Gottes Auseinandersetzungen mit Israel (12)
Jesaja 51–52,12

Hamilton Smith

© SoundWords, online seit: 25.12.2017, aktualisiert: 13.01.2018

Der Prophet hat die Verwerfung Christi und die daraus resultierende Beiseitesetzung Israels vorausgesagt. Darüber hinaus hat er darauf hingewiesen, dass inmitten der abgefallenen Nation ein Überrest bestehen wird, der Gott fürchtet. Im nun folgenden Abschnitt beschreibt er die Geschichte dieses Überrestes, der in der Zukunft die wiederhergestellte jüdische Nation bilden wird. Dann wird er aus aller Dunkelheit und allem Leid erlöst worden sein und die Herrlichkeit Zions unter der Herrschaft Gottes genießen. Die zukünftige Geschichte des Überrestes wird in einem dreifachen Aufruf vorhergesagt, auf den die dreifache Antwort des Überrestes folgt (Jes 51,1.4.7.9.17; 52,2).

Verse 51,1-3

Jes 51,1-3: 1 Hört auf mich, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt, die ihr den HERRN sucht! Blickt hin auf den Felsen, aus dem ihr gehauen, und auf die Höhlung der Grube, aus der ihr gegraben seid. 2 Blickt hin auf Abraham, euren Vater, und auf Sara, die euch geboren hat; denn ich rief ihn, den Einen, und ich segnete ihn und mehrte ihn. 3 Denn der HERR tröstet Zion, tröstet alle ihre Trümmer; und er macht ihre Wüste wie Eden, und ihre Steppe wie den Garten des HERRN. Wonne und Freude werden darin gefunden werden, Danklied und Stimme des Gesangs.

Als Erstes werden die, die der „Gerechtigkeit nachjagen“ und „den HERRN suchen“ ermahnt, auf den HERRN zu hören. In ihrer Situation, in der sie aus sich selbst große Schwachheit empfinden und nur wenige sind, werden sie daran erinnert, auf ihren Vater Abraham zu schauen. Als Gott Abraham berief, war dieser völlig allein, und trotzdem segnete und vermehrte der HERR ihn. Mag Zion verlassen sein und zur Einöde werden, der HERR wird „ihre Wüste wie Eden und ihre Steppe wie den Garten des HERRN“ machen. Die gegenwärtigen Trübsale der Gottesfürchtigen werden zu Freude und Glück werden. Alle, die unter Tränen gesät haben. werden mit Freude ernten (Ps 126,5).

Sprechen diese Ermahnungen und Worte, die diesem gläubigen Überrest gewidmet sind, nicht ebenso zum Volk Gottes der heutigen Zeit? Wir leben in einer Zeit des Verfalls, in der das große christliche Bekenntniss so völlig verdorben ist, dass Christus kurz davor ist, es aus seinem Mund auszuspeien. Aber auch jetzt versichert uns das Wort, dass es bis zum Ende einige wenige gibt, die Christi Worten gehorchen und seinen Namen nicht verleugnen. Auch in ihrer kleinen Kraft und in ihrem Alleinsein werden sie, wie der Überrest Israels, durch den Ausblick auf die kommende Herrlichkeit getröstet. Am Ende seines Lebens befindet sich Paulus von allen Menschen verlassen im Gefängnis. Doch die Einsamkeit im Gefängnis wird durch die Erwartung der Herrlichkeit des himmlischen Königreiches versüßt (2Tim 4,16.17). Johannes befindet sich in Verfolgung und ist um des Zeugnisses Christi willen ein einsamer Gefangener auf der Insel Patmos. Aber genau dort wird er durch den Geist in himmlische Szenen entrückt, um dort das herrliche Ende all der Leiden um Christi willen zu sehen. Dort werden alle Tränen weggewischt werden. Sorgen und Weinen werden dem „Danklied“ und der „Stimme des Gesangs“ weichen.

Das charakteristische Merkmal derer, zu denen Jesaja spricht, ist, dass sie der „Gerechtigkeit nachjagen“ (Jes 51,1). Die Schrift bestätigt das im Neuen Testament. Ebenso wie es beim Überrest Israels ist, so ist es auch bei denen, die sich heute von der Verdorbenheit des Christentums absondern. Ihr erstes Erkennungszeichen ist, dass sie nach Gerechtigkeit streben (2Tim 2,22).

Verse 51,4-6

Jes 51,4-6: 4 Hört aufmerksam auf mich, mein Volk, und meine Nation, horcht auf mich! Denn ein Gesetz wird von mir ausgehen, und mein Recht werde ich aufstellen zum Licht der Völker. 5 Nahe ist meine Gerechtigkeit, mein Heil ist ausgezogen, und meine Arme werden die Völker richten. Auf mich werden die Inseln hoffen, und sie werden harren auf meinen Arm. 6 Erhebt eure Augen zum Himmel und blickt auf die Erde unten! Denn die Himmel werden zergehen wie Rauch, und die Erde wird zerfallen wie ein Kleid, und ihre Bewohner werden dahinsterben. Aber meine Rettung wird in Ewigkeit sein, und meine Gerechtigkeit wird nicht zerschmettert werden.

Der Überrest wird nochmals dazu aufgerufen, auf Jahwe zu hören. Jahwe spricht jetzt von ihnen als von „meiner Nation“. In den Tagen, als Israel Christus ablehnte, war der Überrest verschwindend klein, so wie Abraham, ihr Vater, allein war, als Gott ihn rief. In der Zukunft werden sie zu einer großen Nation werden, die ganz Ihm gehört und unter seiner gerechten Herrschaft steht. Am Tag ihres Segens werden die Nationen, die in der Finsternis gelebt haben, in das Licht und unter die Errettung Gottes kommen und auf seinen Arm vertrauen. Die Himmel und die Erde sind Zeugen dafür, dass die Erlösung Gottes ewig ist und ihre Grundlage in seiner Gerechtigkeit hat.

Verse 51,7.8

Jes 51,7.8: 7 Hört auf mich, die ihr Gerechtigkeit kennt, du Volk, in dessen Herzen mein Gesetz ist: Fürchtet nicht den Hohn der Menschen, und erschreckt nicht vor ihren Schmähungen! 8 Denn wie ein Kleid wird sie verzehren die Motte, und wie Wolle sie verzehren die Schabe; aber meine Gerechtigkeit wird in Ewigkeit sein und meine Rettung durch alle Geschlechter hindurch.

Zum dritten Mal wird der gottesfürchtige Überrest aufgefordert, zu hören. Der Überrest wurde in seiner Einsamkeit und Schwachheit durch den Ausblick auf die kommende Herrlichkeit getröstet. Im Licht dieser Herrlichkeit werden die Gläubigen nun bestärkt, dem „Hohn der Menschen“ und ihren „Schmähungen“ entgegenzutreten. Dieses Schicksal ist immer das Teil derer, die in Zeiten des Verfalls den Herrn fürchten, seiner Stimme gehorchen und der „Gerechtigkeit nachjagen“. So wird auch in unseren Tagen denen, die sich selbst von dem verdorbenen Christentum wegreinigen, mit Widerspruch begegnet; denn für solche gilt das Wort: „Lasst uns zu ihm hinausgehen, außerhalb des Lagers, seine Schmach tragend“ (Heb 13,13). Doch niemals müssen diejenigen, die in den Tagen des Verfalls den Herrn fürchten, vor dem Hohn und den Schmähungen derer zurückweichen, von denen Gott sagt, dass sie verschwinden werden wie ein von Motten zerfressenes Gewand.

Als Reaktion auf diesen dreifachen Aufruf finden wir nun die dreifache Antwort der Frommen. Die Antwort wird mit den Worten „Wache auf! Wache auf!“ (Jes 51,9.17; 52,1) eingeleitet.

Verse 51,9.10

Jes 50,9.10: 9 Wache auf, wache auf! Kleide dich in Macht, du Arm des HERRN! Wache auf wie in den Tagen der Vorzeit, in den Geschlechtern vor alters! Bist du es nicht, der Rahab zerhauen, das Seeungeheuer durchbohrt hat? 10 Bist du es nicht, der das Meer, die Wasser der großen Flut, trockengelegt, der die Tiefen des Meeres zu einem Weg gemacht hat, damit die Erlösten hindurchzögen?

Hinblickend auf den zukünftigen Segen rufen die Frommen, geleitet durch den Geist, den HERRN an. Sie flehen darum, dass Er seine Kraft erweisen möge, wie Er es in den „Tagen der Vorzeit“ tat, als Jahwe die Nation aus Ägypten erlöste und das Schilfmeer austrocknete, „damit die Erlösten hindurchzögen“.

Vers 51,11

Jes 55,11: Und die Befreiten des HERRN werden zurückkehren und nach Zion kommen mit Jubel, und ewige Freude wird über ihrem Haupt sein; sie werden Wonne und Freude erlangen, Kummer und Seufzen werden entfliehen.

Die Gläubigen des Überrestes haben auf die Stimme des HERRN und seine Verheißungen in Bezug auf den zukünftigen Segen gehört. Sie sind sich der Macht ihres Gottes in der Vergangenheit bewusst geworden und können so zuversichtlich sagen: „Und die Befreiten des HERRN werden zurückkehren und nach Zion kommen mit Jubel.“ Wenn sie zurückgekehrt sind, wird „ewige Freude über ihrem Haupt sein; sie werden Wonne und Freude erlangen, Kummer und Seufzen werden entfliehen“.

Verse 51,12-16

Jes 51,12-16: 12 Ich, ich bin es, der euch tröstet. Wer bist du, dass du dich vor dem Menschen fürchtest, der hinstirbt, und vor dem Menschenkind, das wie Gras dahingegeben wird, 13 und dass du den HERRN vergisst, der dich gemacht, der die Himmel ausgespannt und die Erde gegründet hat, und dich beständig, den ganzen Tag, vor dem Grimm des Bedrängers fürchtest, wenn er sich rüstet, um zu verderben? Wo ist denn der Grimm des Bedrängers? 14 Der in Fesseln Gekrümmte wird sogleich losgelassen werden und wird nicht hinsterben in die Grube, und sein Brot wird ihm nicht fehlen. 15 Denn ich bin der HERR, dein Gott, der das Meer erregt, und seine Wogen brausen; HERR der Heerscharen ist sein Name. 16 Und ich habe meine Worte in deinen Mund gelegt und dich bedeckt mit dem Schatten meiner Hand, um die Himmel aufzuschlagen und die Erde zu gründen und zu Zion zu sagen: Du bist mein Volk!

Jahwe antwortet auf diesen Aufruf, tröstet den Überrest und ermahnt die Gläubigen, sich nicht vor den Menschen und dem „Grimm des Bedrängers“ zu fürchten. Der Mensch ist nichts als Gras; Jahwe hingegen ist der Schöpfer des Himmels und der Erde. Deswegen werden die Gefangenen und Vertriebenen befreit werden. Sein schmachtendes Volk wird gesättigt werden. Er ist es, der die tosenden Wellen stillen kann, genauso wie Er es ist, der seine Worte in ihren Mund legen kann, damit sie ein Zeugnis für Ihn sein können. Er vermag sein Volk zu schützen, sie in ein Land zu pflanzen und von ihm zu sagen: „Du bist mein Volk!“ Genauso spricht der Herr auch von den Überwindern – solche, die seine Worte halten und seinen Namen nicht verleugnen – in den heutigen Tagen des Verfalls. Er sagt zu jedem einzelnen von ihnen, dass Er in den Tagen der Herrlichkeit „auf ihn schreiben wird den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, und meinen neuen Namen“ (Off 3,12).

Verse 51,17-23

Jes 51,17-23: 17 Erwache, erwache; steh auf, Jerusalem, die du aus der Hand des HERRN den Becher seines Grimmes getrunken hast! Den Kelchbecher des Taumels hast du getrunken, hast ihn ausgeschlürft. 18 Da war niemand, der sie leitete, von allen Kindern, die sie geboren hatte; und niemand, der sie bei der Hand nahm von allen Kindern, die sie großgezogen hatte. 19 Zweierlei war es, was dir begegnete – wer sollte dir Beileid bezeigen? –: die Verheerung und die Zerschmetterung und die Hungersnot und das Schwert. Wie könnte ich dich trösten? 20 Deine Kinder sind ohnmächtig hingesunken, sie lagen an allen Straßenecken wie eine Antilope im Netz; sie, die voll waren vom Grimm des HERRN, vom Schelten deines Gottes. 21 Darum höre doch dies, du Elende und Betrunkene, aber nicht von Wein! 22 So spricht der HERR, dein Herr, und dein Gott, der die Rechtssache seines Volkes führt: Siehe, ich nehme aus deiner Hand den Taumelbecher, den Kelchbecher meines Grimmes; du wirst ihn fortan nicht mehr trinken. 23 Und ich gebe ihn in die Hand deiner Peiniger, die zu deiner Seele sprachen: Bücke dich, dass wir darüber hinschreiten! Und du machtest deinen Rücken der Erde gleich, und gleich einer Straße für die, die darüber hinschreiten.

Angesichts des Versprechens des HERRN, Zion wiederherzustellen, fordert der Überrest Jerusalem in seinem zweiten Aufruf dazu auf, aus seinem langen Schlaf aufzuwachen. Tatsächlich hat die Stadt für ihre Sünden und vor allem für die Verwerfung Christi viel leiden müssen. Sie hatte aus dem Becher des Grimmes des HERRN getrunken. Über Jahrhunderte hinweg war keines ihrer Kinder da, das sie hätte leiten können. Im Gegenteil, Jerusalem war zu einer Stätte der Verwüstung, der Zerstörung, des Hungers und des Schwertes geworden. Nun schaut der Prophet auf den Tag voraus, an dem alls die Sorgen Jerusalems vorüber sein werden und der Becher des Gerichtes von der Stadt genommen und denen gegeben werden wird, die Jerusalem heimgesucht und unter ihren Füßen zertreten haben.

Verse 52,1-6

Jes 52,1-6: 1 Wache auf, wache auf; kleide dich, Zion, in deine Macht! Kleide dich in deine Prachtgewänder, Jerusalem, du heilige Stadt! Denn fortan wird kein Unbeschnittener und kein Unreiner in dich eintreten. 2 Schüttle den Staub von dir ab, steh auf, setze dich hin, Jerusalem! Mach dich los von den Fesseln deines Halses, du gefangene Tochter Zion! 3 Denn so spricht der HERR: Umsonst seid ihr verkauft worden, und nicht für Geld sollt ihr gelöst werden. 4 Denn so spricht der Herr, HERR: Nach Ägypten zog mein Volk im Anfang hinab, um sich dort aufzuhalten; und Assyrien hat es ohne Ursache bedrückt. 5 Und nun, was habe ich hier zu schaffen?, spricht der HERR. Denn mein Volk ist umsonst weggenommen worden; seine Beherrscher jauchzen, spricht der HERR, und beständig, den ganzen Tag, wird mein Name gelästert. 6 Darum soll mein Volk meinen Namen kennenlernen, darum an jenem Tag erfahren, dass ich es bin, der da spricht: Hier bin ich!

Hinblickend auf die versprochene Befreiung wendet der gläubige Überrest sich ein drittes Mal an Zion, mit dem Aufruf, zu erwachen, in all ihrer Herrlichkeit hervorzutreten und in heiliger Schönheit zu strahlen. Nie wieder werden die unreinen Nationen die Stadt belagern. Weder Ägypten noch Assyrien – die südliche und die nördliche Nation – werden je wieder die Stadt ohne Grund unterdrücken, das Volk Gottes vor Elend weinen lassen und Gottes heiligen Namen lästern.

Verse 52,7.8

Jes 52,7.8: 7 Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße dessen, der frohe Botschaft bringt, der Frieden verkündigt, der Botschaft des Guten bringt, der Rettung verkündigt, der zu Zion spricht: Dein Gott herrscht als König! 8 Stimme deiner Wächter! Sie erheben die Stimme, sie jubeln insgesamt; denn Auge in Auge sehen sie, wie der HERR Zion wiederbringt.

Die gute Nachricht wird überall gehört und zu Zion gesagt werden: „Dein Gott herrscht als König.“ Wenn dann am Ende die Nation wiederhergestellt sein wird, werden Israel und Juda gemeinsam singen, denn Auge in Auge werden sie sehen, was der Herr vollbracht hat. Dabei kommt aber jeder Segen allein von dem HERRN, denn Er ist es, der „Zion wiederbringt“.

Verse 52,9.10

Jes 52,9.10: 9 Brecht in Jubel aus, jubelt insgesamt, ihr Trümmer Jerusalems! Denn der HERR hat sein Volk getröstet, hat Jerusalem erlöst. 10 Der HERR hat seinen heiligen Arm entblößt vor den Augen aller Nationen, und alle Enden der Erde sehen die Rettung unseres Gottes. 11 Weicht, weicht, geht von dort hinaus, rührt nichts Unreines an! Geht hinaus aus ihrer Mitte, reinigt euch, die ihr die Geräte des HERRN tragt! 12 Denn nicht in Hast sollt ihr ausziehen und nicht in Flucht weggehen; denn der HERR zieht vor euch her, und eure Nachhut ist der Gott Israels.

In diesem Abschnitt erfahren wir etwas über den Inhalt der Gesänge Israels. Wenn am Ende die wiederhergestellte Nation in Jubelgesänge ausbricht, wird der Mittelpunkt ihrer Lieder der HERR und all sein Tun sein. Sie singen: „Der HERR hat sein Volk getröstet, hat Jerusalem erlöst“, und: „Der HERR hat seinen heiligen Arm entblößt vor den Augen aller Nationen.“

Können wir das nicht auf uns anwenden? Wir können mit Sicherheit sagen, dass das verstreute Volk Gottes der jetzigen Zeit, das sich auf dem Weg so oft entzweit hat, dort „insgesamt jubeln“ wird. Wann wird das sein? Wenn sie „Auge in Auge sehen“ werden. Wir werden „Auge in Auge sehen“, wenn wir Christus von Angesicht zu Angesicht sehen werden. Würden wir nicht schon heute, wenn wir jeder für sich auf den Herrn schauten, „Auge in Auge sehen“ und eines Sinnes mit dem Herrn sein (Phil 4,2)? Wenn wir dann endlich Auge in Auge sehen werden, werden wir in Lobgesang ausbrechen. Dabei wird der Herr allein der Inhalt unseres Liedes sein. Mit allen Erlösten werden wir das neue Lied singen: „Du bist würdig, denn du bist geschlachtet worden und hast für Gott erkauft, durch dein Blut, und hast sie unserem Gott zu einem Königtum und zu Priestern gemacht“ (Off 5,9.10).

Verse 52,11.12

Jes 52,11.12: 9 Brecht in Jubel aus, jubelt insgesamt, ihr Trümmer Jerusalems! Denn der HERR hat sein Volk getröstet, hat Jerusalem erlöst. 10 Der HERR hat seinen heiligen Arm entblößt vor den Augen aller Nationen, und alle Enden der Erde sehen die Rettung unseres Gottes. 11 Weicht, weicht, geht von dort hinaus, rührt nichts Unreines an! Geht hinaus aus ihrer Mitte, reinigt euch, die ihr die Geräte des HERRN tragt! 12 Denn nicht in Hast sollt ihr ausziehen und nicht in Flucht weggehen; denn der HERR zieht vor euch her, und eure Nachhut ist der Gott Israels.

Hinblickend auf diese herrliche Erlösung wird das Volk Gottes abschließend ermahnt, sich von den Unreinheiten der Nationen abzusondern; denn solche, die die Gefäße des HERRN tragen, müssen rein sein. Ihre Befreiung von den Nationen wird keine überstürzte Flucht sein, weil der HERR sie umgeben wird. Er wird vor ihnen gehen, um sie zu leiten, und Er wird hinter ihnen sein,  um sie zu schützen.

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Übersetzt aus God’s Controversies with Israel. Isaiah 40 to 57. A Brief Exposition, 1941
Quelle: www.stempublishing.com

Übersetzung: Philipp-Richard Schulz

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