Gott hat die Macht … auch über dein Leben?!
aus „Du kannst ein glückliches Leben haben“

Elmo Clair Hadley

© SoundWords, online seit: 02.02.2004, aktualisiert: 16.01.2018

Leitverse: Psalm 89,7; Lukas 12,5

Ps 89,7: Denn wer in den Wolken ist mit dem HERRN zu vergleichen? Wer ist dem HERRN gleich unter den Söhnen der Starken?

Lk 12,5: Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, der nach dem Töten Gewalt hat, in die Hölle zu werfen; ja sage ich euch, diesen fürchtet.

Seine Macht

Die Macht Gottes ist so überwältigend, dass sie jene Seele in Entsetzen versetzen sollte, die nicht mit Ihm im Einklang ist: „Auch die Dämonen glauben und zittern“ (Jak 2,19). Die Macht Gottes bringt sie zum Zittern. Die Legionen von Dämonen, die den Verrückten von Gadara besaßen, erzitterten, als Jesus ihnen befahl, von ihm auszufahren, weil sie seine unwiderstehliche Macht kannten (Lk 8,31). Nur der Mensch ist dumm genug zu versuchen, sich selbst einzureden, dass er nichts zu fürchten hätte: „Der Tor spricht in seinem Herzen: Es ist kein Gott!“ (Ps 53,1).

Paulus wusste von dieser verborgenen Angst im Herzen des Menschen und er gebrauchte sie, um ihnen ihre Bedürftigkeit des Evangeliums bewusst werden zu lassen: „Da wir nun den Schrecken des Herrn kennen, so überreden wir die Menschen“ (2Kor 5,11). Es gibt in jedem Menschen eine unbewusste Angst vor Gott, egal wie ungöttlich er ist oder wie sehr er versucht, sie zu unterdrücken. Flüche, Schwüre und Aussagen des Unglaubens eines Menschen sind Bemühungen des Ertränkens der angeborenen Furcht vor Gott, die ihn plagt, weil er weiß, dass er nicht im Einklang mit Ihm steht.

Keiner kann die Macht Gottes ignorieren und erwarten, Frieden zu haben: „Er ist ein Gott, gar erschrecklich in der Versammlung der Heiligen, und furchtbar über alle, die rings um ihn her sind“ (Ps 89,7). Es ist diese innewohnende Gottesfurcht, verborgen in jeder menschlichen Seele, an die Christus appelliert, wenn Er sagt: „Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, der nach dem Töten Macht hat, in die Hölle zu werfen; ja, sage ich euch, diesen fürchtet!“ (Lk 12,5).

Er geht weiter und Er paart die Furcht vor Gottes Macht mit einem Gefühl des Vertrauens in Gottes Obhut für sie: „Werden nicht fünf Sperlinge für zwei Pfennig verkauft? Und nicht einer von ihnen ist vor Gott vergessen. Aber selbst die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr als viele Sperlinge“ (Lk 12,6.7).

Der Herr fährt fort, unser Gefühl der Sicherheit mit diesen Beispielen von Gottes Umsorgung zu entwickeln: „Betrachtet die Raben – Gott ernährt sie. Wie viel seid ihr mehr als die Vögel! – Betrachtet die Lilien. – Wenn aber Gott das Gras so kleidet, wie viel mehr euch – euer Vater aber weiß, dass ihr dies benötigt – dies wird euch hinzugefügt werden“ (Lk 12,24.27.28.30.31). Was für ein Trost, Gottes großartige Macht über uns und sein Umsorgen für uns zu erleben. Elizabeth Cheney dichtete:

Sagte jüngst der Spatz zur Amsel:
Weißt du was? Ich frage mich,
warum ängstlich diese Menschen
eilen, hetzen, sorgen sich.

Freund, erwiderte die Amsel,
ihnen fehlt es sicherlich
an dem Vater dort im Himmel,
der da sorgt für dich und mich.

Sein Wille

Es ist eine offensichtliche Wahrheit, dass Gottes Macht immer von seinem Willen abhängt. Wenn wir sicher sind, dass wir Sein sind, dann können wir sicher sein, dass Er seinen Willen zu unserer gegenwärtigen Segnung und unserem ewigen Guten ausübt. Er hat unwiderstehlich Macht, um seinen wunderbaren Zweck uns betreffend zu verwirklichen. Lasst uns nun, im Blick hierauf, drei Aussagen über Gottes Willen für seine Kinder betrachten.

  1. Erstens lernen wir in Epheser 1,4.5, was Gottes Wille für uns schon vor der Schöpfung war: „… wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe, und uns vorherbestimmt hat zur Sohnschaft durch Jesus Christus für sich selbst nach dem Wohlgefallen seines Willens.“ Wer könnte nach einem besseren Platz fragen wollen, als seine Söhne zu sein, die in seine ewige Gunst gebracht sind? Könnte irgendetwas mehr gesegnet sein als dies? Engel sind Geschöpfe vor dem Schöpfer, aber wir sind geliebte Söhne von unserem Vater. Und all dies, weil es die Wohlgefälligkeit seines Willens war.

  2. Zweitens kennen wir seine Zwecke uns betreffend in den zukünftigen Zeitaltern von Epheser 2,4-7: „Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat um seiner vielen Liebe willen, womit er uns geliebt hat, auch uns, die wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht – damit er in den kommenden Zeitaltern den überragenden Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erwiese in Christus Jesus.“ Hier offenbart Gott, dass es in der Zukunft sein Wille für uns ist, den äußersten Reichtum seiner Gnade zu entdecken. Gott könnte sicherlich nichts Größeres als dieses geben! Warum sollten wir seine Macht fürchten, wenn wir den Wohlgefallen seines Willens uns betreffend kennen? Seine Macht ist tatsächlich unsere Garantie, dass sein Zweck uns betreffend zur rechten Zeit erreicht wird.

  3. Drittens, finden wir in Römer 8,28 seinen Zweck in den Ereignissen und Umständen, die uns in unserem täglichen Leben berühren, offenbart: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach Vorsatz berufen sind.“ Sollten wir seine unwiderstehliche Macht und seinen souveränen Willen fürchten, wenn wir wissen, dass Er alle Dinge zu unserem gegenwärtigen und ewigen Besten mitwirken lassen wird?

Wie engstirnig von uns, uns über unsere Umstände zu beschweren im Angesicht solch klarer Aussagen! Was für eine schändliche Art, unseren Gott zu behandeln, der solch wunderbare Dinge für uns gewollt hat! Wir können keinen Frieden in unserer Seele haben, wenn Eigenwille und verweigerte Unterwerfung unser Misstrauen Gott gegenüber offenbaren.

Denk daran, dass wir vergeblich kämpfen, wenn wir gegen Gott kämpfen: „Wehe dem, der mit seinem Bildner rechtet …“ (Jes 45,9). Unser Vertrauen auf den Einen zu setzen, „der alles nach dem Rat seines Willens wirkt“ (Eph 1,11), ist das Glücklichste, was wir jemals tun können.

Selbstüberprüfung

Können wir dieses praktische Gebet von Herzen sprechen? „Und wie köstlich sind mir deine Gedanken, o Gott, wie gewaltig sind ihre Summen! Wollte ich sie zählen, ihrer sind mehr als des Sandes. – Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf ewigem Wege!“ (Ps 139,17.18.23.24).

Wenn wir suchen, werden wir finden, dass Gott uns, in seiner großen Liebe zu uns, beides zeigen wird, sowohl was unsere Probleme ausgelöst hat als auch was unseren Frieden behindert. Über seinen Willen für uns nachzudenken, sollte uns großen Frieden bringen. Und über seine Macht nachzudenken, sollte uns von seinem guten Zweck für uns überzeugen. Wenn wir jedoch nicht unterwürfig sind, sollten wir zittern, denn wir werden entdecken, dass Eigenwille zum Kummer führt.

Die Kinder Israels waren eigenwillig, und großer Kummer resultierte daraus: „Wehe den widerspenstigen Kindern, spricht der HERR, welche Pläne ausführen – aber nicht nach meinem Geiste, um Sünde auf Sünde zu häufen; die hingehen, um nach Ägypten hinabzuziehen – aber meinen Mund haben sie nicht befragt – um sich zu flüchten unter den Schutz des Pharao und Zuflucht zu suchen unter dem Schatten Ägyptens! – Und die Ägypter sind Menschen und nicht Gott. – Und der HERR streckt seine Hand aus, und es strauchelt der Helfer, und es stürzt der, welchem geholfen wird; und sie werden zunichte alle miteinander“ (Jes 30,1.2; 31,3).

Nun, stelle dies denen gegenüber, die seinen Willen lieben und tun: „Große Wohlfahrt haben die, die dein Gesetz lieben, und kein Fallen gibt es für sie“ (Ps 119,165).

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Originaltitel: „His Power“, „His Will“, „Searching Self“
Übersetzt aus: You Can Have a Happy Life
Quelle: www.stempublishing.com

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Hinweis der Redaktion:

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