Der Jakobusbrief (4)
Kapitel 4

Stanley Bruce Anstey

© SoundWords, online seit: 30.05.2021

Der Glaube in Verbindung mit dem Fleisch, der Welt und dem Teufel (V. 1-10)

Jakobus spricht nun noch eine andere Sache an, die den Frieden in der jüdisch-christlichen Gemeinschaft störte. Die drei großen Feinde des Christen wirkten unkontrolliert im Leben vieler, die bekannten, gerettet zu sein: das Fleisch, die Welt und der Teufel.

Das Problem war, dass einige der Juden, die sich zum Glauben an den Herrn Jesus bekannt hatten, noch nicht wirklich mit ihrem alten weltlichen Leben gebrochen hatten, und so brachten sie diese Verhaltensweisen mit in die christliche Gemeinde. Auch wenn sie im Judentum erzogen worden waren – einer Religion, die ihnen die wahre Gotteserkenntnis nahebrachte –, bedeutete das nicht, dass sie alle im Glauben lebten. Es gab eine gemischte Schar unter den jüdischen Gläubigen. Viele von ihnen bekannten sich zum Christentum und begannen, sich in den christlichen Reihen zu bewegen, aber sie brachten ihre weltlichen Gewohnheiten mit. Der traurige Beweis dafür, dass diese drei Feinde in ihrer Mitte wirkten, zeigte sich in den „Kriegen und Streitigkeiten“, die unter ihnen an der Tagesordnung waren. Das wiederum stellte ihre Errettung in Frage.

Ein starker Indikator dafür, dass eine Person wirklich errettet ist, wird in ihrer Haltung gegenüber diesen drei Feinden liegen. Ein wahrer Gläubiger wird sie in dem Licht sehen, in das die Bibel sie stellt – als Feinde von Gott und der Menschen (Eph 2,1-3). Ein wahrer Christ wird das Fleisch in sich richten (Phil 3,3) und geht seinen Weg in Absonderung von der Welt, die unter der Kontrolle des Teufels steht (1Joh 5,18.19). Es kann sein, dass ein wahrer Christ manchmal nachlässig wird und der alten Natur Raum in seinem Leben gibt und dann fleischlich handelt oder dass er in seinen Beziehungen zur Welt nachlässig wird. Aber das normale Christenleben ist davon gekennzeichnet, dass die Kinder Gottes das Fleisch richten und in der Trennung von der Welt ihren Weg gehen. Wenn eine Person diese Eigenschaften nicht in ihrem Leben aufweist, sondern ihr Leben gewohnheitsmäßig durch das Fleisch bestimmen lässt und weltlich lebt, wäre dies ein Grund, die Echtheit des Bekenntnisses in Frage zu stellen.

Jakobus benutzt daher die Bereitschaft eines Christen, das Fleisch, die Welt und den Teufel zu verurteilen, als einen weiteren Beweis für dessen Glauben. In den Versen 1 bis 3 spricht er das Fleisch an, in den Versen 4 bis 6 die Welt und in Vers 7 den Teufel:

  • Das Fleisch ist ein innerer Feind.
  • Die Welt ist ein äußerer Feind.
  • Der Teufel ist ein höllischer Feind.

Diese Feinde arbeiten als eine Art Bündnis von Mächten zusammen, wobei der Teufel sozusagen der „Oberbefehlshaber“ ist. Das Fleisch ist ein Feind hinter der Frontlinie – es befindet sich im Inneren des Gläubigen und arbeitet in Verbindung mit der Welt und dem Teufel.

Der Plan Satans ist es letztlich, die Herrlichkeit Christi in der Welt zu beflecken und die Menschen von Ihm und dem Evangelium der Gnade Gottes abzuwenden. Da Christen den Namen von Christus tragen, greift der Satan diese an. Wenn er sie dazu bringen kann, den Namen, den sie tragen, zu entehren, indem sie Sünde in ihrem Leben zulassen, dann kann er sein Ziel erreichen. Die Menschen sehen solche Christen als Heuchler an und wenden sich vom Christentum ab. Dies ist auch zu einem großen Teil geschehen. Christen haben Christus in dieser Welt so schlecht repräsentiert, dass es ein Wunder ist, dass überhaupt noch jemand zum Glauben kommt. Ein trauriges Beispiel dafür ist, was Gandhi, der frühere Präsident des INC (Indian National Congress), sagte: „Wenn es keine Christen gäbe, wäre ich selbst einer geworden!“

Satan hat versucht, das christliche Zeugnis vor der Welt zunichtezumachen, indem er die Einheit innerhalb der christlichen Gemeinschaft zerstört und die Christen dazu gebracht hat, sich nach weltlichen Dingen auszustrecken. Wie schon erwähnt, vermittelt das vor der Welt ein Bild, dass Christen unglücklich[1] sind und dass sie nicht miteinander auskommen können und somit, dass am Christentum eigentlich nichts dran ist.

Das Fleisch

Vers 1

Jak 4,1: Woher kommen Kriege und woher Streitigkeiten unter euch? Nicht daher: aus euren Begierden, die in euren Gliedern streiten?

Jakobus spricht zuerst über die Aktivität des Fleisches: die gefallene sündige Natur in einem Gläubigen. Er fragt: „Woher kommen Kriege und woher Streitigkeiten unter euch?“ Das Wort, das in der Originalsprache mit „Kriege“ übersetzt wird, hat den Sinn eines langwierigen und lang andauernden Kampfes, während „Streitigkeiten“ sich auf einen bestimmten Streit beziehen. Das zeigt, dass einige Streitigkeiten unter den Brüdern eine lange Geschichte haben und andere einfach Einzelfälle sind.

Mit seiner Frage wollte Jakobus bezwecken, dass sie darüber nachdachten, was die Quelle ihrer Konflikte ist, und dass sie diese Wurzel verurteilten.[2] Er beantwortet seine Frage mit einer weiteren Frage: „Nicht daher: aus euren Begierden, die in euren Gliedern streiten?“ Die Verwendung des Wortes „Glieder“ bezieht sich hier nicht auf das Bild, dass wir als Christen Glieder am Leib Christi sind, sondern auf die Glieder unseres physischen Körpers. Außerdem sollte das Wort „Begierden“ besser mit „Vergnügungen“ übersetzt werden. Es weist darauf hin, dass sie nicht nur lüsterne Begierden in ihren Herzen hatten, sondern dass sie diese Begierden befriedigten, indem sie sich sündigen Vergnügungen hingaben. Deshalb wies Jakobus mit dieser zweiten Frage auf die Anzeichen eines ernsten geistlichen Problems in ihren Seelen hin. Sie gaben dem Fleisch in ihrem Leben einen Freibrief, und das stachelte das Fleisch mehr und mehr an. So offenbarte sich diese Vergnügungssucht auch in anderen Bereichen ihres Lebens – es schürte die Konflikte, die sie in ihren persönlichen Beziehungen hatten. Daraus lernen wir, dass Konflikte unter Geschwistern darauf zurückzuführen sind, dass wir dem Fleisch in verschiedenen Bereichen unseres persönlichen Lebens erlauben, unkontrolliert zu wirken. Diese Dinge entspringen alle demselben Grundprinzip: dem Fleisch.

Dieser Zustand unter den Gläubigen ist sicherlich nicht der Wille Gottes. In Epheser 4,1-4 lehrte der Apostel Paulus, dass die allererste Verantwortung, die wir als Teil des Leibes Christi haben, darin besteht, die Einheit des Geistes zu bewahren. Er sagte, dass dies nur erreicht werden kann, wenn jedes Glied des Leibes von Demut, Sanftmut, Langmut und Nachsicht geprägt ist. Das Thema des Zusammenwirkens der Glieder des Leibes Christi gehört jedoch nicht zum Dienstbereich des Jakobus und wird deshalb hier nicht erwähnt.[3] Nichtsdestoweniger sind Liebe und Einheit unter den Gläubigen Themen, die sich durch das ganze Neue Testament ziehen und durch welche die Gemeinde charakterisiert sein sollte. Leider hat es daran unter den Christen jahrhundertelang gemangelt.

Verse 2.3

Jak4,2.3: 2 Ihr begehrt und habt nichts; ihr mordet und neidet und könnt nichts erlangen; ihr streitet und führt Krieg; ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet; 3 ihr bittet und empfangt nichts, weil ihr übel bittet, damit ihr es in euren Begierden vergeudet.

Diese Verse zeigen uns, wie das Fleisch wirkt, um Streit und Zank zu entfachen. Es beginnt im Herzen mit ungezügelter „Begierde“, etwas zu besitzen. Das ist Habsucht. Die Begierde kann in einem Menschen so stark werden, dass er in extremen Fällen sogar „tötet“, um dieses Ziel zu erreichen. Wenn der Mensch seine begehrten Wünsche nicht „erlangen“ und befriedigen kann, wird sich seine Frustration in anderen Bereichen seines Lebens entladen. Sie wird sich darin äußern, dass die Person eine Quelle des Ärgers unter den Gläubigen ist. So jemand „streitet und führt Krieg“. Dies wird sich auch in seinem Gebetsleben zeigen. Entweder wird er nicht einmal darüber beten – „ihr bittet nicht“ – oder wenn er betet, wird er „übel bitten“, weil er falsche Motive hat. Da sein Ziel darin besteht, es „in [seinen] Begierden zu vergeuden“, wird er auch nicht erhalten, worum er bittet.

Das zeigt uns, dass Gott auf das Herz schaut, wenn wir Ihm unsere Gebetsanliegen vorbringen. Er hört nicht nur auf unsere Worte, sondern Er sucht nach den Motiven unseres Herzens, und wenn Er herausfindet, dass wir bei den Dingen, um die wir bitten, Hintergedanken haben, werden diese Dinge nicht gewährt werden. Es ist also durchaus möglich, um völlig richtige Dinge mit völlig falschen Motiven zu beten, und diese werden dann natürlich verweigert werden.

Die Sünde der Habgier steckt in jedem menschlichen Herzen (Mk 7,22). […] Wenn diese Sünde in der christlichen Gemeinde unkontrolliert um sich greift, wird es sicherlich Streit und Zank geben. Wenn wir die Tatsache in Betracht ziehen, dass einige der Leute, an die Jakobus schrieb, noch nicht einmal gerettet waren, ist es nur verständlich, warum es solche Spannungen gab. Ein himmlisch gesinnter Mensch und ein irdisch gesinnter Mensch werden die Dinge nie gleich beurteilen.

Um ihnen zu helfen, das Fleisch, die Welt und den Teufel richtig einzuschätzen und das Wirken dieser bösen Allianz zu beurteilen, berührt Jakobus eine Reihe von hässlichen Dingen, die daraus resultieren, dass diesen Dingen im Leben eines Christen freier Lauf gelassen wird. Die Verwüstung, die sie in jedem Bereich des Lebens anrichten, ist entsetzlich:

  • Kriege und Streitigkeiten (Jak 4,1a
  • Vergnügungssucht (Jak 4,1.2)
  • Gebetslosigkeit (Jak 4,2b)
  • Habsucht (Jak 4,3)
  • Untreue gegenüber Christus (Jak 4,4a
  • Weltlichkeit (Jak 4,4b)
  • Mangel an Kraft, dem Teufel zu widerstehen (Jak 4,7)

Die Welt

Vers 4

Jak 4,4: Ihr Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer nun irgend ein Freund der Welt sein will, erweist sich als Feind Gottes.

Jakobus fährt fort, über das unvermeidliche Ergebnis eines Menschen zu sprechen, der mit unkontrollierten Begierden lebt: Er wird sich der Welt zuwenden, um sich seine Wünsche (Begierden) zu erfüllen. Wenn das Fleisch im Leben eines Gläubigen nicht im Zaum gehalten wird, wird es mit der Welt und dem Teufel zusammenarbeiten, und diese Feinde werden ihn praktisch von Gott wegführen. Deshalb geht Jakobus dazu über, uns vor der Sünde der Weltlichkeit zu warnen. Er sagt: „Ihr Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft der Welt Feindschaft gegen Gott ist?“[4] Der Punkt, den Jakobus hier anspricht, ist, dass es geistlicher Ehebruch ist, sich dem Weltsystem zuzuwenden, um seine Begierden zu befriedigen; es ist wirklich Untreue gegenüber dem Herrn. Die vergänglichen Dinge dieser Welt zu lieben (1Joh 2,17), bedeutet, dem Herrn untreu zu sein. Die Begierde nach materiellen Besitztümern und Vergnügungen ist Habsucht, die Götzendienst genannt wird (Kol 3,5). Das Übel des Götzendienstes besteht darin, dass wir in unseren Herzen einen Götzen errichten, der mit Christus um unsere Aufmerksamkeit und Zuneigung streitet (Hes 14,3). All das ist geistliche Untreue gegenüber dem Herrn.

Außerdem befindet sich „die Welt“ in einem Zustand der offenen Rebellion gegen Gott. Sie hat ihren Hass auf Christus gezeigt und Ihn ausgestoßen. Wie kann dann irgendein rechtschaffener Christ mit der Welt Gemeinschaft haben wollen? Das zu tun, ist Untreue gegenüber dem Herrn. Wir sollten freundlich zu den Menschen der Welt sein, aber wir sollten nicht mit weltlichen Menschen befreundet sein. Wir sprechen hier von einer Zusammenarbeit mit der Welt, nicht von einem geschäftlichen Umgang mit einem gewissen Abstand usw.[5]

Die Welt wird in der Heiligen Schrift auf drei verschiedene Arten betrachtet:

  • Als ein Ort, an dem wir leben (Planet Erde) und zu dem Christus kam, um für Sünder zu sterben (Mk 16,15; Apg 17,24; 1Tim 1,15; Heb 1,2). 
  • Als ein System von Angelegenheiten und Aktivitäten, die der Mensch in seinem Versuch arrangiert hat, um sich in seiner Entfremdung von Gott glücklich und zufrieden zu fühlen. Da der Mensch ein komplexes Geschöpf mit vielen Interessen und Wünschen ist, wurde das Weltsystem mit vielen Bereichen aufgebaut: Politik, Handel, Religion, Unterhaltung, Sport usw. (Joh 16,33; Röm 12,2; Gal 6,14; 1Kor 2,12; 3,19; Tit 2,12; 2Pet 1,4; 2,20; 1Joh 2,16; 5,19). Es ist eine Gesellschaft, in der Christus ausgeschlossen ist (Joh 1,10.11; 1Kor 2,6-8).
  • Als verlorene Menschen, die in das Weltsystem verstrickt sind (Joh 1,10b; 3,16.17; 17,23).

Jakobus spricht von den beiden letztgenannten Aspekten der Welt. Er sagt: „Wer nun irgend ein Freund der Welt sein will, erweist sich als Feind Gottes.“ Das ist in der Tat eine ernüchternde Aussage. Er sagt, dass unsere Haltung der Welt gegenüber eindeutig unsere Haltung Gott gegenüber verrät. Wenn wir uns auf eine Stufe mit der Welt stellen, nehmen wir eine Stellung ein, die gegen Gott ist! Hier gibt es keinen neutralen Boden. Die Erlösung hat uns von Feinden Gottes zu Freunden Gottes gemacht (Röm 5,10). Wenn ein Mensch auf den Ruf Gottes antwortet und zu Christus kommt, macht er durch sein Bekenntnis einen klaren Bruch mit der Welt, die Christus gekreuzigt hat. Sich nach der Errettung umzudrehen und eine Position der Freundschaft mit der Welt einzunehmen, ist eine praktische Verleugnung unseres Bekenntnisses als Christ. Jeder, der das tut, stellt sein Bekenntnis in Frage, ob er oder sie wirklich errettet ist. Die gewohnheitsmäßige Freundschaft mit der Welt fortzusetzen ist ein Beweis des Unglaubens und könnte bedeuten, dass er oder sie überhaupt nicht errettet ist. Jakobus verwendet daher das Prinzip der Trennung von der Welt als einen weiteren Test für die Echtheit des Glaubens einer Person.

Vers 5

Er sagt:

Jak 4,5: Oder meint ihr, dass die Schrift vergeblich rede? Begehrt der Geist, der in uns wohnt, mit Neid?

Sein Punkt hier ist, dass die Schrift uns nicht ohne Grund vor dieser Art von weltlichen Begierden warnt; sie sind sehr gefährlich und „streiten gegen die Seele“ (1Pet 2,11). Jakobus fragt uns, ob wir wirklich denken, dass der Geist Gottes, der in uns wohnt, uns dazu bringen würde, nach weltlichen Dingen zu begehren. Es wäre absurd, zu denken, dass der Geist Gottes einen Christen zu etwas verführen würde, was Gott so sehr verhasst ist.

Wenn wir diesen Vers lesen, könnten wir uns fragen, an welche alttestamentliche Schriftstelle Jakobus gedacht hat. Er bezog sich jedoch nicht auf einen bestimmten Vers, sondern sprach über den gesamten Tenor der Heiligen Schrift. Die Botschaft der Heiligen Schrift prangert im Allgemeinen weltliche Begierden an. Wie konnten sie also denken, dass Gott damit zufrieden wäre, wenn sie einen Kurs der Freundschaft mit der Welt verfolgten – entweder mit den Menschen oder mit dem System?

Verse 6.7a

Jak 4,6.7a: 6 Er gibt aber größere Gnade; deshalb spricht er: „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.“ 7 Unterwerft euch nun Gott. …

Jakobus rechnete damit, dass jemand sagen würde, er sei nicht in der Lage, die Bindungen der langjährigen Beziehungen, die er in der Welt hatte, zu lösen, und antwortete: „Er gibt aber größere Gnade.“ Das heißt, egal wie stark die Anziehungskraft der Welt ist, Gottes Gnade ist ausreichend, um dieser Kraft zu begegnen und sie zu überwinden. Er wird jeder geübten Seele Gnade geben, so dass sie die Welt überwinden und sich von ihr abwenden kann. Alles, was wir tun müssen, um diese große Gnade zu empfangen, ist, uns vor Ihm zu demütigen. Dementsprechend sagt Jakobus: „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.“ Der Hochmut – der Wunsch, bei bestimmten Menschen gut angesehen zu sein – ist oft die Ursache dafür, dass ein Mensch nicht bereit ist, einen klaren Bruch mit der Welt zu vollziehen. Wenn ein Gläubiger seine Freundschaften mit der Welt mehr schätzt als seine Freundschaft mit dem Herrn Jesus und die Ansprüche der Welt über die Ansprüche Christi stellt, dann muss er verstehen, dass Gott dem Hochmütigen widersteht; seine Gnade wird ihm nicht zuteilwerden. Aber wenn ein Mensch wirklich erkannt hat, dass es ein Fehler war, in einem ungleichen Joch mit einem Ungläubigen zu sein (2Kor 6,14-17), und sich vor Gott demütigt, dann wird Gott seinen grenzenlosen Vorrat an Gnade für diese Situation ausschütten und ihm helfen, sich von seinen weltlichen Verbindungen zu lösen. Jakobus gibt dann die einzig logische Schlussfolgerung zu der ganzen Angelegenheit: „Unterwerft euch nun Gott.“ Das heißt, „unterwerft“ euch Ihm (dem, was Er in seinem Wort in Bezug auf die Welt gesagt hat) und sucht bei Ihm Gnade, um euch von der Welt und ihren Verbindungen abzuwenden. In der Unterwerfung unter Gott liegt die Kraft für ein christliches Leben.

Der Teufel

Verse 7b.8a

Jak 4,7b.8a: 7b Widersteht aber dem Teufel, und er wird von euch fliehen. 8 Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen. …

Jakobus fährt fort, über den dritten Feind des Christen zu sprechen: den Teufel. So wie der Pharao versuchte, die Kinder Israels zurück nach Ägypten zu ziehen, nachdem sie das Land verlassen hatten (2Mo 14), so möchte der Feind den Gläubigen zurück in die Welt ziehen (der Pharao ist ein Bild von Satan). Deshalb sagt Jakobus: „Widersteht aber dem Teufel, und er wird von euch fliehen.“ Wir mögen uns fragen, wie wir ihm widerstehen sollen, wenn er so viel stärker ist als wir. Es ist wahr; wir sind Satan in keiner Weise gewachsen, aber wir haben Gott auf unserer Seite: „Der, der in euch ist, ist größer als der, der in der Welt ist“ (1Joh 4,4). Wir hätten denken können, dass Jakobus uns gesagt hätte, vor dem Teufel zu fliehen – aber es ist genau das Gegenteil. Wir sollen standhaft bleiben und keinen einzigen Teil der Wahrheit, der uns gegeben wurde, preisgeben.

Die große Frage ist: „Wie sollen wir das tun?“ Jakobus fährt fort, uns den Schlüssel zu geben, damit wir dem Teufel erfolgreich widerstehen können. Wir widerstehen ihm, indem wir uns Gott nähern. Das kann man daran erkennen, dass Jakobus seiner Ermahnung, dem Teufel zu widerstehen, hinzufügt: „Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen.“ Wenn wir beten, das Wort Gottes lesen und darüber nachsinnen (Heb 4,16; 10,19-22), nähern wir uns Gott und Er nähert sich uns. Das Ergebnis ist, dass wir Gemeinschaft mit Ihm haben. Wenn wir uns in der Gegenwart Gottes befinden, wird sich der Teufel nicht in unserer Nähe aufhalten. Er fühlt sich dort nicht wohl und wird fliehen. So werden wir von seinen Belästigungen befreit. Die Gegenwart Gottes ist also der Ort der Sicherheit für den Gläubigen: 

  • Ps 91,1-4: Wer im Schutz des Höchsten sitzt, wird bleiben im Schatten des Allmächtigen. Ich sage von dem HERRN: Meine Zuflucht und meine Burg; mein Gott, auf ihn will ich vertrauen. Denn er wird dich erretten von der Schlinge des Vogelfängers, von der verderbenden Pest. Mit seinen Fittichen wird er dich decken, und du wirst Zuflucht finden unter seinen Flügeln; Schild und Schutz ist seine Wahrheit.

Diese Verse bestätigen, dass der Wohnplatz des Herrn wirklich ein Ort des Schutzes für den Gläubigen ist. Bildlich gesprochen, ist er wie eine mächtige Burg und ein großes Adlernest. Der „Vogelfänger“ (Satan) kann uns nicht antasten, wenn wir dort sind. 

  • 5Mo 33,12: Der Liebling des HERRN! In Sicherheit wird er bei ihm wohnen.

  • Ps 143,9: Zu dir nehme ich meine Zuflucht. 

Satan zittert, wenn er sieht, wie der schwächste Heilige auf den Knien liegt.

Der notwendige Seelenzustand, um den drei Feinden des Christen zu begegnen

Verse 8b-10

Jak 4,8b-10: 8b Säubert die Hände, ihr Sünder, und reinigt die Herzen, ihr Wankelmütigen. 9 Seid niedergebeugt und trauert und weint; euer Lachen verwandle sich in Traurigkeit, und eure Freude in Niedergeschlagenheit. 10 Demütigt euch vor dem Herrn, und er wird euch erhöhen.

Die Wortwahl, die Jakobus in diesen Versen verwendet, zeigt uns, dass er sich an ein breites Publikum wandte – einschließlich derer, die nur bekennende Gläubige waren. Es war wirklich eine gemischte Schar. Das Wirken dieser drei Feinde Gottes und des Menschen wird, wenn es im Leben eines Gläubigen ungehindert fortbesteht, ihn moralisch und geistlich weit von Gott wegführen. Er würde nicht das ewige Heil seiner Seele verlieren, aber seine Freude an der Gemeinschaft mit dem Herrn würde verlorengehen. Sein Leben könnte so fleischlich und weltlich werden, dass es schwierig sein würde, zu erkennen, ob er wirklich gerettet ist. Diese Feinde werden die bloßen Bekenner des Glaubens daran hindern, überhaupt errettet zu werden (Eph 2,1-3).

Wenn diese Feinde besiegt werden sollen, muss der Mensch in einem richtigen Seelenzustand sein. Jakobus sagt deshalb: „Säubert die Hände, ihr Sünder, und reinigt die Herzen, ihr Wankelmütigen.“ Dies ist eine Aufforderung zur Buße. Es zeigt, dass diejenigen, an die er schrieb, sich im Allgemeinen in einem schlechten Zustand befanden. Die Verse 1 bis 3 bestätigen dies. Für diejenigen, die gläubig waren, würde die Buße sie zu einer Wiederherstellung der Seele und der Gemeinschaft mit Gott führen (1Joh 1,9). Für diejenigen, die nur bekennende Gläubige ohne innere Wirklichkeit waren, würde es die Umkehr sein, die zur Rettung ihrer Seelen führen würde. In jedem Fall waren Buße und Selbstgericht notwendig, wenn sie in Gemeinschaft mit Gott leben wollten. Die Hände zu reinigen bedeutet, sich von den Verunreinigungen der Welt zu trennen. Das Herz zu reinigen würde bedeuten, die Aktivität des Fleisches im Inneren zu richten. Das eine ist äußerlich und das andere ist innerlich (vgl. 2Kor 6,14–7,1). Eine solche Reinigung und Läuterung kann nur durch gottgemäße Betrübnis geschehen, die zur Buße führt. Deshalb sagt Jakobus: „Seid niedergebeugt und trauert und weint.“ Er fügt hinzu: „Euer Lachen verwandle sich in Traurigkeit und eure Freude in Niedergeschlagenheit.“ Diese letzte Bemerkung zeigt, dass wir uns in der Gegenwart Gottes ernstlich mit diesen Dingen auseinandersetzen müssen.

Das verheißene Resultat ist in der Tat sehr schön. Er sagt: „Demütigt euch vor dem Herrn, und er wird euch erhöhen.“ Wenn ein Gläubiger sich wirklich vor Gott über sein unachtsames Verhalten demütigt, wird Wiederherstellung verheißen – es gibt immer einen Weg zurück zu Gott. Gott ist treu; wenn wir unser Versagen eingestehen, richtet Er uns auf und bringt uns wieder in die Gemeinschaft mit sich selbst (1Joh 1,9). Sich in wahrem Selbstgericht zu demütigen, steht im Griechischen im Aorist[6]; das bedeutet, dass dies ein für alle Mal geschehen sollte. Es sollte also eine tiefe und ernste Überzeugung in unserer Selbstverurteilung vorhanden sein, damit wir uns von den Irrtümern unseres Weges abwenden – ein für alle Mal.

Ein Mensch, der nur bekennt, gläubig zu sein – was einige von ihnen offensichtlich taten –, würde dies dadurch zum Ausdruck bringen, dass er die Zurechtweisung nicht beachtet und in seinen fleischlichen und weltlichen Wegen fortfährt. So würde er beweisen, dass er keinen echten Glauben an unseren Herrn Jesus Christus hat.

Beweise für Selbstgericht und Wiederherstellung der Gemeinschaft mit Gott (V. 11-17)

Zum Ende des Kapitels spricht Jakobus zwei weitere Übel an, die mit dem vorangegangenen Thema zusammenzuhängen scheinen. Indem er diese Dinge hier anspricht, zeigt uns der Geist Gottes, dass die Bekehrung eines Menschen ein Beweis dafür sein sollte, dass er sich in Bezug auf das Fleisch und die Welt wirklich selbst gerichtet hat. Erstens spricht er nun das Übel eines kritiksüchtigen[7] Geistes an (Jak 4,11.12) und zweitens das Übel eines unabhängigen Geistes (Jak 4,13-17). Die Wurzel dieser fleischlichen und weltlichen Dinge ist, sich selbst zu wichtig zu nehmen und sich selbst zu vertrauen. Das eine hat mit der Haltung gegenüber dem Gesetz Gottes zu tun und das andere mit der Haltung gegenüber dem Willen Gottes.

Verse 11.12

Jak 4,11.12: 11 Redet nicht gegeneinander, Brüder. Wer gegen seinen Bruder redet oder seinen Bruder richtet, redet gegen das Gesetz und richtet das Gesetz. Wenn du aber das Gesetz richtest, so bist du nicht ein Täter des Gesetzes, sondern ein Richter. 12 Einer ist der Gesetzgeber und Richter, der zu erretten und zu verderben vermag. Du aber, wer bist du, der du den Nächsten richtest?

Diese Gläubigen bekannten, bekehrt zu sein, und doch kämpften und zerfleischten sie sich gegenseitig (Jak 4,1.2); sie verhielten sich kaum wie Christen. Jakobus fährt fort, sie vor den negativen Auswirkungen des Redens „gegeneinander“ zu warnen.

Er deckt diese Sünde auf, indem er uns zeigt, dass das Herabsetzen anderer in Wirklichkeit ein indirekter Versuch ist, sich selbst zu erhöhen. Das Schlimme an einem kritischen und tadelnden Geist ist, dass er nicht nur die Einheit zerstört, die unter den Christen bestehen sollte, sondern dass solch ein Geist in Wirklichkeit vom Gesetz verurteilt wird. Das liegt daran, dass das Gesetz uns befiehlt, das Gegenteil zu tun – unseren Bruder zu lieben –, was das königliche Gesetz ist, das in Jakobus 2,8 erwähnt wird. Deshalb stellt sich derjenige, der seinen Bruder [ungebührlich] kritisiert, über das Gesetz, anstatt sich ihm zu unterwerfen. Die Heilige Schrift lehrt, dass die einzige Person, die dem Gesetz übergeordnet ist, der Herr selbst ist – der „Gesetzgeber“ (Jes 33,22[8]. Wenn wir also unseren Bruder richten, setzen wir uns in Wirklichkeit an die Stelle des Herrn! Das zeigt den Ernst des Richtens unseres Bruders. Der Mensch, der seinen fleischlichen und weltlichen Geist gerichtet hat, wird aufhören, gegen seinen Bruder zu sprechen. Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass sein Glaube echt ist.

Verse 13-16

Jak 4,13-16: 13 Wohlan nun, ihr, die ihr sagt: Heute oder morgen wollen wir in die und die Stadt gehen und dort ein Jahr zubringen und Handel treiben und Gewinn machen 14 (die ihr nicht wisst, was der morgige Tag bringen wird; [denn] was ist euer Leben? Ein Dampf ist es ja, der für eine kurze Zeit sichtbar ist und dann verschwindet); 15 statt dass ihr sagt: Wenn der Herr will und wir leben, so werden wir auch dieses oder jenes tun. 16 Nun aber rühmt ihr euch in euren Großtuereien. Alles solches Rühmen ist böse.

Der zweite Beweis dafür, dass ein Mensch seine Weltlichkeit wirklich verurteilt hat, ist, dass er aufhört, in Unabhängigkeit von Gott zu leben. Die abschließenden Bemerkungen von Jakobus in Kapitel 4 sind eine Zurechtweisung des selbstbewussten und unabhängigen Geistes, der unter diesen jüdischen Bekehrten herrschte, die sich zum Glauben bekannten.

Diese Menschen gaben vor, den Herrn Jesus Christus als ihren Retter zu kennen, aber nur die Art und Weise, wie sie lebten, würde zeigen, ob sie Ihn wirklich kannten. Sie machten ihre Pläne wie ein Weltmensch, der den Herrn nicht kannte – ohne Bezug zu Gott. Als Beispiel sagt Jakobus: „Wohlan nun, ihr, die ihr sagt: Heute oder morgen wollen wir in die und die Stadt gehen und dort ein Jahr zubringen und Handel treiben und Gewinn machen (die ihr nicht wisst, was der morgige Tag bringen wird).“ Da weder sie noch wir wissen, was ein Tag für uns bereithält, ist es reine Torheit, sich so zu rühmen. Solche Worte zeugen von Überheblichkeit und vom alleinigen Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten. Diese Dinge sind der Inbegriff des Geistes der Welt. Wie ich schon erwähnt habe: Das bedeutet, unser Leben planen und den Herrn dabei außen vor lassen. Salomo tadelte diesen weltlichen Geist, als er sagte: „Rühme dich nicht des morgigen Tages, denn du weißt nicht, was ein Tag gebiert“ (Spr 27,1). Ägypten ist ein Bild für diese unabhängige Seite der Welt. Die Ägypter warteten nicht auf Gott, damit Er ihnen Regen für ihre Ernten schicke, wie es die Israeliten taten (Jak 5,7); sie bewässerten ihr Land [mit dem Wasser des Nils] und waren somit nicht auf Gott angewiesen (5Mo 11,10).

Sie mögen vielleicht gedacht haben, dass ein Mensch den Herrn in sein Leben einbeziehen sollte, wenn es um geistliche Dinge geht, aber in weltlichen Dingen brauche man den Herrn nicht mit alltäglichen Nebensächlichkeiten zu belästigen. So eine Art der Argumentation würde jedoch einen Mangel an Verständnis zeigen. Das Gegenteil ist richtig: Der Herr ist an den alltäglichen Entscheidungen im Leben eines Gläubigen interessiert. Er möchte uns helfen, in der Furcht Gottes die richtigen Entscheidungen zu treffen, damit wir vor den vielen Fallstricken des Lebens bewahrt werden, und deshalb ist Er an allen Bereichen unseres Lebens interessiert.

Indem Jakobus diesen unabhängigen Geist tadelt, verweist er auf das kurze Leben auf der Erde. Wenn wir unser Leben nur auf zeitliche Dinge ausrichten, ohne dass der Herr ein Teil davon ist, wird unser Leben nur „ein Dampf“ sein. Ein Dampf ist etwas, was nicht nur „eine kurze Zeit“ besteht, sondern auch etwas, was keine Substanz hat. Daher will Jakobus hier sagen, dass ein Leben, das man nicht auf den Herrn ausgerichtet lebt, ein leeres Leben ist. Das ist schade, denn das Leben ist so kurz und verschwendete Zeit kann nicht zurückgeholt werden.

Er sagt nicht, dass ein Christ keine Pläne im Leben machen soll. Der Apostel Paulus tat das zweifellos, aber er fügte seinen Plänen die Worte hinzu: „Wenn der Herr es erlaubt“ (1Kor 16,5-8; vgl. Röm 10,1). Das zeigt, dass er seine Pläne dem Herrn überließ. Als Christen sind wir nicht „von“ der Welt, aber wir sind „in“ der Welt, und deshalb ist es nun mal so, dass wir mit Menschen der Welt Umgang haben (Joh 17,14-16). Da wir in der Welt leben, sollten unsere geschäftlichen Angelegenheiten und irdischen Pflichten in demütiger Abhängigkeit vom Herrn ausgeführt werden. Jakobus schlägt deshalb vor, dass sie sagen sollen: „Wenn der Herr will und wir leben, so werden wir auch dieses oder jenes tun.“ Das bringt den Herrn auf praktische Weise in jede Situation hinein. Eine solche demütige Abhängigkeit wird die Echtheit des Glaubens einer Person offenbaren.

Vers 17

Jakobus schließt dieses Thema mit folgender Aussage ab:

Jak 4,17: Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut es nicht, dem ist es Sünde.

Er sagt nicht, dass das Böse zu tun Sünde ist, sondern das Gute nicht zu tun ist Sünde. Das zeigt, dass Sünde nicht nur bedeutet, das Falsche zu tun. Es ist auch Sünde, das nicht zu tun, von dem wir wissen, dass es richtig ist. Wir könnten dies eine „Unterlassungssünde“ nennen. Mit dem Wissen kommt also die Verantwortung. Das bedeutet nicht, dass wir unsere Augen vor mehr Licht und Erkenntnis (der Wahrheit) verschließen sollten, sondern dass wir die Gnade Gottes suchen sollten, damit wir das tun, von dem wir wissen, dass es richtig ist. Der entscheidende Punkt hier ist, dass die Möglichkeit, „Gutes zu tun“, uns verantwortlich macht, es zu tun.


Übersetzt aus The Epistle of James

Übersetzung: Stephan Isenberg

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Anmerkungen

[1] Anm. d. Red.: Wenn Christen nach weltlichen Dingen verlangen, zeigen sie damit, dass ihnen die christlichen Segnungen nicht genügen, um darin völlig glücklich zu sein.

[2] Einige Übersetzungen verwenden in diesem Vers tatsächlich das Wort „Quelle“.

[3] Anm. d. Red.: Möglicherweise war die Wahrheit über den einen Leib zum Zeitpunkt der Niederschrift des Briefes noch gar nicht offenbart. Das Zusammenwirken der Glieder des Leibes finden wir an vielen Stellen bei dem Apostel Paulus, aber nicht bei Jakobus.

[4] Die englische King-James-Übersetzung fügt hinzu: „und Ehebrechern“, aber dafür gibt es wenig oder keine Autorität in den übrigen Handschriften des Neuen Testamentes. Die Kirche wird in der Heiligen Schrift eher in der weiblichen als in der männlichen Form betrachtet (2Kor 11,2; Eph 5,23-32; Off 19,7-9).

[5] Anm. d. Red.: Es kann auch im Bereich des Evangeliums Situationen geben, in denen wir mit Menschen in Kontakt kommen. Dennoch sollte der Begriff „Freundschaft“ in solchen Fällen eine ganz andere Dimension haben als unter Christen.

[6] Anm d. Red.: Der Aorist ist die [erzählende] Zeitform der Vergangenheit, besonders im Griechischen.

[7] Anm. d. Red.: Unter einem kritiksüchtigen Geist ist nicht das wohlwollende Hinterfragen von Dingen gemeint, die man noch nicht verstanden hat. Jeder Christ sollte sich darin üben, Dinge zu hinterfragen, die er noch nicht verstanden hat.

[8] Anm. d. Red.: Siehe die Anmerkung in der CVS-Elberfelder.


Hinweis der Redaktion:

Die SoundWords-Redaktion ist für die Veröffentlichung des obenstehenden Artikels verantwortlich. Sie ist dadurch nicht notwendigerweise mit allen geäußerten Gedanken des Autors einverstanden (ausgenommen natürlich Artikel der Redaktion) noch möchte sie auf alle Gedanken und Praktiken verweisen, die der Autor an anderer Stelle vertritt. „Prüft aber alles, das Gute haltet fest“ (1Thes 5,21). – Siehe auch „In eigener Sache ...

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