Autor: Kelly, William

38 Ergebnisse
Auf welcher Grundlage empfangen wir Gläubige am Tisch des Herrn? (W. Kelly)
Stichwörter: Zulassung
Doch in den letzten Jahren hat die verhängnisvolle Flutwelle von Irrlehren über die Person Christi nach jeder Seite hin, über das ewige Gericht der Verlorenen und die göttliche Inspiration der Schrift die Christenheit ... mehrüberschwemmt. Dieser tatsächlich vorhandene und um sich greifende Zustand zwingt alle Gottesfürchtigen dazu, die zurückzuweisen, die entweder diese ernsten Irrlehren vertreten oder – was womöglich noch schlimmer ist – dieses Böse leichtnehmen und darauf bestehen, weiter dorthin zu gehen, wo die verderblichen Lügen gelehrt werden. Worauf sie sich auch immer berufen mögen, sie disqualifizieren sich selbst für die wahre Gemeinschaft der Heiligen, wenn sie zugleich beanspruchen, solchen Gott verunehrenden Irrlehren gegenüber praktisch gleichgültig bleiben zu dürfen. Es ist ein schrecklicher Gedanke, dass einige, die lange mit treu zu Christus stehenden Männern zumindest äußerlich verbunden waren, es nun weniger genau nehmen als die Liberalsten selbst. In ihrer Untreue geben sie nämlich die Wahrheit und Heiligkeit Gottes preis, um sogenannte Christen, wie verunreinigt sie auch sein mögen, aufzunehmen. Nicht alle werden in gleicher Weise kühn und sorglos sein.
Bibelstudium und Parallelstellen (W. Kelly)
Stichwörter: Bibellesen u.Bibelstudium
Zweimal benutzt der Heilige Geist in den Briefen des Paulus den Ausdruck „ein wenig Sauerteig“ (1Kor 5,6; Gal 5,9); aber wir würden nicht gut daran tun, daraus den Schluss zu ziehen, dass es sich hierbei um Parallelstellen handelt. ... mehrObwohl die beiden Stellen gemeinsame Charakterzüge aufweisen, hat doch jede ihre eigene Bedeutung. Ich möchte generell sehr davor warnen, solche und ähnliche Stellen einfach als Parallelstellen zusammenzuwerfen, anstatt zu versuchen, die darin enthaltenen Unterschiede festzustellen.
Brief über Zulassung und Dienstverantwortung (W. Kelly)
Stichwörter: Dienst für den Herrn; Zulassung
... Es ist daher unschriftgemäß, ein in Gottesfurcht wandelndes Glied des Leibes Christi zurückzuweisen. – Ebenso wenig lässt es sich jedoch mit Gottes Wort stützen, wenn die Versammlung sich in das Werk des Herrn, ... mehrbesonders das Evangelium, einmischt. Es ist ein heiliger Grundsatz aller Brüder, dass der Diener einfach vom Herrn abhängig ist, dass er unmittelbar dem Herrn verantwortlich ist und dass die Versammlung sich hier nicht einmischt. Natürlich darf sich niemand auf seine Freiheit berufen, um eigenwillig und zügellos zu leben. Wir dürfen keinen Freibrief ausstellen, andererseits aber wagen wir auch keine Forderungen zu stellen. Wir vertrauen auf den Herrn und Seine Gnade, und wir warnen vor jeder Leichtfertigkeit, die zum Anstoß für die Heiligen und zur Schlinge Satans werden kann, durch die die Gnade verlästert wird. Wenn offene Sünden in Wort oder Tat ans Licht kommen, muss die Versammlung urteilen. Wer eine Gefahr zu sehen glaubt, mag in Liebe und heiliger Sorge eine Warnung aussprechen. Alles was weitergeht, lehne ich ab. Nur so bleibt die Freiheit und die Verantwortung des Evangelisten gegenüber seinem Herrn erhalten.
Das Gebet des Herrn (W. Kelly)
Matthäus 6,9-13
Bibelstellen: Matthäus 6, Stichwörter: Gebet: persönlich; Vaterunser
Welches ist die Bedeutung des Gebets des Herrn und auf welche Personen ist es anzuwenden? Ist sein Gebrauch auf die Zeit des Wirkens Jesu auf Erden zu beschränken oder auch auf die Zeit nach seinem Tod und auf die Gegenwart auszudehnen? – ... mehrDas sind Fragen, die oft gestellt werden und deren Beantwortung schon mancher aufrichtigen Seele Schwierigkeit gemacht hat. Mit des Herrn Hilfe wollen wir versuchen, sie in dem Nachfolgenden zu beantworten.
Das Johannesevangelium (W. Kelly)
Artikel: 22, Stichwörter: Johannesevangelium
Das Lukasevangelium (W. Kelly)
Einführung in das Lukasevangelium
Artikel: 12
Das Markusevangelium (W. Kelly)
Einführung in das Markusevangelium
Artikel: 16, Stichwörter: Markus
Das Matthäusevangelium (W. Kelly)
Einführung in das Matthäusevangelium
Artikel: 22, Bibelstellen: Matthäus
Der Brief an die Hebräer (W. Kelly)
Artikel: 3, Stichwörter: Hebräerbrief
Die beiden Bäume im Garten Eden (W. Kelly)
1. Mose 2,9
Bibelstellen: 1. Mose 2, Stichwörter: Bäume; Garten Eden
Als Erstes ist zu beachten, dass der „Baum des Lebens“ in der Mitte des Gartens von jenem „Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen“ unbedingt verschieden ist. Von Letzterem zu essen war bei unausweichlicher Todesstrafe ... mehrverboten (1Mo 2,17). Und erst als der Mensch dennoch von dem verbotenen Baum aß, traf Gott Vorsorge, dass er nicht auch von dem Baum des Lebens nahm (1Mo 3,22). Das hätte nämlich ein ins Endlose verlängertes Leben des sündigen Menschen bedeutet, und das wäre kein Segen gewesen, sondern eine Katastrophe, eine Verletzung aller Ordnung. Abgesehen von jener Übertretung jedoch war der Baum des Lebens dem Menschen zugänglich und ausdrücklich von dem Baum der Erkenntnis unterschieden.
Die Berufung des Apostels Paulus (W. Kelly)
Galater 1,1
Bibelstellen: Galater 1, Stichwörter: Paulus
Paulus war weder von noch durch einen Menschen zum Apostel gemacht worden. Das schließt also jede menschliche Berufung oder Anerkennung aus. Sein Apostelamt stammte nicht aus einer menschlichen Quelle und war ihm auch nicht vermittelst eines ... mehrMenschen gegeben worden. Nichts wäre für Gott einfacher gewesen, als Paulus in Jerusalem zur Buße zu leiten. Schließlich war er dort zu den Füßen Gamaliels auferzogen worden. Jerusalem war auch der Ort, wo seine Gewalttätigkeit gegenüber den Christen erstmals zum Ausbruch gekommen war. Aber als Gott ihm begegnete, war er weit von Jerusalem entfernt, von seinem Hass gegen die Heiligen bis nach Damaskus getrieben. Dort offenbart der Herr sich am hellen Tage und doch unsichtbar für die anderen vom Himmel her dem überwältigten Saulus von Tarsus. Dieses Ereignis bewirkte nicht nur dessen Bekehrung, sondern er wurde auch gleichzeitig zum Apostel berufen – zu einem „Apostel, nicht von Menschen noch durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater, der ihn auf erweckt hat aus den Toten“.
Die Einheit des Geistes (W. Kelly)
Epheser 4,1-6
Bibelstellen: Epheser 4, Stichwörter: Einheit des Geistes
Es geht nicht darum, die Menschen zu nötigen, ihre Überzeugungen aufzugeben und unsere anzunehmen, mögen diese auch noch so korrekt sein. Gottes Wort gibt uns im Namen Christi die Grundlage, auf der wir alle Gläubigen umfassen ... mehrkönnen, auch wenn sie noch so schwach und voller Vorurteile sein. Wir wollen uns davor hüten, dass wir mehr um unseren eigenen Ruf besorgt sind oder um das, was uns gefällt, als darum, dass wir seinen Willen tun. Wir wollen uns nichts auf unsere eigene Erkenntnis einbilden oder darauf, was wir vielleicht in der Praxis erreicht haben. Stattdessen wollen wir lieber zum Herrn aufblicken, damit wir im Glauben, Langmut und Geduld jedes wahre Glied Christi sowie jeden seiner Diener anerkennen, wo immer sie auch sind.
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Die Einheit des Geistes (W. Kelly)
Artikel: 3, Stichwörter: Gemeinde: Sektiererei; Sektiererisches Verhalten
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Die Einschaltung in Matthäus 10,23 (W. Kelly)
Matthäus 10,23
Bibelstellen: Matthäus 10, Stichwörter: Einschaltung d. Kirche; Dispensationalismus
Dieser Vers bringt mich dazu, einen Ausdruck zu wiederholen, den ich schon früher gebraucht habe, nämlich, dass die Gemeinde eine große Einschaltung ist. Die Mission der Apostel wurde abrupt durch den Tod Christi beendet. [Anm. d. ... mehrRed.: Und der Auftrag, der den Jüngern in Kapitel 28 nach diesem Tod gegeben wurde, war auch ein völlig anderer] Sie haben ihn zwar noch danach für eine Weile ausgeführt, aber er wurde durch die Zerstörung Jerusalems komplett gestoppt: Die ganze Sache war für eine Zeit zu Ende, aber nicht für immer. Die Berufung der Gemeinde war aufgenommen worden; und wenn der Herr die Gemeinde aus der Welt zum Himmel geholt hat, wird Gott wieder Zeugen für den Messias auf der Erde aufwecken, wenn der Jude bekehrt wird. Gott hat erklärt, dass Er sein Land seinem Volk geben wird, und Er wird das tun, denn seine Gaben und seine Berufung sind unbereubar (Röm 11,27). Gottes Treue ist darin eingeschlossen, dass das jüdische Volk in seinem eigenen Land wiederhergestellt werden muss, wenn die Fülle der Nationen eingegangen ist (Röm 11,25). Die Berufung der Fülle der Nationen ist die Einschaltung, in der wir im Moment leben.
Die Gabe des Geistes und die Gaben (W. Kelly)
Apostelgeschichte 2; 8; 10; 19
Bibelstellen: Apostelgeschichte 2; Apostelgeschichte 8; Apostelgeschichte 10; Apostelgeschichte 19, Stichwörter: Heiliger Geist: Wesen; Leib Christi
Wir wollen nun beachten, was auf die Aufforderung des Apostels, Buße zu tun und sich taufen zu lassen, folgt: „Und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“ Sicherlich kamen sie durch die Einwirkung des Heiligen Geistes ... mehrdazu, Buße zu tun. Wenn sie den Namen des Herrn Jesus Christus annahmen, wenn sie in Ihm Vergebung fanden und auf diesen Namen getauft wurden – und eine solche Taufe wäre doch wertlos, wenn diese Seelen nicht auch wirklich an Seinen Namen geglaubt hätten –, dann kann nicht bezweifelt werden, dass es der Heilige Geist war, der sie zur Buße und zum Glauben an Seinen Namen geführt hatte. Daraus ist klar ersichtlich, dass das Empfangen des Heiligen Geistes, wovon hier die Rede ist, durchaus nicht dasselbe ist wie die Wirkung des Heiligen Geistes, die zu Buße und Glauben führt. Es ist vielmehr eine zusätzliche und darauf folgende Wirkung; es ist ein zusätzlicher Segen; es ist ein Vorrecht, das sich auf den Glauben gründet, der im Herzen schon besteht und tätig ist. Zu sagen, dass jemand die Gabe des Heiligen Geistes in demselben Augenblick empfängt, in dem er glaubt, entspricht sicher nicht der Wahrheit. Es ist sehr zu bezweifeln, ob dies überhaupt jemals stattgefunden hat.
Die himmlische Berufung (W. Kelly)
Hebräer 3,1
Bibelstellen: Hebräer 3; Hebräer 11, Stichwörter: Himmlische Berufung; Bundestheologie; Dispensationalismus
Es ist nicht unwichtig, daran zu denken, dass, während die „himmlische Berufung“ als ein entwickeltes System abhängt von der Auffahrt des Herrn Jesus Christus in den Himmel, doch der Glaube der Gläubigen des Alten ... mehrTestamentes ihrer Berufung und ihren Umständen weit voraus war. So berief der HERR den Abraham von seinem Heimatland und seiner Verwandtschaft und seinem Vaterhaus in ein Land, das Er ihm zeigen würde. Und es war sicherlich durch Glauben, dass Abraham gehorsam war und ausging, „nicht wissend, wohin er kommen würde“. Aber Hebräer 11,9 zeigt uns die weitere Handlung des Glaubens. Denn als er in das Land kam, wanderte er dort herum wie in einem fremden Land, weil ein Strahl entfernter himmlischer Herrlichkeit in seiner Seele aufgebrochen war. „Er schaute aus nach einer Stadt, die Grundlagen hat“ usw. So starben er und die anderen Erzväter, so wie sie gelebt hatten, im Glauben, nicht in aktuellem Besitz. Nichtsdestoweniger bedeutet solch eine Fremdlingschaft weder den Besitz noch die Notwendigkeit der „himmlischen Berufung“. Zweifellos ist es so, dass die „himmlische Berufung“ jetzt auch Fremdlingschaft hervorruft und dazu ermuntert. Aber das beweist in keiner Weise, dass eine solche himmlische Berufung damals bekannt war und genossen wurde.
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Die irdische Einschaltung (W. Kelly)
Daniel 2; 7; Lukas 21
Bibelstellen: Daniel 2; Lukas 21; Daniel 7, Stichwörter: Bundestheologie; Dispensationalismus; Einschaltung d. Kirche
Die Lücke also, seit Israel Lo-Ammi geworden war (Hos 1), bis es wiederhergestellt und für immer als sein Volk im Land sein wird als die zentrale Sphäre seiner irdischen Regierung, wird ausgefüllt durch die vier aufeinander ... mehrfolgenden Tiere (Dan 7) oder herrschenden Mächte der Nationen (Dan 2). Der normale Lauf der irdischen Haushaltungen ging davon aus, dass der Thron des Herrn in Jerusalem steht. Die Aufgabe dieses Thrones, als die Macht den Nationen übergeben wurde, ist genau eine Einschaltung in Bezug auf seine irdische Regierung. So etwas hatte es in Israels Geschichte weder vor noch nach diesen „Zeiten der Nationen“ gegeben. Israel ist die Darstellung sowohl in der Vergangenheit von dem Versagen unter dem Gesetz als auch in der Zukunft von der Macht unter dem Messias im Hinblick auf Gottes deutliche und direkte Regierung der Erde. Dagegen ist die Zwischenperiode der Nationen ihre Unterbrechung, was auch immer die wunderbaren Werke Gottes in seiner Gnade inzwischen sein mögen. ...
Die Kirche und die Kirchen (W. Kelly)
Ein Kommentar von W. Kelly zu einem Traktat von A.J. Holiday
Stichwörter: Verfall der Kirche; Kirche
Kein nüchtern denkender Christ wird bezweifeln, dass es schon bald nach dem Pfingsttag nicht nur in Judäa, Galiläa und Samaria, sondern auch im Osten und Westen, im Norden und Süden unter den Heiden örtliche Versammlungen ... mehrgegeben hat. Und solche, die in einer örtlichen Versammlung Glieder am Leib Christi waren, wurden auch von jeder anderen örtlichen Versammlung aufgenommen, nur dass sie Empfehlungsbriefe benötigten, die über ihre Person Auskunft gaben. Dabei war aber alles auf ihre anerkannte Beziehung zu Christus gegründet; sie gehörten zu Seinem Leib. Das war der Boden, auf dem sie von Anfang an ihren Platz einnahmen. Sie wurden von ihren Brüdern aufgenommen, weil diese nach Herz und Gewissen hinreichend davon überzeugt waren, dass der Herr sie hinzugetan hatte (Apg 2,47). Der Herr war dabei, Seine Kirche zu bauen; und diese waren lebendige Steine, Glieder an dem einen Leib, wenn auch der Ausdruck „die Kirche“ zum ersten Mal wirklich erst in Apostelgeschichte 5,11 vorkommt. Niemand behauptete damals, irgendeine andere Mitgliedschaft zu besitzen ...
Die Lehre des Christus und der Bethesdaismus (W. Kelly)
Bibelstellen: 2. Johannes, Stichwörter: Unabhängigkeit; Gemeinde: Unabhängigkeit; Brüder (allg. so genannt); offene Grundsätze
Wir sind gehalten, einander aufzunehmen, doch nur so, wie auch der Christus uns aufgenommen hat: „zu Gottes Herrlichkeit“ (Röm 15,7). Bedeutet das, jemanden aufzunehmen, der die Lehre des Christus nicht bringt, oder jene, die einen ... mehrsolchen zur Verunehrung des Vaters und des Sohnes aufnehmen?
Die Sachwalterschaft Christi (W. Kelly)
1. Johannes 2,1.2
Bibelstellen: 1. Johannes 2, Stichwörter: Sachwalterschaft
Welch eine Gnade strahlt uns in diesen Versen entgegen! Ich habe gesündigt, und – was die Sache noch verschlimmert – ich habe gegen seine Gnade gesündigt, weil ich nicht wachsam und demütig im Gebet gewandelt habe. Ich ... mehrhabe Gott, meinen liebreichen Vater, entehrt. Und was sagt die Schrift? Sagt sie etwa: „Wenn jemand gesündigt hat, so hat er seine Segnungen eingebüßt“, oder: „So muss er aufs Neue zum Heiland gehen, um das ewige Leben zu empfangen“? Nichts von alledem. Die Schrift sagt: „Wenn jemand gesündigt hat, wir haben einen Sachwalter bei dem Vater.“ Wie unaussprechlich herrlich! Wir haben bei dem Vater jemanden, der alle unsere Angelegenheiten behandelt, der da, wo wir nichts ausrichten können, für uns tätig ist und der über jeden Fall mit dem Vater redet.
Ein Gedanke zur Inspiration (W. Kelly)
Unterschiede in den Evangelien
Stichwörter: Inspiration
Deshalb wird auch in unserem Evangelium berichtet, wie Er vom Sämann spricht, denn tatsächlich war Er es, der damals den Samen des Wortes Gottes ausstreute. Die Saat wird hier „Wort Gottes“ genannt. Im Matthäusevangelium, ... mehrwo dasselbe Gleichnis steht und es das Reich der Himmel einführt, wird sie als das „Wort vom Reich“ bezeichnet (Mt 13,19). In unserem Evangelium geht es, anders als bei Matthäus, nicht um das Königreich. Nichts kann man einfacher erklären als den Grund für diesen Unterschied. Wir müssen beachten, dass der Geist Gottes, wenn Er berichtet, Sich nicht unbedingt auf die Worte beschränkt, die Jesus aussprach. Das ist, wie ich denke, von nicht geringer Bedeutung für die richtige Beurteilung der Bibel. Rechtgläubige Menschen verschließen sich manchmal in der Vorstellung einer Vollinspiration gegen jede andere Auffassung. Sie verstehen unter Inspiration einen Vorgang, der, nach meiner Meinung, ganz und gar „automatisch“ genannt werden muss. Sie denken, dass die Inspiration einzig und allein die genauen Worte wiedergibt, die Christus äußerte. Mir scheint dafür nicht die geringste Notwendigkeit vorzuliegen.
Eine zu enge Einheit – Sektiererei (W. Kelly)
Epheser 4,3
Bibelstellen: Epheser 4, Stichwörter: Einheit des Geistes; Gemeinde: Sektiererei; Sektiererisches Verhalten
Durch den Missbrauch von Lehre oder Zucht können sie eine Einheit bilden, die nicht nur tatsächlich, sondern grundsätzlich und mit Absicht enger ist als die Einheit des Leibes Christi. Befinden sich solche auf göttlichem Boden? ... mehrIch denke nicht. Sie mögen ihre eigene Regierungsform offen aufrichten oder auch insgeheim ein ausgemachtes, wenngleich ungeschriebenes System von Vorschriften haben. Dadurch werden Gläubige ausgeschlossen, die zwar ebenso gottesfürchtig sind wie sie, die aber diese Vorschriften nicht akzeptieren können. Dann haben wir es mit einer Sekte zu tun. Ihre Satzungen sind nicht die Gebote des Herrn, erhalten in der Praxis aber dennoch ebenso viel Autorität wie sein Wort oder (wie es üblich ist) sogar noch mehr. Was soll noch die Behauptung, keine menschlichen Vorschriften zu haben, wenn man für solche, mit denen man in Berührung kommt, unter der Hand bestimmte Bedingungen für die Gemeinschaft einführt – hier schärfer, dort lockerer, je nach der unterschiedlichen „Politik“ und „Laune“ der Führer?
Geistliche Ausgewogenheit (W. Kelly)
Die Gefahr von Einseitigkeit und Pharisäertum
Stichwörter: Sektiererisches Verhalten; Gemeinde: Sektiererei
Das Pharisäertum ist für die Christen ebenso sehr zu fürchten wie ehemals für die Juden. Die uns mitgeteilte Wahrheit geht weit über das hinaus, was die Juden empfangen hatten, und zudem ist die christliche Absonderung ... mehrvorwiegend eine innere, während die Absonderung der Israeliten vor allem in äußeren Formen bestand.
Gemeindelieder (W. Kelly)
Brauchen Lieder Korrektur?
Stichwörter: Lieder
Die Bedeutung und der Einfluss von Gemeindeliedern werden häufig unterschätzt. Oft singen wir Lieder viel zu gedankenlos und erfreuen uns nur am vierstimmigen Gesang oder an der Melodie, ohne uns bewusst zu sein, wie stark Lieder unser ... mehrDenken und unsere Überzeugungen prägen oder beeinflussen, da sie immer wieder gesungen werden. Einige Lehren lassen sich besser durch Lieder als durch Predigten verbreiten. Wir sollten bedenken, dass Liedtexte nicht von Gott inspiriert sind; sie sind von Menschen geschrieben und drücken eine biblische Wahrheit oder Empfindungen deshalb oft nur einseitig oder sogar falsch aus. Es ist gut, die Texte von Zeit zu Zeit zu hinterfragen. Dieses Hinterfragen sollte nicht mit liebloser Kritik verwechselt werden, sondern kann Ausdruck geistlichen Wachstums sein. Möglicherweise müssen die Texte angepasst werden, wenn wir erkannt haben, dass sie nicht mit der im Wort Gottes offenbarten Wahrheit übereinstimmen.
Gottes Verheißungen an Abraham (W. Kelly)
1. Mose 12,1-3; Galater 3,6.16
Bibelstellen: 1. Mose 12; Galater 3, Stichwörter: Bundestheologie; Dispensationalismus; Geheimnis; Bund (der neue); Verheißung
Niemand leugnet, dass die Verheißungen, die Abraham gegeben wurden, aus der Gnade Gottes hervorkamen. Aber es ist ein ernster Fehler, diese Verheißungen an Abraham, mit Gottes Verheißung in Christus durch das Evangelium, von der in ... mehrEpheser 3,6 gesprochen wird, zu verwechseln. Das würde unseren Glauben, unsere Gemeinschaft und unser Verhalten beeinflussen. Natürlich beinhaltete der Bund mit Abraham für die Teilhaber dieses Bundes Sicherheit, Annahme, Gunst und Freundschaft mit Gott. Die Frage ist ob nicht z.B. der Brief an die Epheser ein weitaus tieferes und höheres Ziel der Gnade offenbar macht. Dabei geht es um ein Ziel, das niemals an Abraham verheißen war. Es wurde bewusst verborgen gehalten, bis der Heilige Geist auf die Erde herabgekommen war als Folge des Todes, der Auferstehung und der Auffahrt des Herrn Jesus zur Rechten Gottes in den Himmel. Weder Vernunftschlüsse noch Tradition werden uns dabei helfen, diese Frage zu lösen. Sie werden uns viel mehr behindern. Aber was sagt die Schrift? Wir wollen zwei Dinge vergleichen. Bei diesen zwei Dingen geht es um etwas, was total verschieden ist in der Reichweite und in seinem Charakter, obwohl beide notwendigerweise ihre Quelle in der mannigfachen Gnade Gottes finden.