Das Geheimnis innerer Gelassenheit in widrigen Umständen
aus „Du kannst ein glückliches Leben haben“

Elmo Clair Hadley

© SoundWords, online seit: 01.02.2004, aktualisiert: 28.09.2016

Leitverse: Philipper 4,6; Matthäus 11,25 / Lukas 10,21

Phil 4,6: Seid um nichts besorgt, sondern in allem lasset durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.

Lk 10,21 / Mt 11,25: In selbiger Stunde frohlockte [jubelte!] Jesus im Geiste und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen hast, und hast es Unmündigen geoffenbart. Ja, Vater, denn also war es wohlgefällig vor dir.

Beispiel für uns

Wenn der Herr Jesus uns ermahnt, in jeder Situation dankbar zu sein, erwartet Er von uns nichts, was Er nicht selbst getan hat. Wir sollten niemals vergessen, dass Er in jedem Punkt getestet wurde, genauso wie wir auch. Beachte, wie Er reagierte, als Er von der unbußfertigen Generation getestet wurde, sogar nach all seinen Liebestaten und großartigen Wundern: „Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde … Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir“ (Mt 11,25.26). Und in Lukas 10,21, wo das gleiche Ereignis aufgezeichnet ist, finden wir auch, dass festgehalten wurde: „In dieser Stunde jubelte Jesus im Geist.“

Wie immer sah Er in diesen Erprobungen die Hand seines Vaters und hörte seinen Vater sagen: „Das ist von mir.“ Er erkannte, dass sein Vater Macht über Himmel und Erde hat, und so beugte Er sich danksagend und bereitwillig unter seine Anordnung dieser schmerzhaften Umstände. Wenn wir uns unter unseren Vater beugen, werden auch wir große Erleichterung von besorgniserregenden Umständen und auch erneuerte Kraft in unseren Seelen finden.

Wenn wir nicht geneigt sind, zu antworten und zu sagen „Danke, Vater“, beweist das nur, dass unser eigener Willen nicht dem seinen unterworfen ist. Wir wollen nicht, dass Er seinen Weg mit uns geht, und so ärgern und beschweren wir uns und machen uns selbst noch unglücklicher.

Vergiss in all deinen Lebensumständen nicht: Wir reagieren auf Gott, der durch diese Umstände zu uns spricht. Unsere Reaktion mag sein: „Danke Vater, weil es in deinen Augen gut erscheint.“ Oder wir könnten sagen: „Vater, ich werde Dir nicht danken, weil ich nicht möchte, was gut in Deinen Augen erscheint.“ Wir mögen denken: So etwas würde ich nie zu meinem himmlischen Vater sagen. Aber wenn wir uns über unsere Umstände ärgern und beschweren, hat unsere Reaktion keine andere Bedeutung für Gott als diese.

Wenn wir das Geheimnis des Herrn entdecken, wie wir uns in widrigen und schmerzhaften Umständen freuen können, werden wir Ruhe für unsere Seelen finden. Er hatte seine Freude am Willen des Vaters. Auch wir werden Freude finden, wenn wir unseren Willen für seinen Willen aufgeben. Aber wir müssen es versuchen, um zu sehen, welch eine wunderbare Veränderung es bewirken wird. Unsere schmerzhaften Umstände mögen sich nicht ändern, aber wir werden einen Regenbogen in den Wolken sehen und ein Lied in der Nacht hören.

Vielleicht hat unser Vater unsere schwierigen Umstände angeordnet, nur um uns zu lehren, uns seinem Willen unterzuordnen und zu sagen: „Nicht mein Wille, sondern deiner geschehe.“ Wenn dies der Fall ist, wird Er unsere Umstände dementsprechend verändern, wenn sein Ziel erreicht ist.

Der Herr fand Frieden inmitten von Versuchungen, indem Er sich ihnen fügte und seinem Vater für sie dankte. Auch wir werden Frieden finden, wenn wir es genauso machen. Es gibt keinen anderen Weg. Wir können durch Sorgen oder Beschweren keinen Frieden bekommen. Je mehr wir unseren Willen dem seinen unterwerfen, desto mehr werden wir die Freude und den Frieden des Christus in unseren Seelen finden.

Von Ihm lernen

Wenn der Herr sagt „Lerne von mir“, ist es, als ob Er sagen würde: „Ich weiß, wovon ich rede. Ich bin dein Schöpfer, der zu deinem Erlöser wurde. Lass dich nicht von deinen eigenen Gedanken oder von den Meinungen der Menschen täuschen. Lerne von mir und du wirst Ruhe finden. Aber das Joch des Eigenwillens und der Sünde ist beschwert mit Konflikten und Gefangenschaft.“

Würde unser liebender Schöpfer und Erlöser es uns absichtlich schwer machen, wenn wir unseren Willen dem seinen unterwerfen? Natürlich nicht! Als unser vollkommenes Vorbild unterwarf sich Jesus dem Vater, als Er sagte: „Vater … – doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe!“ (Lk 22,42). Wir sind aufgerufen, es gleichfalls zu tun: „Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, was euer vernünftiger Gottesdienst ist. Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene“ (Röm 12,1.2).

Unser Wille ist Eigenwille, wenn er nicht Gott ausgeliefert wurde. Und Eigenwille ist die Wurzel aller Sünde, Not und Traurigkeit, die jemals in unsere Leben gekommen sind. Lass dich nicht täuschen: Es ist nicht der Teufel, andere Menschen oder unsere Umstände, die Traurigkeit in unser Leben bringen, es ist Eigenwille. Aber Gottes Sohn ist in diese Welt gekommen, um den Willen seines Vaters zu tun, in Liebe zu uns, damit wir Ruhe und Freude haben mögen. Ein Gott unterworfener Wille ist die Tür zur Freude.

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Originaltitel: „Example for Us“, „Learning from Him“
Übersetzt aus: You Can Have a Happy Life
Quelle: www.stempublishing.com


Hinweis der Redaktion:

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