Der Wert des Todes Christi (5)
Warum wurde der Herr Jesus von Gott hoch erhoben?

Dirk Schürmann

© SoundWords, online seit: 11.11.2003, aktualisiert: 28.09.2016

Wenn wir uns mit der obigen Frage beschäftigen, dann geht diese Frage in zwei Richtungen:

Wie ist es, dass der Herr Jesus erhöht wird, wo Er doch Gott selbst ist und alles in gleicher Weise wie der Vater und der Heilige Geist besitzt?

Die Antwort hierauf finden wir in der Tatsache, dass der Herr Jesus auch Mensch war und nun als Mensch von Gott erhoben wird. Er bekommt als Mensch die Herrlichkeit, die Er als Gottes Sohn bei dem Vater hatte, ehe die Welt war (Joh 17,5: „Und nun verherrliche du, Vater, mich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war“).

Als Gott hätte der Herr Jesus seine Herrlichkeit nie mit uns teilen können. Als Mensch kann Er jedoch diese Herrlichkeit mit uns Menschen teilen – und seine Liebe ist so gewaltig, dass Er das auch wirklich tut: „Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben“ (Joh 17,22). Wir haben Ihm unsere Sünde gegeben – Er hat sie uns eingetauscht gegen seine Herrlichkeit, die Er als Lohn für sein Werk bekommen hat. Anbetung sei Ihm dafür!

Wodurch hat der Herr sich nun speziell die Erhöhung verdient?

Dadurch dass Er das Gesetz gehorsam erfüllt hat? Drei Bibelstellen geben uns unter manchen anderen eine deutliche Antwort:

In Hebräer 2 sehen wir die Erniedrigung des Sohnes des Menschen und die darauf folgende Erhöhung. Hier wird seine Erhöhung, seine Krönung mit Herrlichkeit und Ehre und dass Ihm alles unterworfen wird, direkt damit in Verbindung gebracht, dass Er „für alles den Tod schmeckte“.

Es ist ganz ähnlich wie in Philipper 2, wo die Erhöhung Christi über jedes Geschöpf eine Antwort auf seinen Gehorsam bis in den Tod am Kreuz ist: „Indem er gehorsam ward bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz. Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm einen Namen gegeben, der über jeden Namen ist, damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.“

In Epheser 4,8-10 heißt es: „Darum sagt er: ‚Hinaufgestiegen in die Höhe, hat er die Gefangenschaft gefangen geführt und den Menschen Gaben gegeben.‘ Das aber: Er ist hinaufgestiegen, was ist es anders, als dass er auch hinabgestiegen ist in die unteren Teile der Erde? Der hinabgestiegen ist, ist derselbe, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, auf dass er alles erfüllte.“

Selbst die gegenwärtige Position Christi als Haupt des Leibes seiner Gemeinde, in der Er Gaben des Heiligen Geistes austeilt in der Kraft des Sieges, den Er errungen hat, und auch gemäß der hoch erhabenen Stellung über alle Himmel, die Er erreicht hat, wird durch den Apostel darauf zurückgeführt, dass Er zuvor „hinabgestiegen ist in die unteren Teile der Erde“. Dadurch dass Er also in Tod und Grab gegangen ist, den niedrigsten Platz eingenommen hat, hat Er den Titel erworben, in dem wir mit Ihm die Segnungen dieses Titels teilen können. Das Halten des Gesetzes hat also an dieser Erhöhung keinerlei Anteil.

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Diese Gedanken gehen zurück auf Schriften vergangener Jahrhunderte.

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