Das Geheimnis (2)
Seine Bedeutung und Auswirkungen

Edward Dennett

© SoundWords, online seit: 13.01.2007, aktualisiert: 24.05.2019

Leitverse: Epheser 3

Das Geheimnis ist die Gemeinde Gottes

Wir müssen nicht lang suchen, bis wir die gewünschte Entdeckung machen. In Epheser 3,6 gibt uns der Apostel eine zusammenfassende Darlegung dessen, was das „Geheimnis“ ausmacht, und gibt drei Einzelheiten an:

  1. dass die Heiden Miterben sein sollen,
  2. dass sie mit den Juden zusammen zu einem Leib gehören sollen und
  3. dass sie Mitteilhaber der Verheißung in Christus Jesus durch das Evangelium sein sollen.

Mit anderen Worten, es handelt sich um die Kirche oder Gemeinde Gottes, unterschieden gleichermaßen von der jüdischen Gemeinschaft wie auch vom Reich Gottes.

Nach diesem Wesen, der Gemeinde Gottes, oder nach irgendeinem dieser drei Merkmale, die sie am auffälligsten unterscheiden, sowohl von allem, was vorher war, als auch von allem, was danach folgen wird, wird der Leser auf sämtlichen Seiten des Alten Testaments vergeblich suchen.

Dies ist nun das „Geheimnis“: die Gemeinde Gottes, wie der Apostel es in Epheser 5,32 darlegt. Dort stellt er ihr typisches Gegenstück vor, die Ehebeziehung, und fasst wie folgt zusammen: „Dies Geheimnis ist groß; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde.“ In diesem Zusammenhang legt er dar, dass Christus das Haupt der Gemeinde ist (wodurch er gleichzeitig bekräftigt, dass der Ehemann das Haupt seiner Frau ist), und dass die Gemeinde sein Körper ist und Er ihr Heiland. Die Einzelpersonen, die Er rettet, sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinen Knochen wie Eva es von Adam war, die er anerkannte als „Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch“. In Kolosser 1,24-26 steht, dass Paulus ergänzt, was an den Leiden Christi noch fehlt für seinen Leib, der die Gemeinde ist, nach der Verwaltung, die ihm gegeben ist – nämlich dem Geheimnis.

Das Wort „Gemeinde“ im Alten Testament

„Aber“, so mag der Leser sagen, „sicher wird im Alten Testament doch von der Gemeinde geredet; beteuert Stephanus das nicht in Apostelgeschichte 7,38, wo er von der ,Gemeinde in der Wüste‘ spricht?“

Dass Stephanus das Wort „Gemeinde“ [church] benutzt und es auf Israel, wie es sich in der Wüste befand, anwendet, steht außer Frage. Es ist genauso sicher wie, dass der Heilige Geist das Wort „Versammlung“ [assembly] in Apostelgeschichte 19,40b benutzt und es auf den götzendienerischen Mob anwendet, der sich im Theater von Ephesus versammelt hatte. Von diesem Mob wird gesagt, dass, nachdem sie zwei Stunden lang „Groß ist die Diana der Epheser!“ geschrien hatten, der Stadtschreiber die „Versammlung“ gehen ließ. Der Gebrauch des Wortes ecclesia [= „Gemeinde, Versammlung“] in diesen Fällen bedeutet genauso wenig, dass jene Gemeinde die Gemeinde Gottes war, wie dass diese Versammlung es war. Nicht nur das, sondern wenn es bloß eine Frage eines bestimmten Wortes wäre, würde es sich im Übrigen im Alten Testament oft genug finden lassen, da das Wort „Gemeinde“ [congregation], das ständig verwendet wird, wenn von Israel die Rede ist (wie in 2. Mose 16,1 usw.), genau die gleiche Bedeutung hat. In der Septuaginta wird es durchgehend als ecclesia übersetzt und könnte, sofern es nur um die Übersetzung geht, als „Kirche“ [church] übersetzt worden sein. Möge der Leser also genau verstehen, dass es nicht einen Augenblick lang um das Wort ecclesia = „Gemeinde“ geht, sondern um das, was im Neuen Testament unter dem Namen „Gemeinde Gottes“ [Church of God] bekannt ist. Von diesem „Gebilde“ beteuern wir mit dem Apostel, dass keine Spur davon im Alten Testament zu finden ist, außer in Form von Prototypen, die jetzt, wo der Schleier von ihnen entfernt ist, verständlich und aussagekräftig sind, die aber für sich genommen ihren Zeitgenossen nicht das Mindeste über unser Thema verraten haben.

Drei Merkmale des Geheimnisses, unbekannt in alttestamentlicher Prophetie

Wir wollen nun detailliert die drei Merkmale des „Geheimnisses“, die uns gegeben worden sind, betrachten.

1. Die Heiden sollen Miterben sein

Grob gesagt bedeutet diese Aussage, wie auch die anderen beiden, eine Gleichheit zwischen Heiden und Juden. Miterbe zu sein, spricht für eine Gleichheit der Stellung oder des Rechtsanspruchs, obwohl es nicht zwangsläufig bedeutet, dass beide einen gleichen Anteil des Erbes erhalten. Ein Erbe ist nicht notwendigerweise so eng blutsverwandt wie ein anderer, aber wenn er einen Rechtsanspruch auf einen Teil des Erbes hat, sei es auf einen großen oder einen kleinen Teil, ist sein Anspruch genauso gut und seine Stellung genauso eindeutig wie die des anderen. Als Erbe ist er allen anderen Erben gleichgestellt, so wie ein Baron gleich wie ein Herzog zum Adel gehört, auch wenn er keinen so erhabenen Rang bekleidet. Jemand, dem gestattet wird, am Erbe oder am Anteil des Erbes eines anderen teilzuhaben, ist kein Miterbe. Und dies ist die höchste Stellung der Heiden in den Prophezeiungen des Alten Testaments: Sie dürfen an Israels ererbtem Segen teilhaben, aber sie werden niemals in die Stellung von Miterben erhoben, niemals mit Israel gleichgestellt.

Nehmen wir als Beispiel dafür Jesaja 60,3: „Und die Heiden werden zu deinem Lichte ziehen und Könige zum Glanz, der über dir aufgeht.“ Einige meiner Leser werden sagen: Oh, aber ist das nicht Christi Licht? Keineswegs. Sehen wir uns den Zusammenhang an. Es ist Israels Licht. Christus ist das Licht von Israel, und daher wird im ersten Vers Israel aufgefordert aufzustehen und Licht zu werden, denn sein Licht ist gekommen und die Herrlichkeit des HERRN ist über ihm aufgegangen; das heißt, wenn die Zeit gekommen sein wird, wie es im 20. Vers des vorangehenden Kapitels gesagt wird, zu der der Erlöser für Zion gekommen sein wird, für die in Jakob, die sich von der Sünde abwenden. Dann wird (Jes 60,2) Finsternis das Erdreich bedecken und Dunkelheit die Völker (Mehrzahl), aber der HERR wird aufgehen über Zion und seine Herrlichkeit über ihr erscheinen, so dass die Heiden zu ihrem Licht ziehen werden, wie bereits zitiert. Es ist nicht Christus, sondern Zion, das in Vers 4 aufgefordert wird, ihre Augen aufzuheben und zu sehen, wie alle sich versammeln und zu ihr kommen, wie (Jes 60,5) die Schätze der Völker am Meer sich zu ihr kehren und der Reichtum der Völker zu ihr kommt. Es sind nicht Christi, sondern Zions Mauern, die (Jes 60,10) Fremde bauen werden, nicht Christi, sondern Zions Tore, die (Jes 60,11) stets offen stehen sollen, so dass der Reichtum der Völker und deren Könige zu ihr gebracht werden. Nicht von Christus, sondern von Zion wird gesagt (Jes 60,12): „Welche Völker oder Königreiche dir nicht dienen wollen, die sollen umkommen und die Völker verwüstet werden.“ Nicht Christus, sondern Zion soll die Milch von den Völkern saugen (Jes 60,16) und erfahren, dass der Herr ihr Heiland ist und ihr Erlöser, der Mächtige Jakobs. Sicher, diese Dinge werden gesagt von Zion, wie sie das Licht von Christi Gegenwart genießt und reflektiert und das Zentrum seiner Herrschaft ist; aber dennoch werden sie von Zion oder Israel gesagt, und die Heiden werden dort dargestellt als zu ihrem Licht kommend, um gesegnet zu werden, und ihren Segen darin zu finden, ihr zu dienen. Genauso könnte es passieren, dass der Diener eines Herrn, der eine große Erbschaft gemacht hat, an den verbesserten Lebensumständen seines Herrn teilhat, auch wenn er selbst nicht erbberechtigt ist. Israel wird Völker beerben (Jes 54,3), aber die Heiden werden nicht Israel beerben (Jes 61,5).

2. Die Heiden sollen mit den Juden zusammen einen Leib bilden

Haben meine Leser jemals im Verlauf ihres Studiums von Mose und den Propheten irgendetwas gefunden, das so ausgesehen hat? Ganz sicher nicht. Wenn es eine Sache gibt, die in den hebräischen Schriften offensichtlicher als andere ist, dann ist es die von Anfang bis zum Ende ununterbrochen aufrechterhaltene Unterscheidung zwischen Israel und den Nationen. Das Zusammenschweißen von Israel und den Nationen zu einem Leib, in dem ihre jeweiligen Nationalitäten verschwinden und jede unterscheidende Autonomie sich verliert, ist ein Gedanke, der den alttestamentlichen Sehern so fremd ist wie der Himmel der Erde. Gleichgültig, welche von den Schriftstellen man auswählt, die sich auf die Herrschaft des Messias beziehen und auf die Segnungen, die mit ihr einhergehen werden – die Nationen und Israel wird man immer getrennt dargestellt finden.

Sollen wir zum Beispiel einmal das eindrucksvolle Bild von der versprochenen Herrlichkeit, das Psalm 72 ausmalt, auswählen? Hier haben wir den König, der sein Volk mit Gerechtigkeit und die Elenden nach Recht richtet; der segensreich wie ein Regen auf die gemähte Flur herabkommt; der von einem Meer bis ans andere herrschen wird und von dem Strom [Euphrates] bis zu den Enden der Erde. Aber hier haben wir auch die Könige von Tarsis und den Inseln, die Geschenke bringen, und die Könige von Scheba und Saba, die Gaben senden; alle Könige sollen vor ihm niederfallen und alle Nationen ihm dienen; durch ihn sollen gesegnet sein alle Völker, und sie werden ihn preisen. – Gesegnet und preisend, und doch immer noch „Nationen“ oder „Völker“ mit Königen, die über sie herrschen. Keine Vermischung mit Israel hier.

Oder sollen wir uns Jesaja 2 zuwenden? Hier haben wir wieder den Berg des Hauses des HERRN, fest stehend, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Nationen zu ihm strömend. Dann werden viele Völker (hebräischer Plural) sagen: „Kommt, lasst uns auf den Berg der HERRN gehen, zum Hause des Gottes Jakobs.“ Denn von Zion wird Weisung ausgehen. Der HERR wird richten zwischen den Nationen; es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben – aber da sind sie, die Völker.

Ebenso wieder im Reich Gottes, das in Jesaja 11 ausgemalt wird. Dort heißt es, dass ein „Zweig“ aus der Wurzel Isais herrschen wird. Der HERR wird seine Hand ausstrecken, um den Überrest seines Volkes (hebr. Singular) loszukaufen aus den Ländern, in die sie verstreut wurden, und wird die Verjagten Israels zusammenbringen und die Verstreuten Judas sammeln von den vier Enden der Erde. Er wird ein „Feldzeichen für die Völker“ aufrichten; die Wurzel Isais steht für ein Zeichen der Völker (Plural), und „nach ihm werden die Heiden fragen“ und Segen für Israel, Juda und die Nationen suchen – aber die Heiden oder Nationen sind immer noch „Völker“ und „Nationen“.

Oder wiederum in Jesaja 61,6, wo Israel „Priester des HERRN heißen“ soll und alle Menschen sie „Diener unseres Gottes“ nennen sollen. Dann sollen sie die Güter der Völker essen und sich mit deren Herrlichkeit brüsten. Man soll ihr Geschlecht kennen unter den Heiden und ihre Nachkommen unter den Völkern (Plural).

In Hesekiels Vision gibt es die Aufteilung des Landes unter die Stämme Israels. In Sacharja 14, wenn der HERR König über die ganze Erde sein soll und der einzige sein soll und sein Name der einzige, dann sollen alle, die übriggeblieben sind von allen Nationen, die gegen Jerusalem zogen, Jahr für Jahr hinaufziehen, um den König, den HERRN der Heerscharen, anzubeten und das Laubhüttenfest zu feiern usw.

Überall sind es dieselben: Israel und die Nationen in ihrer jeweiligen Stellung; im äußerst aufschlussreichen Gegensatz zu dem, worauf der Apostel besteht, dass es die jetzige Weltordnung unverkennbar kennzeichnet, in der (Kol 3,11) „da nicht mehr Grieche oder Jude, Beschnittener oder Unbeschnittener, Nichtgrieche, Skythe, Sklave oder Freier ist, sondern alles und in allen Christus“.

3. Die Heiden sollen Mitgenossen oder Mitteilhaber der Verheißung in Christus Jesus sein

Wenn es eine Sache gibt, die den Zorn der Juden erregt, dann ist es der Anspruch der Heiden auf einen dem der Juden gleichen Anteil am Messias. Sie verlachen die Anmaßung der Heiden, aus den Propheten zeigen zu wollen, dass so etwas wahr werden solle. Und sie triumphieren in ihrem Hohngelächter, denn so ein Anspruch existiert dort nicht, und seine Existenz zu behaupten schwächt die Sache der Christen unter dem Vorwand, sie zu stärken. Gott hat gesagt, dass er nicht da ist. Zu behaupten, ihn zu finden, bedeutet seine Wahrheit zu verdrehen, und muss zur Niederlage und Verwirrung dessen führen, der es versucht. Andeutungen von Israels Versagen und seiner Verwerfung gibt es; Vorhersagen des Segens der Heiden unter Israel und in Verbindung mit dem Messias gibt es zuhauf, wie zum Beispiel in den Schriften, die uns schon vorlagen. Aber eine Mitteilhaberschaft, irgendetwas, was der Gleichheit des Vorrechtes im Messias gleichkommt, die das Evangelium eingeführt hat und die wir selbst in diesem Augenblick genießen – so etwas sucht man dort vergeblich.

Die Prophezeiungen des Alten Testaments beziehen sich nicht auf die Gemeinde, sondern auf das Reich Gottes

Wenn es aber tatsächlich keine Erwähnung des Geheimnisses – der Gemeinde Gottes – in den Schriften des Alten Testaments gibt, wovon ist denn dort die Rede? Meine Antwort lautet: vom Reich Gottes; ein Reich der Gerechtigkeit und des Friedens unter der Königsherrschaft des Messias; Zion, der Regierungssitz; Israel, ein Volk von einzigartiger Nähe und besonderen Vorrechten, wobei die Nationen um dieses Zentrum herum gruppiert sind, in ihrer untergeordneten Stellung – gesegnet in Israels Segen, wobei alle Familien auf der Erde in Israel gesegnet werden sollen. Solchermaßen sieht die Zukunft aus, die von den Propheten ausgemalt wird und auf die im Neuen Testament angespielt wird (Apg 3,19-21) als „Zeit der Erquickung von dem Angesicht des Herrn“, als „Zeit der Wiederherstellung aller Dinge“. Dies und nur dies ist das Thema der Propheten des Altertums. Ein Zustand (der Dinge), mit dem die jetzige Verwaltung in keiner Weise übereinstimmt, und zwar in Bezug auf beinahe jeden Punkt. Ein Zustand, den die Welt noch nicht gesehen hat.

Haben dann die Prophezeiungen versagt? Keineswegs. So sicher, wie diese Dinge vorhergesagt sind, so sicher werden sie eines Tages eintreffen.

Gottes Souveränität und die Verantwortung des Menschen

Durch das ganze Wort Gottes laufen zwei mächtige Wahrheiten Seite an Seite: Gottes Souveränität und die Verantwortung der Menschen. Der Mensch, in der engen Umklammerung seines beschränkten Verstandes, ist stets geneigt, das eine oder das andere aus den Augen zu verlieren oder sie für unvereinbar zu halten und seinen Blick mit dem einen zu füllen unter Ausschluss des anderen. Es ist die Aufgabe des Glaubens, die Balance zu halten und die Wahrheit in ihrer Vollständigkeit als von Gott gegeben anzunehmen, ohne erst innezuhalten, um alles auf die Ebene des kleinen menschlichen Standards herunterzuholen.

Aus dem Plan von Gottes Offenbarung sowie aus seinem Ratschluss wird keine dieser Wahrheiten je ausgelassen. Einerseits regiert Er alles in der Fülle seiner souveränen Macht und weitreichenden Weisheit. Er ordnet und formt gemäß dem Rat seines Willens und legt niemandem gegenüber Rechenschaft ab über seine Angelegenheiten. Er triumphiert über alle Werke des Bösen. Er bringt höhere und höhere Segnungen aus dem tiefsten Fall und Versagen des Geschöpfs hervor. Durchweg ist Er gnädig und gerecht. Andererseits gibt Er gleichzeitig immer dem verantwortlichen Geschöpf seinen vollen Platz in der Verantwortung während aller seiner Handlungen. Er behandelt es niemals wie eine bloße Maschine, noch versäumt Er, ihm Spielraum für die Freiheit seiner Wahl einzuräumen. Wenn wir in der Auslegung seines Wortes anders handeln, verfehlen wir notwendigerweise dessen Lehren und gehen in die Irre.

In seinem Umgang mit Israel hat er dieses Handlungsprinzip sorgfältig aufrechterhalten. Wenn auch das Versagen des Volkes und seine gerechte Bestrafung von Anfang an vorhergesehen und in Worten warnender Mahnung vorher angedeutet wurde, nahmen Versagen und Strafe nie die Form bloßer unwiderstehlicher Unabwendbarkeit an, sondern Gott gab dem Volk stets Gelegenheiten für bessere Handlungsweisen; Gelegenheiten, von denen es hätte Gebrauch machen können, um das Böse abzuwenden und das Gute sicherzustellen.

Genauso auch in der Angelegenheit des Reiches Gottes und der diesbezüglichen Prophezeiungen: Während die gewisse Verwerfung des Reiches und sein Aufschub sicherlich die ganze Zeit über in seinen Gedanken gegenwärtig waren und Ausdruck in den Mahnungen seiner wachsamen Liebe finden, ist dennoch alles mit sorgfältigem Spielraum für die volle und uneingeschränkte Verantwortung Israels so angeordnet, dass, wenn Israel bis zu dieser Stunde ungesegnet und unter dem Bann des Lo-Ammi [Hos 1,9: Nicht-mein-Volk] bleibt, es doch nur die gerechte Vergeltung für seine Schuld erleidet.

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Übersetzt aus „The Mystery“
aus The Christian’s Friend and Instructor,  Jg. 3, 1876

Übersetzung: S. Bauer


Hinweis der Redaktion:

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