Der Heilige Geist: eine Person oder nur eine Kraft?
Ist das so wichtig?

Kalender D.H.I.N.

© CSV, online seit: 02.01.2010, aktualisiert: 13.07.2016

Leitvers: Johannes 15,26

Joh 15,26: Wenn aber der Sachwalter gekommen ist, … der Geist der Wahrheit, … wird er von mir zeugen.

Ist es für die christliche Lebenspraxis wirklich so wichtig, ob der Heilige Geist eine Person, eine Kraft oder ein Einfluss ist? – Ja, das ist es! Davon hängt im praktischen Leben alles ab. Wenn Er nur eine Kraft ist, die in mir wirkt, kann ich meine eigenen Pläne machen und ausführen und dabei von dieser Kraft Gebrauch machen. Ist es aber eine göttliche Person, die in mir wohnt, dann muss Er es sein, der bei allem Planen und Ausführen die Leitung hat.

Und ist es nicht ein gewaltiger Unterschied, ob ich, das Geschöpf, den Schöpfer für meine Zwecke benutzen will oder ob der allmächtige Gott sich zu dem Geschöpf herabneigt und es in seiner Gnade gebrauchen will, um seinen Willen zu tun? Die erste Vorstellung führt zu Selbstüberschätzung und eigenwilligem Handeln. Die zweite bewirkt Demut und Abhängigkeit, aber auch die herrliche Gewissheit, auf Gottes Wegen zu gehen und seine Zustimmung zu haben.

Eine Person ist ein lebendes Wesen, das sich seiner Existenz bewusst ist und bewusst denkt, will und handelt. Die Schrift lehrt Folgendes über den Heiligen Geist:

  • Er liebt (Röm 15,30).
  • Er hat einen „Sinn“ und verwendet sich für uns (Röm 8,26.27).
  • Er erforscht alles; Er weiß, „was in Gott ist“; Er lehrt die Gläubigen, überführt die Welt und verkündigt das, was den Herrn betrifft (1Kor 2,10.11.13; Joh 16,8.13).
  • Er hat einen unumschränkten Willen (1Kor 12,11; Apg 13,2).
  • Er kann betrübt, geschmäht und belogen werden (Eph 4,30; Heb 10,29; Apg 5,3).

Der Heilige Geist ist also eine Person – eine göttliche Person.


Aus dem Kalender Der Herr ist nahe
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