Wie kann ich meine Alltagsprobleme bewältigen?
5. Mose 11

Walter Thomas Turpin

© SoundWords, online seit: 05.03.2006, aktualisiert: 26.03.2018

Leitverse: 5. Mose 11

Einleitung

Wir kommen jetzt zu der anderen Seite unseres Gegenstandes und zu jener himmlischen Wohnstätte, von der ich bereits sagte, dass sie viel weniger als eine gegenwärtige, wirkliche und von der Seele genossene Sache bekannt sei als die Pilgerschaft hier auf der Erde, von der wir gesprochen haben. Es ist aber wichtig, beide Wahrheiten zu kennen. Der Herr möge uns in seiner Gnade dahin leiten!

In dieser Welt ist alles von Mühen begleitet

Die Übungen der Wüste werden für unsere Herzen keine Frucht bringen, wenn wir nicht das kennen, worüber ich jetzt einige Worte sagen möchte. Lesen wir zunächst 5. Mose 11. Wir finden dort die göttliche Beschreibung des Landes Kanaan, mit anderen Worten: die Wohnstätte und das, was sie kennzeichnete. Die Verse 10-12 erfordern unsere besondere Aufmerksamkeit, da sie Ägypten und das Land Kanaan einander gegenüberstellen. Die Welt ist für uns Christen zugleich Ägypten und die Wüste: Ägypten in sittlicher Hinsicht, die Wüste vom Standpunkt der Erfahrung aus. Doch was lesen wir?

5Mo 11,10-12: Denn das Land, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen, ist nicht wie das Land Ägypten, von wo ihr ausgezogen seid, wo du deine Saat sätest und mit deinem Fuß wässertest, wie einen Gemüsegarten; sondern das Land, wohin ihr hinüberzieht, um es in Besitz zu nehmen, ist ein Land mit Bergen und Tälern; vom Regen des Himmels trinkt es Wasser; ein Land, auf das der HERR, dein Gott, achthat: Beständig sind die Augen des HERRN, deines Gottes, darauf gerichtet, vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres.

Was bedeutet das alles? Der erste Teil der Stelle will uns, wie mir scheint, sagen, dass in der Wüste dieser Welt alles von Mühen begleitet ist. Da ist kein einziger Tag, der ganz ohne Wolken wäre. Denken wir zum Beispiel nur an das Säen und Ernten. Welche Sorgen sind damit verknüpft! Jeder Landwirt kann davon erzählen, wie er das ganze Jahr hindurch, wenn die Saaten draußen stehen, in Unruhe ist betreffs der Ernte. Mit vieler Mühe hat er den Erdboden bearbeitet und den Samen ausgestreut. Wird er gedeihen? Eine ununterbrochene Kette von Sorgen und Befürchtungen, bis endlich die Ernte kommt. So war es in zweifacher Hinsicht in Ägypten, für die der Nil die einzige Quelle der Fruchtbarkeit bildete. Man musste Kanäle graben, um das Wasser überall hinzuleiten, sobald der Fluss über seine Ufer trat. Und die Bewässerung des Bodens selbst geschah mit dem Fuß, das heißt durch das Treten eines Schöpfrads. Wie viel Arbeit und Mühe erforderte das alles! Die Anwendung davon ist nicht schwer. Wo wäre ein Kind Gottes zu finden, das nicht selbst schon die Erfahrung gemacht hätte, dass alles hier auf der Erde, selbst das Beste und Schönste, nicht frei von Mühen ist? Sind nicht alle Lebensbeziehungen beständig Gegenstände oder Anlässe zu Schmerz und Kummer? „Erweitere den Kreis deiner Beziehungen“, hat einmal jemand gesagt, „du wirst dadurch nur die Zielscheibe vergrößern, gegen die der Tod seine Geschosse richtet.“ Der teuerste Gegenstand für unser Herz entgeht nicht dem allgemeinen Los, das dem Menschen bestimmt ist in einer Welt, wo Leiden und Tod ihre natürliche Stätte haben.

Die besten Dinge haben Fehler und Schwächen

Das also ist der erste Charakterzug Ägyptens im Gegensatz zu Kanaan. Der zweite Charakterzug ist, dass die besten Dinge hier auf der Erde mit Schwächen und Fehlern behaftet, ja, vielfach dürftig und armselig sind, während Gott von dem Land Kanaan sagt: „Ein Land, in dem du nicht in Dürftigkeit Brot essen wirst, in dem es dir an nichts mangeln wird“ (5Mo 8,9). Auf der Erde ist es so wie bei der Hochzeit zu Kana: Ein Fest wird gefeiert, aber es mangelt an Wein! Nun, überall gibt es Not, alles ist mangel- und fehlerhaft.

Hat dein Herz dies schon erprobt? Du wirst ohne Zweifel zugeben, dass den besten Dingen der Erde Mühen und Beschwerden anhafteten; aber dieses Gefühl an und für sich macht das Herz nicht frei von jenen Dingen. Ich habe Menschen kennengelernt, die vom Blitz getroffen und bis auf die Wurzel gespaltenen Bäumen glichen, ja, selbst solche, denen nicht die leiseste Spur von grünem Laub geblieben war. Sie sind von dem Feuer der Prüfung heimgesucht worden, und ihr Herz findet anderswo keine Stärkung, keinen Trost; sie kennen keinen anderen Schauplatz als den, den sie durchschreiten.

Wir brauchen einen Gegenstand außerhalb von uns

Ich denke, dass Gott auf beide folgende Arten mit uns handelt: Er bringt den Tod über uns in den Dingen, die zu unseren Umständen und unserer Geschichte gehören, und macht diese Erde, in der unsere Herzen so gern Wurzel fassen möchten, zu hart für uns. Aber während Er einerseits so verfährt, stellt Er uns andererseits einen Gegenstand vor Augen, der geeignet ist, uns mit Macht anzuziehen. Wenn dann diese beiden Dinge zusammengehen – ein Herz, das von dem Irdischen befreit ist, weil es einen Gegenstand außerhalb des Schauplatzes hier auf der Erde gefunden hat, und der Tod, angewandt auf das Beste, was diese Welt bieten kann –, so wirken sie in wunderbarer Weise miteinander, um ein gesegnetes Ergebnis hervorzubringen. Ja, in der Tat, wenn unsere Herzen einen Gegenstand außerhalb dieser armen Welt besitzen und wenn wir uns zu gleicher Zeit in der Prüfung befinden, dann werden wir davor bewahrt, anderswo hinzublicken als auf den einzigen Gegenstand, der uns zufriedenstellen kann. Das Ergebnis des in uns wirkenden Todes ist, dass das Leben durch uns offenbart wird, um in anderen zu wirken; das ist der Sinn des Wortes des Apostels: „Daher wirkt der Tod in uns, das Leben aber in euch“ (2Kor 4,12). Vergessen wir nie, dass ein Mensch in geistlichem Sinn sterben oder alles um sich her verwelken sehen kann aus zwei sehr verschiedenen Gründen. Der eine ist, weil es für ihn so gut ist, der andere ist die Liebe zu Christus.

Die Gewissheit, dass wir alles in Christus besitzen, stellt uns nicht sicher vor dem Wehen des Todes hier auf der Erde. Aber wenn unsere Herzen in unserer himmlischen Heimat weilen, indem sie einen unendlich kostbareren Gegenstand besitzen als alles, was in dieser Welt ist, dann unterwirft uns Gott der Prüfung hier auf der Erde wegen der Liebe zu Ihm, zu Christus, zum Evangelium, damit Er anderen so in uns zeige, was Er für uns getan hat und tun kann und was Er für uns ist. In diesem Fall „sterben“ wir, um die Vortrefflichkeit der himmlischen Dinge ans Licht zu stellen, anstatt zu sterben, um für uns selbst die Eitelkeit alles Irdischen zu entdecken. Welch ein Unterschied! Die einen müssen sterben, um die Vortrefflichkeit des Landes kennenzulernen, wo der Tod niemals Zutritt hat, während die anderen, beginnend mit der Erkenntnis der Vorzüge dieses Landes, hinabsteigen können auf den Schauplatz dieser Welt, um hier gleichsam als die Leinwand zu dienen, auf der Gott die Herrlichkeiten jenes Ortes malen kann, auf die seine Augen ständig gerichtet sind.

Der Unterschied zwischen der Wüste und dem Land

Bemerken wir in Kapitel 11 noch den Unterschied, der zwischen der Wüste und dem Land gemacht wird: „Das Land, wohin ihr hinüberzieht, um es in Besitz zu nehmen, ist ein Land mit Bergen und Tälern; vom Regen des Himmels trinkt es Wasser“ [5Mo 11,11]. Seine eigenen Quellen genügen ihm. Es ist in keiner Weise abhängig von den Dingen hier auf der Erde. Seine Quellen sind in ihm selbst. „Vom Regen des Himmels trinkt es Wasser.“ Es ist „ein Land, auf das der HERR, dein Gott, achthat: Beständig sind die Augen des HERRN, deines Gottes, darauf gerichtet, vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres“ [5Mo 11,12].

Was ist denn nun für uns dieser Ort, auf den Gott beständig sein Auge gerichtet hat? Wo liegt er? Ist es nicht da, wo Jesus weilt? Ich wüsste keinen anderen Ort, auf dem das Auge Gottes beständig ruhte. Und das ist der Ort, den Er uns, dir und mir, zur Wohnung gegeben hat. Er will, dass unsere Herzen da weilen, und Er trägt Sorge dafür, weil seine eigenen Zuneigungen hier ihre tiefste Befriedigung finden.

Wo ist dein Zuhause?

Bleiben wir einen Augenblick bei diesen Dingen stehen und betreten wir die Stätte, wo seine Gnade uns Zugang gegeben und wo seine Zuneigungen eine so vollkommene Befriedigung gefunden haben, dass seine Augen mit ewiger Befriedigung darauf ruhen. Welch ein Vorrecht ist es, jetzt schon ein wenig von den Gütern droben zu schmecken! Genießt du sie, wenigstens in einem gewissen Maß? Dass dieses Maß bei uns allen klein und schwach ist, gebe ich zu. Aber der Herr kann mehr geben, und Er möchte durch seinen Geist das Verlangen in uns erwecken, jetzt schon das Glück zu kosten, dort zu weilen, und zwar nicht nur weil wir einen Zufluchtsort inmitten der Stürme und Prüfungen dort gefunden haben, sondern weil es ein Zuhause für uns geworden ist! Welches Glück, ein Zuhause zu haben! Es besteht ein großer Unterschied zwischen einem Zufluchtsort und einem Zuhause. Ein Zufluchtsort ist ein Platz, wohin man eilt, um Schutz vor dem Sturm zu suchen, den man aber wieder verlässt, sobald das Unwetter vorüber ist. Ein Zuhause ist die Stätte, der unsere Zuneigung gehört. Wenn Christus für dich und mich nur ein Zufluchtsort ist, dann braucht Er noch nicht notwendigerweise unsere Wohnung zu sein. Christus nur als einen Zufluchtsort darstellen, ist ein armes Evangelium, das das ständige Weilen des Herzens bei Ihm nicht in sich begreift. Aber wenn Christus eine Wohnstätte für mich geworden ist, wenn ich das Glück, die Freuden, die Ruhe, die Gemeinschaft und die Zuneigung des Hauses gefunden habe, dann spreche ich: „Hier will ich wohnen; hier ist mein Zuhause; hier finde ich Erquickung, Sättigung, Tröstungen, mit einem Wort: volles Genüge, hier ist die Städte des Glücks. Mag ich auch den wechselvollen Schauplatz dieser Welt zu durchschreiten haben, hier ist meine Wohnung.“

Ein Beispiel wird verständlicher machen, was ich meine. Der Leser wird schon Gegenden besucht oder davon gehört haben, wo sich Bergwerke befinden. Er weiß, wo und wie die Bergleute ihr tägliches Brot verdienen. Sie steigen des Morgens in den Schacht hinab und arbeiten tagsüber in der Tiefe. Aber ihre Wohnung ist nicht da unten. Wohl ist dort ihr Arbeits- und Übungsplatz, aber ihre Ruhestätte ist nicht da. Diese besitzt jeder Einzelne in dem, was er sein Zuhause nennt. Er verlässt dieses jeden Tag, um an seiner Aufgabe zu arbeiten, die ihm zu seinen Lebensunterhalt dient, und am Abend kehrt er dahin zurück. So dürfen auch wir, du und ich, diese Welt durchschreiten mit dem glücklichen Gefühl, dass wir ein Zuhause haben. Man wird hiergegen einwenden, dass wir es noch nicht haben, sondern uns auf dem Weg dahin befinden. Freilich, die Zeit, da wir leiblich dort sein werden, ist noch zukünftig, aber es ist uns gegeben, jetzt schon durch den Glauben unseren Platz dort zu haben: Unsere Herzen wohnen dort. Das ist es auch, was uns einen himmlischen Charakter aufprägt. Die Welt zu durchschreiten mit einem Herzen, das vom Glück des Himmels erfüllt ist, das verleiht uns einen besonderen Charakter. Es ist ebenso leicht, diejenigen zu erkennen, die ihre Wohnung und Ruhe im Himmel gefunden haben, wie die, die es nicht haben. Niemals wird Tätigkeit uns Ruhe des Herzens geben. Unser Tun wird stets der Widerschein dessen sein, was wir sind, wenn unser Herz nicht seine Ruhe mit Christus im Himmel gefunden hat, so wird unsere Tätigkeit einen unruhigen Charakter tragen. Das Verweilen in der Gemeinschaft Christi dagegen macht uns Ihm ähnlich. Die Gemeinschaft, die wir pflegen, die Verbindungen, in denen wir leben, offenbaren sich notwendigerweise in allem, woran wir unsere Hand legen.

Wenn wir nicht durch Jesus die Ruhe des Himmels und den Frieden des Herzens genießen, so wird unsere Tätigkeit, wie ausgedehnt sie auch ist, stets unruhig sein und das Gepräge des Aufgeregtseins tragen. Gott aber sucht zufriedene Herzen, die still und voll Ruhe sind, da sie einen zuverlässigen Ankergrund gefunden haben, eine unerschütterliche Sicherheit in dem, auf dem das Auge des Vaters mit Freude ruht. Möchte der Herr uns lehren, diesen Platz mehr zu genießen und viel in der Gesellschaft seines Geliebten zu weilen!

Wenn das Herz mit Christus gefüllt ist

Ich möchte den Leser bitten, jetzt 5. Mose 26 aufzuschlagen. Alles in diesem Kapitel, die Erstlingsfrüchte, der Ort, der Priester, alles stellt uns Christus dar und steht mit Ihm, dem großen Gegenbild all dieser Dinge, in Beziehung. Was also ist der alles beherrschende Gegenstand, der das Herz erfüllt und ausschließlich leitet, wenn es droben weilt? Es ist Christus. Er ist es, der mich beschäftigt, der meine Zuneigung für sich in Anspruch nimmt und ihnen ihre Richtung gibt; Er ist es, der über mich, meine Kräfte, meine Zunge, mit einem Wort, über alles, was ich bin und besitze, verfügt; alles, was in Beziehung steht zu dieser Städte, steht auch in Beziehung zu Christus; auf Ihn sind meine Augen anbetend gerichtet, mit Ihm ist mein Herz ständig beschäftigt.

Vergessen wir jedoch nicht, dass wir nur dann so mit Ihm beschäftigt sein können, wenn wir in das Land gekommen sind. Beachten wir die Worte „wenn du in das Land kommst“ (5Mo 26,1). Nur in dem Land können wir mit dem beschäftigt sein, der uns dorthin geführt hat und uns Segen darreicht; und Er selbst ist es, der uns beschäftigt, nicht unsere Segnung. Er hat uns dieses Land durch seinen Tod erworben, und Er ist dorthin gegangen, damit wir es besitzen und daselbst wohnen möchten, indem unser Herz dort sein Zuhause gefunden hat. Und Er, der das Land zu einer Heimat für uns gemacht hat, Er ist der Gegenstand, der unsere Herzen dort zufriedenstellt.

Eine Belehrung aus dem Kolosserbrief

Ich möchte an dieser Stelle die Aufmerksamkeit des Lesers auf Kolosser 3 richten. In Kolosser 2 zieht der Apostel uns gleichsam unseren ersten Zustand, den ersten Menschen, gänzlich aus; in Kolosser 3 verbindet er uns mit dem zweiten Adam, in dem aus den Toten auferstanden Menschen. In Kolosser 2 sind wir mit Christus gestorben: Sein Tod hat unsere ganze Geschichte in dem ersten Adam zum Abschluss gebracht, und wir sind jetzt mit dem auferstandenen Christus vereinigt. Nun denn: „Wenn ihr mit dem Christus auferweckt worden seid, so sucht was droben ist“ [Kol 3,1]! Mein lieber Leser! Warum mag wohl der Apostel das, „was droben ist“, nicht weiter ausführen? Warum zählt er die einzelnen Dinge nicht auf? Weil die Person Christi es ist, die ihnen allen ihren Charakter verleiht; die Person, deren Umgebung sie bilden, macht sie zu Gegenständen, die unseres Suchens und Nachtrachtens würdig sind. Einem Menschen, der Christus liebt, genügt das eine Wort: „Christus ist da.“ Die Tatsache seiner Gegenwart ist eine vollkommene Bürgschaft für ein Herz, das ihr ergeben ist, und erklärt ihm alles. Es ist nicht nötig, in Einzelheiten einzugehen, wenn man Christus zum Gegenstand hat; denn man ist dann da, wo Er ist, inmitten all dessen, was Ihn umgibt, zu Hause, man fühlt sich da wohl und völlig zufriedengestellt. „Glückselig, die in deinem Haus wohnen!“, ruft der Psalmist. „Stets werden sie dich loben“ [Ps 84,5]. Ihre Herzen sind nur von einer Sache erfüllt, mit einer Sache beschäftigt, und das ist sein Lob.

Schluss

Möge der Herr uns schenken, die besprochenen Wahrheiten mehr zu schätzen und in ihrer göttlichen Ordnung zu genießen, um dadurch gestärkt und ermutigt zu werden, der Höhe unserer Berufung gemäß zu wandeln, in stillem Frieden, indem wir das Leben Christi darstellen in dieser armen Welt, die so voller Unruhe und fieberhafter Tätigkeit ist! Ja, möchte der Herr uns Herzen geben, die imstande sind, in Frieden zu leben inmitten des geräuschvollen Treibens und der Stürme hier auf der Erde. Herzen, die zeigen, was es ist, zu Ihm gebracht zu sein und da ein Zuhause gefunden zu haben!

Es ist ein großartiger Anblick, einen der großen Ozeandampfer nach heftigem Sturm in den Hafen einlaufen zu sehen. Obwohl bis zur Höhe des Schornsteines mit dem weißen Schaum der ungestümen Wogen bedeckt, ist das mächtige Schiff doch unversehrt geblieben, weil es fest und gut gebaut ist und von kundiger Hand geleitet wurde. Alle, die es sehen, müssen anerkennen: „Das ist ein vortrefflich ausgerüstetes und sicher geleitetes Schiff; es hat allen Stürmen siegreich widerstanden!“

Möchte es in geistlicher Beziehung so auch mit uns sein! Von Ihm geleitet, wird keine Woge zu groß, kein Sturm zu heftig sein; wir werden nicht wünschen, eine Prüfung, eine Trübsal weniger zu haben, denn wir können sagen: „Du bist bei mir.“


Dieser Artikel stammt ursprünglich von W.T. Turpin und wurde bei der Übersetzung ins Deutsche für den Botschafter des Heils in Christo stark erweitert.


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