Der Brief des Paulus an die Römer (6)
Kapitel 6

Stanley Bruce Anstey

online seit: 10.09.2022, aktualisiert: 28.09.2022

DIE EINSMACHUNG DES GLÄUBIGEN MIT DEM TOD CHRISTI

In Römer 6,1 bis 10 zeigt Paulus nun die Wahrheit über uns auf, die wir mit dem Tod Christi einsgemacht sind. Diese Wahrheit beschreibt die Stellung eines jeden Christen vor Gott. Dann ermahnt er uns in Römer 6,11 bis 14, im Licht dieser großen Wahrheit zu leben, was zu einer praktischen Befreiung von der Sünde führt. In Römer 6,15 bis 23 erklärt Paulus dann, dass ein Gläubiger immer noch in die Knechtschaft der Sünde geraten kann, auch wenn er von dem Bösen, das in ihm wohnt, befreit ist – nämlich dann, wenn er sich weigert, die Wahrheit, die Paulus in diesem Kapitel entfaltet, in seinem Leben umzusetzen. Daher werden in Kapitel 6 die lehrmäßigen Grundsätze vorgestellt, die für die praktische Befreiung des Gläubigen von der Sünde notwendig sind.

In welcher Sphäre des Lebens sollen wir leben?

Vers 1

Das vorige Kapitel endet mit zwei Oberhäuptern über zwei Menschengeschlechter mit zwei entsprechenden Sphären, in denen die Menschen leben. Ausgehend von diesen Tatsachen stellt Paulus nun eine sehr logische Frage:

Röm 6,1: Was sollen wir nun sagen? Sollten wir in der Sünde verharren, damit die Gnade überströme?

In der Sünde zu bleiben bedeutet, weiterhin in der Sphäre zu leben, in der der alte Herr (die Sünde) alle beherrscht, die dort leben. Die Argumentation des Paulus ist einfach und logisch: Warum sollten wir daran denken, unser christliches Leben in diesem gesetzlosen Zustand zu leben, von dem wir durch unsere Verbindung mit Christus getrennt worden sind?

Viele denken, dass Paulus sich auf Christen bezieht, die weiterhin sündigen (Sünden). Aber das ist nicht genau das, was er hier sagt. Wäre das der Fall, hätte er gesagt: „Sollen wir weitersündigen?“ Es ist sicherlich richtig, dass wir nach unserer Errettung nicht weitersündigen sollten – und Paulus versucht, dem Gläubigen in diesem Kapitel dabei zu helfen –, aber er spricht hier nicht von Taten (Sünden), sondern eher vom Zustand der Sünde. Russell Elliot (1861–1950) bemerkt:

„Sollen wir in der Sünde verharren?“ – das ist nicht dasselbe, wie wenn er sagen würde: „Sollen wir weitersündigen?“ Es ist eine umfassendere Sache als das. Es bedeutet, dass die Sünde nicht mehr die Grundlage unseres Lebens ist oder unseren Zustand beschreibt.[1]

In Römer 6,15 bis 23 befasst sich Paulus mit der Frage, ob Christen sich für die Sünde entscheiden. Aber hier in Vers 1 stellt er eine rhetorische Frage. Er verdeutlicht damit die fehlende Logik darin, in der Sphäre des Lebens zu verharren, in dem die Herrschaft der Sünde praktisch spürbar ist, obwohl man bereits vom Herrn der Sünde befreit worden ist.

Wenn wir das Kapitel genau studieren, sehen wir, dass es zwei ähnliche Fragen gibt, die diese beiden unterschiedlichen Dinge ansprechen:

Die Frage in Römer 6,1 („Sollten wir in der Sünde verharren?“) hat mit dem Verharren in der Sphäre des Lebens zu tun, in dem die Sünde herrscht. Dies wird in Römer 6,1 bis 14 angesprochen.

Die Frage in Römer 6,15 („Sollten wir sündigen?“) hat mit den Handlungen zu tun – Gläubige, die nach ihrer Errettung weiterhin sündige Handlungen ausüben. Dies wird in Römer 6,15 bis 23 angesprochen.

Tot für die Sünde

Vers 2

Röm 6,2: Das sei ferne! Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie sollten wir noch darin leben?

Paulus weist die Idee, in der Sünde zu bleiben, zurück: „Das sei ferne!“ Um zu zeigen, wie unvereinbar das mit unserer christlichen Haltung wäre, fragt er: „Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie sollten wir noch darin leben?“ Er wendet das Prinzip der Hauptschaft über ein Menschengeschlecht (das in Römer 5 eingeführt worden ist) auf unsere Situation an. Das heißt: Das, was Christus im Tod vollbracht hat, kann auf sein ganzes Geschlecht angewendet werden. Da Christus für die Sünde gestorben ist, spricht Paulus davon, dass wir „der Sünde gestorben sind“.

Sieben Arten, wie der Tod in der Heiligen Schrift verwendet wird

Wir könnten uns fragen, auf welche Weise wir „gestorben“ sind, denn es kann sich sicherlich nicht auf den physischen Tod beziehen. Erinnern wir uns daran, dass der Tod in der Heiligen Schrift auf mindestens sieben verschiedene Arten verwendet wird. In jedem Fall beschreibt er den Gedanken der Trennung, aber niemals den der Auslöschung, wie die Menschen meinen. Der Kontext gibt vor, um welchen der folgenden Aspekte es sich handelt:

  • physischer Tod
    Seele und Geist werden vom Körper getrennt (Jak 2,26)
  • geistlicher Tod
    geistlich von Gott getrennt, weil man kein neues Leben und keine neue Natur hat (Eph 2,1; Kol 2,13)
  • zweiter Tod
    auf ewig von Gott im Feuersee getrennt (Off 20,6.14)
  • der Tod durch Abfall vom Glauben
    von Gott getrennt, indem man sein Glaubensbekenntnis aufgibt (Jud 12; Off 8,9)
  • nationaler Tod
    nicht mehr als Nation auf der Erde existieren (Jes 26,19; Hes 37; Dan 12,2)
  • gerichtlicher Tod
    durch den Tod Christi stellungsmäßig von der gesamten Sündenordnung unter der Hauptschaft Adams getrennt sein (Röm 6,2; 7,6; Kol 2,20; 3,3)
  • moralischer Tod
    von der Gemeinschaft mit Gott getrennt sein (Röm 8,13; 1Tim 5,6)

Es ist ernüchternd, wenn man bedenkt, dass die Sünde die Ursache für jeden einzelnen dieser Aspekte des Todes ist! Wahrlich, „der Lohn der Sünde ist der Tod“ (Röm 6,23).

Christi Tod für die Sünde und unsere Einsmachung mit seinem Tod

Aus der obigen Aufzählung können wir ersehen, dass der Aspekt des Todes in Römer 6,2 der gerichtliche Tod ist, und zwar als Folge unserer Einsmachung mit dem Tod Christi. Der Schwerpunkt in diesem Kapitel liegt auf einem anderen Aspekt des Todes Christi als dem, den Paulus in den vorherigen Abschnitten des Briefes aufgegriffen hat. Dort ging es um den Tod Christi „für“ die oder „wegen“ der Sünden (Röm 4,25; 5,6.8 usw.). Hier geht es darum, dass Er „der“ Sünde gestorben ist (Röm 6,10). Das bedeutet nicht, dass Er Sühne leistet, sondern dass Er seine Verbindung mit der Sünde löst.

Es mag überraschen, dass Christus eine Verbindung zur Sünde hatte, denn die Schrift macht deutlich, dass Er nicht die gefallene Sündennatur besaß. Gottes Wort hütet diesbezüglich sorgfältig die Herrlichkeit seiner Person, indem es sagt: „Sünde ist nicht in ihm“ (1Joh 3,5). Auf welche Weise war der Herr also mit der Sünde verbunden? Es begann tatsächlich in dem Moment, als Er bei seiner Geburt diesen Ort (eine Umgebung der Sünde) betrat. Als Er hier lebte, kam Er unmittelbar mit der Sünde in Berührung, und seine heilige Natur lehnte sie ab. So litt Er grundlegend, weil Er sich innerhalb der Sünde befand. Dann, am Kreuz, wurde der Herr „zur Sünde gemacht“, und so wurde Er als Sündenträger völlig mit ihr einsgemacht, obwohl Er nicht persönlich von ihr befleckt war (2Kor 5,21; Heb 7,26). Er stand anstelle der Sünde vor Gott und trug ihr Urteil der Verdammnis (Röm 8,3). Aber als Er starb, trat Er aus der Sünde heraus und trennte sich so von ihr – um nie wieder mit ihr in Berührung zu kommen. Er ist jetzt nicht mehr in Kontakt mit der Sünde. John Alfred Trench (1839–1922) drückt es so aus:

Als Er in diese Welt kam, hatte Er überall mit Sünde zu tun und ging schließlich ans Kreuz, um für uns zur Sünde gemacht zu werden. Jetzt hat Er für immer nichts mehr mit ihr zu tun.[2]

Wenn wir das Prinzip der Hauptschaft Christi über ein Menschengeschlecht auf die Gläubigen anwenden, sind wir berechtigt, uns als von der Sünde getrennt zu betrachten. Wir sind nicht mehr Teil dieses ganzen Lebensprinzips – auch wenn wir noch die sündige Natur in uns haben. Wir können sagen, dass wir „tot mit Christus“ (Röm 6,8) und damit „tot für die Sünde“ (Röm 6,2) sind. Unsere Verbindung mit der Sünde und ihrem gesetzlosen Zustand ist unterbrochen, denn es kann keinen vollkommeneren Bruch mit etwas geben als den, den der Tod bewirkt.

In diesem Kapitel personifiziert Paulus die Sünde und betrachtet sie als einen bösen Herrn, der die Menschen (seine Sklaven) in ihren Sünden beherrscht und kontrolliert. Er zeigt, dass ein Herr Anspruch auf seinen Sklaven hat, aber nur solange der Sklave lebt. Sobald der Sklave stirbt, hat sein Herr keine Macht mehr über ihn. So ist es auch mit uns; wir sind mit Christus gestorben, und die Sünde hat keinen Anspruch mehr auf uns.

Wissen, dafürhalten, darstellen

Paulus fährt nun fort, die Grundsätze zu lehren, die mit der Befreiung von der Sünde verbunden sind. Er verwendet drei Schlüsselwörter, um die Lehre dieses Kapitels zu kennzeichnen: wissen, dafürhalten (was so viel bedeutet, wie mit etwas zu rechnen) und darstellen. Es gibt bestimmte Dinge, die wir „wissen“ müssen. Dann müssen wir mit diesen Tatsachen „rechnen“. Und dann sollen wir uns als Diener der Gerechtigkeit, die unser neuer Herr ist, „darstellen“ und so die Macht der Gnade beweisen, die in unserem Leben in der praktischen Befreiung von der Sünde wirkt.

Die Bedeutung unserer Taufe kennen

Vers 3

Paulus sagt, dass wir im Zusammenhang mit unserer Befreiung bestimmte Dinge wissen müssen. Das zeigt, dass Wissen in diesem Zusammenhang einen Platz hat. Es sind vor allem drei Dinge, die wir „wissen“ müssen. Erstens muss jeder Gläubige die Bedeutung seiner Taufe kennen. Paulus fragt:

Röm 6,3: Wisst ihr nicht, dass wir, so viele auf Christus Jesus getauft worden sind, auf seinen Tod getauft worden sind?

Er beruft sich auf die Taufe, weil diese die grundlegende Verbindung des Christen mit dem Tod und dem Begräbnis Christi aufzeigt. Paulus spricht hier nicht von der Art und Weise unserer Taufe – ob wir im Wasser untergetaucht oder besprengt wurden –, sondern von ihrer Bedeutung. Er sagt: „Ihr habt durch die Taufe bekannt, dass ihr mit Christus gestorben seid. Und da der Tod Christi Ihn von der Sünde getrennt hat, seid auch ihr von ihr getrennt! In diesem Zustand zu verharren, wäre daher eine praktische Verleugnung dessen, was ihr in eurer Taufe bekennt! Es ist völlig unvereinbar mit unserer neuen Position, denn wir können nicht sagen, dass wir für etwas tot sind, und gleichzeitig darin leben.“

Anmerkung: In anderen Übersetzungen heißt es, dass der Gläubige „in Jesus Christus getauft“ ist, aber es sollte mit „auf Christus Jesus getauft“ übersetzt werden. „In“ weist auf eine lebenswichtige Verbindung mit Christus hin in unserer neuen Stellung vor Gott, in die uns die Rechtfertigung versetzt. Das kann die Taufe nicht leisten. Wenn sie das könnte, dann könnte die Taufe einen Menschen für den Himmel passend machen. Die Wahrheit ist: Weil wir gerechtfertigt sind, haben wir einen neuen Platz im Himmel vor Gott „in Christus“. Und wenn wir getauft sind, haben wir einen neuen Platz auf der Erde unter den Menschen als „auf Christus hin“. „Auf“ bedeutet Einsmachung, und das ist der Punkt, auf den Paulus hier hinauswill – in seinem Tod können wir uns mit Christus einsmachen.

Verse 4.5

Röm 6,4.5: 4 So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe auf den Tod, damit, so wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in Neuheit des Lebens wandeln. 5 Denn wenn wir mit ihm einsgemacht worden sind in der Gleichheit seines Todes, so werden wir es auch in der seiner Auferstehung sein, …

Paulus erwähnt eine weitere Sache, die mit der Taufe in Verbindung steht: das Begräbnis. Ein Begräbnis bedeutet, dass eine tote Person aus dem Bereich des Sichtbaren entfernt wird. In der Taufe sind wir also nicht nur „mit Christus gestorben“ (Röm 6,8), sondern auch „mit ihm begraben“. Da wir mit Christus gestorben sind, bekennen wir: Unsere Verbindung mit Adam und der Sünde ist getrennt. Da wir aber mit Christus begraben sind, bekennen wir, dass wir aus dieser ganzen Lebensordnung herausgetreten sind, in der die Welt lebt und in der die Sünde regiert. Hamilton Smith (1862–1943) sagt:

Die Taufe ist ein Bild für Tod und Begräbnis. Es ist offensichtlich, dass ein toter Mensch abgeschlossen hat mit dem Leben, das er einst lebte und in dem der Eigenwille herrschte. Und ein begrabener Mensch ist aus dem Blickfeld der Welt, in der er einst lebte, herausgetreten.[3]

Daher ist die Taufe die formale Art und Weise, unsere Verbindung mit dem alten Adamstand und -zustand aufzugeben. Sie macht einen Menschen jedoch nicht heiliger. Ein Beispiel: Ein Mann wurde errettet und getauft. Danach verlor er den Kontakt zu dem Mann, der ihn getauft hatte. Einige Zeit später trafen sie sich wieder, und er sagte: „Ich bin von meiner Taufe sehr enttäuscht. Ich dachte, dass ich nicht mehr sündigen würde.“ Der andere Mann sagte: „Hätte ich gewusst, dass du dir das von der Taufe erhoffst, hätte ich dich dabei noch ein bisschen länger unten halten können!“

Paulus fährt fort, von der Auferstehung Christi zu sprechen, und erklärt, dass „auch wir in Neuheit des Leben wandeln“ sollen, wie Christus in der Auferstehung lebt. „Denn wenn wir mit ihm einsgemacht worden sind in der Gleichheit seines Todes, so werden wir es auch in der seiner Auferstehung sein.“ Das bedeutet, dass Gott durch die Auferstehung Christi eine neue Sphäre des Lebens eröffnet hat. Dort sollen Er und die Glieder seines Geschlechts in der „Neuheit des Lebens“ wandeln. Frank Binford Hole (1874–1964) sagt zu Recht:

Unser Tod mit Christus geschah im Hinblick auf unser Leben mit Ihm in der Auferstehungswelt.[4]

Paulus wird in den Versen 8 bis 10 mehr dazu sagen. (Anmerkung: Der Römerbrief geht nicht so weit, den Gläubigen als gegenwärtig mit Christus in der Auferstehung einsgemacht zu betrachten. Der Epheser- und der Kolosserbrief hingegen sehen uns auf einer höheren Ebene: als mit Christus auferstanden und in Einheit mit Ihm – Eph 2,5.6; Kol 2,12.13.)

Wissen, dass unser „alter Mensch“ mit Christus gekreuzigt worden ist

Vers 6

Röm 6,6: … da wir dieses wissen, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde abgetan sei, dass wir der Sünde nicht mehr dienen.

Das Zweite, was wir laut Paulus wissen müssen, ist die Bedeutung des Kreuzes in Bezug auf den „alten Menschen“. Jeder Christ muss verstehen, „dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist“. Der „alte Mensch“ (Röm 6,6; Eph 4,22; Kol 3,9) ist ein abstrakter Begriff, der den verdorbenen Zustand des gefallenen Geschlechts Adams beschreibt – seinen verdorbenen moralischen Charakter. Der Begriff verkörpert jedes hässliche Merkmal, das das gefallene menschliche Geschlecht kennzeichnet. Um den alten Menschen richtig zu sehen, müssen wir das Geschlecht unter Adam als Ganzes betrachten. Denn es ist unwahrscheinlich, als ein einziger Mensch alle hässlichen Merkmale aufzuweisen, die diesen verdorbenen Zustand kennzeichnen. Ein Kind Adams zum Beispiel mag sich dadurch auszeichnen, dass es zornig ist. Aber es ist nicht unmoralisch. Ein anderes Kind Adams ist vielleicht nicht dafür bekannt, die Beherrschung zu verlieren, aber es ist furchtbar unmoralisch. Aber wenn man die Eigenschaften aller Mitglieder des Geschlechtes zusammennimmt, sieht man den alten Menschen in seiner Gesamtheit.

Paulus sagt, dass der alte Mensch mit Christus „gekreuzigt“ worden ist. Das bedeutet: Gott hat das Urteil über diesen verdorbenen, alten Adamzustand gefällt. F.B. Hole sagt:

Alles, was wir als Kinder des gefallenen Adam sind, ist mit Christus gekreuzigt worden, und das müssen wir wissen. Es ist keine bloße Vorstellung, sondern eine wirkliche Tatsache. Es war eine Tat Gottes, die im Kreuz Christi vollbracht wurde. Es war ebenso sehr eine Tat Gottes und ebenso wirklich wie das Wegtun unserer Sünde.[5]

Wir sind also nicht nur von dem ganzen System der Sünde getrennt worden (indem wir in der Taufe tot sind und mit Christus begraben wurden), sondern Gott hat auch über diesen verdorbenen Zustand gerichtet (indem Er den alten Menschen gekreuzigt hat).

Anmerkung: Paulus stellt die Kreuzigung des alten Menschen nicht als etwas dar, was wir tun sollen. Es handelt sich nicht um die Ausübung von Selbstjustiz unter Gläubigen. Es geht um ein Gericht, das Gott am Kreuz für den gesamten verdorbenen Zustand des gefallenen Menschen vollzogen hat. Der Schauplatz dieses Gerichts war am Kreuz, nicht im menschlichen Herzen. Es stimmt zwar, dass der Gläubige sich selbst richten soll (1Kor 11,31), aber das ist hier nicht das Thema. Römer 6,1-10 beschreibt die Lage; es ist kein Appell an den Gläubigen. Paulus bezieht sich auf den gefallenen und verdorbenen Zustand, in den wir hineingeboren wurden und zu dem wir als Kinder Adams gehören – dieser Zustand ist von Gott gerichtet worden.

Es ist ein wesentlicher Bestandteil unseres christlichen Bekenntnisses, den alten Menschen abzulegen. Gott hat den alten Menschen nicht nur am Kreuz gerichtet. Auch wir haben ihn bekennend abgelegt, als wir als Christen Stellung bezogen haben. Epheser 4,22-32 und Kolosser 3,5 sagen dies deutlich. Wie das Richten des alten Menschen, so ist auch das Ablegen des alten Menschen: Beides wird nicht durch einen Prozess der geistlichen Übung im Gläubigen vollzogen. Die Verse stehen im Griechischen im Aorist, was bedeutet, dass es ein für alle Mal geschehen ist. Paulus will damit in Epheser 4 und Kolosser 3 sagen: Wenn wir den alten Menschen abgelegt haben, indem wir Christen wurden, dann sollten wir auch konsequent sein und aufhören, die Dinge zu praktizieren, die den Zustand kennzeichnen, den Gott verurteilt hat und den wir erklärtermaßen abgelegt haben.

Viele verwenden den Begriff „alter Mensch“ gleichbedeutend mit dem Begriff „das Fleisch“, als ob es sich dabei um unsere gefallene Sündennatur handeln würde. Aber das ist nicht richtig. Der alte Mensch und das Fleisch sind nicht gleichbedeutend. J.N. Darby bemerkt:

Der alte Mensch wird oft fälschlicherweise für das Fleisch gebraucht.[6]

Andere Übersetzungen übersetzen den Begriff „alter Mensch“ mit „unser altes Selbst“. Aber das ist eine Verwechslung mit dem Fleisch. Wenn der alte Mensch das Fleisch wäre, dann würden Epheser 4,22.23 und Kolosser 3,9 uns lehren, dass Christen das Fleisch abgelegt und es nicht mehr in sich haben. Aber wir alle wissen aus Erfahrung, dass das nicht stimmt; das Fleisch ist immer noch in uns. Es wird nie gesagt, dass der „alte Mensch“ noch in uns ist, aber das Fleisch ist es ganz sicher. Frederick George Patterson (1832–1884) sagt:

Ich finde in der Schrift nichts, was es uns erlaubt, zu sagen, dass wir den alten Menschen in uns haben – sie lehrt ganz klar, dass wir das Fleisch in uns haben.[7]

Oft heißt es, wir sollten den „alten Menschen“ für tot halten. Doch auch das wird uns nicht gesagt. Auch hier wird der alte Mensch mit dem Fleisch verwechselt. Es wird angenommen, dass es sich um etwas Lebendiges in uns handeln würde, das wir zu beurteilen haben. Andere sprechen fälschlicherweise davon, dass der alte Mensch tot wäre, was wiederum impliziert, dass es sich um das alte Leben handelt, das einst im Gläubigen lebte.

Daher ist es lehrmäßig nicht korrekt, vom „alten Menschen“ als etwas Lebendigem in uns zu sprechen, das Begierden, Wünsche und Gefühle hat wie das „Fleisch“ (die Sündennatur). Christen sagen oft Dinge wie: „Der alte Mensch in uns begehrt sündige Dinge.“ Oder: „Mein alter Mensch will dieses oder jenes Böse tun.“ Auch bei solchen Aussagen wird der alte Mensch mit dem Fleisch verwechselt. H.C.G.B. sagt:

Ich weiß, was ein Christ meint, wenn er sagt, das sei sein „alter Mensch“, wenn er die Beherrschung verliert. Doch der Ausdruck ist falsch. Hätte er gesagt, es sei „das Fleisch“, so wäre er richtiger gewesen.[8]

Der „alte Mensch“ ist nicht Adam selbst und auch der „neue Mensch“ ist nicht Christus (Eph 4,24; Kol 3,10). Der neue Mensch bezeichnet die neue moralische Ordnung, die das neue Menschengeschlecht unter Christus kennzeichnet. George Davison (1898–1977) sagt:

Der neue Mensch ist nicht Christus persönlich, aber er zeigt seine Eigenschaften.[9]

Jedes moralische Merkmal des neuen Menschen wurde in Christi Leben in Vollkommenheit sichtbar. So wie der alte Mensch häufig fälschlicherweise für das Fleisch (die alte Natur) verwendet wird, so wird der neue Mensch oft fälschlicherweise für die neue Natur des Gläubigen verwendet. Es werden Bemerkungen gemacht wie: „Der neue Mensch in uns braucht einen Gegenstand, auf den er blicken kann …“, oder: „Wir müssen uns von Dingen ernähren, die den neuen Menschen zufriedenstellen.“ Diese Äußerungen verwechseln eindeutig den neuen Menschen mit dem neuen Leben in uns. In Wirklichkeit sind der alte Mensch und der neue Mensch abstrakte Begriffe. Sie beschreiben den Zustand der beiden Menschengeschlechter unter Adam und Christus.

Der „alte Mensch“ ist auch nicht mit dem „ersten Menschen“ (1Kor 15,47) zu verwechseln. Der alte Mensch bezeichnet den verdorbenen Zustand des gefallenen Geschlechts. Der erste Mensch beschreibt das Natürliche, Irdische und Seelische in dem Geschlecht – es handelt sich nicht um identische Begriffe. Vom ersten Menschen wird nie gesagt, dass er verdorben oder sündig wäre, aber der alte Mensch ist nichts anderes als das. Der erste Mensch steht im Bezug zu dem, was menschlich und natürlich ist; er ist das, was Gott im Menschen geschaffen hat. Deshalb wird vom ersten Menschen auch nie gesagt, er wäre von Gott gerichtet (mit Christus gekreuzigt) wie der alte Mensch.

Paulus fügt hinzu: „damit der Leib der Sünde abgetan sei“. Er verwendet das Wort „Leib“ hier nicht, um sich auf unseren physischen Körper zu beziehen (wie einige denken), sondern um „Sünde“ als ein ganzes System in seiner Gesamtheit zu beschreiben. In ähnlicher Weise verwenden wir das Wort „Leib“, um die Gesamtheit einer bestimmten Sache auszudrücken. Zum Beispiel könnten wir sagen: „Der Leib der wissenschaftlichen Erkenntnis“, oder: „der Leib der medizinischen Erkenntnis“ usw. J.A. Trench erklärt dies folgendermaßen:

Der Leib der Sünde – das heißt ihr ganzes System und ihre Kraft, wie wir sagen, der Körper eines Flusses … Es ist das ganze System und die Gesamtheit davon[10]

J.N. Darby sagt:

Er [Paulus] nimmt die ganze Sünde, das System der Sünde im Menschen als einen Leib, der durch den Tod zunichtegemacht wurde.[11]

Edward Dennett (1831–1914) sagt etwas Ähnliches:

Man kann wohl sagen, dass „der Leib der Sünde“ die Gesamtheit der Sünde in ihrer beherrschenden Energie ist.[12]

Der „Leib der Sünde“ kann sich nicht auf unseren menschlichen Körper beziehen, denn dieser ist eine Schöpfung Gottes. Der menschliche Körper ist von der Sünde betroffen – Alterung und Tod beweisen das – und er kann in alle möglichen sündigen Handlungen verwickelt sein. Aber der menschliche Körper ist nicht von Natur aus sündig. Wenn es so wäre, würde Gott uns niemals auffordern, Ihm unsere Körper zum Dienst zur Verfügung zu stellen (Röm 12,1).[13] In Römer 6 bezieht sich Paulus auf unseren physischen Leib. Um sicherzustellen, dass es keine Missverständnisse gibt, worauf er sich bezieht, nennt er ihn unseren „sterblichen Leib“ (Röm 6,12; 8,11), um ihn von „dem Leib der Sünde“ zu unterscheiden.

Paulus sagt hier also, dass mit dem Urteil über den alten Menschen das ganze System der Sünde in seiner Gesamtheit für den Gläubigen „abgetan“ wurde. Andere Übersetzungen verwenden das Wort „zerstört“. Aber der Leib der Sünde ist noch nicht zerstört; wir sehen die Beweise für die Präsenz der Sünde überall in der Welt. Die Sünde wird vernichtet und damit im ewigen Zustand vollständig aus der Schöpfung entfernt werden. Das ist die Bedeutung der Aussage von Johannes dem Täufer: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!“ (Joh 1,29). Viele denken, Johannes würde sich auf das Werk Christi am Kreuz beziehen, das die Sünden der Gläubigen wegnimmt. Aber in Wirklichkeit spricht er von einem zukünftigen Werk Christi, wenn Er jede Spur der Sünde aus dem Universum entfernt. Erst dann wird „der Leib der Sünde“ zerstört und verschwunden sein. Für die Gläubigen ist er bereits jetzt „abgetan“ worden. Das bedeutet nicht, dass die Sündennatur aus unserem Körper entfernt worden wäre, sondern dass das ganze System der Sünde in seiner Gesamtheit für uns besiegt worden ist. Folglich müssen wir nicht mehr von der Macht der Sünde kontrolliert werden. Diese Aufhebung hat den Christen den Weg geebnet, vom Diktat des alten Herrn (der Sünde) befreit zu werden und somit von nun an „der Sünde nicht mehr dienen“ zu müssen. Paulus schließt:

Vers 7

Röm 6,7: Denn wer gestorben ist, ist freigesprochen von der Sünde.

J.N. Darby sagt:

Die Aussage „Wer gestorben ist, ist freigesprochen von der Sünde“ bedeutet meines Erachtens eher: „Einem Toten kann man keine Sünde, keinen Eigenwillen, keine Begierde vorwerfen.“ Das trifft auf uns zu, wenn wir tot sind.[14]

Wenn wir also mit Christus tot sind, wurden wir ehrenhaft von unserem alten Herrn, der Sünde entlassen.

Die Bedeutung der Auferstehung Christi kennen

Der dritte Punkt, den jeder Gläubige kennen sollte, ist die Bedeutung der Auferstehung Christi. Paulus sagt:

Verse 8-10

Röm 6,8-10: 8 Wenn wir aber mit Christus gestorben sind, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden, 9 da wir wissen, dass Christus, aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn. 10 Denn was er gestorben ist, ist er ein für alle Mal der Sünde gestorben; was er aber lebt, lebt er Gott.

Für einen kurzen Augenblick hatte der Tod die Herrschaft über den Herrn. Das nur, weil sein Vater Ihn berufen hatte, sein Leben hinzugeben, und Er tat es im Gehorsam (Phil 2,8; Joh 10,17.18). Wie wir bereits erwähnt haben, ist Er der Sünde gestorben und hat damit die ganze Ordnung der Dinge hinter sich gelassen. Aber als der Herr von den Toten auferweckt wurde, trat Er in eine neue Sphäre des Lebens ein, in der Er „für Gott“ lebt. Mit der Aussage, dass „wir auch mit ihm leben werden“, weist Paulus auf Folgendes: Da das Haupt des neuen Geschlechts in der Sphäre des Auferstehungslebens lebt, ist diese Sphäre auch für uns offen, damit wir durch den Glauben darin leben. In der Tat ist dies die eigentliche Lebenssphäre des Christen. Dies zu verstehen ist wesentlich für die Befreiung von der Sünde. Wenn wir praktisch in der Sphäre des ewigen Lebens leben, die uns jetzt offensteht, kann die Sünde ihre Macht in unserem Leben nicht behaupten.

Unser Dafürhalten

Nachdem Paulus diese lehrreichen Tatsachen bezüglich der Befreiung dargestellt hat, geht er zum nächsten Punkt über: zur Abrechnung des Glaubens. Er sagt:

Vers 11

Röm 6,11: So auch ihr, haltet dafür, dass ihr der Sünde tot seid, Gott aber lebend in Christus Jesus.

Dies ist die erste Ermahnung im Brief, und wie alle Ermahnungen bringt sie unsere Verantwortung ins Spiel. Gott möchte, dass wir in dieser Angelegenheit verantwortungsbewusst handeln. Wir sollen uns auf die Tatsachen verlassen, die durch unseren Glauben feststehen. Das heißt, wir sollen uns auf das stützen, was wir wissen. Deshalb ist Kenntnis so wichtig. Wenn wir eine falsche oder fehlende Erkenntnis haben, können wir uns auch nicht in der richtigen Haltung befinden. Wenn wir aber die richtige Erkenntnis haben, dann wird das Dafürhalten, zu dem dieser Vers aufruft, für uns klar.

Wie in unseren Kommentaren zu Römer 4,1-5 erwähnt, ist mit „rechnen“ auch gemeint: „etwas für … halten, etwas … beurteilen als, dafürhalten“. Wir müssen diese Dinge zunächst einmal in unserem Denken auf uns selbst anwenden. Wir sollen denken und glauben, dass das, was für Christus gilt, auch für uns gilt. Die Verbindung zwischen Christus und der Sünde wurde ist den Tod gelöst worden. Aufgrund unserer Einsmachung mit Ihm sind wir berechtigt, uns als „der Sünde tot“ und somit auch unsere Verbindung mit der Sünde als gelöst zu betrachten! Folgendes veranschaulicht diesen Umstand: Es ist wie bei einem Mann, der einem anderen Mann eine große Summe zahlt, damit er an seiner Stelle in den Krieg zieht. Als dieser Mann in der Schlacht fällt, schreibt die Regierung ihm, er müsse nun in den Krieg ziehen. Daraufhin schreibt er zurück, dass er nicht gehen könne, weil er tot sei. Er erkannte, dass er das Recht hatte, sich als tot zu betrachten, weil sein Stellvertreter gestorben war.

Dieses Dafürhalten in Römer 6,11 sollte nicht mit „wird … gerechnet“ in Römer 4,5 verwechselt werden; dieser Vers bezieht sich auf eine Zurechnung, die in Gottes Augen stattfindet, wenn wir an das Evangelium glauben. Hier in Römer 6,11 geht es um das, was in den Gedanken der Gläubigen angesichts des Todes Christi bezogen auf die Sünde geschieht. Die Geschichte von Isaak und Ismael veranschaulicht dies. Isaak ist ein Bild für Christus und Ismael ist ein Bild für das Fleisch. Als Isaak seinen rechtmäßigen Platz als Sohn in Abrahams Haus erhielt, wollte Gott Ismael nicht mehr als Abrahams Sohn anerkennen (1Mo 21). Danach nannte er Isaak Abrahams „einzigen Sohn“, obwohl Ismael noch am Leben war (1Mo 22,2.12.16)! Dies veranschaulicht, dass Gott die erste Ordnung des Menschen, die des Fleisches, im Gläubigen nicht mehr anerkennt. Da dies der Fall ist, sind wir berechtigt, es auch so zu sehen. Wir sollen also mit Gott über diese Tatsache abrechnen. Ein Gläubiger könnte sagen: „Aber in mir ist die Sünde nicht tot.“ Doch der Apostel sagt nicht, dass die Sünde in uns tot ist; er sagt, dass wir für die Sünde tot sind. Die Natur der Sünde ist immer noch in uns und wird uns weiterhin locken, aber wir sollen uns als tot für die Sünde halten. Wir sind tot und daher von ihr getrennt. Das bedeutet: Wir sollen uns als getrennt und abgesondert von der Sünde (dem bösen Prinzip) betrachten, auch wenn die Natur der Sünde noch in uns ist.

Einige, die das lesen, was Paulus hier sagt, denken: „Jetzt verstehe ich es; ich muss der Sünde sterben, damit Christus in mir leben kann!“ Aber das ist nicht das, was er lehrt. Er ermahnt uns nicht, der Sünde zu sterben. Er sagt, dass wir der Sünde tot sind – dass wir von ihr getrennt sind. Das ist eine vollendete Tatsache, nicht etwas, was wir durch einen Prozess der Selbstdisziplin usw. erreichen müssen. J.N. Darby bemerkt:

In der Schrift wird nie gesagt, wir müssten der Sünde sterben.[15]

Wir sollten auch nicht denken, dass die Anwendung der Wahrheit unserer Einsmachung mit dem Tod Christi eine Sache ist, bei der wir uns selbst etwas vormachen; es ist der Glaube an etwas, was vor Gott tatsächlich wahr ist. Gott hat die Sünde verurteilt, und Er sieht uns nicht mehr als mit der Sünde einsgemacht. Wir sollen also glauben, was Er sagt, und danach handeln.

Das Dafürhalten hat, wie wir wissen, mit unserem Denken zu tun. Paulus zeigt uns hier, dass wir aus der richtigen Perspektive heraus denken müssen. Wenn eine Versuchung auftaucht und die sündige Natur in uns darauf reagieren möchte, sollen wir nicht mehr aus der Perspektive des alten Menschen denken, sondern aus der, die wir unter Christus haben. Wir haben das Recht, die Sünde als etwas zu betrachten, was nicht zu uns gehört. Wir können sagen, und zwar wahrheitsgemäß: „Ich will das Böse nicht …“, denn die neue Natur in uns will es sicher nicht. (Wenn wir jedoch zulassen, dass das Fleisch handelt, müssen wir Gott, unserem Vater, unsere Sünde in wahrer Buße bekennen. Er wird uns die Gemeinschaft mit sich selbst wiedergeben; 1Joh 1,9.)

Der ungläubige Mensch in der Welt versteht dieses Prinzip nicht. Er würde uns sagen: „Ihr belügt euch nur selbst, weil ihr diese bösen Dinge genauso wollt wie jeder andere Mensch auch.“ Aber es ist kein mentaler Trick. Paulus trägt uns nicht auf, uns selbst etwas vorzumachen. Es geht einfach darum, zu glauben, was Gott über uns sagt, und aus dieser Perspektive zu denken.

Paulus sagt auch, dass wir für „Gott lebend sind in Christus Jesus“. Das zeigt, dass wir ein Privileg haben. Wir dürfen uns als lebendig mit Christus in dieser neuen Sphäre des Lebens betrachten, in der Er für Gott lebt. Wir haben ein neues Leben von Gott, das der Sphäre des Lebens entspricht, in der Christus durch die Auferstehung ist. Daher sollen wir dort in Gemeinschaft mit Gott leben und aus der Perspektive des neuen „Ich“ denken. Dies ist ein Vorrecht, das wir aufgrund dieser großen Wahrheit haben.

Vers 12

Paulus fährt fort und sagt:

Röm 6,12: Also herrsche nicht die Sünde in eurem sterblichen Leib, um seinen Begierden zu gehorchen.

Wir können die Sünde nicht daran hindern, in der Welt zu herrschen, wo sie der Herr aller Dinge ist. Aber aufgrund dessen, was durch den Tod Christi geschehen ist, müssen wir sie nicht in unserem Leben „herrschen“ lassen. Er sagt nicht: „Lasst die Sünde nicht in eurem sterblichen Leib wohnen“ – denn wir werden die alte Sündennatur nicht loswerden, bis der Herr kommt. Vielmehr sagt er: „Die Sünde soll nicht in unserem sterblichen Leib herrschen.“ Das zeigt: Gott hat uns ein Mittel zur Befreiung von der Sünde zur Verfügung gestellt durch die Grundsätze, die Paulus uns gegeben hat, der Sünde jegliche Rechte über uns zu verweigern. Der Gläubige hat jetzt die Zügel in der Hand. Er kann wählen, in welchem Zustand oder in welcher Sphäre er leben will. Daher ist er dafür verantwortlich, der Sünde nicht zu erlauben, seinen Körper für ihre Begierden zu benutzen. Wir haben also keine Entschuldigung dafür, dass wir die Sünde in unserem Leben herrschen lassen. Paulus erwähnt, dass unser Körper „sterblich“ ist, was bedeutet, dass er dem Tod unterworfen ist. Aber es kommt der Tag (die Entrückung), an dem „dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen“ wird (1Kor 15,53). Dann werden wir frei sein von der Sündennatur und allen Auswirkungen, die die Sünde in unserem Körper hinterlassen hat.

Sich Gott darstellen – durch das Prinzip der Ersetzung

Vers 13

Wir könnten fragen: „Wie kann uns das Denken aus der Perspektive des neuen Ich vor der Versuchung bewahren, wenn sie uns überfällt?“ Es ist richtig, dass es nicht ausreicht, bestimmte Punkte der Lehre zu kennen und richtig zu denken. Man muss sich Gott darstellen. Paulus sagt:

Röm 6,13: Stellt auch nicht eure Glieder der Sünde dar zu Werkzeugen der Ungerechtigkeit, sondern stellt euch selbst Gott dar als Lebende aus den Toten und eure Glieder Gott zu Werkzeugen der Gerechtigkeit.

Hier führt er das Prinzip der Ersetzung ein. Er sagt, dass wir zu den „Lebenden aus den Toten“ gehören und dass wir in dieser neuen Sphäre des Lebens, die uns durch die Auferstehung Christi eröffnet wurde, für Gott leben und in der Kraft dieses Lebens das Fleisch ablehnen können. Wir müssen die „Glieder“ unseres Körpers (unsere Ohren, Augen, Hände, Füße usw.) nicht mehr den Begierden des Fleisches überlassen. Wenn wir in dieser Sphäre des Lebens in Gemeinschaft mit Gott leben, mit dem, was wir in Christus haben, werden wir die Kraft haben, dem Fleisch zu widerstehen. In Römer 8 zeigt Paulus uns, dass diese Kraft nicht das Ergebnis unserer persönlichen Bemühungen ist, das Fleisch zu verdrängen. Der Heilige Geist in uns wirkt, um ihm entgegenzuwirken.

Beachte: Wir sollen uns darstellen „als Lebende aus den Toten“ – das heißt aus der Perspektive des Lebens in dieser neuen Sphäre des Lebens mit Gott. Wenn wir versuchen, uns „als Werkzeuge der Gerechtigkeit dazustellen“, aber gleichzeitig unser Leben im alten Adamzustand leben, werden wir kläglich versagen. Wir denken dabei an einen Bruder, der mit den Begierden des Fleisches kämpfte, die sein Leben beherrschten. Er beklagte sich darüber, dass die Befreiung vom Fleisch, die das Christentum verspricht, nicht funktionieren würde. Im Grunde gab er Gott die Schuld, etwas veheißen zu haben und diese Verheißung in seinem Leben nicht so zu erfüllen, wie er es für richtig hielt. Aber als man sein Leben betrachtete, stellte man etwas fest: Er umgab sich mit fast allen erdenklichen irdischen und weltlichen Gegenständen und Aktivitäten – mit weltlichen Büchern, Zeitschriften, Videos, Musik, Spielen, Begleitern usw. Er lebte jeden Tag von morgens bis abends in diesem Umfeld. Offensichtlich bestand sein Problem darin, dass er immer noch in dem alten Adamzustand (oder in der Sphäre des Lebens des alten Adam) lebte, von dem der Christ erklärtermaßen tot und getrennt ist – und er erwartete, frei von dem Einfluss und der Herrschaft der Sünde zu sein! Er tat genau das, was wir laut Paulus nicht tun sollten (Röm 6,1.2): Er lebte nach seiner Errettung weiter in der Sünde (dem Zustand). Das Fleisch setzte sich in seinem Leben durch und er erlebte einen „Machtverlust“. Das war somit kein Wunder.

Wenn wir uns jedoch mit der Glückseligkeit dessen beschäftigen, was uns in dieser neuen Sphäre des Lebens in Gemeinschaft mit Gott gehört, werden wir nicht von der Sünde beherrscht werden. Dieser neue Zustand, in dem Christus für Gott lebt, ist gekennzeichnet durch das, „was des Geistes ist“ (Röm 8,5). Das sind geistliche Dinge, die mit den Interessen Christi zu tun haben. Es sind Dinge wie: die Schrift lesen; beten; an christlichen Zusammenkünften zur Anbetung und zum Dienst teilnehmen; Loblieder und geistliche Lieder singen; christliche Literatur lesen; Vorträge hören; die Wahrheit lehren; das Evangelium weitergeben; über geistliche Dinge nachdenken, während wir unseren täglichen Pflichten nachgehen; dem Herrn mit guten Werken dienen; Besuche machen usw. Wenn wir in dieser Sphäre leben, wird die Kraft des Geistes deutlich werden und das Fleisch in Schach halten (Röm 8,2).

Das Prinzip der Ersetzung ist also das Geheimnis der moralischen Kraft. Dieses Prinzip findet sich an mehreren Stellen in der Heiligen Schrift. Zum Beispiel: „Rahm und Honig wird er essen, damit er weiß, das Böse zu verwerfen und das Gute zu erwählen“ (Jes 7,15). Rahm und Honig waren gute Dinge, die mit dem Erbe Israels verbunden waren (2Mo 3,8; 5Mo 11,9). Sie sind ein Sinnbild für den geistlichen Reichtum unseres himmlischen Erbes (1Pet 1,4). Wenn man diese Dinge genießt, kann man das Böse meiden. In Galater 5,16 heißt es: „Wandelt im Geist, und ihr werdet die Lust des Fleisches nicht vollbringen.“ Das heißt, wenn wir in unserer eigentlichen christlichen Sphäre des Lebens leben („im Geist“), wird die Kraft des Geistes das Fleisch in Schach halten.

Das Wort „darstellen“ wird in diesem Vers zweimal erwähnt, im Griechischen jedoch jedes Mal in einer anderen Zeitform. Die eine ist eine Gegenwartsform oder eine fortlaufende Zeitform: „Stellt auch nicht eure Glieder der Sünde dar zu Werkzeugen der Ungerechtigkeit.“ Das bedeutet, dass wir zu keiner Zeit daran denken sollen, der Sünde nachzugeben. Die andere Zeitform ist der Aorist, der sich auf etwas bezieht, was ein für alle Mal getan werden soll: „Stellt euch selbst Gott dar.“ Dies sollte ein einziger vollendeter Akt sein. („Euch selbst“ würde unseren Geist, unsere Seele und die Glieder unseres Leibes usw. einschließen.) Es gibt also etwas, was wir täglich tun sollten, nämlich die Glieder unseres Leibes nicht mehr als Werkzeuge der Ungerechtigkeit „darzustellen“. Und es gibt auch etwas, was wir ein für alle Mal getan haben sollten – nämlich uns selbst und unsere Glieder als Werkzeuge der Gerechtigkeit „darzustellen“.

Vers 14

Röm 6,14: Denn die Sünde wird nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade.

Paulus schließt mit der nachdrücklichen Feststellung: „Denn die Sünde wird nicht über euch herrschen.“ Das heißt: „Die Sünde soll nicht Herr über euch sein.“ Dies ist eine Verheißung. Es geht nicht darum, was sein könnte oder was wir zu haben hoffen, sondern was wir in unserem Leben haben werden, wenn wir diese Grundsätze der Befreiung auf uns anwenden. Paulus fügt noch etwas hinzu: „Denn ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade.“ Das Gesetz ist ein System der Forderung, aber die Gnade ist ein System des Angebots. Gott verlangt von den Gläubigen nicht die Kraft, recht zu wandeln, weil Er weiß, dass wir sie nicht haben. Deshalb gibt Er sie uns!

Die Forderungen des Gesetzes setzen voraus, die Kraft zu haben, seine Gebote zu befolgen – und wir denken vielleicht (fälschlicherweise), diese Kraft zu haben. Aber die Gnade setzt voraus, dass wir überhaupt keine haben. Sie lehrt uns: Wenn wir im Auferstehungsleben in der Kraft des Heiligen Geistes leben – in der Sphäre der Dinge, in der Christus für Gott lebt –, erhalten wir seine siegreiche Kraft anstelle unserer eigenen völligen Hilflosigkeit.

„Renne und lebe“, befiehlt das Gesetz,
doch gibt es mir weder Beine noch Hände;
weit bessere Nachricht bringt das Evangelium,
es fordert mich auf zu fliegen und schenkt mir die Flügel dazu.[16]

Folgende grundlegende Lektion müssen wir aus diesem Abschnitt lernen: Wahre Heiligkeit kann in unserem Leben nicht durch unsere eigenen Anstrengungen erreicht werden, sondern durch die Kraft der Gnade, die in uns wirkt. H. Smith sagt:

Unter der Gnade zu stehen, bringt uns nicht nur Segen, sondern stärkt uns und befähigt uns zur Überwindung.[17]

Ein unnachgiebiger Mensch ist immer in Gefahr zu sündigen, aber ein nachgiebiger Mensch wird durch die Gnade Gottes gestärkt.

Befreiung kann also nur durch das Prinzip der Verdrängung erfolgen. Zusammenfassend hatten wir in der ersten Hälfte von Römer 6 drei Dinge vor uns:

  • von Gott lernen (Röm 6,1-11)
  • sich mit Gott in einer bestimmten Haltung befinden (Röm 6,12)
  • sich Gott darstellen (Röm 6,13.14)

Knechte der Sünde oder Knechte der Rechtschaffenheit?

Die Sünde hat in der Vergangenheit die Herrschaft über uns übernommen, aber durch die Anwendung dieser Grundsätze muss das nicht mehr so sein. Wir müssen jedoch verstehen: Die Befreiung von der Sünde ist kein Automatismus. Wie Paulus in Römer 6,11-13 gezeigt hat, möchte Gott, dass wir in dieser Angelegenheit Verantwortung übernehmen. Die große Frage, die sich uns stellt, lautet daher: „In welchem Zustand oder in welcher Sphäre des Lebens will ich leben, jetzt, wo ich Christ bin?“ Wenn mir durch den Tod und die Auferstehung Christi eine neuee Sphäre des Lebens eröffnet worden ist (Röm 6,11), warum sollte ich dann in der alten Sphäre leben wollen, aus der Christus mich errettet hat? Bin ich nicht fertig mit dieser ganzen Lebensordnung in der Welt, die von Gott verurteilt worden ist? Wie kann ich an dieser gesetzlosen Szene Gefallen finden, obwohl Christus gestorben ist, um meine Verbindung mit ihr zu beenden?

Ein Christ, der sich dafür entscheidet, in diesem alten Zustand zu leben und dort Vergnügen und Befriedigung zu suchen, zeigt seine Unkenntnis (oder seinen Unglauben) darüber, was das Wort Gottes über das Fleisch sagt. In diesem Abschnitt lehrt uns Paulus, das Fleisch als Feind zu erkennen, der noch nicht vernichtet wurde, obwohl es verurteilt („abgetan“, Röm 6,6) ist. Außerdem lehrt er, dass der Teufel durch das Fleisch, wenn es möglich ist, eine Gelegenheit sucht, das Leben des Gläubigen zu kontrollieren und ihn zu allen möglichen Sünden zu bringen. Es ist eine Tatsache: Wenn wir uns entscheiden, in diesem alten Zustand zu leben, wird das Fleisch in uns aufsteigen und unser Leben übernehmen. „Das Fleisch nützt nichts“ (Joh 6,63). Jeder Christ muss das lernen – und zwar richtig lernen – und aufhören, in dieser Sphäre nach etwas zu suchen, was sein Herz befriedigt. Es ist eine gefährliche Sphäre, um dort geistlich leben zu wollen, und sicherlich keine, in der Gott uns haben will. Es wird zu unserem geistlichen Untergang führen.

Gläubige akzeptieren diese Wahrheit im Allgemeinen nur langsam und müssen daher aus Erfahrung lernen, dass das, was Gott über das Fleisch sagt, wahr ist. In dieser nächsten Reihe an Versen zeigt Paulus die praktische Heiligung im Leben eines Gläubigen als fortschreitenden Prozess auf.

Vers 15

Röm 6,15: Was nun, sollten wir sündigen, weil wir nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade sind? Das sei ferne!

Paulus befasst sich nun mit der Frage, ob Gläubige sich für die Sünde entscheiden, weil sie unter der Gnade stehen. Er stellt eine ähnliche Frage wie in Römer 6,1: „Was nun, sollten wir sündigen, weil wir nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade sind?“ Er antwortet darauf auf dieselbe Weise wie auf die Frage in Vers 1: „Das sei ferne!“ Die Gnade Gottes ist in keiner Weise dazu gedacht, Christen zur Sünde zu ermutigen. Ein solcher Gedanke ist völlig unlogisch. Wie können wir den Herrn loben und Ihm dafür danken, die Qualen des Gottesurteils am Kreuz erlitten zu haben, um für unsere Sünden zu bezahlen, und gleichzeitig weiter dieselben Sünden begehen? Das sollte jedem rechtschaffenen Gläubigen ein Gräuel sein. Christen können auf dem Weg des Glaubens versagen und sündigen, und wenn sie das tun, richten sie sich selbst in Buße und stehen auf und gehen weiter (1Joh 1,9; Spr 24,16). Aber absichtlich zu sündigen, weil wir unter der Gnade stehen, ist kein normales Christsein. Es wirft die Frage auf, ob die Person, die einen solchen Weg verfolgt, das Evangelium, das sie zu glauben bekennt, wirklich verstanden hat. Eine Person, die einen solchen Kurs rechtfertigt, ist in der Regel überhaupt nicht errettet.

Wir könnten uns fragen, warum Paulus sich die Zeit nimmt, sich mit dieser Frage zu befassen, wenn jeder nüchtern denkende Christ nicht einmal auf die Idee dazu kommen würde. Wir müssen jedoch bedenken, dass Paulus sich mit den Einwänden der judaisierenden Lehrer auseinandersetzt, die Gegner der Lehre von der Rechtfertigung durch den Glauben waren. Sie waren Gesetzestreue, die glaubten, die Verkündigung des von Paulus gepredigten Evangeliums („Einmal errettet, immer errettet“, wie sie sagen) würde die Christen zu Laxheit und Sünde ermutigen. Ihr Heilmittel bestand darin, die Gläubigen unter das Gesetz zu stellen und sie zu veranlassen, die Heiligkeit zu vervollkommnen, indem sie sich an dessen Forderungen halten. Sie glaubten, die Christen würden vorsichtiger und eifriger sein, aufrichtig zu leben, wenn sie weiterhin mit der Angst leben, ihr Heil zu verlieren, wenn sie sündigten.

Diese Vorstellung zeugt jedoch von einer Unkenntnis dessen, was das Gesetz ist und was es tun kann und was nicht. Einfach ausgedrückt: Das Gesetz kann ein heiliges Leben verlangen, aber es kann es nicht bewirken. Dazu wurde es nicht gegeben. Selbst wenn ein heiliges Leben durch das Halten des Gesetzes hervorgebracht werden könnte, würde es dennoch sein Ziel verfehlen. Gottes Ziel ist es, eine aufmerksame und liebevolle Gemeinschaft zwischen Ihm und denen zu schaffen, die eine Beziehung zu Christus haben, die von der Liebe motiviert ist (Joh 14,15; 15,9; 2Kor 5,14). Gesetzlichkeit wird dies nicht erreichen. Unter dem Diktat des Gesetzes wird das Christentum zu einem weltlichen Regelwerk, das die Herzen derer, die unter einem solchen System stehen, unberührt lässt. All diese Mittel erzeugen keine Zuneigung zu Christus noch fördern sie eine innige Beziehung zu Ihm.

Eine Illustration der Macht der Gnade

Es ist klar: Diejenigen, die solche Vorstellungen haben, verstehen nicht die Macht der Gnade – Gottes unverdiente Gunst dem Menschen gegenüber. Wenn Gottes Gnade die Herzen seines Volkes berührt, bewirkt ihre große Macht eine Veränderung in ihrem Leben. Sie bewirkt, dass die Menschen Christus liebevoll zugetan sind und den Wunsch haben, Ihm zu gefallen. Eine Geschichte, die George Cutting (1843–1934) in seinem Büchlein Peace; Is It Yours? erwähnt, veranschaulicht die Macht der Gnade. Wir geben sie hier wieder:

Ein Hausmädchen ist mit seiner täglichen Arbeit im Esszimmer ihres Herrn beschäftigt. Während sie den Kaminsims abstaubt, bemerkt sie nicht, wie sich ihr Staubtuch in einer kostbaren Vase verfängt. Als sie es scharf wegzieht, reißt sie die Vase mit. Diese fällt auf den Herd und zerschmettert in tausend Teile! Sie weiß sehr wohl, wie ihr Herr darüber denken wird, denn es handelt sich nicht nur um ein wertvolles Kunstwerk, sondern auch um ein Familienerbstück, das seit Generationen weitergegeben wird. Wie sehr schämt sie sich für ihre Unachtsamkeit. Als die Salonglocke sie zu ihm ruft, fragt sie sich: „Wie kann ich meinem Herrn nur gegenübertreten?“ Mit schwerem Herzen und großem Zittern folgt sie dem Ruf.

Kaum ist sie eingetreten, sagt ihr Herr: „Ihre Herrin und ich sprachen gerade über Sie. Wir möchten Ihnen mitteilen, dass wir beschlossen haben, Ihnen eine Woche Urlaub zu gewähren.“ – „Danke, Herr, aber haben Sie vergessen, dass ich dieses Jahr schon Urlaub hatte.“ – „Das vergessen wir nicht, aber wir möchten Ihnen eine besondere Woche schenken.“ Dann hält er seine Hand hin und sagt: „Bitte nehmen Sie dieses Geldstück. Es wird Ihnen helfen, Ihren Urlaub besser zu genießen.“

„Oh, mein Herr“, sagt sie und bricht in Tränen aus, „ich kann weder das Geldstück noch den Urlaub annehmen. Ich bin sicher, dass Sie mir weder das eine noch das andere anbieten werden, wenn Sie erfahren, was ich getan habe. Ich habe in meiner Unachtsamkeit die schöne Vase zerbrochen, die auf dem Kaminsims im Esszimmer stand.“ – „Ich weiß es“, sagt er. „Ich bin zufällig am Fenster vorbeigegangen und habe gesehen, wie es passierte. Aber obwohl wir beide den Verlust sehr bedauern, hatten wir schon lange den Wunsch, Ihnen unsere Wertschätzung besonders zu zeigen, und wir sind der Meinung, dies wäre ein sehr guter Zeitpunkt dafür.“

Glauben wir, dass diese neue und unerwartete Erfahrung der Freundlichkeit ihres Herrn sie in Zukunft nachlässiger in ihrer Arbeit machen wird? Nein, nein, ganz im Gegenteil.[18]

Die Gnade, die dem Hausmädchen entgegengebracht wurde, würde sie fleißiger und gewissenhafter bei ihrer Arbeit machen.

Ähnlich verhält es sich, wenn wir uns die Zeit nehmen, über die unglaubliche Gnade nachzudenken, die uns von Gott erwiesen wurde, der uns errettet und reicher gesegnet hat als jedes andere Geschöpf im Universum (einschließlich der Engel). Dann wird dies zu einer Hingabe für Christus führen. Es wird der Wunsch entstehen, demjenigen, der uns so sehr gesegnet hat, etwas zurückzugeben, indem wir Ihm auf jede erdenkliche Weise gefallen wollen. In diesem Sinn sagte der Psalmist: „Wie soll ich dem HERRN alle seine Wohltaten an mir vergelten?“ (Ps 116,12). Die tägliche Betrachtung der Gnade Gottes führt also zu dem täglichen Wunsch, Ihm zu gefallen. Das ist etwas, was kein Rechtssystem leisten kann. Paulus weist in Titus 2,11.12 auf die praktische Kraft der Gnade hin, die in den Herzen der Gläubigen wirkt: „Denn die Gnade Gottes ist erschienen, Heil bringend für alle Menschen, und unterweist uns, damit wir, die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnend, besonnen und gerecht und gottselig leben in dem jetzigen Zeitlauf.“ Gottes Gnade rettet uns nicht nur vor dem Gericht unserer Sünden, sondern sie lehrt uns auch, uns von einem gottlosen Leben abzuwenden, weil wir in Christus etwas Besseres haben.

Der Rechtschaffenheit dienen

Vers 16

In den nächsten Versen sagt uns Paulus etwas, was jeder Christ über Sünde und praktische Gerechtigkeit wissen muss. Er sagt:

Röm 6,16: Wisst ihr nicht, dass, wem ihr euch darstellt als Sklaven zum Gehorsam, ihr dessen Sklaven seid, dem ihr gehorcht: entweder der Sünde zum Tod oder des Gehorsams zur Gerechtigkeit?

Dies zeigt, dass sowohl die Ausübung der Sünde als auch die Ausübung der Gerechtigkeit eine fesselnde Macht haben. Wenn wir einem von beiden nachgeben, geraten wir unter dessen Macht – zum Schlechten oder zum Guten. Wenn wir uns als Christen dafür entscheiden, im alten Adamzustand (in der alten Sphäre des Lebens) zu leben und dem Ruf der Sündennatur zu folgen, hat das ernste Konsequenzen. Wir geraten unter die Macht der Sünde und werden Sklaven der Sünden, da wir sie zulassen! Der Herr Jesus lehrte dies seine Jünger. Er sagte: „Jeder, der die Sünde tut, ist der Sünde Knecht“ (Joh 8,34). Dies ist ein universeller Grundsatz, der für die gesamte Menschheit gilt. Er gilt für einen Gläubigen ebenso wie für einen Ungläubigen. Indem wir uns für die Sünde entscheiden, tun wir unserer eigenen Seele Unrecht (Spr 8,36).

Jeder Christ muss lernen – und sei es durch die Züchtigung des Herrn –, dass die „Freiheit“ des Evangeliums (Röm 6,18) nicht die Freiheit zur Sünde ist, sondern die Freiheit von der Sünde. Gott will uns von der Macht der Sünde befreien, damit wir seinen Willen tun können – nicht, damit wir weiter sündigen können! Das Evangelium verkündet Freiheit, nicht Zügellosigkeit. Wir sind durch unsere Verbindung mit Christus unter seinem Haupt von der ganzen Ordnung der Dinge unter Adam getrennt worden. Warum sollten wir dann daran denken, unser christliches Leben in diesem gesetzlosen Zustand zu leben, von dem wir getrennt worden sind, wenn wir wissen, dass er zur Knechtschaft führt? Wie bereits erwähnt: Wenn Christen sich für die Sünde entscheiden, ist es ein Ausdruck des Unglaubens bezüglich der Tatsache, dass „das Fleisch nichts nützt“ (Joh 6,63). Das Problem ist, dass wir immer noch glauben, es gäbe darin etwas Gutes, das zu unserem Glück und unserer Zufriedenheit beitragen würde. Und indem wir dem Fleisch nachgeben, werden wir von ihm verführt und geraten unter die Macht der Sünden, die wir begehen. Gott lässt dies zu und benutzt es als Züchtigung, um unsere falsche Einstellung zur Sünde zu korrigieren. Wir können dankbar sagen, dass es für einen solchen Gläubigen einen Ausweg durch Buße und Selbstgericht gibt. Aber den Ungläubigen bringen die Sünden, die er in seinem Leben zulässt, nur in noch größere Knechtschaft.

Wie bereits erwähnt, wirkt sich diese Knechtschaft auf beide Seiten gleichermaßen aus: „Entweder der Sünde zum Tod oder des Gehorsams zur Gerechtigkeit.“ Indem er sagt: „wem ihr euch darstellt“, personifiziert Paulus „Sünde“ und „Gerechtigkeit“ und betrachtet sie als zwei gegensätzliche Herren mit gegensätzlichen Knechtschaften. Welchem von beiden wir uns auch immer unterwerfen, wir werden zu Dienern. Wenn wir uns als Gläubige dem Herrn Jesus Christus, dem neuen Herrn (der Gerechtigkeit), unterwerfen, bilden wir neue und gute Gewohnheiten, die zur praktischen Heiligung führen. Paulus wird in Römer 6,19 mehr darüber sprechen. Eine ernste Sache ist hier zu bedenken: Obwohl wir uns in einer neuen Stellung vor Gott befinden – wo die Gnade durch die Gerechtigkeit regiert –, kann die Sünde praktischerweise immer noch unser Herr sein. Und zwar, wenn wir uns dafür entscheiden, im alten Adamzustand zu leben. Jeder Christ muss dies nüchtern bedenken.

Verse 17.18

Röm 6,17.18: 17 Gott aber sei Dank, dass ihr Sklaven der Sünde wart, aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Bild der Lehre, dem ihr übergeben worden seid! 18 Frei gemacht aber von der Sünde, seid ihr Sklaven der Gerechtigkeit geworden.

Paulus war überzeugt, dass die römischen Gläubigen, an die er schrieb, der Lehre „von Herzen gehorsam geworden“ waren, der sie „übergeben“ worden waren (d.h., sie glaubten die Wahrheit des Evangeliums). Somit war er sich sicher, dass sie daher in ihrer Stellung „frei von Sünde“ waren und sich als „Diener der Gerechtigkeit“ hingegeben hatten und die Kraft der Gnade beweisen, die in ihrem Leben wirkt und praktische Heiligung bewirkt – denn das ist das normale Christentum. Zur Kennzeichnung dieser beiden Knechtschaften verwendet Paulus achtmal das Wort „Sklaven“ (Röm 6,16-23).

Verse 19.20

Er demonstriert dann den progressiven Charakter des Wandelns in der Heiligkeit (praktische Heiligung). Er sagt:

Röm 6,19.20: 19 Denn ebenso wie ihr eure Glieder dargestellt habt als Sklaven der Unreinheit und der Gesetzlosigkeit zur Gesetzlosigkeit, so stellt jetzt eure Glieder dar als Sklaven der Gerechtigkeit zur Heiligkeit [Heiligung]. 20 Denn als ihr Sklaven der Sünde wart, da wart ihr Freie von der Gerechtigkeit.

Die römischen Gläubigen hatten einst Gesetzlosigkeit praktiziert (bevor sie errettet wurden) und waren dadurch nur noch gesetzloser geworden. Nun sollten sie Gerechtigkeit praktizieren. Das würde sie nach und nach heiliger werden lassen. Dies zeigt, dass es sich um eine fortschreitende Sache in beide Richtungen handelt. So wie ein Mensch, der Böses tut, immer böser wird („Gesetzlosigkeit zur Gesetzlosigkeit“), so wird auch ein Christ umso heiliger, je mehr er Gerechtigkeit übt („Gerechtigkeit zur Heiligkeit“).

In die andere Richtung wird ein Mensch nicht auf einmal zu einem Ungeheuer. Es kann Jahre dauern, bis er Sünde praktiziert. Er kann heute eine böse Tat begehen, vor der er vor fünf Jahren noch zurückgeschreckt wäre. Es wird berichtet, dass Nero in seinen frühen Tagen über das Töten einer Fliege weinte, aber seine Karriere mit einem Lachen beendete, während Rom brannte! Paulus will damit Folgendes sagen: Die Gerechtigkeit im Leben eines Gläubigen wirkt ebenso fortschreitend wie die Sünde in einem Menschen. Jedes Mal, wenn wir eine gute Tat vollbringen, wird es uns leichter fallen, sie wieder zu tun. Geo. Cutting sagt treffend:

Jeder neue Sieg wird dir neue Kraft geben.[19]

So „wachsen“ wir praktisch „zur Errettung“ (1Pet 2,2). Ein Kinderlied unterstreicht diesen Punkt:

Jeder Sieg wird dir helfen, einen anderen zu erringen.[20]

So befinden sich die Christen jetzt in einer neuen und glücklichen Knechtschaft. Sie sind „Knechte der Gerechtigkeit“.

Einen Unterschied sollten wir beachten: „Gerechtigkeit“ und „Heiligkeit“ ist nicht dasselbe. Gerechtigkeit ist, das Richtige zu tun, weil es richtig ist. Heiligkeit ist, das Richtige tun, weil man das Richtige liebt und das Böse hasst.

Verse 21.22

Röm 6,21.22: 21 Welche Frucht hattet ihr denn damals von den Dingen, über die ihr euch jetzt schämt? Denn ihr Ende ist der Tod. 22 Jetzt aber, von der Sünde frei gemacht und Gott zu Sklaven geworden, habt ihr eure Frucht zur Heiligkeit, als das Ende aber ewiges Leben.

Paulus schließt, indem er auf den bedeutenden Unterschied dieser beiden gegensätzlichen Knechtschaften hinweist. Er fordert die römischen Gläubigen auf, darüber nachzudenken, was das Ende ihres Weges gewesen wäre, bevor sie errettet wurden: „Welche Frucht hattet ihr denn damals von den Dingen, über die ihr euch jetzt schämt? Denn ihr Ende ist der Tod.“ Welchen Nutzen hatte dieser Weg? Er brachte nur den Tod hervor – in jeder Hinsicht. Aber jetzt sagt er ihnen, dass sie die großartigen und guten Ergebnisse betrachten sollen, die nun in ihrem Leben hervorgebracht wurden, da sie frei sind; es gab „Frucht zur Heiligkeit, als das Ende aber ewiges Leben“. Sie waren jetzt frei, den Willen Gottes in der Gemeinschaft mit Gott zu tun. Und der Weg, den sie jetzt beschritten, würde an einem kommenden Tag in Herrlichkeit enden. (Wie in Römer 5,21 sieht Paulus das „ewige Leben“ hier als etwas an, was wir am Ende des Glaubensweges erreichen, wenn wir in den Himmel kommen und verherrlicht werden. Natürlich haben wir auch jetzt schon, was der Apostel Johannes „ewiges Leben“ nennt; Joh 3,16.36 usw.)

Vers 22 ist eine Art Zusammenfassung der in Römer 6 dargelegten Wahrheit. Dort heißt es:

  • Wir sind „von der Sünde frei gemacht“.
  • Wir sind „Sklaven“ Gottes geworden.
  • Wir haben unsere „Frucht zur Heiligkeit“.
  • Das Ende ist „ewiges Leben“.

Vers 23

Die Schlussfolgerung des Ganzen lautet:

Röm 6,23: Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.

Wie bereits erwähnt, führt der eine Weg in den „Tod“, der andere ins „Leben“. „Der Lohn der Sünde“, der hier erwähnt wird, wird oft als Sünden (böse Taten) verstanden, die Menschen begehen. Evangelisten benutzen diesen Vers, um Sündern zu sagen, dass sie als Folge ihrer Sünden sterben und in die Hölle kommen werden. Aber wir müssen bedenken, dass es in diesem Abschnitt des Briefes nicht um Sünden geht, sondern um die Sünde, die böse Sündennatur im Gläubigen. Paulus hat bereits in Römer 5 den Tod im menschlichen Geschlecht nicht als das Ergebnis persönlicher Sünden dargestellt, sondern als das Ergebnis der Abstammung von einem gefallenen Haupt. Der Tod kann ein Kind holen, das erst einen Tag alt ist. Es ist klar: Der Tod hat das Kind nicht geholt, weil es sich der Sünde schuldig gemacht hat. Es hat eine Sündennatur und die Auswirkungen ihres Wirkens in seinem Körper haben den Tod verursacht. Auch Gläubige an den Herrn Jesus Christus, deren Sünden vergeben sind, sterben. Wenn ihre Sünden ihren Tod verursacht haben, könnten wir fälschlicherweise zu dem Schluss kommen, Gott hätte ihnen doch nicht vergeben! Zu diesem Vers sagt J.N. Darby:

Beachte, dass hier nicht an Sünder appelliert wird, wie diese Stelle manchmal gebraucht wird, sondern an die, welche schon befreit sind.[21]


Übersetzt aus The Epistle of Paul to the Romans. God’s Righteousness declared in the Gospel, displayed in His dispensational ways and demonstrated in practical life“
Surrey, Kanada (Christian Truth Publishing) 2015, First Edition, Version 1.1

Übersetzung: Tirza Winterhoff

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Anmerkungen

[1] R. Elliot, „Romans VI. Dead unto Sin. Servants to God. Fruit unto Holiness. Notes of an address“ in The Faith and the Flock, Jg. 3, 1911, S. 340.

[2] J.A. Trench, „Romans VI.11“ in Truth for Believers, Jg. 2, o.J., S. 78.

[3] H. Smith, „Baptism, an illustration of death to sin (vv. 6:3-5)“ in The Epistle to the Romans. An Expository Outline, 1935.

[4] F.B. Hole, „Römer 6“, Grundzüge des Neuen Testaments, Bd. 3: Römerbrief. Korintherbriefe, Hückeswagen (CSV) 1995, S. 40.

[5] F.B. Hole, „Römer 6“, Grundzüge des Neuen Testaments, Bd. 3: Römerbrief. Korintherbriefe, Hückeswagen (CSV) 1995, S. 39.

[6] J.N. Darby, „Comments on ‚The old Man’, ‚The new Man’, ‚I’“ in Food for the Flock, Jg. 2, 1875, S. 286.

[7] F.G. Patterson, Kapitel 5: „Why did God allow permit the Entrance of Evil?“ in A Chosen Vessel, S. 51.

[8] H.C.G.B., „Comments on the ‚Old Man’, etc.“ in Food for the Flock, Jg. 2, 1875, S. 287.

[9] G. Davison, „Kolosser 3,1-11“ in Precious Things, Jg. 3, 1958, S. 260.

[10] J.A. Trench, „Romans VI. 11“ in Truth for Believers, Jg. 2, o.J., S. 77, 83.

[11] J.N. Darby, Synopsis of the Books of the Bible. Betrachtung über Römer (Synopsis), Kommentar zu Kapitel 6. Quelle: bibelkommentare.de.

[12] E. Dennett, „A Scripture Study. „Death by sin,“ „sin dead,“ etc.“ in The Christian’s Friend and Instructor, Jg. 23, 1896, S. 182.

[13] In der KJV wird Philipper 3,21 mit „Leib der Niedrigkeit“ übersetzt, was im heutigen Englisch den Gedanken vermittelt, dass etwas ekelhaft und sündig ist. Als diese Übersetzung vor vierhundert Jahren angefertigt wurde, bedeutete vile jedoch „von geringem Wert“. (Vergleiche Jakobus 2,2.) Um dieses Missverständnis zu vermeiden, wurde es besser mit „unser Leib der Niedrigkeit“ übersetzt.

[14] J.N. Darby, „A man in Christ“ in Collected Writings, Bd. 7, S. 242. Auch in The Girdle of Truth, 1858.

[15] J.N. Darby, „Romans compared with other Epistles“ in Collected Writings, Bd. 34, S. 406.

[16] Aus: W. MacDonald, Kommentar zum Neuen Testament, Bd. 2, Bielefeld (CLV) 1989, S. 193.

[17] H. Smith, The Epistle to the Romans. An Expository Outline,1935. Kommentar zu Römr 6,14.

[18] Geo. Cutting, Peace: Is it Yours?, London (Stow Hill Bible & Tract Depot), S. 23–26.

[19] Geo. Cutting, Freedom from Sin – What is it?, Kingston-on-Thames (Stow Hill Bible and Tract Depot) o.J., S. 41.

[20] Aus dem Lied „Yield not to Temptation“. Text und Musik: Horatio Richmond Palmer (1834–1907), 1868: Each vict’ry will help you, some other to win.

[21] J.N. Darby, Synopsis of the Books of the Bible. Betrachtung über Römer (Synopsis), Fußnote zu Römer 6,23. Quelle: bibelkommentare.de.


Hinweis der Redaktion:

Die SoundWords-Redaktion ist für die Veröffentlichung des obenstehenden Artikels verantwortlich. Sie ist dadurch nicht notwendigerweise mit allen geäußerten Gedanken des Autors einverstanden (ausgenommen natürlich Artikel der Redaktion) noch möchte sie auf alle Gedanken und Praktiken verweisen, die der Autor an anderer Stelle vertritt. „Prüft aber alles, das Gute haltet fest“ (1Thes 5,21). – Siehe auch „In eigener Sache ...

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