Besonderheiten im Text der Heiligen Schrift – Tragen
bastazo

Christian Briem

© CSV, online seit: 30.01.2006, aktualisiert: 28.01.2018

Leitvers: Johannes 12,6

Joh 12,6: Er sagte dies aber, nicht weil er für die Armen besorgt war, sondern weil er ein Dieb war und die Kasse hatte und trug, was eingelegt wurde.

Es scheint, dass die Fußnote der Elberfelder Übersetzung zu „trug“ die eigentliche Bedeutung wiedergibt. Judas war ein Dieb und, „die Kasse habend“ (so wörtlich), „trug er fort, nahm er weg, was eingelegt wurde“. Der hier vom Heiligen Geist benutzte Ausdruck (bastazo) wird auch in Johannes 20,15 in dem Sinn von „wegtragen“ gebraucht: „Herr, wenn du ihn weggetragen hast …“ Weiter bleibt zu bemerken, dass das Verb in unserer Stelle im Imperfekt steht, und das gibt an, dass es die Gewohnheit von Judas war, also zu tun. Welch ernstes Bild eines Menschen gibt uns hier der Heilige Geist in den wenigen Worten! Wo anders kann solch ein Weg enden, wenn nicht wirklich Buße getan wird, als im ewigen Verderben?

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Aus Ermunterung und Ermahnung
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