Der Wert des Todes Christi (3)
Gab es im Sündopfer doch noch etwas zur Freude Gottes?

Dirk Schürmann

© SoundWords, online seit: 08.11.2003, aktualisiert: 18.08.2016

Das Sündopfer zeigt Gottes Handeln mit der Sünde. Es zeigt, was die Sünde in seinen Augen bedeutet, und das gerade in dem Augenblick, als sein eigener Sohn – um unsertwillen und an unserer statt – zur Sünde gemacht und mit unseren Sünden beladen ist. Das Verbrennen außerhalb des Lagers, das heißt das völlige Verzehrtwerden durch das Feuer (3Mo 6,30), kennzeichnet den Ernst und das Ausmaß des heiligen Gerichtes Gottes über die Sünde, mit der das Opfer identifiziert war. Es zeigt die Realität der Entfernung von Gott, in die der Herr kam, als Er für uns von Gott verlassen war. Und doch gibt es etwas bei dem Sündopfer, das auf dem Altar geräuchert wurde. Das Beste, d.i. das Fett des Sündopfers, wurde nicht mit dem Opfer verbrannt, sondern auf dem Altar geräuchert. Darin können wir sehen, dass die Antwort, die Christus in diesem Gericht auf die Anforderungen der Gerechtigkeit und der Heiligkeit Gottes gab, mit allen Gefühlen und Gedanken, die Er darin zum Ausdruck brachte, als Er durch den ewigen Geist sich selbst ohne Flecken Gott geopfert hat, für Gott außerordentlich wertvoll waren. Wir sehen darin, wie Gott diese vollkommene Hingabe geschätzt hat, die bereit war, für die Herrlichkeit Gottes sogar diesen schrecklichen Platz einzunehmen und sich zur Sünde machen zu lassen. Darüber hinaus war das Sündopfer – obwohl der Mensch, der das Sündopfer außerhalb des Lagers verbrannte, verunreinigt war, weil Sünde da war – in sich selbst doch so außerordentlich heilig, dass es einen heiligenden Effekt auf alles hatte, was damit in Kontakt kam. Auch alle Bestimmungen, die mit dem Sündopfer in Verbindung standen, zeigten, wie hochheilig der Charakter dieses Opfers war (3Mo 6,17-23).

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Diese Gedanken gehen zurück auf Schriften vergangener Jahrhunderte.

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