Die Kirche und die Kirchen
Ein Kommentar von W. Kelly zu einem Traktat von A.J. Holiday

William Kelly

© EPV, online seit: 10.06.2007, aktualisiert: 20.10.2018

Es ist nicht meine Absicht, den mir zugesandten, von einem inzwischen heimgegangenen (offenen) Bruder (Alfred J. Holiday) verfassten Traktat in liebloser Weise zu kritisieren. Wie ich jedoch seinen Freunden sagte, die mich um eine Beurteilung baten, will ich mich nicht weigern, ihnen zu dienen, so gut ich es vermag. Dennoch hätte ich es sehr viel lieber gesehen, wenn sie selbst seine Lehre dem Wort Gottes gemäß beurteilen wollten.

Dabei scheinen nun zwei Punkte das besondere Anliegen dieser Schrift zu sein: die Notwendigkeit für den Gläubigen, der ein Glied am Leib Christi ist, sich irgendeinem Kreis von Gläubigen, einer örtlichen Versammlung oder Kirche anzuschließen, und die Aufsicht durch Älteste als das erforderliche Mittel, um in gehöriger Weise über die Herde zu wachen.

Kein nüchtern denkender Christ wird bezweifeln, dass es schon bald nach dem Pfingsttag nicht nur in Judäa, Galiläa und Samaria, sondern auch im Osten und Westen, im Norden und Süden unter den Heiden örtliche Versammlungen gegeben hat. Und solche, die in einer örtlichen Versammlung Glieder am Leib Christi waren, wurden auch von jeder anderen örtlichen Versammlung aufgenommen, nur dass sie Empfehlungsbriefe benötigten, die über ihre Person Auskunft gaben. Dabei war aber alles auf ihre anerkannte Beziehung zu Christus gegründet; sie gehörten zu seinem Leib. Das war der Boden, auf dem sie von Anfang an ihren Platz einnahmen. Sie wurden von ihren Brüdern aufgenommen, weil diese nach Herz und Gewissen hinreichend davon überzeugt waren, dass der Herr sie hinzugetan hatte (Apg 2,47). Der Herr war dabei, seine Kirche zu bauen; und diese waren lebendige Steine, Glieder an dem einen Leib, wenn auch der Ausdruck „die Kirche“ zum ersten Mal wirklich erst in Apostelgeschichte 5,11 vorkommt. Niemand behauptete damals, irgendeine andere Mitgliedschaft zu besitzen. Auch andere beugten sich nur vor dem Herrn, wenn auch die Zwölf ihre apostolische Vollmacht ausübten.

Wir haben zwei von Gott verordnete Sinnbilder (Symbole), von denen das eine den einzelnen Gläubigen und das andere die Gemeinschaft des Leibes kennzeichnet, wie dies in 1. Korinther 10 auch deutlich ausgeführt wird. Beide sind sie notwendigerweise von örtlicher Bedeutung, aber beide sind auf Christus, den Herrn, gegründet:

  • Die Taufe wird nicht auf den Namen des örtlichen Vertreters vollzogen, sondern auf den Namen des Herrn, und die Taufformel finden wir ausführlich in den Worten „auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“.
  • So ist es auch mit dem Sinnbild für die Kirche, der Gemeinschaft des Leibes Christi, nicht etwa irgendeines örtlichen Leibes, obwohl örtlich zum Ausdruck gebracht: „Denn ein Brot, ein Leib sind wir, die Vielen, denn wir alle nehmen teil an dem einen Brot.“

Weder in dieser noch in einer anderen Schriftstelle ist auch nur ein einziges Wort oder ein Gedanke zu finden, der auf eine örtliche Quelle hinweisen könnte. Das Wort Gottes kennt keinerlei Mitgliedschaft, außer der am Leib Christi, ebenso wie außer Ihm selbst von einem Haupt der Kirche nirgends mit einem Wort die Rede ist. Derselbe Akt göttlicher Gnade, der uns zu Gliedern Christi macht, macht uns auch zu Gliedern untereinander. Jede andere Mitgliedschaft ist nichts als menschliche Überlieferung, die, wie der Herr gelehrt hat und was wir ohne Weiteres bestätigen können, nichts anderes vermag, als das Gebot Gottes ungültig zu machen, obgleich die Menschen sie für eine gute, kluge und wohlangebrachte Einrichtung halten.

Mitgliedschaft in einer Kirche ist der große Irrtum der Christenheit. Rom, möchte ich sagen, war die Mutter dieses Irrtums wie von so manchen anderen Dingen, die mit der von Gott offenbarten Wahrheit der Kirche unvereinbar sind, obwohl auch die griechische Richtung auf denselben Gedanken einer besonderen Mitgliedschaft nicht weniger erpicht war. Das ist ein Gedanke, der in den Tagen der Apostel, als alle Gläubigen auf der Erde nur eine einzige Gemeinschaft bildeten, völlig unbekannt war. Wenn daher der Apostel an einem Ort ein Übel örtlicher Art zu strafen hatte, so schrieb er „der Versammlung Gottes, die in Korinth ist, den Geheiligten in Christus Jesus, den berufenen Heiligen, samt allen, die an jedem Orte den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen, sowohl ihres als unseres Herrn“ (1Kor 1,2). Das ist ein bemerkenswertes und nachdrückliches Zeugnis gegen die Grundsätze jeder kirchlichen Selbständigkeit. Damit stimmen auch seine Worte in 1. Korinther 1 gegen die Spaltungen überein wie auch 1. Korinther 4,10: „… gleichwie ich überall in jeder Versammlung lehre“ (1Kor 4,17), und in 1. Korinther 5,12.13 seine Aufforderung an die Korinther, die zu richten, die „drinnen“ sind (d.h. innerhalb der Kirche, nicht einer Kirche), wobei ja das „Draußen“ ebenfalls überall sein konnte. Beachten wir ferner die Worte des Apostels in 1. Korinther 7,17: „Und also verordne ich in allen Versammlungen.“ Vergleiche auch 1. Korinther 14,33-37.

Die Reformation war ein gesegnetes Werk zur Befreiung aus der Knechtschaft Roms, und sie hat uns die Bibel in unserer Muttersprache wiedergegeben. Die Wahrheit von der einen Kirche hat die Reformation jedoch nicht gebührend bezeugt, sondern sie nahm die Macht des Staates in Anspruch, um dem Papsttum und Babylon, als dem Zerrbild der Kirche und der Verwerfung ihres Hauptes, zu widerstehen. Das war ganz klar und deutlich im Widerspruch zur Schrift, und so hat sich das System der anerkannten Sekten bis auf den heutigen Tag erhalten und mit ihnen die Verwerfung und Leugnung des einen Leibes auf der Erde, der durch die Taufe in einem Geist mit seinem himmlischen Haupt droben verbunden ist (1Kor 12,13).

So lehrt auch der Apostel in demselben Kapitel, dass Verschiedenheiten von Wirkungen da sind, dass aber derselbe Gott alles in allen wirkt, dass einem jeden die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben wird, und dass, wie verschiedenartig auch alles sein mag, dies alles dennoch von ein und demselben Geist gewirkt wird, einem jeden insbesondere austeilend, wie Er will: „Denn gleichwie der Leib einer ist und viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich viele, ein Leib sind; also auch der Christus. Denn auch in einem [oder: durch einen] Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden, es seien Juden oder Griechen, es seien Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geiste getränkt worden“ (1Kor 12,12.13).

Wenn die Schrift ihnen auf das praktische Leben nicht anwendbar erscheint, dann reden die Menschen gerne von einem vergeistlichten (mystischen) Leib Christi. Hier ist es aber so klar, wie Worte es überhaupt ausdrücken können, dass es sich um den Grundsatz und die Art der Tätigkeit des Geistes in dem auf der Erde, nicht etwa im Himmel oder erst in der Zukunft vorhandenen Leib handelt. Nur der Ungläubige kann behaupten, dass es sich dabei um etwas Veraltetes handelt, was nicht für alle bindend wäre, soweit Gott bei dem heutigen kläglichen Zustand der Gläubigen, die so schwach im Glauben, ungehorsam und weltlich gesinnt sind, überhaupt die Kraft dazu darzureichen vermag. Und ferner hören wir, dass, so wie die Dinge liegen, „Gott die Glieder gesetzt hat, jedes einzelne von ihnen an dem Leib, wie es ihm gefallen hat“, und das kann sicherlich nicht in Bezug auf irgendeinen Leib (örtlichen Leib), sondern nur in Bezug auf den Leib als Ganzes seine Bedeutung haben. Vers 27 ändert durchaus nichts an dieser Wahrheit, sondern wendet sie auf die Gläubigen in Korinth als deren örtliche Darstellung an, damit sie ihre Verantwortlichkeit in Übereinstimmung mit den Vorrechten brächten.

Dies steht also im geraden Gegensatz zu einer Forderung nach Selbständigkeit. Weiterhin sagt er: „Gott hat etliche in der Kirche (Versammlung) gesetzt: erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, sodann Wunderkräfte“, usw., wobei er das, was die fleischliche Leichtfertigkeit am höchsten einschätzt, an letzter Stelle aufzählt. Ohne jeden Zweifel aber waren die Bemühungen des Geistes jetzt in dieser Zeit und auf dieser Erde in der Kirche wirksam; Gott selbst hat in seiner Treue für alles gesorgt, was in einer Zeit, da die Kirche ohne Schmuck und Zierrat ist, für unsere Bedürfnisse und zu seinem Ruhm erforderlich sein könnte.

In Epheser 4 haben wir denselben Grundsatz: nicht etwa den einen Geist im Gegensatz zu Satans mancherlei Werkzeugen des Bösen, sondern im Hinblick auf die Herrlichkeit des Herrn droben im Himmel und auf seine Liebe, mit der Er seinen Leib, die Kirche, auf der Erde geliebt hat und noch liebt. Auch da stehen die Apostel und Propheten an erster und zweiter Stelle, sodann werden aber auch die Evangelisten genannt, die die Gläubigen aus der Welt für den Herrn heraussammeln sollen, sowie die Hirten und Lehrer, die zur Vollendung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Auferbauung des Leibes Christi gegeben sind. Auch das bezieht sich ausschließlich auf die Erde, denn im Himmel droben ist ein solcher Dienst niemals erforderlich, weder jetzt noch zukünftig, wohl aber für seinen Leib, der auf Erden ist. Dabei handelte es sich um einen sichtbaren Leib, und es war die Verantwortung der Gläubigen, als solcher gesehen und gekannt zu werden. Wenn dieser Leib in seinem Zeugnis schon allzu bald unsichtbar wurde, so liegt gerade darin die große Schuld der Kirche, dass sie ihre Stellung als der eine Leib Christi, und damit in Untreue gegen Gott, ihre Vorrechte, ihren Gottesdienst, ihren Wandel und ihre Wege im Allgemeinen verlassen und aufgegeben hat.

Ist nun also die Kirche verantwortlich oder ist sie es nicht, durch die Kraft der Gnade dieser Stellung zu entsprechen; sich nicht nur zu „bemühen“, sondern sich zu „befleißigen“, die Einheit des Geistes zu bewahren in dem Band des Friedens? Innere Spaltungen haben dieser Einheit praktisch entgegengewirkt und sie unmöglich gemacht, und durch Sekten oder Absplitterungen des Eigenwillens wurde sie dem Grundsatz nach offen geleugnet. Wenn wir an den einen Leib auf der Erde als an eine durch den Geist gewirkte Tatsache glauben, so sehen wir uns auch gezwungen, seinen Verfall seit dem Abscheiden der Apostel zu verurteilen, der der Gnade und der Wahrheit gegenüber eine nur immer zunehmende Entstellung bedeutet, die vom Haupt her durch sein Wort verurteilt wird und worunter wir uns zu demütigen haben.

So beugte sich auch Daniel unter den Abfall Israels in ähnlicher Weise, statt sich zur Entschuldigung auf die Vorsehung Gottes zu berufen. Wenn wir über die Einheit der Kirche auf der Erde und darüber, dass sie mit der Liebe und auch mit der Ehre des Herrn in Verbindung steht, von Gott belehrt worden sind, dann erfüllt dieser verderbte Zustand in der jetzigen Zeit unsere Herzen mit tiefer Scham und mit Kummer. Wir werden noch tiefer gebeugt, wenn wir denken, dass der Heilige Geist ausgesandt wurde, nicht nur um die göttliche Einheit in den Gläubigen zu bilden, sondern auch, um sie zu bewahren. Und gewisslich hätte Er auch dieser Aufgabe entsprochen, wenn sie nicht dem Fleisch und der Welt Raum gegeben hätten, diese Wahrheit zu verdunkeln, beiseitezusetzen und stattdessen andere Einheiten aufzurichten, die mit der Einheit des Geistes, die nach dem Worte Gottes nur in Glauben, Liebe und Heiligkeit sein kann, unvereinbar sind.

Eines der ältesten, verbreitetsten und spitzfindigsten Argumente nun, das immer wieder zu all dem Betrüblichen beigetragen hat, ist die Behauptung, man müsse Mitglied einer örtlichen Kirche sein oder auch einer größtmöglichen Vereinigung von Kirchen, im Gegensatz zu der einzigen Mit-Gliedschaft, die die Schrift kennt: durch die Gabe und Versiegelung des Heiligen Geistes ein Glied am Leib Christi zu sein. Denn nicht nur durch die neue Geburt und den Glauben an Christus (wie wichtig dies auch immer als erste Vorbedingung sein mag) wird ein Glied des Leibes Christi hinzugefügt, sondern durch die Gabe des Heiligen Geistes; vergleiche Apostelgeschichte 1,4.5; 2,38; 11,16.17; 1. Korinther 12; 13.

An dem Tag der Pfingsten nahm es seinen Anfang und seitdem hat, wie die Schrift sagt, der Geist Wohnung gemacht, um neben anderen Aufgaben den einen Leib Christi hier auf der Erde zur Darstellung zu bringen. Dabei handelt es sich weder um eine nur geistliche (mystische) Vereinigung droben im Himmel, noch um die Mitgliedschaft bei irgendeiner Kirche hier unten auf der Erde. Wenn die Einheit nur eine vergeistlichte (mystische) gewesen wäre, so hätten die zerstreuten Kinder Gottes nicht in eins versammelt zu werden brauchen. Das sollte hier auf der Erde und seit dem Tag der Pfingsten seine Verwirklichung finden, nicht etwa droben im Himmel, wo es weder Schwierigkeiten noch Gefahr gibt, „als eine Einheit“, wie das Traktat sagt, „die niemals zerstört werden kann“. Hier auf der Erde sollte es sein, als ein Zeugnis, auf dass die Welt glaube (Joh 17,21). Dadurch wird die von Augustin erfundene Vorstellung einer unsichtbaren Kirche zunichtegemacht, obschon andererseits auch die Gläubigen erst am Tage der offenbarten Herrlichkeit als „in eins vollendet“ geschaut werden, „auf dass die Welt erkenne …“ (Joh 17,22.23).

An dieser Einheit haben die Gläubigen teil, ob sie nun von Johannes als die Familie Gottes oder von Paulus als der Leib Christi dargestellt werden. Der Herr fügt einen jeden seiner Kirche hinzu, und die Kirche bleibt den Handlungen des Herrn, sobald diese als solche klar genug erkennbar sind, unterworfen; es kann aber keine Rede davon sein, dass der Gläubige seiner Versammlung„durch einen Akt seiner selbst oder auch durch einen Akt der Versammlung“ hinzugefügt werden könnte. Es war ein Akt der unumschränkten Gnade Gottes, die über alle menschlichen Handlungen erhaben ist, obgleich dabei auch bei allen Betroffenen der Glaube wirksam sein musste. Ein Glied nur ergänzungsweise oder teilweise zu sein, ist ein Begriff, der nicht nur nicht schriftgemäß, sondern sogar der Schrift direkt entgegen ist; er führt zu einer endlosen Kette von Irrtümern und letzten Endes zur kirchlichen Unabhängigkeit oder Aufrichtung selbständiger Kirchen, dem genauen Gegensatz von dem, was die Kirche Gottes hier auf der Erde als der eine Leib Christi darzustellen berufen ist.

Andererseits wäre als Gegenmittel das Bekenntnis, jetzt in der Zeit des Verfalls und der Zerrissenheit des Christentums die Kirche Gottes darzustellen, ebenso gefährlich wie das Übel selbst, und es wäre nichts anderes als falsche Anmaßung. Tatsächlich nämlich sind die einzelnen Glieder hier, dort und anderswo. Ja, selbst wenn alle Gläubigen an irgendeinem Ort sich zusammen versammeln würden, so würden sie doch mit der Behauptung, „die“ Kirche Gottes darzustellen, im Gegensatz zur Wahrheit stehen, solange die Zerrissenheit auf der ganzen Erde noch vorhanden ist. Demnach muss man aber von ihnen erwarten, dass sie jede falsche Einheit aufgeben und sich durch die freie Gnade nach dem einen göttlichen Grundsatz allein zu dem Namen des Herrn hin als dem ewig wahren Mittelpunkt versammeln. Dabei ist Er in ihrer Mitte und wären sie auch nur zwei oder drei, wie der Herr in Matthäus 18,20 vorausgesehen hat und der Heilige Geist in 2. Timotheus 2,19-22 nachdrücklich betont. Das ist der Ausweg für alle, die dem Herrn in den schweren Zeiten der letzten Tage treu anzuhangen begehren.

Untersuchen wir nun, wie sich solche Mitgliedschaft in einer Kirche auswirken muss, nicht in Bezug auf die Verwirrung all der großen und kleinen Sekten, sondern wie sie sich auswirkt auf einen so ernsten Mann wie Bruder H., der sich seines Gehorsams den Schriften gegenüber so stark bewusst war, der dabei von den Anhängern seiner Gesinnung auch jetzt noch wie von Anfang an unterstützt wird. „Sich einem Kreis von Jüngern, die sich eine Kirche nennen, anzuschließen“, ist im Wort Gottes unbekannt und rein menschlich. Er bringt diese verkehrte Mitgliedschaft mit Verantwortung in Verbindung, weil der Mensch eben damit zu tun hat, anstatt an die sehr viel ernstere Verantwortung zu denken, die unserer Stellung zu Gott und seinem Sohn entspringt, zumal diese wiederum auf die unumschränkte Gnade in ihrer höchsten Form gegründet ist. Wenn wir uns aber an die unwandelbare Moral nicht kehren, dann ist es auch eine müßige Sache, von der Gnade zu reden. Selbst wenn es aber auch hier noch einigermaßen stimmen sollte, so fordert die Schrift von uns dennoch, was wir aufgrund der uns gegebenen Gnade und in unserer neuen Stellung sowohl als Christen im Einzelnen wie auch als die Kirche Gottes im Ganzen zu tun schuldig sind. Nichts wäre verderblicher, als die hohe und erhabene Bedeutung unserer Verantwortlichkeit übersehen oder herabsetzen zu wollen, weil die Vorrechte so groß und so gewaltig sind.

Betrachten wir nun, wie er (auf Seite 10–12) Matthäus 18 auslegt. Die eigentliche Handlung geschieht zwar in einer örtlichen Versammlung. Dennoch handelt es sich dabei, wenn sie in Gehorsam geschieht, nicht nur um ein Binden oder Lösen in einer örtlichen Versammlung; der Himmel selbst bestätigt dieses Vorgehen. Durch welches Wort oder welchen Gedanken könnte diese Handlung wohl deutlicher aus einer nur örtlichen Bedeutung herausgehoben werden? Dennoch versucht man mit größter Anstrengung, den Zusammenhang aus Vers 19 in eine Parenthese zu zwingen und anstelle der einfachen und klaren Tatsache zu setzen, dass der Herr hier nicht nur Gehorsam, sondern auch das Gebet damit in Verbindung bringt, stets allerdings unter der deutlichen Zusicherung seiner Gegenwart, sei es auch in der Mitte von nur zweien oder dreien, wenn sie nur wirklich zu seinem Namen hin versammelt sind. Dieses unschätzbare Vorrecht bezieht sich auf das Gebet des gegenseitigen Übereinkommens ganz und gewiss, ebenso wie auf die anderen Worte, aber selbst das soll durch das Mittel der Vereinzelung völlig wertlos gemacht werden. Es ist durchaus unwahr, wenn er sagt, dass „zwei von euch“ genau dasselbe Wort (oder derselbe Satzbau) sei wie in Matthäus 7,9 und dass es im genauen Sinn nur durch „unter euch“ wiedergegeben werden könne; denn dieser Ausdruck steht in Matthäus 7,9 in Verbindung mit ek, das in der späteren Schriftstelle völlig fehlt. Entweder hat er das griechische Testament nicht zu Rate gezogen oder er beherrscht diese Sprache überhaupt nicht. Eine solche Behauptung ist jedenfalls so falsch, dass es keine Entschuldigung dafür gibt.

Der „Leib Christi“ in 1. Korinther 12,27 bedeutet der Leib Christi als Darstellung der Kirche, nicht etwa als etwas von ihr Getrenntes; der Ausdruck entspringt genau den Einführungsworten im 1. Kapitel und macht damit den falschen Gedanken von einer unabhängigen Versammlung (Seite 13) zunichte.

Die richtige Übersetzung von Apostelgeschichte 20,28 ist ebenfalls wichtig: nicht „über welche“, sondern „worin“ oder „in welcher“, ein ganz anderer Sinn.

Die Verdrehung des richtigen Textes in Apostelgeschichte 9,31 (Seite 32) ist auch wieder auf die Unmöglichkeit zurückzuführen, den Begriff der Mitgliedschaft bei einer örtlichen Gemeinde, mit der Schrift in Einklang zu bringen: „… die Versammlungen (oder Kirchen) durch ganz Judäa und Galiläa und Samaria hin“. Daraus macht er „die Versammlung (oder Kirche) von Jerusalem“ (!) und will damit also schon ihren örtlichen Charakter noch beibehalten, selbst wenn sie auch weit zerstreut ist. Ebenso ist es aber auch ein großer Fehler, zu sagen, dass Paulus, als er sich den Jüngern in Jerusalem anschloss, sich damit „einer Versammlung (Kirche) anschließen“ wollte. Sie wussten nicht einmal, dass er ein Jünger war. Barnabas wollte lediglich einen falschen Eindruck berichtigen.

Die Kirche war eine Einrichtung von Gott und in den Tagen der Apostel überall zu finden. Kirchen, die sich im Widerspruch gegen den Herrn und im Widerspruch gegeneinander organisierten, gab es erst später. Solche, die den Wegen Gottes anhangen, verabscheuen die Wege der Menschen und lehnen es ab, mit solchen zusammen, die nicht an den Leib (einen Leib) hier auf der Erde glauben, „einen Bund zu machen“. Denn ein solches Verlassen der Wege Gottes ist schon Unabhängigkeit.

Leider gibt der anormale Zustand so mancher Glieder Christi auch Anlass zu mancherlei Anormalitäten in der Ausdrucksweise. Die Zulassung eines gottesfürchtigen Gläubigen zur Teilnahme am Abendmahl (dem besonderen Kennzeichen der Gemeinschaft der Kirche) schließt auch die Annahme der eigentlichen Zucht im Hause Gottes in sich. Und sie sollte keinesfalls solchen gewährt werden, die etwa zur Lehre oder Gemeinschaft der Apostel (so, wie sie am Tag der Pfingsten war) oder zu den Gebeten im Widerspruch stehen. Die Bedingungen, die später noch hinzugefügt wurden, als der Glaube an die Gegenwart des Heiligen Geistes und seine freie Leitung nicht mehr lebendig war, waren damals ebenso unbekannt wie das „Sich-an-eine-Kirche-Anschließen“. Es ist ganz richtig, dass in der Schrift das „Hinaustun“ nicht nur heißt, den Bösen vom Tisch des Herrn, sondern „von euch selbst hinaustun“, und darum, weil sie es im Auftrag des Herrn taten, galt es als in seinem Namen getan und fand auch Anerkennung überall, wo die Kirche war.

Die letzte dieser Schriftverdrehungen, die wir betrachten wollen und die aus der falschen Auffassung von der Aufnahme in eine Kirche resultiert, ist die verkehrte Anwendung von 1. Timotheus 3,14.15 (auf Seite 46 und 47). Es erscheint unglaublich, dass ein einfältiger Christ derartige Worte des Apostels auf den engen Kreis einer örtlichen Versammlung auslegen könnte. Das Fehlen des Artikels, worauf er sich stützt, rechtfertigt eine solche Auslegung durchaus nicht, sondern ist durch die Verwendung als Satzaussage (Prädikat) bedingt; der Ausdruck bezieht sich auf die Kirche, wo immer sie sein mag. Niemand wird bezweifeln, dass jede wahre örtliche Versammlung die Darstellung der gesamten Kirche an dem betreffenden Ort ist. Hier aber wird die Kirche in ihrer Einheit als Ganzes gesehen, und die Ermahnung, soweit es sich um das Zeugnis von der Offenbarung Gottes handelt, richtet sich an Ephesus nicht mehr als an irgendeinen anderen Ort. Solche Worte auf eine örtliche Versammlung beschränken zu wollen, ist nur die selbstverständliche Folge davon, dass man sich durch solche menschlichen Ideen fortreißen lässt, die jeglicher schriftgemäßen Begründung entbehren, und dass man von seinem eigenen beschränkten Gedankenkreis eingenommen ist, anstatt sich mit den Verpflichtungen bekannt zu machen, deren Erfüllung Gott in dem Licht der Höhe und Breite seines Vorsatzes von uns erwartet.

Nun müssen wir aber noch darauf hinweisen, was dieses Lehrsystem aus den Ältesten oder Aufsehern macht. In der Apostelgeschichte ebenso wie in den Briefen können wir sehen, dass die Apostel mit einer Autorität bekleidet waren, die ihrer besonderen Stellung angemessen war. An jedem Ort konnten sie nicht nur Diener für gewisse äußerliche Dienste, sondern auch Älteste in jeder einzelnen Versammlung oder Stadt anstellen (siehe Apg 6,3; 14,23). Wenn sie an einen Ort selbst nicht hinkommen konnten, so konnten sie sich zu diesem Zweck eines Stellvertreters bedienen, wie wir aus Titus 1,5 sehen. Aber niemals wurde diese Aufgabe der Versammlung überlassen, und niemand vermochte sie auszuführen, wenn er dazu nicht ausdrücklich von einem Apostel angewiesen war. Daher auch der ausdrückliche Unterschied zwischen den „Gaben“ zur Auferbauung des Leibes Christi, wo immer es sein mochte, und diesen örtlichen Ämtern, die dem Bedarf entsprechend durch einen Apostel oder dessen Beauftragten eingeführt wurden.

Da aber weder der eine noch der andere überall hingelangen konnte, so hat uns die Schrift für solche Zeiten, da wir weder Apostel noch ausdrücklich von ihnen selbst verordnete Stellvertreter mehr haben, ein unschätzbares Hilfsmittel in die Hände gegeben: Römer 12,6-8; 1. Korinther 16,15.16; 1. Thessalonicher 5,12.13; Hebräer 13,17. Diese Männer wurden nicht als Älteste bezeichnet, aber sie waren Männer von Bedeutung, die über die für eine Ältestenschaft erforderlichen Eigenschaften verfügten; man musste ihnen unterwürfig sein und sie um ihres Dienstes willen doppelter Ehre würdig achten; das gilt jetzt und auch zukünftig, überall, wo eine anerkannte Autorität, öffentliche Ernennungen vorzunehmen, nicht vorhanden ist.

Der Unglaube aber hält am Verkehrten fest, und er beruft Älteste, wenn auch jede Berechtigung fehlt, und dabei verachtet er die Gaben, die der Herr in seiner Gnade immer darreicht und worin Er nie müde wird. Jeder wahre Dienst geschieht in der Ausübung einer Gabe. Da aber die Wahrheit von der Einheit der Kirche in solchem Maß verloren ist und geleugnet wird, so können wir uns auch nicht wundern, wenn dies in Bezug auf die Gaben und Ältesten ebenso der Fall ist. Bruder H. bekennt sich zur Ältestenschaft wie auch die übrige Christenheit, bei der alles in Verwirrung ist, die aber den höchsten Anspruch darauf macht, reich zu sein und nichts zu bedürfen, während sie in Wirklichkeit als ein lebendiges Zeugnis der Gnade und Wahrheit und der vom Herrn zustande gebrachten Einheit und Ordnung völlig untauglich geworden ist. Auch könnte ein Gläubiger einen Mangel an Unterscheidungsvermögen kaum deutlicher erkennen lassen, als dies in dem Traktat auf Seite 7 zum Ausdruck kommt, denn während einerseits die meisten mit dem Verstand begabten Menschen (Gläubigen) wohl wissen, was die Kirche als der Leib Christi bedeutet, so scheint andererseits dort noch die größte Begriffsverwirrung über „die Kirchen“ vorhanden zu sein. Der Grund, warum diese Gläubigen in Bezug auf die Kirchen im Unrecht sind, liegt darin, dass sie, und mit ihnen auch Bruder H., über die Kirche eine vollkommen irrige Auffassung haben und sie mit unabhängigen Kirchen für vereinbar halten.

Gewiss hat er vollkommen recht, wenn er auf die Verkehrtheiten der konfessionellen Bezeichnungen hinweist, die eine grobe Unwissenheit über die Kirche und auch über die Kirchen verraten, aber seine eigenen Fehler sieht er dabei nicht. Niemand, der die Wahrheit von der Kirche vertritt, wird die örtlichen Kirchen in Abrede stellen wollen; sie sind für den lebenden Menschen eine Notwendigkeit, eine Notwendigkeit zwar, die durch die Umstände und Verhältnisse bedingt ist. Die grundlegende Wahrheit liegt jedoch darin, dass es sich um „die“ Kirche handelt. An jedem Ort wird man aufgenommen, weil man der Kirche Gottes zugehörig ist. Wo irgend die Gläubigen sich zum Namen des Herrn versammelten, da wurde die Einheit der Kirche dargestellt und zum Ausdruck gebracht. Es war eine wahre Kirche, die die eine wahre Kirche in Wahrheit zur Darstellung brachte. „Nun aber hat Gott die Glieder gesetzt, jedes (einzelne von ihnen an dem Leibe, wie es ihm gefallen hat.“ Das kann von einer örtlichen Versammlung auf keinen Fall gesagt werden.

Die Wahrheit von der Kirche könnte kaum nachdrücklicher entstellt werden, als durch die von Bruder H. auf Seite 7 gebrachten Ausführungen: „Sie hatten sich einem Kreis von Jüngern, der sich eine Kirche nannte, angeschlossen, und sie waren von dieser Kirche aufgenommen worden, wodurch sie nun einen Teil von ihr bildeten. Sie hatten sich nicht selbst zu einem Teil der ganzen Kirche Gottes gemacht. Das hatte Gott zu der Zeit, als Er sie errettete, getan. Ebenso wenig waren sie auch von der ganzen Kirche Gottes aufgenommen worden, sondern diejenige Kirche, wo sie sich angeschlossen hatten, die nahm sie auch auf und dadurch nahmen sie auch teil an allen Vorrechten und Verantwortlichkeiten dieser von Gott verordneten Gemeinschaft.“

Das ist, im Grunde genommen, der Irrtum, der in der ganzen Christenheit überall und allgemein verbreitet ist, nicht nur bei der großen Religionsgemeinschaft der römisch-katholischen und der griechisch-orthodoxen Kirche, sondern auch bei den Presbyterianern, den Independenten und anderen Freikirchen auf evangelischem Boden. Man schließt sich einfach irgendeiner Kirche an und bildet damit einen Teil von ihr. Das ist jedoch in vollkommenem Widerspruch zur Schrift, die eine Gliedschaft an einer örtlichen Kirche nicht kennt, sondern ausschließlich eine solche an der einen Kirche, die Christi Leib ist. Durch die Mitteilung der Gabe des Heiligen Geistes, durch die wir als solche versiegelt worden sind, die dem Evangelium des Heils geglaubt haben, sind wir Glieder Christi und Glieder untereinander, Glieder des einen Leibes geworden. Der Katholizismus hatte die Wahrheit vollkommen verdunkelt, die Reformation bedeutete aber nicht die Wiederherstellung der Kirche, sondern die Freiheit der Bibel, aus der wir lernen sollten, wie wir gerechtfertigt werden und dem Joch menschlicher Priesterschaft und völlig verdrehter Vorschriften zu entfliehen vermögen. Später haben dann nicht nur böse Menschen Täuschungen in größerem Maß betrieben, sondern auch selbst solche, die guten Willens waren, haben für ihre Mitglieder, für ihre Lehre und leider auch für ihre eigenen Ansichten eine immer mehr zunehmende Zahl von neuen Benennungen eingeführt.

Gott aber hat uns dahin unterwiesen, dass wir das Versagen der Kirche in ihrem Zeugnis für Gott tief empfinden sollten, dass sie in ihrer Zerrüttung sich von dem Willen Gottes stets mehr entfernt, und dass wir, anstatt den Menschen zu verherrlichen, uns tief in den Staub beugen sollten. Die Unterweisung Gottes in der Wahrheit über die Kirche würde uns davor bewahren, auch nur den allergeringsten Versuch zu machen, die Kirche wiederherzustellen oder das nachahmen zu wollen, was allein den Aposteln vorbehalten war.

Wenn wir aber danach trachten, uns zu beugen als solche, die in Unwissenheit auch selbst an diesem Schauplatz des Verderbens Anteil haben und wenn wir unsere Verantwortlichkeit vor Gott wegen der Verunehrung seines Namens bekennen, so finden wir z.B. in 2. Timotheus 2–4, dass Gott gerade für diesen Zustand der Unordnung in besonderer Weise für die Seinen in seinem Wort Vorsorge getroffen hat. Wenn man den Sauerteig wirken lässt und ihn zudeckt, wenn das Böse sowohl in der Lehre als in der Praxis in dem Namen des Herrn gutgeheißen wird und wenn man die Schriften verdreht, um Irrtümer zu entschuldigen, was ist dann zu tun?

Gott hat es nicht einfach den Herzen und Gewissen der Gläubigen überlassen, sondern Er hat selbst ein Heilmittel gegeben. Wenn alle aufrichtigen Bemühungen zur Reinigung sich als vergeblich erwiesen haben, dann bleibt nur noch übrig, dass ich mich selbst hinwegreinige. Damit wappnet Er die Seele, die sonst zittern möchte in Furcht vor einer Spaltung oder vor dem Vorwurf des Hochmuts oder auch vor der Gefahr, das Köstliche gemein zu achten. Mehr aber als alles andere darf man dann die Nähe des Herrn verspüren, und sein Wort sagt deutlich: „Jeder, der den Namen des Herrn nennt, stehe ab von der Ungerechtigkeit!“ Wenn ich nun davon überzeugt worden bin, dass ich mit einer Sache in Verbindung stehe, die unheilbar böse ist, sollte ich dann nicht gehorchen? Wenn solches selbst im Hause Gottes gefunden wird, so ist es nur umso schlimmer; warum das so sein kann, ohne dass die Gläubigen überhaupt Anstoß daran nehmen, das muss man dem Herrn, der allein die Seinen kennt, überlassen; darum darf ich selbst mich aber meiner eigenen Verantwortung nicht entziehen, im Namen des Herrn von der Ungerechtigkeit abzustehen!

Aber das ist noch nicht alles. Das Wort belehrt uns darüber, dass „in einem großen Hause aber nicht allein goldene und silberne Gefäße sind, sondern auch hölzerne und irdene, und die einen zur Ehre, die anderen aber zur Unehre“. Angesichts des Zustandes, der zu der ursprünglichen Kirche in einem solchen Widerspruch stand, konnte die Entwicklung der Dinge nicht ausbleiben! Was aber sollte man dann tun? „Wenn nun jemand sich von diesen hinwegreinigt [von den Gefäßen zur Unehre], so wird er ein Gefäß zur Ehre sein, geheiligt, nützlich dem Hausherrn, zu jedem guten Werke bereitet.“ Was für eine Ermunterung, um angesichts aller Befürchtungen und Anzweiflungen ein gutes Gewissen zu haben!

Muss ich der Furcht Raum geben, allein zu stehen oder von den gesegneten Vorrechten des Leibes Christi ausgeschlossen zu bleiben? Es wird mir, ebenso wie dem damals verhältnismäßig jungen Timotheus, gesagt, die jugendlichen Lüste zu fliehen, „aber zu streben nach Gerechtigkeit, Glaube, Liebe, Frieden mit denen, die den Herrn anrufen aus reinem Herzen“.

Wenn wir nur an seine Herrlichkeit glauben, so dürfen wir uns darauf verlassen, Gemeinschaft zu finden, die mit seinem Willen in Übereinstimmung ist.


Sonderbeilage zur Monatszeitschrift Hilfe und Nahrung, Ernst-Paulus-Verlag, 2/1968


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