Der Brief an die Hebräer (9)
Kapitel 9

David Willoughby Gooding

© CV Dillenburg, online seit: 19.08.2019, aktualisiert: 19.08.2019

Ein Priester im Himmel

Bei der Betrachtung des Hohenpriestertums unseres Herrn Jesus haben wir schon gesehen, dass das Hohepriestertum nach der Ordnung Melchisedeks in dreierlei Hinsicht dem Hohenpriestertum Aarons überlegen ist. Da ist erstens der Neue Bund, ein Bund, der dem Alten, unter dem Aaron diente, weit überlegen ist. Dann haben wir den Bereich, in dem der Priester Dienst tut. Aaron diente in einer mit Händen gemachten Hütte; unser HERR dient in der Hütte, die der HERR errichtet hat, nicht der Mensch. Und schließlich das Opfer: Jeder Priester muss etwas haben, das er darbringt; unser HERR ist den Priestern des Alten Testaments darin überlegen, dass Er ein Opfer für Sünden gebracht hat, das auf ewig genügt, während jene immer wieder opfern mussten.

Wir haben im letzten Kapitel den Neuen Bund vor Augen gehabt; jetzt wollen wir den Bereich betrachten, in dem der HERR für uns Seinen Dienst tut, und ihn vergleichen mit dem Bereich, in dem Aaron seinen Dienst tat.

Zunächst wird uns gesagt, dass zu jedem Bund eine Ordnung des Gottesdienstes gehört. Der erste Teil des Kapitels beschreibt den zur Stiftshütte gehörigen Dienst und seine Einrichtungen, so wie sie bis in die Zeit der Niederschrift dieses Briefes bestanden.

Die Stiftshütte

Es wird uns eine Hilfe sein, wenn wir zunächst die Einrichtungen des alttestamentlichen Gottesdienstes und ihre Gebote beachten, denn einige sind uns vielleicht nicht geläufig. Wir lesen zu diesem Zweck die Verse 1 bis 5.

Verse 1-5

Heb 9,1-5: 1 Es hatte nun zwar auch der erste Bund Satzungen des Dienstes und das Heiligtum, ein weltliches. 2 Denn eine Hütte wurde zugerichtet, die vordere – in der sowohl der Leuchter war als auch der Tisch und die Darstellung der Brote –, die das Heilige genannt wird; 3 hinter dem zweiten Vorhang aber eine Hütte, die das Allerheiligste genannt wird, 4 die ein goldenes Räucherfass hatte und die Lade des Bundes, überall mit Gold überzogen, in der der goldene Krug war, der das Manna enthielt, und der Stab Aarons, der gesprosst hatte, und die Tafeln des Bundes; 5 oben über ihr aber die Cherubim der Herrlichkeit, den Sühndeckel überschattend, worüber jetzt nicht im Einzelnen zu reden ist.

Die „vordere Hütte“ ist natürlich nichts anderes, als die vordere Abteilung derselben. Das Haus war zweigeteilt. Man trat durch den ersten Vorhang ein und befand sich im Heiligtum, wo eben der Leuchter und der Tisch standen. Dann hinter dem zweiten Vorhang (das, was wir gewöhnlich einfach den Vorhang nennen) war das Allerheiligste, und in jener inneren Hütte stand die Bundeslade.

Zwei Abteilungen

Verse 6.7

Heb 9,6.7: 6 Da nun dieses so eingerichtet ist, gehen zwar in die vordere Hütte allezeit die Priester hinein und verrichten den Dienst; 7 in die zweite aber einmal im Jahr allein der Hohepriester, nicht ohne Blut, das er für sich selbst und für die Verirrungen des Volkes darbringt.

Der Schreiber will aber jetzt nicht über alle Einrichtungsgegenstände der Stiftshütte sprechen. Ihm geht es um die Bedeutung der genannten Zweiteilung. Im Vers 6 sagt er, dass nun, da diese Dinge so eingerichtet sind, die Priester allezeit in die vordere Hütte hineingehen und den Dienst vollbringen. Nicht nur der Hohepriester, sondern alle Priester hatten beständigen Zugang zur vorderen Hütte. Sie gingen allezeit hinein und taten den Dienst.

Aber in das Allerheiligste, in die hintere Hütte also, ging allein der Hohepriester, und das nur einmal im Jahr, am großen Versöhnungstag, nicht ohne Blut, das er für sich selbst und für die Verirrungen des Volkes darbrachte.

Die vordere Hütte

Verse 8-10

Heb 9,8-10: 8 … wodurch der Heilige Geist dieses anzeigt, dass der Weg zum Heiligtum noch nicht offenbart ist, solange die vordere Hütte noch Bestand hat, 9 was ein Gleichnis auf die gegenwärtige Zeit ist, nach dem sowohl Gaben als auch Schlachtopfer dargebracht werden, die dem Gewissen nach den nicht vollkommen machen können, der den Gottesdienst ausübt, 10 der allein in Speisen und Getränken und verschiedenen Waschungen besteht, in Satzungen des Fleisches, auferlegt bis auf die Zeit der Zurechtbringung.

Das verstehen wir so weit gut. Aber was soll diese Zweiteilung bedeuten? Der Heilige Geist sagt es uns: Der Weg zum Heiligtum ist noch nicht geoffenbart, solange die vordere Hütte Bestand hat. Wenn wir diese Wahrheit begriffen haben, haben wir das System des alttestamentlichen Gottesdienstes begriffen. Der Heilige Geist zeigt hier an, dass, solange die vordere Hütte ihren eigenen Status hat, der Weg ins Allerheiligste noch nicht geoffenbart ist. Der Vorhang hinderte die Priester daran, ins Allerheiligste zu gehen, er unterteilte das Haus auch in zwei Abteilungen. Wenn man den Vorhang entfernte, bliebe nur eine Abteilung. Und damit wäre sofort auch der Weg ins Allerheiligste offen. Jetzt aber hing noch jener Vorhang, bestand noch die vordere Hütte, war also der Weg ins Allerheiligste noch nicht geoffenbart.

Wir werden weiter unten sehen, dass in der jetzigen Hütte ein wunderbarer Kontrast dazu besteht. Wir haben keine zwei Abteilungen, und da ist auch kein Vorhang; aus diesem Grund ist uns der Weg ins Allerheiligste geöffnet. Heute ist kein Vorhang, der Gott von Seinem Volk trennt.

Warum ein Vorhang?

Wir wollen uns zunächst diese Frage stellen: Warum musste im Alten Testament dieser Vorhang das Haus in zwei Abteilungen unterteilen? Warum musste der Weg ins Allerheiligste noch im Dunkeln liegen? Die Antwort wird uns in den Versen 9 und 10 gegeben: Unter der alttestamentlichen Gottesdienstordnung vermochten die Opfer die Aufgabe nicht vollkommen zu erfüllen. Denn wir lesen: „Welches ein Gleichnis ist. … nach welchem sowohl Gaben als Schlachtopfer dargebracht werden, die, dem Gewissen nach, den nicht vollkommen machen können, der den Gottesdienst übt, welcher allein in Speisen und Getränken und verschiedenen Waschungen besteht, in Satzungen des Fleisches, auferlegt bis auf die Zeit der Zurechtbringung.“ Es ist wichtig, dass wir verstehen, was diese Opfer nicht tun konnten: Sie konnten den Dienenden dem Gewissen nach nicht vollkommen machen. Beachtet, dass es nicht darum geht, dass er dem Charakter nach nicht vollkommen gemacht werden konnte; es ist allein eine Frage des vollkommenen Gewissens. Im alten System brachte man im Fall der Sünde sein Opfer, das Blut wurde ausgegossen, und der Priester hatte die Autorität, Vergebung zuzusprechen (3Mo 4,31). Das hieß aber nicht, dass man jetzt bleibend mit Gott in Ordnung war. Im nächsten Augenblick konnte man wieder sündigen, und der ganze Prozess mit dem Opfer etc. musste von vorn anfangen. Man konnte allenfalls beanspruchen, bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt Vergebung zu haben. Wie es aber am nächsten Tag, im nächsten Jahr oder am Lebensende aussehen würde, das musste immer offen und ungewiss bleiben.

Was das Gewissen betrifft, waren deshalb nicht einmal die Gläubigen in alttestamentlicher Zeit vollkommen. Das Gewissen konnte nie gewiss genug sein, um ein Eingehen in die unmittelbare Gegenwart Gottes zu erlauben. Weil Gott aber dennoch wollte, dass Sein Volk den Sünden zum Trotz eine gewisse Nähe zu Ihm kennen sollte, gebot Er in Seiner Freundlichkeit: „Hängt einen Vorhang in meinem Haus auf, damit meine unmittelbare Gegenwart verhüllt sei, so dass das Volk trotzdem nahekommen kann, obwohl sie außerhalb des Vorhangs bleiben müssen.“

So war es in alter Zeit. Die Priester konnten, obwohl ihr Gewissen nicht vollkommen war, ins Heiligtum eintreten, Räucherwerk und Fürbitte vor dem goldenen Altar darbringen, am Tisch und am Leuchter ihren Dienst tun. Das war gut und gnädig; aber Gott sei Dank, wir kennen heute eine bessere Ordnung!

Der Himmel

Verse 11-15

Heb 9,11-15: 11 Christus aber – gekommen als Hoherpriester der zukünftigen Güter, in Verbindung mit der größeren und vollkommeneren Hütte, die nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist, 12 auch nicht mit Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut – ist ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen, als er eine ewige Erlösung erfunden hatte. 13 Denn wenn das Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer jungen Kuh, auf die Verunreinigten gesprengt, zur Reinheit des Fleisches heiligt, 14 wie viel mehr wird das Blut des Christus, der durch den ewigen Geist sich selbst ohne Flecken Gott geopfert hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, um dem lebendigen Gott zu dienen! 15 Und darum ist er Mittler eines neuen Bundes, damit, da der Tod stattgefunden hat zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen die Verheißung des ewigen Erbes empfingen.

Wenn wir jetzt die Verse 11 bis 15 lesen, fallen uns die gesegneten Kontraste sofort auf. Christus, unser Hoherpriester, tut Seinen Dienst in einer Hütte, die nicht von dieser Schöpfung ist, die nicht zu dieser vergänglichen Welt gehört, die nicht aus den Stoffen dieser Welt gemacht ist. Er dient in der größeren und vollkommeneren Hütte. Und verglichen mit dieser größeren und vollkommeneren Hütte, die zum übernatürlichen Bereich gehört, zur Gegenwart Gottes selbst, nimmt sich das Gold und der Glanz in Aarons Hütte wie kindlicher Tand aus.

Und dann beachtet erneut: Sein Opfer hat uns ewige Erlösung gebracht. Er ist nicht mit Tierblut eingegangen, sondern mit Seinem eigenen Blut, und Er ist ein für alle Mal eingegangen, denn die Erlösung, die Sein Blut bewirkt hat, ist ewig – in ihren Auswirkungen. Daher ist der Weg zum Allerheiligsten auf ewig geöffnet. Wir brauchen nicht jedes Mal ein Opfer zu bringen, wenn wir eintreten wollen. Wir dürfen hinzutreten, sooft wir wollen, jederzeit, und dieses eine Opfer wird jedes Mal genügen, um uns in die unmittelbare Gegenwart Gottes zu bringen. Denn seht, sagt der Schreiber, die Opfer des Alten Bundes konnten das Fleisch reinigen; wie viel mehr wird das Blut Christi eure Gewissen reinigen!

Damals kam das Volk zu einem buchstäblichen Haus aus Holz und Gold und Stein und Silber. Die dazugehörigen Opfer vermochten das Fleisch zu reinigen. Wir nahen uns einem Haus, das geistlich ist. Wir treten vor Gott, der selbst Geist ist. Daher brauchen wir etwas, das nicht unser Fleisch, sondern unser Gewissen und unseren Geist reinigt, damit wir uns in der Gegenwart Gottes wohlfühlen. Wenn nun das alttestamentliche Opfer das Fleisch zu reinigen vermochte, wie viel mehr wird das Blut Christi, der sich durch den ewigen Geist ohne Flecken Gott geopfert hat, unser Gewissen reinigen.

Christus, unser Opfer

Lasst uns beachten, wie sorgfältig der Heilige Geist in diesem Abschnitt die Worte gewählt hat. In Kapitel 10 werden wir lesen, dass der Herr Jesus Seinen Leib geopfert hat, und wir werden dort sehen, wie wichtig es war, dass Er Seinen menschlichen Leib Gott opferte. Aber hier lesen wir, dass Er sich in der Kraft des ewigen Geistes opferte; denn unser Bedürfnis ist hier die geistliche Gemeinschaft mit Gott.

Gott ist Geist. Das will natürlich nicht besagen, Er sei ein leeres Nichts; im Gegenteil, Er ist die grundlegende Wirklichkeit. Gott ist Geist, und nur im Geist können wir mit Gott wahre Gemeinschaft haben. Aber die Sünde hat uns geistlich tot gemacht; wir waren tot in Sünden und Übertretungen. Nicht tot dem Leib nach, aber tot dem Geist nach. Wir hatten keine Gemeinschaft im Geist mit dem Vater der Geister (Heb 12,9). Um uns im geistlichen Bereich die Gemeinschaft zu ermöglichen, opferte sich Christus durch den ewigen Geist. Es war eine Tat und ein Opfer, das unendliche geistliche Kraft und Wirkung hat. Er opferte sich ein für alle Mal. Er trat in die menschliche Geschichte ein und erlitt den Kreuzestod an einem genau bestimmten Punkt in Zeit und Raum. Wir wollen Gott ewig dafür dankbar sein, dass Sein Tod ein historisches Ereignis ist. Gleichzeitig aber opferte Er sich durch den ewigen Geist, der keine zeitliche Begrenzung kennt. Das bedeutet, dass das Opfer Christi ewige, zeitlose Segnungen zur Folge hat. Wir werden mit Gott geistliche Gemeinschaft nicht nur in diesem, sondern auch im jenseitigen Leben haben. Und das wird beständig in der immerwährenden Bedeutung jenes durch den ewigen Geist ein für alle Mal gebrachten Opfers möglich sein.

Lasst uns noch etwas über die Auswirkungen nachdenken. Die alttestamentlichen Opfer, besonders das Opfer der roten jungen Kuh und die Asche derselben, heiligten zur Reinheit des Fleisches. In jener Zeit war es so, dass, wenn du unbeabsichtigt ein Totengebein, sei es von Mensch oder Tier, oder einen Leichnam berührtest, du als kultisch unrein galtst. Man durfte nicht ins Lager, und schon gar nicht in die Nähe der Stiftshütte. Denn Gott wollte in jenen Tagen vor alters Seinem Volk beibringen, wie schmutzig und wie abstoßend für Ihn Tod ist.

Gott, so lesen wir in diesem Abschnitt, ist ein lebendiger Gott. Er kennt weder Verwesung noch Zerfall, sondern ist ein immerwährender Quell frisch sprudelnden Lebens. Die Sünde hat dieses Grässliche und Abscheuliche, das wir Tod nennen, in Gottes Universum eingeführt. Gott zeigte Seinem Volk in den Tagen des Alten Testaments durch diese einfachen Verordnungen, wie sehr Er Tod verabscheut. Er sagte: Wenn sie etwas Totes berühren, dann müssen sie seiner Wohnung fernbleiben.

Ihr wisst, wie der HERR den Tod und dessen Folgen empfand, als Er vor dem Grab seines toten Freundes Lazarus stand. Er, der die Auferstehung und das Leben ist, der Erste und der Letzte und der Lebendige, den der Tod nicht belangen konnte, in dessen Leib kein Keim der Verwesung war, stand vor diesem Grab und weinte. Wie unsagbar hat doch die Sünde Gottes Schöpfung und Seine Geschöpfe verunstaltet! Der HERR war wohl dabei, Lazarus aus dem Grab zu rufen, aber Er weinte angesichts des traurigen Anblicks eines menschlichen Leibes – jetzt durch Grabtücher gebunden und an die Verwesung gefesselt –, der eigentlich zur Herrschaft und zum Leben bestimmt gewesen wäre.

Wenn in den Tagen des Alten Testaments jemand durch Tod verunreinigt war, brachte man die Asche einer jungen Kuh. Es war ein weibliches Opfer ohne Fehl, eine rote junge Kuh, die in der ersten Blüte des Lebens stand, als sie so viel Leben hatte, dass es nicht nur für sie allein genügte, sondern dass sie in der Lage war, Leben zu vermehren. Die Kuh wurde geschlachtet, und ihr Blut, ihre Haut und alles wurden verbrannt und die Asche aufbewahrt. Der Verunreinigte wurde herzugebracht, mit lebendigem Wasser und der Asche besprengt, und nach einem angemessenen Zeitraum galt er wieder als gereinigt.

Tote Werke

Wir sind alle in einem moralischen Sinn durch Tod verunreinigt. Nicht nur, dass unser Leib einmal stirbt, sondern die Werke von unbekehrten Menschen sind tote Werke; denn sie entspringen nicht einem lebendigen Geist, der mit Gott in Berührung steht. Es sind tote Werke, da sie das Produkt eines in den Augen Gottes toten Geschöpfes sind; sie entfließen nicht dem einzigen Quell des Lebens und sind als tote Werke Gott widerlich.

Ich denke, dass der Schreiber hier nicht nur an Werke krasser Unmoral denkt, wenn er von toten Werken spricht, so verwerflich solche sind, sondern an vieles, das in religiösem Gewand einhergeht, sich mit herrschaftlicher Sprache schmückt und von erhebender Musik und edler Kunst umrahmt wird. All diese Dinge sind Gott ein Gräuel, solange sie nicht einem durch das Blut Christi gereinigten Gewissen und einem mit dem Vater der Geister vereinigten Geist entspringen.

Vieles an uns ist tot, und ein Großteil unseres Dienstes kann, wenn wir uns nicht vorsehen, aus dem Fleisch kommen statt aus dem Geist. Auch wir brauchen Reinigung und, Gott sei Dank, wir besitzen sie. Denn wenn die Asche einer jungen Kuh auf die Unreinen gesprengt zur Reinheit des Fleisches gereichte, wie viel mehr wird das Blut des Christus unser Gewissen reinigen, um dem lebendigen Gott zu dienen.

Lasst uns an dieser Stelle beachten, was der Sinn und was die Absicht dieser Reinigung ist. Wir sind gereinigt, um Gott dienen zu können. Unser Hoherpriester ist nicht nur in die nicht mit Händen gemachte Hütte eingegangen, sondern auch wir sind berufen, Gott zu nahen und Ihm einen geistlichen Dienst darzubringen. Wir tun das von Zeit zu Zeit, wenn wir uns versammeln. Und obwohl wir uns hier im Leib auf der Erde treffen, haben wir im Geist Zugang zum wahren Heiligtum im Himmel. Wir stellen aber fest, dass wir gesündigt haben und dass unsere Berührung mit der Welt uns verunreinigt hat. Wir sind uns vieler toter Werke bewusst, die uns noch anhaften, und wir wissen nur zu gut, dass wir Gott nicht wohlannehmlich dienen können, wenn unser Gewissen befleckt ist. Wie denn? Was sollen wir tun?

Ein gereinigtes Gewissen

Wir kommen in die Zusammenkunft und fühlen uns ganz elend, weil etwas unser Gewissen bedrückt. Wenn es eine Sünde gegen einen Bruder ist, dann müssen wir natürlich die Sache in Ordnung bringen, bevor wir unsere Opfergabe darbringen. Handelt es sich aber um eine Sache allein zwischen Gott und uns, müssen wir dann eine Zeit der Abbüße verstreichen lassen? Müssen wir zuerst eine Zeit in der Ferne verharren, gewissermaßen vor der Tür warten, bis wir uns würdig genug fühlen, erneut unter Seine Augen zu treten? Gewiss nicht! Es heißt ja hier nicht: „wie viel weniger“, sondern: „wie viel mehr“ wird das Blut des Christus euer Gewissen von toten Werken reinigen, um dem lebendigen Gott zu dienen.

So groß ist der Wert Seines Opfers, so bleibend in seiner Wirkung, so lebensspendend, dass wir nicht warten müssen. Sobald wir unsere Sünden bekannt haben, dürfen wir voller Gewissheit Gott nahen, als ob nie ein Fehl oder Flecken an uns gewesen wäre. Liebe Geschwister, wir wollen das fester ergreifen, und einige unserer Zusammenkünfte, an denen wir des HERRN gedenken oder an denen wir zu Gebet und Fürbitte zusammenkommen, werden in größerer Freiheit ablaufen. Wir werden nicht durch ein fälschlich belastetes Gewissen gedrückt werden, sondern die Gnade Seines Opfers voll ausschöpfen und mit Freimütigkeit in Gottes Gegenwart treten.

Einige der Hebräer, die diesen Brief lasen und vom Neuen Bund hörten, den vorangegangene Generationen nicht gekannt hatten, und von den Tieropfern vernahmen, die unzulänglich und letztlich nutzlos gewesen waren, stellten sich natürlich die Frage nach ihren Eltern und Vorfahren: „Was ist denn mit unseren Vorfahren, die in einer Zeit lebten, als es diesen Neuen Bund noch nicht gab? Sind sie alle verloren? Es war doch nicht ihr Fehler, auch nicht Moses oder Josuas, dass sie nichts vom Neuen Bund wussten. Sie taten, was ihnen geboten war, sie brachten ihre Tieropfer, und jetzt sagst du uns, dass diese Tieropfer gar keine Sünden wegnehmen konnten; dass sie nur das Fleisch, nicht aber das Gewissen reinigen konnten. Sind sie denn alle verloren?“ Gott sei Dank nicht! Die Antwort wird uns in Vers 15 gegeben.

Unter jenem ersten Bund wurden viele Vergehen begangen, und jene Opfer genügten nicht, um sie hinwegzutun. Aber das Opfer Christi genügt für die Vergangenheit, gleichwie es für die Gegenwart und für alle Zukunft genügt. Denn Er opferte sich selbst durch den ewigen Geist, für den es weder Vergangenheit, Gegenwart noch Zukunft gibt, sondern nur ein ewiges Jetzt. So genügt das Opfer Christi für die Sünden von Mose und Josua genauso, wie es für die Sünden von Petrus, Paulus, dir und mir genügt. Alle, die zu irgendeiner Zeit irgendwann gerettet wurden und noch werden, wurden und werden durch die Wirksamkeit dieses einen Opfers gerettet.

Bund und Testament

Verse 16-20

Heb 9,16-20: 16 (Denn wo ein Testament ist, da muss notwendig der Tod dessen eintreten, der das Testament gemacht hat. 17 Denn ein Testament ist gültig, wenn der Tod eingetreten ist, weil es niemals Kraft hat, solange der lebt, der das Testament gemacht hat.) 18 Daher ist auch der erste Bund nicht ohne Blut eingeweiht worden. 19 Denn als jedes Gebot nach dem Gesetz von Mose zu dem ganzen Volk geredet worden war, nahm er das Blut der Kälber und der Böcke mit Wasser und scharlachroter Wolle und Ysop und besprengte sowohl das Buch selbst als auch das ganze Volk 20 und sprach: „Dies ist das Blut des Bundes, den Gott für euch geboten hat.“

Aber jetzt beginnt der Schreiber von Bündnissen ganz allgemein und von Testamenten ganz allgemein zu sprechen und erinnert daran, dass bei Testamenten der Erblasser, jener, der das Testament verfasst, zuerst sterben muss, bevor das Testament in Kraft tritt. Die Gelehrteren unter uns wissen, dass dieser Abschnitt darum einige Probleme aufgibt, weil das hier übersetzte Wort Testament etwas vorher und etwas später mit Bund übersetzt wird. Dieses griechische Wort kann tatsächlich beides, Bund und Testament, heißen. In juristischer Sprache ist ein Bund nicht dasselbe wie ein Testament. Ein Bund hat gewöhnlich zwei Beteiligte, ein Testament einen. Beim Bundesschluss vor alters brachte man sein Opfertier, es wurde geschlachtet, das Blut gesprengt, und der Bund war damit ratifiziert.

Bei einem Testament spielte aber ein Opfertier keine entsprechende Rolle. Das Testament wurde verfasst, blieb aber rechtsungültig, bis der Testator starb. So ist das heute noch. Im Alten Bund war es tatsächlich so, dass zwei Bundespartner einander gegenüberstanden und auch das entsprechende Opfer gebracht wurde; was aber der Herr Jesus eingeführt hat, ist ein einseitiger Bund, ein Testament also, das Er durch Seinen Tod rechtsgültig gemacht hat. Wir müssen auch keine Bedingungen erfüllen, damit das Testament gültig bleibt, außer Buße und Glauben.

Ihr erinnert euch, wie Mose vom Berg kam und das Angebot Gottes vorlegte, dass Gott so lange mit Israel gehen würde, wie sie alles hielten, was im Buch des Bundes schriftlich festgehalten war, nämlich alle am Berg Sinai auferlegten Gebote. Das waren die Bedingungen, die das Volk zu erfüllen hatte. Sie waren gewichtig und schwer, viel zu schwer. Kein Mensch kann ein solches Joch tragen. Und doch antwortete das Volk in seinem Eifer: „Alles, was der HERR geboten hat, wollen wir tun!“ Armes Volk, sie wussten nicht, was sie sagten. Sie hatten sich zu Bundespartnern jenes Bundes gemacht. Das geforderte Opfer wurde geschlachtet, das Blut ausgegossen und gesprengt, und der Bund wurde ratifiziert. Über dem Tod eines Opfertieres legten sie das feierliche Gelübde ab, dass sie den Bund halten würden. Kaum hatten sie das Versprechen abgelegt, brachen sie den Bund und verscherzten sich alle Segnungen.

Es war nur Gnade, dass Gott das Volk doch noch so lange ertrug. Das Volk brach den Bund und ihre Sünde brach wie Aussatz unter dem Volk aus, und doch blieb Gott in Seiner Gnade noch unter ihnen und erlaubte ihnen allem zum Trotz, Ihm zu nahen. Wie war das möglich? Dadurch, dass das Volk auf Gottes Weisung hin die Hütte und sich selbst mit Blut besprengte. Gott sagte ihnen also gewissermaßen: „Ihr müsst alles mit Blut besprengen, die Stiftshütte und die heiligen Geräte, denn eure Gegenwart allein verunreinigt meine Wohnstätte.“ Ja, sagt der Schreiber, es werden beinahe alle Dinge mit Blut gereinigt. Nicht nur das Volk, sondern auch die Stiftshütte und alle dazugehörigen Geräte.

Aber, so fährt der Vers 23 fort, wenn die Abbilder der Dinge in den Himmeln hierdurch gereinigt wurden, so mussten die himmlischen Dinge selbst durch bessere Schlachtopfer als diese gereinigt werden.

Die wahrhaftige Hütte

Verse 21-23

Heb 9,21-23: 21 Aber auch die Hütte und alle Geräte des Dienstes besprengte er ebenso mit dem Blut; 22 und fast alle Dinge werden mit Blut gereinigt nach dem Gesetz, und ohne Blutvergießung gibt es keine Vergebung. 23 Es war nun nötig, dass die Abbilder der Dinge in den Himmeln hierdurch gereinigt wurden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Schlachtopfer als diese.

Wir nähern uns dem Ende dieses Kapitels und kehren damit zum Vergleich zwischen den beiden gottesdienstlichen Systemen zurück: die alttestamentliche Hütte mit ihren zwei Abteilungen und die wahrhaftige, die größere und gesegnetere Hütte, in der wir unseres großen Hohenpriesters wegen das Vorrecht haben, unseren Dienst zu tun. Beachtet bitte, dass nicht nur das Volk, sondern die Hütte selbst gereinigt werden mussten. Und der Tag, an dem das geschah, war der große Versöhnungstag. Beachtet, wie sich 3. Mose 16,16 zum Sinn des großen Versöhnungstages äußert. Nicht nur das Volk war in sich schon unrein, sondern ihre bloße Gegenwart verunreinigte Seine Wohnstätte. Er konnte nur dann unter ihnen bleiben, wenn sie Jahr für Jahr dieses ausführliche Ritual befolgten und die Hütte samt den von den Priestern gebrauchten heiligen Geräten reinigten.

Das Volk war nicht immer willkürlich böse. Am großen Versöhnungstag musste als hauptsächliche Reinigung die Reinigung von den unbewusst begangenen Sünden geschehen, unbewussten Sünden, die in Hebräer 9,7 „Verirrungen“ genannt werden. Wenn sich jemand seiner Sünde bewusst war, dann musste er sein eigenes Sündopfer bringen, und zwar so oft er sündigte; sei das einmal die Woche oder nötigenfalls einmal des Tages.

Ja, aber wenn jeder, der um seine Sünde wusste und jedes Mal das geforderte Opfer brachte, warum musste dann am großen Versöhnungstag dieses ausführliche Ritual befolgt werden? Wie kam es, dass noch nicht alle Sünden rechtlich geregelt worden waren? Aus dem ganz einfachen Grund, dass Tausende und Abertausende Sünden unbewusst begangen wurden. Oft sündigte das Volk, als es meinte, sein Bestes zu tun und Gott zu gefallen. Und doch war es Gott widerlich. Mit uns verhält es sich nicht anders. Immer wieder sündigen wir, ohne es zu merken, wenn wir etwa zum Gebet zusammenkommen und Unwahrheiten oder Stolz sich mit unseren Gebeten vermischen und wenn wir sagen, was wir nicht empfinden und von Dingen reden, die wir nie erfahren haben. Oder wir tun in bester Absicht Dinge, die Gott nicht dulden kann, ohne dass wir es wissen. Ach, wenn wir an unsere Sünden der Unwissenheit denken! Wie wären wir erschüttert, sähen wir sie alle in diesem Augenblick vor uns!

Es war nun nötig, dass die Abbilder der Dinge in den Himmeln einmal jährlich gereinigt wurden. Es geschah am großen Versöhnungstag durch den Hohenpriester. Der Priester erschien, schlachtete unter den Augen aller im Vorhof die Opfertiere. Er erschien, damit die Sünde zugedeckt würde. Er erschien im Vorhof. Dann entschwand er mit dem Blut den Blicken der Zuschauer. Er trug das Blut hinein und erschien vor dem Angesicht Gottes zugunsten des Volkes. Er sprengte eilig das Blut vor und auf den Sühnedeckel. Da stand er, ein Mensch, durch Sünde gezeichnet, von Schwachheit umgeben, dem Tod unterworfen, für kurze Augenblicke vor dem Angesicht dessen, der ein unzugängliches Licht bewohnt. Er tat eilig seinen Dienst und beeilte sich dann, schweigend zurückzukehren, auf dem Weg hinaus die durch Sünde verunreinigten Gefäße mit Blut besprengend.

Während er Sühnung für das Volk tat, durfte niemand nahen. Es genügte, dass ein Mensch für diese kurzen Augenblicke in der Gegenwart Gottes stand. Als er schließlich das Heiligtum gereinigt hatte, erschien er wieder vor dem Volk. Und Gott sah Sein Heiligtum wieder als für einstweilen gereinigt an und war bereit, ein weiteres Jahr unter einem sündigen und widerspenstigen Volk zu wohnen. Unvorstellbar, wenn auch wir unter diesem System stehen müssten! Wie ungewiss und wie unsicher wäre unser Gottesdienst, wie distanziert unser Dank!

Der Himmel selbst

Verse 24-28

Heb 9,24-28: 24 Denn Christus ist nicht eingegangen in das mit Händen gemachte Heiligtum, ein Gegenbild des wahrhaftigen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen; 25 auch nicht, damit er sich selbst oftmals opferte, wie der Hohepriester alljährlich in das Heiligtum hineingeht mit fremdem Blut; 26 sonst hätte er oftmals leiden müssen von Grundlegung der Welt an. Jetzt aber ist er einmal in der Vollendung der Zeitalter offenbart worden zur Abschaffung der Sünde durch sein Opfer. 27 Und ebenso wie es den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht, 28 so wird auch der Christus, nachdem er einmal geopfert worden ist, um vieler Sünden zu tragen, zum zweiten Mal denen, die ihn erwarten, ohne Sünde erscheinen zur Errettung.

Man kann diese Verse kaum lesen und die bewusste Anspielung auf das Ritual vom großen Versöhnungstag übersehen. Der Hohepriester erschien im Vorhof und schlachtete das Sündopfer. Er ging dann hinter den Vorhang und erschien für das Volk vor dem Angesicht Gottes. Während sie alle erwartungsvoll draußen auf ihn harrten und ihre Blicke auf den Eingang fixierten, erschien er plötzlich wieder, um sie zu segnen. Dann lesen wir, dass in einem viel umfassenderen und weiter reichenden Sinn am Ende der Zeitalter Christus ein für alle Mal, nicht Jahr für Jahr, erschienen ist. Er durchschritt den Vorhang, der die unsichtbare von der sichtbaren Welt trennt, verließ die Gegenwart Gottes und erschien im Vorhof dieser Welt, denn das Geschehen ereignete sich nicht in einem Winkel. Und unter den Blicken von Menschen, Engeln und Dämonen erschien Er zur Abschaffung der Sünde durch ein Opfer. Das war das größte Ereignis, das je im Vorhof dieser Welt stattgefunden hat.

Und was geschah dann? Er auferstand und fuhr in der Kraft Seines eigenen Blutes in den Himmel auf, um dort vor Gott für uns zu erscheinen. Vor über 1900 Jahren kehrte Er dahin zurück. Diese ganze Zeit ist Er von Gott angenommen gewesen, angenommen im Allerheiligsten. Das wäre auch nicht verwunderlich, wäre Er nur um Seinetwillen dahin gegangen. Aber Er ging nicht in eigenem Interesse da hinein, sondern um des Volkes willen, das er zu Seinem Eigentum gemacht hatte; und da Er nicht willens war, von uns gesondert zu sein oder als von uns getrennt angesehen zu werden, ging Er für uns dahin und erscheint in der Gegenwart Gottes für uns. Es ist, als ob wir selbst dort wären; denn Er ist für uns dort. Und obwohl wir dem Leib nach nicht dort erscheinen können, sind wir dem Geist nach bereits dort.

Mein lieber Freund und Bruder, zweifelst du noch daran, dass du von Gott angenommen bist? Kannst du das, wenn du bedenkst, dass der Herr Jesus seit 1900 Jahren vor dem Angesicht Gottes ist? Er erscheint vor Gott für uns; und während wir unsere Blicke himmelwärts gerichtet halten, werden wir plötzlich erleben, wie Er den Vorhang, der die unsichtbare von der sichtbaren Welt trennt, beiseiteschiebt. Noch ein kleines und der Kommende wird kommen und nicht verziehen. Er wird ein zweites Mal erscheinen; diesmal nicht, um sich selbst für die Sünden zu opfern; Er wird das zweite Mal ohne Beziehung zur Sünde erscheinen zur Errettung.

Beachte diese letzten Worte „zur Errettung“. Siehst du ihre Bedeutung? Es kann nicht bedeuten, dass der HERR ein zweites Mal erscheint, um uns Vergebung der Sünden zu bewirken. Das hat Er schon getan. Es kann auch nicht bedeuten, dass Er erscheinen wird, um uns von den Schlingen und Fallstricken des täglichen Lebens zu erretten. Das tut Er jetzt und fortwährend. Es kann nur eines bedeuten: Wenn Er das zweite Mal erscheint, dann kommt Er, um unseren Leib zu retten, diesen armseligen, gebrochenen, dem Tod unterworfenen Leib, der in seinem jetzigen Zustand von Tod und Verwesung nicht in die Gegenwart Gottes treten könnte. Er kommt ein zweites Mal, um unseren Leib zu retten!

Wie gewaltig ist das! Wir haben jetzt im Geist Zugang zu Gott. Im Geist schwingen wir uns zu Ihm empor. Aber wir warten auf unseren Hohenpriester, der kommen wird, um auch unseren Leib zu retten. Wir harren auf den HERRN als Heiland, der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird zur Gleichförmigkeit mit Seinem Leib der Herrlichkeit. Wie herrlich wird jener Tag sein, wenn Er uns, Leib und Seele gerettet, in die Gegenwart Gottes einführt.

Was wird’s sein, was wird’s sein,
führest Du mich droben ein,
wo nicht Sünd und Welt mehr störet,
nie ein Seufzer wird gehöret.
Ewig werd ich bei Dir sein.

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Aus dem Buch Ein unerschütterliches Reich,
Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, 1987, S. 128–143


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