott.

Obwohl Er mit seinem vollkommenen Empfindungsvermögen den Verrat eines falschen und die kommende Verleugnung eines wahren Jüngers fühlte, ging Er dennoch seinen Weg in dem ruhigen Bewusstsein, dass Er alle Macht in seinen Händen hielt und dass Er dem Ort der Macht entgegenging. Er möchte nun, dass wir ganz genauso in dem Bewusstsein durch eine Welt des Bösen gehen, dass Er alle Macht besitzt und an dem Ort ist, wo sie ausgeübt wird. Darüber hinaus befindet sich der Herr nicht nur an dem Ort der Macht und hat alle Macht in den Händen, Er lässt uns in der folgenden Begebenheit auch wissen, dass es Ihm eine Freude ist, diese Macht für uns zu gebrauchen. Der Eine, der alle Macht in seinen Händen hat, ist auch der Eine, der alle Liebe in seinem Herzen hat. So geschieht es, dass Er sich von seinem Herzen voll Liebe bewegen lässt, die beschmutzten Füße seiner wegemüden Jünger in eben diese Hände zu nehmen, in denen Er alle Macht hat. Er, der Herr über alle ist, wird aller Diener.

Verse 4.5

Joh 13,4.5: … von dem Abendessen auf und legt die Oberkleider ab; und er nahm ein leinenes Tuch und umgürtete sich. Dann gießt er Wasser in das Waschbecken und fing an, die Füße der Jünger zu waschen und mit dem leinenen Tuch abzutrocknen, mit welchem er umgürtet war.

Um diesen Dienst der Gnade zu tun, „steht Er von dem Abendessen auf“. Er steht vom Passahmahl auf, das von seiner Vereinigung mit uns in der Herrlichkeit des Reiches spricht (Lk 22,15.16), um das zu tun, was zu unserer Gemeinschaft mit Ihm in der himmlischen Herrlichkeit führt. In der Vollkommenheit seiner Gnade gürtet Er sich für diese letzte Tat des Dienstes. Er gießt Wasser in ein Waschbecken, fängt an, die Füße der Jünger zu waschen und sie mit dem leinenen Tuch, mit dem Er umgürtet war, abzutrocknen.

Verse 6.7

Joh 13,6.7: Er kommt nun zu Simon Petrus, und der spricht zu ihm: Herr, du wäscht meine Füße? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, weißt du jetzt nicht, du wirst es aber hernach verstehen.

„Er kommt nun zu Simon Petrus.“ Wenn die andern den Dienst des Herrn in staunendem Schweigen annehmen, schüttet Petrus, getrieben von seinem ungestümen Charakter, alle seine Gedanken aus. Dreimal redet er, und jedes Mal offenbart sich seine völlige Unkenntnis bezüglich der Gedanken seines Herrn. Seine erste Äußerung missbilligt den niedrigen Dienst des Herrn; seine zweite Äußerung weist ihn völlig ab; mit seiner letzten Äußerung unterwirft er sich in impulsiver Art diesem Dienst, aber in einer Weise, die ihn all seiner tiefen Bedeutung berauben würde. Doch, wie jemand gesagt hat: „Wenn wir schon durch die Fehler der Jünger ermahnt werden, so belehren uns noch viel mehr die Antworten, mit denen sie berichtigt werden.“ Aus der Antwort des Herrn erkennen wir die tiefe geistliche Bedeutung dieser letzten Handlung seines Dienstes.

Für Petrus war es unbegreiflich, dass der Herr der Herrlichkeit sich bücken sollte, um diese abirrenden Füße zu waschen. Daher ist seine erste Äußerung ein mit Staunen vermischter Protest: „Herr, du wäschst meine Füße?“ Der Herr antwortet: „Was ich tue, weißt du jetzt nicht, du wirst es aber hernach verstehen.“ Damit erfahren wir, dass es im Augenblick den Jüngern nicht möglich war, die geistliche Bedeutung der Handlung des Herrn zu erkennen. Danach, wenn der Geist gekommen ist, wird alles klarwerden. Das zeigt uns deutlich, dass dieser Dienst nicht getan wurde, wie oft gesagt wird, um uns durch eine Tat tiefster Demut von Seiten des Herrn eine Lektion in Demut zu geben. Dann hätte Petrus nicht auf einen späteren Tag zu warten brauchen, um die Demut dieser Handlung zu erkennen. Gerade seine Worte zeigen, dass ihm damals vor allem die Demut des Herrn bewusst war.

Vers 8

Joh 13,8: Petrus spricht zu ihm: Du sollst nimmermehr meine Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Wenn ich dich nicht wasche, so hast du kein Teil mit mir.

Trotz der Antwort des Herrn, die ihn hätte mahnen sollen zu schweigen, bis das „Hernach“ alles deutlich machen würde, sagt er nun kühn: „Du sollst nimmermehr meine Füße waschen.“ Der Herr übergeht in seiner geduldigen Gnade die Kränkung und korrigiert die impulsive Art des Petrus mit den Worten: „Wenn ich dich nicht wasche, so hast du kein Teil mit mir.“ So kurz die Antwort auch ist, sehen wir doch jetzt, nachdem der Geist gegeben worden ist, dass sie die geistliche Bedeutung der Fußwaschung vorstellt. Wir erfahren, dass sie den gegenwärtigen Dienst des Herrn symbolisiert, durch den Er alles aus unserer Gedankenwelt entfernt, das unser Teilhaben mit Ihm verhindern würde.

Beachten wir, dass der Herr nicht sagt: teilhaben an mir. Der Dienst der Fußwaschung ist wirklich wertvoll, und doch könnte er niemals das „Teilhaben an Christus“ sicherstellen. Dafür war das größere Werk des Kreuzes erforderlich, das, einmal vollbracht, nie mehr wiederholt werden kann. Durch dieses größere Werk ist das Teilhaben an Christus für jeden Gläubigen für immer gesichert worden. Die Fußwaschung ist die symbolische Darstellung auf der Erde von einem Dienst, der im Himmel fortgesetzt wird, einem Dienst, der die Gläubigen auf der Erde befähigt, mit Christus im Himmel Gemeinschaft beizubehalten. Denn bedeuten die Worte des Herrn „Teil mit mir“ nicht Gemeinschaft mit Ihm in jenem Bereich heiliger Zuneigung im Haus des Vaters? Natürlich bleibt die gesegnete Tatsache bestehen, dass der Herr uns naht und Gemeinschaft mit uns hat in unseren Häusern wie damals, als Er in jenes Haus in Emmaus eintrat. Doch „Teil mit Ihm“ birgt den noch gesegneteren Gedanken in sich, dass wir mit Ihm Gemeinschaft haben können in seinem Haus, wie es bei den Emmausjüngern der Fall war, als sie noch in derselben Nacht den Herrn in der Mitte seiner in Jerusalem versammelten Heiligen fanden. Und stellen nicht auch die Worte des Herrn an die Laodizeer diese doppelte Wahrheit vor, wenn Er sagt: „Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür auftut, zu dem werde ich eingehen und das Abendbrot mit ihm essen, und er mit mir“?

Darüber hinaus scheint es, dass die Fußwaschung streng genommen kein Symbol für den Dienst unseres Herrn als Sachwalter ist, noch für seine priesterliche Gnade, obwohl sie vom Wesen beider etwas an sich hat.

Beim Priesterdienst des Herrn geht es um unsere Schwachheiten; die Sachwalterschaft unseres Herrn beschäftigt sich mit tatsächlichen Sünden. Die Fußwaschung nimmt die Mattigkeit der Seele und das Abkühlen der Zuneigung weg, die sich im Lauf des Alltagslebens einstellen können, und wodurch die Gemeinschaft mit Christus dort, wo Er ist, wirksam gehindert wird.

Müdigkeit und körperliche Schwäche mögen uns daran hindern, hier ein Zeugnis für Christus zu sein; dann wird die priesterliche Gnade Christi tätig, um uns in unseren Schwachheiten zu stützen. Ach!, wir mögen sogar fallen und sündigen und nicht mehr länger fähig sein, für Christus zu zeugen; dann stellt der Sachwalter die Seele wieder her. Wenn jedoch die Zuneigungen erkaltet sind, obwohl nichts vorliegen mag, was unser Gewissen beunruhigt, besteht doch ein schwerwiegendes Hindernis für die Gemeinschaft mit Christus, und dann kommt der Dienst der Fußwaschung in Tätigkeit, um dieses Hindernis zu beseitigen. Es besteht darüber hinaus der weitere Unterschied zwischen Sachwalterschaft und Fußwaschung, indem die erstere unsere Seele dort wiederherstellt, wo wir uns befinden, während die Fußwaschung unsere Gedanken zur Gemeinschaft mit Christus wiederherstellt, an dem Ort, wo Er ist.

In den Tagen der Wüstenwanderung Israels hatten die Priester die Pflicht, sich die Füße zu waschen, ehe sie die Stiftshütte betraten. Sie mochten passend gewesen sein für das Volk, das Lager und die Wüste. Aber um passend zu werden für die Gegenwart des Herrn, war die Fußwaschung unbedingt erforderlich. Deswegen gab es auch das Waschbecken vor dem Eingang der Stiftshütte (2Mo 30,17-21; 40,30-32).

Verse 9-11

Joh 13,9-11: Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, nicht meine Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt. Jesus spricht zu ihm: Wer gebadet ist, hat nicht nötig sich zu waschen, ausgenommen die Füße, sondern ist ganz rein; und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er kannte den, der ihn überlieferte; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein.

Welcher Art ist also der Dienst, der durch die Fußwaschung symbolisiert wird? Die Antwort auf die erste Bemerkung des Petrus hat gezeigt, dass sie eine geistliche Bedeutung hat; die Antwort auf seine zweite Aussage zeigt uns, welches Ziel sie im Auge hat; die Antwort auf seine letzte Bemerkung wird uns das Wesen oder die Art des Dienstes klarer aufzeigen. Nachdem Petrus eine flüchtige Ahnung davon bekommen hat, wie gesegnet die Fußwaschung ist, kommt er jetzt auf seine entschiedene Erklärung, dass ihm der Herr niemals die Füße waschen soll, zurück. Bewegt von seiner wirklichen Liebe zum Herrn und mit seiner typisch impulsiven Art, sagt er: „Herr, nicht meine Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt.“ Wie viel Unkenntnis seine Bemerkung auch verraten mag, sie drückt sicherlich eine Zuneigung aus, die das Teil mit Christus schätzt.

Der Herr antwortet: „Wer gebadet ist, hat nicht nötig sich zu waschen, ausgenommen die Füße, sondern ist ganz rein.“ In der Schrift wird Wasser oft als Bild für die reinigende Wirkung des Wortes Gottes gebraucht. Bei der Bekehrung wird das Wort durch die Kraft des Geistes angewandt. Dies bewirkt eine völlige Wandlung; eine neue Natur wird mitgeteilt, die die Gedanken, Worte und Taten des Gläubigen völlig verändert – eine Veränderung, die durch die Worte des Herrn mit „gebadet“ gekennzeichnet ist. Es kann keine Wiederholung dieser großen Veränderung geben, doch können die, die gebadet sind, manchmal geistlich träge werden. Wie die Füße des Reisenden vom Staub der Straße schmutzig und müde werden, so kann auch der Glaubende durch die Berührung mit dem Alltagsleben, den häuslichen Verpflichtungen und den Belastungen des Geschäftslebens sowie durch den beständigen Kampf mit dem Bösen im Geist oft ermüden und dadurch gehindert sein, Gemeinschaft mit Christus in seinen Belangen zu haben. Nicht, dass er etwas getan hätte, wodurch das Gewissen belastet wurde, was zu bekennen wäre und des Sachwalters bedürfte, sondern sein Geist ist müde und muss erfrischt werden, und Christus freut sich, solche Erfrischung zu geben, wenn wir nur unsere Füße in seine Hände geben. Wenden wir uns zu Ihm, wird Er unsere Seelen erquicken, indem Er sich selbst uns durch das Wort in all seinen Vollkommenheiten vor unsere Blicke stellt.

So erkennen wir durch die liebevollen Antworten des Herrn an Petrus

  • den geistlichen Charakter dieses Dienstes („Was ich tue, weißt du jetzt nicht, du wirst es aber hernach verstehen“)
  • das Ziel, das Er erreichen will („Teil mit mir“)
  • und die Art, wie es erfüllt wird. („Wer gebadet ist, hat nicht nötig, sich zu waschen, ausgenommen die Füße, sondern ist ganz rein“).

Leider war einer anwesend, für den dies keine Bedeutung hatte; denn der Herr muss sagen: „Ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er kannte den, der ihn überlieferte; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein.“ Der Verräter war niemals „ganz gewaschen“ worden. Er war nicht wiedergeboren, und deswegen spürte er auch niemals das Bedürfnis noch kannte er die Wohltat des gnädigen Dienstes des Herrn.

Verse 12-17

Joh 13,12-17: Als er nun ihre Füße gewaschen und seine Oberkleider genommen hatte, legte er sich wiederum zu Tische und sprach zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch getan habe? Ihr heißt mich Lehrer und Herr, und ihr sagt recht, denn ich bin es. Wenn nun ich, der Herr und der Lehrer, eure Füße gewaschen habe, so seid auch ihr schuldig, einander die Füße zu waschen. Denn ich habe euch ein Beispiel gegeben, auf dass, gleichwie ich euch getan habe, auch ihr tut. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ein Knecht ist nicht größer als sein Herr, noch ein Gesandter größer, als der ihn gesandt hat. Wenn ihr dies wisst, glückselig seid ihr, wenn ihr es tut.

Nachdem der Herr diesen Dienst getan und seinen Platz am Tisch wieder eingenommen hat, gibt Er uns noch weitere Belehrungen über die Fußwaschung. Während es im Wesentlichen sein eigener Dienst ist, führt Er ihn doch oft durch die Vermittlung anderer aus. So wird uns die Pflicht auferlegt und das Vorrecht gewährt, einander die Füße zu waschen. Ein gesegneter Dienst, der ausgeführt wird, nicht indem wir einander zu korrigieren suchen (obwohl das auch schon mal nötig sein kann), und noch weniger, indem wir beim andern Fehler finden, sondern indem wir einander Christus vorstellen, denn nur Christus vermag eine müde Seele zu erquicken. Jahre nach der Szene im Obersaal sagt uns der Apostel Paulus, dass es zu den Eigenschaften einer gottesfürchtigen Witwe gehört, dass sie die Füße der Heiligen gewaschen hat (1Tim 5,10). Damit ist gewiss nicht gemeint, dass sie nur das Böse tadelte oder Fehler korrigierte, sondern dass sie den müden Geist der Heiligen aufrichtete, indem sie von Christus her kam, mit einem Dienst von Christus.

Wusch nicht Onesiphorus die Füße des Apostels Paulus? Denn von ihm kann der Apostel schreiben: „Er hat mich oft erquickt und sich meiner Kette nicht geschämt“ (2Tim 1,16). Kam nicht auch Philemon dieser Verpflichtung gegen seine Brüder nach? Denn zu ihm kann Paulus sagen: „Die Herzen der Heiligen sind durch dich, Bruder, erquickt worden“ (Phlm 7). Hat nicht der Herr selbst diesen gesegneten Dienst an seinem ermüdeten Diener Paulus ausgeführt, als Er in der Nacht zu ihm sagte: „Fürchte dich nicht … ich bin mit dir“ (Apg 18,9.10)? Doch die Fußwaschung erquickt nicht nur die müde Seele, sie erfreut auch das Herz dessen, der diesen Dienst tut, denn der Herr kann sagen: „Wenn ihr dies wisst, glückselig seid ihr, wenn ihr es tut.“

Der Weggang des Verräters (Joh 13,18-30)

Um geistliche Mitteilungen empfangen zu können, ist immer ein geistlicher Zustand nötig. So war die Fußwaschung die notwendige Vorbereitung für jene, die im Begriff standen, die letzten Worte des Herrn zu hören, die so reich an göttlicher Wahrheit und geistlichem Trost waren. Allerdings war da einer anwesend, der niemals ganz gewaschen worden war, an dem die Fußwaschung wirkungslos und für den die Belehrung des Herrn Jesus ohne Bedeutung bleiben musste. Die Anwesenheit des Judas, der den kommenden Verrat im Herzen erwog, warf einen dunklen Schatten über die kleine Gemeinschaft. Ehe die letzten Anweisungen vom Herrn mitgeteilt oder von den Jüngern aufgenommen werden können, muss Judas vom Obergemach in die Nacht hinausgehen.

Verse 18-20

Joh 13,18-20: Ich rede nicht von euch allen, ich weiß, welche ich auserwählt habe; aber auf dass die Schrift erfüllt würde: „Der mit mir das Brot isst, hat seine Ferse wider mich aufgehoben.“ Von jetzt an sage ich es euch, ehe es geschieht, auf dass ihr, wenn es geschieht, glaubt, dass ich es bin. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer aufnimmt, wen irgend ich senden werde, nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.

Die Art und Weise seiner Entfernung zeigt die zarte Fürsorge des Herrn für die Seinen. Der Betrug des Judas, der dem Herrn längst bekannt ist, wird seinen Jüngern sehr behutsam enthüllt. Im Verlauf der Fußwaschung hatte der Herr Anspielungen auf Judas hin gemacht, die offenbar von den Elfen nicht bemerkt worden waren. Jetzt spricht Er deutlicher: „Ich rede nicht von euch allen, ich weiß, welche ich auserwählt habe.“ Es gab einen inneren Kreis erwählter Gefährten des Herrn, denen Er nun die Geheimnisse seines Herzens enthüllen wollte. Aber da war einer anwesend, der keinen Platz in diesem auserwählten Kreis hatte; einer, von dem die Schrift gesagt hatte: „Der mit mir das Brot isst, hat seine Ferse wider mich aufgehoben.“

Diese Enthüllung mochte wohl ein Schock für die Jünger sein und eine Prüfung für ihren Glauben. Der logisch argumentierende Unglaube hätte sagen können: „Wir wussten nichts von der Anwesenheit des Verräters, aber wenn Jesus nichts davon wusste, kann Er dann der Herr der Herrlichkeit sein?“ Der Herr verhindert solch mögliche Überlegungen und unterstützt ihren Glauben, indem Er den kommenden Verrat im Voraus aufdeckt. Er sagt: „Von jetzt an sage ich es euch, ehe es geschieht, auf dass ihr, wenn es geschieht, glaubet, dass ich es bin.“ Sie sollen durch den Verrat des Judas einen neuen Beweis bekommen, dass Er wirklich der große „Ich bin“ ist, dem alles bekannt ist und dem die Zukunft gegenwärtig ist.

Auf der einen Seite dürfen die Anwesenheit und das Handeln des Verräters keinen Makel auf die Herrlichkeit des Herrn werfen; andererseits würde das völlige Versagen von einem, der zu den Zwölfen gezählt wurde, den Auftrag der verbleibenden Elf nicht ungültig machen. Dieser Auftrag würde in all seiner Kraft bestehen bleiben, und so kann der Herr sagen: „Wer aufnimmt, wen irgend ich senden werde, nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.“ Angesichts der schrecklichen Sünde des Judas bleibt die Herrlichkeit des Herrn unverdunkelt und der Auftrag der Elf unberührt.

Verse 21.22

Joh 13,21.22: Als Jesus dies gesagt hatte, ward er im Geiste erschüttert und bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich überliefern. Da blickten die Jünger einander an, zweifelnd, von wem er rede.

Doch gehört mehr dazu, um den Jüngern die schreckliche Wirklichkeit dieser Enthüllung klarzumachen und Judas aus ihrer Mitte zu entfernen. Der Herr will ihnen offen die Art dieser Sünde mitteilen und schließlich den Mann offenbaren, der sie begehen wird. Diese weiteren Enthüllungen bewegten den Geist des Herrn zutiefst. „Er ward im Geiste erschüttert und bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich überliefern.“ So erfahren die Jünger in unmissverständlichen Worten, dass einer aus ihrer Schar im Begriff steht, den Herrn zu verraten. Sie müssen der schrecklichen Tatsache gegenüberstehen, dass gerade die Gelegenheit, die eine feindliche Welt suchte – und aus Furcht vor dem Volk nicht finden konnte –, aus ihrer Mitte heraus in der Person eines Mannes entstehen würde, der weder Gott noch das Volk fürchtete. Es war einer,

  • der als ein Jünger des Herrn angesehen worden,
  • der sein täglicher Gefährte gewesen war,
  • alle seine machtvollen Taten gesehen und
  • unberührt seine Worte der Gnade und Liebe gehört hatte.

Eine solche Enthüllung erschütterte den Geist des Herrn und warf unter den Jüngern besorgte Fragen auf, wobei sie einander anblickten, zweifelnd, von wem Er rede.

Vers 23

Joh 13,23: Einer aber von seinen Jüngern, den Jesus liebte, lag zu Tische in dem Schoße Jesu.

Einander anzuschauen wird diese ernste Frage nicht klären. Der Verräter ist anwesend und weiß, dass er vom Herrn entdeckt ist. Dennoch gibt er kein Zeichen, das ihn vor den andern bloßstellen könnte. Sie müssen sich an den Herrn wenden, um von der schrecklichen Spannung befreit zu werden. Der Jünger, der den Herrn danach fragt, muss einer sein, der Ihm nahe ist. Der Ihm am nächsten Stehende kann sich selbst bezeichnen als „einer von seinen Jüngern, den Jesus liebte“. Johannes ist sich der Liebe des Herrn zu ihm bewusst, vertraut auf diese Liebe und liegt im Schoß Jesu. Der Mann, dessen Füße noch vor kurzem in Jesu Händen lagen, lehnt nun mit dem Kopf an der Brust Jesu. Können wir nicht sagen, dass diese Stellung inniger Gemeinschaft die natürliche Folge der Fußwaschung ist? Nachdem die Füße durch die Hände der Liebe gewaschen worden sind, ruht der Kopf im Schoß der Liebe.

Verse 24.25

Joh 13,24.25: Diesem nun winkt Simon Petrus, damit er forschen möchte, wer es wohl wäre, von welchem er rede. Jener aber, sich an die Brust Jesu lehnend, spricht zu ihm: Herr, wer ist es?

Simon Petrus, der warmherzige Jünger, der so oft und auf so verschiedene Weise zu sagen scheint: „Ich bin der Jünger, der den Herrn liebt“, war kaum nahe genug, um den Herrn zu fragen. So winkt er Johannes, damit er frage, „wer es wohl wäre“. Ganz schlicht fragt Johannes: „Herr, wer ist es?“

Vers 26

Joh 13,26: Jesus antwortete: Jener ist es, welchem ich den Bissen, wenn ich ihn eingetaucht habe, geben werde. Und als er den Bissen eingetaucht hatte, gibt er ihn dem Judas, Simons Sohn, dem Iskariot.

Sogleich antwortet der Herr: „Jener ist es, welchem ich den Bissen, wenn ich ihn eingetaucht habe, geben werde.“ Mit „den Bissen“ ist eine bestimmte Sitte gemeint, wonach ein Ehrengast ein besonders zubereitetes Stück des Festes bekam. Nachdem der Herr das gesagt hatte, gibt Er den Bissen Judas Iskariot und damit wird nicht nur der Verrat vorausgesagt, sondern auch der Verräter bloßgestellt.

Vers 27

Joh 13,27: Und nach dem Bissen fuhr alsdann der Satan in ihn. Jesus spricht nun zu ihm: Was du tust, tue schnell.

Die Begierde hatte das Herz des Judas den Einflüsterungen des Teufels geöffnet; nun ergreift Satan selbst von Judas Besitz. Wenn sich das Gewissen des Judas noch irgendwie regte, wenn er noch Scham verspürte, wenn er vor der Sünde, die er begehen wollte, noch irgendwie zurückschreckte, dann wird das alles durch den Zutritt Satans zum Schweigen gebracht. Bei Satan gibt es kein Zögern. Von nun an wird Judas das hilflose Werkzeug seiner Pläne. Für Judas gibt es nun kein Zurück mehr, deshalb kann der Herr zu ihm sagen: „Was du tust, tue schnell.“

Verse 28-30

Joh 13,28-30: Keiner aber von den zu Tisch Liegenden verstand, wozu er ihm dies sagte. Denn etliche meinten, weil Judas die Kasse hatte, dass Jesus zu ihm sage: Kaufe, was wir für das Fest bedürfen, oder dass er den Armen etwas geben solle. Als nun jener den Bissen genommen hatte, ging er alsbald hinaus. Es war aber Nacht.

Die Elf sind, wie es scheint, wie betäubt von dieser schrecklichen Enthüllung. Sie begreifen die Bedeutung der Worte des Herrn nicht. Da Judas mit der Kasse betraut ist, meinen sie, die Worte des Herrn bezögen sich auf irgendeine notwendige Besorgung für das Fest oder auf eine Gabe für die Armen. Judas versteht Ihn nicht falsch. Die Gegenwart des Herrn ist für diesen vom Teufel besessenen Menschen unerträglich geworden. Kaum hat er den Bissen bekommen, steht er sofort auf und verschwindet ohne ein Wort in die Nacht hinaus. Nur wenig später wird er in eine noch tiefere Nacht abgleiten – in jene Schrecken tiefster Finsternis –, von woher es keine Rückkehr gibt.

Jemand hat bemerkt, dass in dieser ganzen ernsten Begebenheit Judas weder denunziert noch gescholten wird; er wird mit keinem Wort ausgestoßen, ihm wird nicht befohlen zu gehen. Die Anwesenheit eines Falschen wird offenbart; die Sünde, die er zu begehen im Begriff steht, wird vorausgesagt und der Mann, der sie begehen wird, entlarvt. Und danach verlässt dieser in einem Schweigen, das schrecklicher ist als Worte, das Licht, das zu durchdringend war, die heilige Gegenwart, die er nicht länger ertragen konnte, und verschwindet in die Nacht, auf die kein Morgen je dämmern wird. Lasst uns daran denken, dass ohne die Gnade Gottes und das kostbare Blut Christi jeder von uns dem Judas in die Nacht folgen würde.

Gott ist verherrlicht in Christus (Joh 13,31-38)

Nachdem Judas hinausgegangen war, war der dunkle Schatten gewichen, der sich auf die kleine Gemeinschaft gesenkt hatte. Der erschütterte Geist des Herrn war zur Ruhe gekommen und die Zweifel der Jünger beseitigt. Die Worte „Als er nun hinausgegangen war“ geben die Veränderung an. Judas hatte das Licht des Obersaals verlassen und war in die Finsternis der Außenwelt eingetreten. Das Licht innerhalb schient nun in seiner Abwesenheit umso heller, wie auch die Finsternis draußen gleichsam noch tiefer wurde. Die Tür, welche sich hinter dem Verräter schloss, zerschnitt die letzte Verbindung zwischen Christus und der Welt. Nun war die Luft gereinigt und mit seinen Jüngern allein ist der Herr frei, die Geheimnisse seines Herzens zu enthüllen.

Verse 31.32

Joh 13,31.32: Als er nun hinausgegangen war, spricht Jesus: Jetzt ist der Sohn des Menschen verherrlicht, und Gott ist verherrlicht in ihm. Wenn Gott verherrlicht ist in ihm, so wird auch Gott ihn verherrlichen in sich selbst, und alsbald wird er ihn verherrlichen.

Der Herr steht im Begriff, zum Vater zu gehen, während die Seinen als Zeugen Christi in einer Welt zurückgelassen werden, die Ihn verworfen hat. Im Laufe dieser letzten Unterredungen werden die Jünger in Berührung mit dem Himmel gebracht (Joh 14), sie werden unterwiesen, wie sie auf Erden Frucht tragen sollen (Joh 15), und sie werden gestärkt, der Verfolgung seitens der Welt zu widerstehen (Joh 16). Solche hohen Vorrechte und Ehren erfordern zuvor ein Werk von Seiten des Herrn, das die Seinen hierfür zubereitet. Diese beiden Verse stellen uns als Einleitung folgende drei Tatsachen vor:

  • Gott verherrlicht in Christus auf Erden,
  • Christus verherrlicht als ein Mensch im Himmel und
  • die Heiligen auf der Erde gelassen, um Christus zu verherrlichen.

Diese großen Wahrheiten bereiten den Weg für alle späteren Offenbarungen.

Alle Segnungen für den Menschen, sowohl im Himmel als auch auf der Erde bis in die Zeitalter der Ewigkeiten, beruhen auf den großen Grundwahrheiten, die in diesen Eingangsworten vor uns kommen. Der Herr stellt sich als der Sohn des Menschen vor und in Verbindung mit diesem Titel verkündet Er drei Wahrheiten von lebenswichtiger Bedeutung:

  1. „Jetzt ist der Sohn des Menschen verherrlicht.“
  2. „Gott ist verherrlicht in ihm.“
  3. „Gott wird ihn verherrlichen in sich selbst.“

Wir tun gut daran, ein wenig bei diesen großen Wahrheiten zu verweilen, um etwas von ihrer tiefen Bedeutung zu lernen, denn sie im Glauben anzunehmen, ist die richtige Grundlage für alles geistliche Wachstum, sowie jede Segnung der Seele.

  1. Die erste Wahrheit ist: „Jetzt ist der Sohn des Menschen verherrlicht.“ Dies bringt die unendliche Vollkommenheit des Sohnes des Menschen – des Erlösers – vor uns. Es wird damit auf die Leiden des Sohnes des Menschen am Kreuz hingewiesen und festgestellt, dass in diesen Leiden der Sohn des Menschen verherrlicht wird. Verherrlicht zu sein heißt, alle die Eigenschaften zu besitzen, die einen Menschen bei seiner Präsentation erhöhen. Am Kreuz wurden all die unendlichen Vollkommenheiten des Sohnes des Menschen im höchsten Grad entfaltet.

    In Johannes 11 lesen wir, dass die Krankheit des Lazarus „um der Herrlichkeit Gottes willen war, auf dass der Sohn Gottes durch sie verherrlicht werde“. Dort wurde die Herrlichkeit des Sohnes Gottes entfaltet durch die Auferweckung eines Menschen vom Tod; hier wird die Herrlichkeit des Sohnes des Menschen gesehen, indem dieser in den Tod ging. Macht über den Tod entfaltete die Herrlichkeit des Sohnes Gottes, Unterwerfung unter den Tod die Herrlichkeit des Sohnes des Menschen.

    Der Herr hatte bereits als Antwort auf das Verlangen der Griechen (Joh 12,20.21), Jesus zu sehen, gesagt: „Die Stunde ist gekommen, dass der Sohn des Menschen verherrlicht werde.“ Doch in diesem Fall verwirklichte der Herr im Voraus die Herrlichkeiten des Reiches; hier dagegen redet Er von den tieferen Herrlichkeiten des Kreuzes. In Zukunft wird Er als der Sohn des Menschen Herrschaft und Herrlichkeit und ewiges Königtum empfangen, und an jenem wunderbaren Tag wird die ganze Erde mit seiner Herrlichkeit erfüllt sein (Dan 7,13.14; Ps 72,1). Aber auch die vortrefflichen Herrlichkeiten des kommenden Reiches werden seine weit tieferen Herrlichkeiten als Sohn des Menschen am Kreuz nicht übertreffen noch diesen gleich sein. Die Herrlichkeit seines irdischen Thrones wird überragt von der Herrlichkeit seines schimpflichen Kreuzes. Das Reich wird seine amtlichen Herrlichkeiten zur Entfaltung bringen, das Kreuz aber gab Zeugnis von seinen sittlichen Herrlichkeiten. Am Tag seiner Regierung werden „alle Herrschaften ihm dienen und gehorchen“, und alles wird Ihm als dem Sohn des Menschen unterworfen sein. Am Tag seiner Leiden war Er selbst der gehorsame und unterworfene Mensch. Wirklich, jeder Schritt seines Pfades gab Zeugnis von seinen sittlichen Herrlichkeiten, denn sie konnten nicht verborgen bleiben, doch am Kreuz strahlten diese Herrlichkeiten in ihrem vollsten Glanz. Der, der auf jedem Schritt des Weges Gehorsam lernte, wurde schließlich durch den Tod erprobt und wurde „gehorsam bis zum Tod, ja zum Tod am Kreuz“. Die völlige Unterwerfung unter den Willen des Vaters, die seinen Pfad kennzeichnete, wird am hellsten angesichts der nahenden Schatten des Kreuzes entfaltet, als Er sprach: „Nicht mein Wille, sondern der deine geschehe.“ Jeder Schritt offenbarte seine vollkommene Liebe zum Vater, doch das alles überragende Zeugnis seiner Liebe sehen wir darin, dass Er im Blick auf das Kreuz sagt: „Auf dass die Welt erkenne, dass ich den Vater liebe und also tue, wie mir der Vater geboten hat.“ Dass seine heilige Natur unbefleckt war und durch die sündige Welt, die Er durchschritt, nicht befleckt wurde, wird in vollkommener Weise darin gesehen, dass Er im Vorgefühl, „zur Sünde gemacht zu werden“, ausrief: „Wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch an mir vorüber.“

    Wirklich, am Kreuz fanden seine sittlichen Herrlichkeiten: sein Gehorsam, seine Unterwerfung, seine Liebe, seine Heiligkeit und jede andere Vollkommenheit ihre glänzendste Entfaltung. Dort wurden des Herrn Worte „Jetzt ist der Sohn des Menschen verherrlicht“ wahr gemacht.

    Auf diese Weise versichert uns die erste große Feststellung die unendlichen Vollkommenheiten des Sohnes des Menschen, unseres Erlösers, dessen, der als das große Sühnopfer Gott verherrlicht hat. Je mehr wir die große Bedeutung dieser Feststellung erfassen, die uns die Vollkommenheit des Herrn Jesus zeigt, desto mehr sehen wir, wie würdig Er unseres vollen zuversichtlichen Vertrauens ist. Angesichts solcher Vollkommenheit kann niemand sagen, dass irgendein Mangel an Ihm sei, der unser Vertrauen schwächen könnte. Seine so völlig ins Licht gebrachten Vollkommenheiten offenbaren Ihn als den, der ganz und gar lieblich ist, der jeden schönen Zug besitzt, um Ihn unseres Vertrauens würdig zu machen.

  2. Indem wir nun den Sohn des Menschen am Kreuz bewundern, wo wir Ihn durch die dort zur Entfaltung kommenden unendlichen Vollkommenheiten verherrlicht sehen, werden wir für die zweite große Feststellung vorbereitet: „Gott ist verherrlicht in ihm.“ Alle anderen hatten Gott verunehrt, doch zuletzt wird der Eine gefunden – der Sohn des Menschen –, in sich selbst vollkommen, der imstande ist, das Werk zu unternehmen, das Gott verherrlichte. Doch um Gott zu verherrlichen, muss Er zur Sünde gemacht werden und an den Ort des Todes gehen. „Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes“ als Schöpfer – seine unendliche Weisheit und Macht, doch sie können nicht die Herrlichkeit seines sittlichen Seins zeigen. Deswegen musste der Sohn des Menschen leiden, damit durch seine Leiden jede Eigenschaft Gottes ihren höchsten Ausdruck fände. Durch das Kreuz ist die Majestät Gottes behauptet, die Wahrheit Gottes aufrechterhalten, die Gerechtigkeit Gottes in dem Gericht der Sünde gesehen. Die Heiligkeit, die solch ein Opfer forderte, und die Liebe, die es gab, schien in ihrem hellsten Glanz. Wirklich, der Sohn des Menschen hat durch seine Leiden Gott verherrlicht.

  3. Dieses große Werk führt zu der Wahrheit der dritten großen Feststellung. „Wenn Gott verherrlicht ist in ihm, so wird auch Gott ihn verherrlichen in sich selbst, und alsbald wird er ihn verherrlichen.“ Wenn Gott in Christus verherrlicht ist, wird Gott einen ewigen Beweis dafür geben, dass Er durch das, was Christus getan hat, zufriedengestellt wurde. Christus, verherrlicht als ein Mensch, in der Herrlichkeit Gottes, ist die einzig entsprechende Antwort auf sein Werk am Kreuz, und die ist der ewige Beweis dafür, dass Gott durch jenes Werk zufriedengestellt wurde.

In der Feststellung

  1. Jetzt ist der Sohn des Menschen verherrlicht“ wird die Vollkommenheit des Sohnes des Menschen gezeigt;
  2. Gott ist verherrlicht in ihm“ lernen wir die Vollkommenheit seines Werkes;
  3. Gott wird ihn verherrlichen in sich selbst“ erfahren wir Gottes vollkommene Zufriedenstellung in jenem Werk.

Wir haben einen vollkommenen Erlöser, der ein vollkommenes Werk zu Gottes vollkommener Zufriedenstellung getan hat. Andere Schriftstellen wollen uns sagen, dass dieser vollkommene Erlöser, dieses vollkommene Werk und Gottes vollkommene Zufriedenstellung für alle zugänglich ist, denn wir lesen: „Er gab sich selbst zum Lösegeld für alle.“ Und Gottes vollkommene Zufriedenstellung in Christus und seinem Werk setzt Gott in den Stand, zu sagen: „… dass durch diesen euch Vergebung der Sünden verkündigt wird.“

Vers 33

Joh 13,33: Kinder, noch eine kleine Weile bin ich bei euch; ihr werdet mich suchen, und wie ich den Juden sagte: Wo ich hingehe, könnt ihr nicht hinkommen, so sage ich jetzt auch euch.

Die Verherrlichung des Sohnes des Menschen schloss die Trennung von den Jüngern ein. In seinem vollkommenen Mitgefühl trat der Herr in den Kummer ein, der die Herzen der Jünger bei dem Gedanken erfüllte, von dem geschieden zu werden, den sie lieben gelernt hatten. Wieder und wieder, mit Empfindungen menschlicher Besorgnis, bezieht Er sich auf das unvermeidliche Weggehen und bereitet ihre Herzen auf das kommende Ende der irdischen Gemeinschaft vor (vgl. Joh 14,28.29; 16,4-7.16.28).

Nie vorher hatte der Herr die Jünger als Kinder angeredet. Das ist ein Wort, das in der griechische Sprache mitfühlende Zärtlichkeit ausdrückt. Auf diese Weise bringt der Herr ganz zartfühlend den bevorstehenden Weggang vor sie. Doch eine kleine Weile würde Er noch bei ihnen sein. Der Herr kehrte auf einem Weg zur Herrlichkeit zurück, auf dem Ihm niemand folgen konnte. Später mochten Gläubige Ihm folgen, selbst auf dem Weg des Martyrertodes, doch dieser ist nicht zu vergleichen mit dem Tod, dem sich der Herr, als Strafe für die Sünde, unterwarf. Das war der Pfad, von dem der Herr sagte: „Wo ich hingehe, könnt ihr nicht hinkommen.“

Verse 34.35

Joh 13,34.35: Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, auf dass, gleichwie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

Ferner würde der kommende Weggang bedeuten, dass die Jünger fortan ohne das mächtige Band der persönlichen Gegenwart dessen sein werden, den sie alle liebten. Deshalb gibt der Herr ein neues Gebot: „… dass ihr einander liebet, gleichwie ich euch geliebt habe.“ Es ist darauf hingewiesen worden, dass der Herr von diesem Gebot als von einem neuen spricht, im Gegensatz zu dem alten, diesen jüdischen Jüngern wohl bekannt: „Du sollst deinen Nächsten lieben als dich selbst.“ Das neue Gebot ist: „… dass ihr einander liebet, wie ich euch geliebt habe.“ Christus liebte mit einer Liebe, die nunmehr über alle Macht des Bösen triumphiert hat, während sie jedoch niemals gleichgültig gegen das Böse ist. Wenn wir einander lieben nach dem Muster der großen Liebe Christi, dann werden wir einer in dem anderen kein Böses dulden, sondern einen Weg finden, es fortzuschaffen, ohne aufzuhören zu lieben. Nichts als die Bande der Liebe nach göttlichem Muster wird eine Gesellschaft von Menschen zusammenhalten, von denen jeder eine bestimmte Persönlichkeit ist, mit verschiedenen Abstufungen des Charakters und unterschiedlicher Beschaffenheit.

Weiterhin wird eine durch Liebe gekennzeichnete Gesellschaft in einer Umgebung von Lust und Selbstsucht so auffallen, dass die Welt eine solche ohne weiteres als Jünger Christi erkennen wird. Die Welt vermag den Glauben und die Hoffnung des christlichen Kreises nicht schätzen, aber göttliche Liebe und ihre Ergebnisse kann sie schließlich doch sehen und bewundern, wenn sie sie nachzuahmen auch nicht imstande ist. So wird eine Gesellschaft, die durch Liebe des einen zum anderen – nach dem Muster Christi – gekennzeichnet ist, ein Zeugnis für Christus in der Welt, von der Er abwesend ist, so dass Christus, während Er sich verherrlicht bei dem Vater im Himmel aufhält, auf Erden von den Heiligen verherrlicht wird.

Verse 36-38

Joh 13,36-38: Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, wo gehst du hin? Jesus antwortete ihm: Wo ich hingehe, kannst du mir jetzt nicht folgen; du wirst mir aber später folgen. Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich lassen. Jesus antwortet: Dein Leben willst du für mich lassen? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, der Hahn wird nicht krähen, bis du mich dreimal verleugnet hast.

Obwohl die Schlussszene sich nur mit Petrus beschäftigt, enthält sie eine Warnung für uns alle. Wenn die Jünger in ihrer Verherrlichung der Person des Herrn zu kurz kommen, dann dürfen sie nicht vergessen, dass ein jeder das Fleisch in sich hat, das bereit ist, Christus zu verleugnen. Simon Petrus, scheinbar sorglos hinsichtlich des neuen Gebotes und nur an die kommende Trennung denkend, fragt mit scheinbarem Widerstand gegen das, was er nicht versteht: „Herr, wo gehst du hin?“ Der Herr antwortet: „Wo ich hingehe, kannst du mir jetzt nicht folgen; du wirst mir aber später folgen.“ Der Herr ging, um den Märtyrertod von der Hand der Gottlosen zu erdulden. Doch weit schrecklicher für seine heilige Seele war es, den Tod als ein Opfer unter der Hand Gottes zu erleiden. Das war ein Weg, den Er nur allein gehen konnte, da vermochte Ihm Petrus nicht zu folgen. Später, in kommenden Jahren, wird er die hohe Ehre haben, dem Herrn auf dem Pfad des Märtyrertums zu folgen.

Indem Petrus auf seine Liebe zum Herrn baut, wagt er zu behaupten: „Mein Leben will ich für dich lassen.“ Als Antwort hört er nur des Herrn feierliche Warnung: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, der Hahn wird nicht krähen, bis du mich dreimal verleugnet hast.“ Wenn das Fleisch in einem falschen Jünger den Herrn verraten kann, so kann das Fleisch in einem wahren den Herrn verleugnen. Doch lasst uns nicht vergessen, dass des Herrn Liebe über Petrus’ Verleugnung triumphiert, denn, wie wir gesehen haben, „da er die Seinigen, die in der Welt waren, geliebt hatte, liebte er sie bis ans Ende“. Durch unser Selbstvertrauen getäuscht, mögen wir den Herrn verleugnen, doch wir werden von dem Herrn mit einer Liebe geliebt, die uns nicht lassen kann.

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