Herrlichkeiten Jesu Christi in Johannes 17 (1)
Göttliche und ewige Herrlichkeit

William Henry Westcott

© SoundWords, online seit: 23.04.2004, aktualisiert: 01.12.2018

Leitverse: Johannes 17; 1,1; Hebräer 1; Kolosser 1

Einleitung

Als ich eines Abends das Vorrecht genoss, mit Freunden das 17. Kapitel des Johannesevangeliums zu lesen und kurz zu betrachten, stiegen, nachdem ich mich zur Ruhe zurückgezogen hatte, in meinem Geist mit großer Frische die fünf Herrlichkeiten Christi auf, die darin erwähnt sind.

In der Hoffnung, dass einige Leser Gewinn aus dieser Betrachtung ziehen und angeregt werden, darüber nachzudenken, schreibe ich sie nieder.

Der Platz, den das 17. Kapitel des Johannesevangeliums einnimmt, ist wohl bekannt. In dem 12. Kapitel schließt Jesus seinen öffentlichen Dienst unter den Juden, denn dort heißt es in Vers 36: „Dieses redete Jesus und ging hinweg und verbarg sich vor ihnen“ (Joh 12,36), und in Vers 37: „Obwohl er aber so viele Zeichen vor ihnen getan hatte, glaubten sie nicht an ihn“ (Joh 12,37). Verhärtung erreichte als Gericht die Volksmenge, wie es durch den Propheten Jesaja vorhergesagt worden war, und obgleich viele unter den führenden Männern von seiner göttlichen Sendung überzeugt waren, wurde all ihr Einfluss auf das Volk zunichtegemacht, weil sie Ihn aus Furcht vor den Pharisäern nicht bekannten. Christi Worte am Schluss des Kapitels zeigen uns den Ausgang. Auch wenn damals das Gericht nicht auf sie kam, so bedeutete doch die Verwerfung seiner selbst und seiner Worte Gericht „an dem letzten Tag“.

Daher beschäftigt Er sich vom 13. bis zum Ende des 16. Kapitels nur mit seinen Jüngern, indem Er ihnen mit großer Bestimmtheit zeigt, was sein Weggang bedeutet und wie die Vertrautheit mit Ihm an dem Platz, den Er von nun an einnehmen würde, aufrechterhalten wird, obwohl sie auf der Erde zurückbleiben würden, und wie sie auf der Erde während seiner Abwesenheit in Frieden, im Fruchtbringen und im Zeugnis erhalten werden würden.

Nachdem dieser Dienst seinen geliebten Gefährten erwiesen worden ist, wird uns im 17. Kapitel sein Gebet an seinen Vater berichtet, das vor ihren Ohren gesprochen wurde, damit sie seine Freude völlig in sich hätten (Joh 17,13). Es war ihnen erlaubt, diesen Gedankenaustausch mit dem Vater zu hören, damit sie den Platz kennen möchten, den sie in seinen Zuneigungen und in denen des Vaters hatten, und die Freude genössen, die daraus hervorfließt. In diese Vertrautheit und Freude werden wir – sogar wir – im 20. Vers eingeführt (Joh 17,20). Wie bekannt diese Verse auch sein mögen, ich empfehle meinen Lesern, über sie nachzusinnen. In diesem Gebet finden wir die zuvor erwähnten fünf Herrlichkeiten.

Göttliche und ewige Herrlichkeit

Joh 17,5: Und nun verherrliche du, Vater, mich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.

Die erste und in Bezug auf die Zeit früheste Herrlichkeit nennt uns der Vers 5. Es ist klar, dass es sich hier um göttliche und ewige Herrlichkeit handelt, um „die Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war“. Er wendet sich an den Vater in all der Ruhe gekannter Vertrautheit und als Einer, der die Tragweite seiner Worte berechnet hat, denn Er betet in dem Bewusstsein, dass seine Jünger Ihn hören, und im Blick auf ihre Freude. Und Er geht in seinem Gebet zurück in jene ewige Gemeinschaft mit Ihm in Herrlichkeit, die der Schöpfung aller zeitlichen und materiellen Dinge vorausging. Wir sind hier früher als 1. Mose 1. Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. Doch es war Einer zeitlich vor den Himmeln und der Erde, und dieser Vorherbestehende ist Elohim-Gott. In dem dritten Vers jenes Kapitels des ersten Buches Mose, das die geschriebenen Enthüllungen der Gottheit beginnt, ist der Geist Gottes die erste göttliche Person, die einzeln erwähnt wird. Aber in Johannes 17,5 werden unseren anbetenden Herzen der Vater und der Sohn in der göttlichen Person ihrer eigenen Herrlichkeit gezeigt und der Sohn als Einer, der vor der Erschaffung der Welt schon war, ungeschaffen. Auf solche Weise vervollständigt sich unser Blick in Bezug auf den ewigen, dreieinigen Gott.

Das Wort – Johannes 1,1

Joh 1,1: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.

Drei bedeutsame Schriftstellen weisen auf diese wunderbare Enthüllung der Herrlichkeit des Herrn Jesus hin. Das erste Kapitel des Johannesevangeliums ist ein Gegensatz zu 1. Mose 1 und geht bis in die unermessliche Ewigkeit zurück. Augenscheinlich besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen „im Anfang schuf Gott“ und „im Anfang war“. Die erste Stelle berichtet den Anfang dessen, was einen Anfang hatte; die letzte Stelle bezieht sich auf den, der schon da war und gewesen ist, als alles andere, was einen Anfang hatte, begann. Das Wort fing niemals an, das Wort zu sein; in Ihm sehen wir die Ewigkeit des Seins, obwohl unser begrenzter Geist ins Schwanken gerät, wenn wir dies betrachten. Das Wort war von Ewigkeit her unterscheidbar in seiner Persönlichkeit, denn es war bei Gott. Er ist nicht derselbe wie der Vater noch ist Er derselbe wie der Heilige Geist. Er war nicht ein Ausfluss des Vaters. Er wurde nicht das Wort, weder durch Schöpfung noch durch Entwicklung oder Geburt in einem entfernten Zeitpunkt der vergangenen Ewigkeit, sonst würde Er ja einen Anfang gehabt haben, was ein Widerspruch mit dem sein würde, was in den ersten drei Versen festgestellt ist. Denn zu der Zeit des Anfangs irgendeiner Sache, die einen Anfang hatte, war Er. Die Herrlichkeit, die Er bei dem Vater hatte, ehe die Welt war, war göttliche und ewige Herrlichkeit: Das Wort war Gott.

Doch als das Wort in der Gottheit ist Er der, in dem Gottheit sich je ausdrücken konnte und ausgedrückt hat. Um dies zu erklären, möchten wir mit Ehrerbietung sagen, dass der Vater unsichtbar bleibt und der Geist (obwohl Er zuzeiten bildliche Formen als Taube oder Feuerflammen annahm und durch Öl sinnbildlich dargestellt wird) keine persönliche Gestalt annimmt. Doch der Sohn wurde Mensch, das Wort ward Fleisch. Auf welche Weise die Gottheit sich mit der Gottheit austauschte, als sie noch allein war und nichts anderes bestand, können wir natürlich nicht sagen. Niemand kennt den Sohn als der Vater. Es kann uns sicherlich nicht betrüben, dass es dort tiefere und größere Herrlichkeiten in dem ungeschaffenen Sohn gibt, als wir geschaffene Wesen begreifen können. Doch auf welche Weise und zu welcher Zeit Gott Ausdruck von sich gab: Das ewige Wort war jene Person der Gottheit, in dem Er dies tat.

Als daher zum Beispiel die Gottheit willig war, sich in der Schöpfung zum Ausdruck zu bringen, wurden alle Dinge durch Ihn geschaffen, und ohne Ihn ist nichts gemacht, was gemacht ist. Es mag schwierig sein, die Bedeutung jenes wundervollen Verses auszusprechen, doch wir mögen daraus schließen, dass alles, von dem Höchsten bis zu dem Niedrigsten und von dem Größten bis zu dem Kleinsten, von der Hand des Wortes kam, und zwar mit der Absicht, dass ein jedes Ding in seinem Maß ein Ausdruck der Herrlichkeit des unsichtbaren Gottes sei (siehe Römer 1,19.20 und auch Psalm 19,1). Nicht nur, dass es geschaffen war, noch, dass es bloß geschaffen war durch die Wirksamkeit des Sohnes – beides bleibt immer wahr –, sondern dass, als es ins Dasein gerufen wurde, es Gestalt und Verrichtung als ein Teil der unendlich weiten Schöpfung annahm zu dem Zweck, der ewigen Macht und Gottheit seines Schöpfers Ausdruck zu verleihen. Auf diese Weise ist es möglich, in der Natur in ihren Gesetzen, in ihren Formen, in ihren Farben, in ihren Mineralien, in ihren Kräften ohne Ende bildliche Darstellungen göttlicher Wirklichkeiten zu finden. Materielle Dinge aber sind nicht die große letzte Wirklichkeit, sondern sie dienen als Mittel, vernunftbegabten Geschöpfen die große Wirklichkeit, die dahinter verborgen ist, begreiflich zu machen. Und diese Wirklichkeit ist Gott selbst.

Wie also in der Schöpfung, so in der Vorsehung, in der Fleischwerdung, in der Erlösung, in der Auferstehung und in der Herrlichkeit und in der Herrschaft des kommenden Tages, sowie in dem endlichen und ewigen Gericht oder Segnung ist Christus der, in dem es Gott immer gefällt, sich zum Ausdruck zu bringen.

Der Sohn – Hebräer 1

Die zweite bedeutsame Schriftstelle, die sich auf diese Herrlichkeit Jesu bezieht, ist das erste Kapitel des Hebräerbriefes. Die Würde des Sohnes in Verbindung mit der Größe alles dessen, was durch Ihn eingeführt und errichtet ist, scheint das Thema des Schreibers zu sein. Wenn wir Christus haben, dann haben wir die Wirklichkeit. Vorbild und Schatten, Versinnbildlichung und Prophezeiung bestanden früher, eine teilweise Enthüllung der Gedanken und des Willens Gottes, jedes genügend für die Zeit und den Platz, da es gegeben wurde. Aber am Ende dieser Tage hat Gott in seinem Sohn geredet, der in der Fülle der Einsicht, Macht und Würde Ihn völlig enthüllt hat, und indem in Ihm die Erfüllung jedes Vorbildes und Schattens zusammenlief, erwies Er, dass alle früheren Satzungen und Gebräuche nicht nur unnötig, sondern auch schwach und nutzlos sind (Heb 7,18).

Doch dies geschah alles im Blick auf die Würde des Sohnes. Er ist größer als die Engel (Heb 1–2); größer als Mose (Heb 3); größer als Josua (Heb 4); größer als Aaron (Heb 5); größer als Abraham oder Melchisedek, der Abraham segnete, oder die levitischen Priester, die in Abrahams Lende waren, als der Geringere von dem Größeren gesegnet wurde (Heb 7).

Gott sagt nicht nur von dem Sohn: „Alle Engel Gottes sollen ihn anbeten“, noch stellt Er die Ehre Moses, der treu war als Diener in seinem Haus, der Ehre Christi gegenüber, der Sohn war über das Haus Gottes, sondern Er erinnert uns in dem zweiten Vers des ersten Kapitels, dass Er als Sohn vor allen Zeitaltern war und in all der Ordnung und Bildung der folgenden Zeitalter Er die wirksame Kraft war, durch die Gott jene eingeführt hat oder einführen wird (Heb 1,2). In jedem der aufeinanderfolgenden Zeitalter ist ein Teil des Planes Gottes sichtbar geworden als Vorschattung der unendlichen Herrlichkeiten, die alle in dem Sohn zum Ausdruck kommen. Diese Entfaltung wird nicht aufhören, wenn wir verherrlicht und in den ewigen Zustand eingetreten sind. Denn während die Ewigkeit oft als ein Zeitalter angesprochen wird, wird sie als das Zeitalter der Zeitalter beschrieben (in Epheser 3,21 und oft in der Offenbarung [Off 4,9; 20,10; 22,5]). Daraus lernen wir, dass es eine ewige Entfaltung Gottes in Christus geben wird; jedes verlangt sein eigenes Zeitalter, damit die erlösten und beglückten Heerscharen es erfassen und durch Ihn gebildet werden, um Gott mit Einsicht und Zuneigung zu entsprechen.

Wenn wir Christus kennen, sind wir in lebendiger Verbindung mit dem, dessen Würden und Herrlichkeiten als Sohn in der ewigen Gottheit vor allen Zeitaltern waren; dann sind wir in der Tat zu der Herrlichkeit zurückgebracht, die Er bei dem Vater hatte, ehe die Welt war.

In dem Brief an die Hebräer handelt es sich jedoch nicht so sehr um die Entfaltung der Gnade und Liebe des Vaters – dies ist der Gegenstand des Johannes –, sondern um die Aufrichtung eines neuen Systems der Nähe und des Hinzunahens zu Gott, dem wahren Gegenstück von dem, was in dem alten Zelt als ein System der Entfernung und Unvollkommenheit bestanden hatte. Das Letztere war nur vorübergehend; dagegen ist das, was Christus eingeführt hat, ewig. Als Sohn hat Er ebenso wenig einen Anfang als das Wort. Seine Sohnschaft ist eine Herrlichkeit, die Er bei dem Vater hatte, ehe die Welt war. Er war in der Würde und Herrlichkeit und Größe seiner Person völlig passend, um Rat mit dem Vater zu halten, sowie seinen Willen zu tun und ein System der Segnung einzuführen, in dem Gott ewige Befriedigung findet, weil Er dadurch sein Volk in glücklicher und heiliger Nähe bei sich haben konnte (siehe Heb 10).

Sohn der Liebe des Vaters – Kolosser 1

Auch die dritte Schriftstelle bringt Ihn in Verbindung mit der Herrlichkeit vor uns, die Er bei dem Vater hatte, ehe die Welt war. Es ist Kolosser 1. Von den Christen wird gesagt, dass sie in das Reich des Sohnes seiner Liebe versetzt sind (Kol 1,13). Das Wort „Reich“ bringt den Gedanken an Herrschaft vor uns. Wir sind natürlich nicht gerettet, um gesetzlos zu sein, sondern um unter die Herrschaft des Sohnes zu kommen. Alles ist geordnet von der vollen Höhe der Herrlichkeit der Sohnschaft Jesu aus. Er ist in diesem Reich der Erhabene und herrscht über unsere Leben als den Leben solcher, die da hineingebracht sind. Doch hinter all seiner Autorität und Würde ist die Liebe des Vaters. Er ist der Sohn der Liebe des Vaters.

Größe an sich selbst mag kalt, förmlich und amtlich sein. Doch in diesem Fall ist sie mit Wärme, mit der köstlichsten Wärme einer heiligen Liebe verbunden. Der Vater liebt den Sohn, und als die Frucht einer Zuneigung, die die größte Freude und Ehre für Ihn ersinnt, sind wir in einen Bereich gebracht, wo Er als Sohn jener Liebe seine segensreiche Herrschaft über uns ausüben kann nach Leib, Seele und Geist. Den größten Einfluss in der Welt übt nicht die Materie, auch nicht der Geist, sondern die Liebe aus, die Liebe Gottes. Der Sohn ist jenes wundervolle Wesen, in dem des Vaters Liebe ruht; Er ist in jeder Hinsicht passend, ihr Gegenstand zu sein. Ihn kennzeichnet eine Würde und sittliche Lieblichkeit, die in den Augen des Vaters alles andere weit überragt. Er ist ferner der, in dem eine entsprechende Liebe das Herz des Vaters ergötzt, der seinen Vater so liebt wie sein Vater Ihn und der ausreichend und so voller Hilfsquellen für den Willen des Vaters ist, wie Er auch seiner Zuneigung wert ist.

Er ist Gottes bevollmächtigter Stellvertreter, der Ihn der weiten Schöpfung gegenüber angemessen vertritt. Unsichtbar, wie Gott in seiner unendlichen und wesentlichen Gottheit sein muss, haben wir dadurch keinen Verlust, denn alles, was Gott ist, gewann in Christus Gestalt. Er ist Gottes Bild. (Ein Bild von Christus zu machen, ist daher dumm. Wir brauchen nicht das Bild von einem Bild.) Der lebendige Christus, wie Er heute ist in der Auferstehung, ist das wirkliche Bild Gottes. Er stellt Ihn in sittlicher Herrlichkeit und Fülle dar sowie auch auf dem Weg der Leitung und Autorität. Es gibt andere Autoritäten und Mächte, doch alle kommen von Ihm und sind Ihm untergeordnet. Sie haben einen Platz in der Ordnung der Schöpfung, doch nur als von Ihm und für Ihn geschaffen; sie bestehen nur, um Ihm zu dienen in den ihnen nach seinem Willen angewiesenen Sphären, und die Kennzeichen ihrer Herrschaft und die Quellen ihrer Kraft sind von Ihm.

All die geschaffenen „Dinge“, in denen sie dienen, sowie die Form und Art ihres Dienstes und ihrer Autorität und das Maß ihrer Macht sind alle von seinem Gesetz abhängig. Er ist erhaben über diesem allen, der Erstgeborene aller Schöpfung, weil Er alles geschaffen hat. Er ist der Bildner aller Dinge, wie weit ihre Entstehung auch in der Zeit zurückliegt – es mögen Millionen Jahre sein –; Er ist vor ihnen allen, und in Ihm hängen sie alle zusammen. Wir sind zurückgeführt vor die Zeiten jeder Macht und Herrschaft und Fürstentum und finden dort eine große Gestalt, überragend und herrlich, den Sohn der Liebe des Vaters. Wir sehen, dass Unordnung und sogar Feindschaft in diese Zeitszene gekommen ist, aber Er ist durch die Gottheit damit beauftragt, überall Befreiung von der Macht Satans zu bringen und alle Dinge mit sich zu versöhnen. Doch ehe die Unordnung eintrat – sei es in die sichtbare oder unsichtbare Welt –, war Er in der Gottheit Herrlichkeit der Gegenstand seines Vaters ewiger Zuneigung. Er, der vorausbestimmt war, als Mensch das Haupt aller Dinge zu sein, schuf all die Sphären der Autorität, in denen seine erhabene Herrschaft und unendlicher Gottheit Fülle völlig verwirklicht werden möchte – wie es in der erlösten Schöpfung sein wird. Er wird seinen eigenen Charakter der ganzen Schöpfung aufprägen und alles im Himmel und auf Erden in Unterwerfung und Übereinstimmung mit Gott bringen.

Der Ursprung von diesem allen ist die Größe seiner Person, ehe irgendeines dieser Dinge bestand. Der ganzen Fülle gefiel es, in Ihm zu wohnen; jeder Zug der Gottheit Fülle und Majestät, alle Autorität und Macht, all ihre Kennzeichen und Wirksamkeit, all ihre Weisheit und Kenntnis und die wahre Natur Gottes, die Liebe, ist dem Menschen vorgestellt und zugängig gemacht.

Als die Jünger in der stürmischen Fahrt durch das Stillen des Windes und der Wellen beruhigt worden waren, sahen sie sich zu dem Ausspruch genötigt: „Was für einer ist dieser, dass auch die Winde und der See ihm gehorchen?“ Je mehr wir seine Worte betrachten: „Die Herrlichkeit, die er hatte bei dem Vater, ehe die Welt war“, desto mehr werden sich unsere Herzen in Anbetung und Preis vor Ihm niederbeugen.

Er ist das Wort, in dem Gott sich je zum Ausdruck brachte; Er ist der ewige Sohn, dessen Würde größer ist als die irgendeines geschaffenen Wesens und der nach dem göttlichen Ratschluss Mensch wurde, um viele Söhne in die Nähe und Gemeinschaft der Herrlichkeit zu bringen; Er ist der Bildner aller Dinge als der ewige Gegenstand der Liebe seines Vaters und Gottes Stellvertreter und konnte Schöpfer und Erhalter und dann Versöhner aller Dinge und Autoritäten mit Gott sein.

Nächster Teil


Originaltitel: „Glories. A Meditation on John 17. Divine and Eternal Glory“
aus Scripture Truth, Bd. 18, 1926, S. 87–91


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